Ein solider Abschluss, aber nicht das erhoffte Highlight
Die Wortweberin - Frost und FlammenNachdem zum Ende des zweiten Teils endlich alle Karten auf den Tisch gelegt wurden, brauchen Cad und Chiara zunächst Zeit, um wieder zu sich zu finden und einander zu vertrauen. Doch lange können sie nicht ...
Nachdem zum Ende des zweiten Teils endlich alle Karten auf den Tisch gelegt wurden, brauchen Cad und Chiara zunächst Zeit, um wieder zu sich zu finden und einander zu vertrauen. Doch lange können sie nicht durchatmen, denn Lexor plant weiterhin seinen Angriff auf Laran. Gemeinsam müssen sie dringend einen Weg finden, ihn aufzuhalten. Gleichzeitig werden Cads Kräfte immer stärker und er muss lernen, mit ihnen umzugehen. Doch schaffen es die beiden wirklich, Laran zu retten?
Wie schon in den ersten beiden Teilen hat mich der angenehme Schreibstil der Autorin sofort wieder abgeholt. Besonders das Worldbuilding ist ihr erneut sehr gut gelungen. Allerdings hatte ich nach dem etwas zähen Mittelteil des zweiten Bands auf mehr Action im großen Finale gehofft. Stattdessen beginnt auch dieser Teil eher langsam, und in der ersten Hälfte passiert nur wenig. Cad und Chiara lernen sich wieder zu vertrauen, wodurch ihre Beziehung fast schon zu perfekt und rosarot wirkt. Gerade die Ecken und Kanten, die ich in den ersten beiden Teilen mochte, gingen hier etwas verloren. Zwar werden immer wieder neue Pläne geschmiedet und Bücher gewälzt, aber wirklich Spannung kam dabei nicht auf. Erst gegen Ende nimmt die Handlung dann wieder Fahrt auf, was den schwachen Anfang zumindest teilweise wettmachen konnte. Alles in allem war es für mich zwar ein solides Finale, aber leider auch der schwächste Band der Reihe. Rückblickend habe ich das Gefühl, dass die Geschichte von Teil zu Teil etwas an Stärke verloren hat.
Ein schöner Abschluss, der aber durch seinen schwachen Einstieg hinter den Erwartungen eines großen Finales zurückbleibt. Von mir gibt es daher 3,5 Sterne.