Herrlich düster und geheimnisvoll
Phantasma – Spiel um dein Leben, fürchte die LiebeCover
Mir gefällt dieses Cover ausgesprochen gut. Ich liebe sowohl das düstere Gesamtbild, die Details als auch die Verbindung zum Inhalt.
Meine Meinung
Mit diesem Buch liebäugele ich bereits seit ...
Cover
Mir gefällt dieses Cover ausgesprochen gut. Ich liebe sowohl das düstere Gesamtbild, die Details als auch die Verbindung zum Inhalt.
Meine Meinung
Mit diesem Buch liebäugele ich bereits seit einiger Zeit, da ich zwar ganz unterschiedliche Meinungen dazu gesehen habe, mich selbst Cover und Inhalt aber dennoch angesprochen haben. Netterweise war der Aufbau Verlag so nett mir die Geschichte als Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen, was mir letztlich die Entscheidung abgenommen hat.
Wir erleben das komplette Buch nur aus Sicht unserer weiblichen Protagonistin Ophelia, die ihrer Schwester ins berüchtigte Phantasma folgt. Ophelia tritt unerwartet früh in die Fußstapfen ihrer Mutter als Nekromantin und versucht nicht nur das Leben ihrer Schwester zu retten, sondern auch ihr Zuhause. Mir war sie durchaus sympathisch, ich mochte ihre sture, direkte und ehrliche Art, hätte allerdings gerne mehr Tiefgang gesehen. Einige Elemente ihrer Charakterentwicklung und einschneidende Erlebnisse wie der Tod ihrer Mutter hätten in meinen Augen gerne mehr Raum einnehmen dürfen. Ihre Emotionen waren immer deutlich als die zu erkennen, die sie sein sollten, doch so richtig gefühlt habe ich Ophelia noch nicht. Die Autorin hat bereits eine starke Grundlage erschaffen, für mich bleibt allerdings der Eindruck, dass es beim tiefergehenden Aufbau noch Luft nach oben gibt. Auch komme ich nicht umhin zuzugeben, dass sie sich im Laufe der Geschichte doch sehr wenig Sorgen um ihre Schwester macht – weder wie diese die Level im Vergleich zu ihr selbst überstanden hat, noch was es Genevieve gekostet hat.
Blackwell ist ein spannender und herrlich humorvoller Charakter, den ich schnell ins Herz geschlossen habe. Gerade die Dialoge der beiden geben dem Buch eine tolle Leichtigkeit und vermitteln viel Herzblut. Allerdings gilt für ihn ähnliches wie für Ophelia. Mir fehlt es schlicht an Tiefgang und bei ihm auch an Greifbarkeit. Es gibt ziemlich genau ein Kapitel aus seiner Vergangenheit, was leider nicht die vielen anderen fehlenden Informationen aufwiegt. Ihn als Phantom kennen wir in gewisser Hinsicht wesentlich besser als ihn als Mann.
Ich möchte behaupten, dass die Beziehung der beiden nicht zwangsläufig eine Zukunft hat. Tatsache ist nun mal, dass beide sich unter sehr stressigen und tödlichen Umständen kennengelernt haben und eine Beziehung aus mehr besteht als kurzen Momentaufnahmen. Viele Momente zwischen beiden habe ich sehr genossen, allerdings nicht die, auf die es wirklich ankommt. Ehrlich gesagt mochte ich die humorvollen Geplänkel lieber als die Liebesbekundungen, weil diese sich wesentlich echter angefühlt haben.
Grundsätzlich mochte ich den Schreibstil ebenfalls sehr gerne. Ähnlich wie bei den oben bereits geschrieben Punkten läuft es allerdings wieder auf die gleiche Sache hinaus: Es fehlt der Geschichte an Tiefgang. Schön ist, dass man den Inhalt versteht, sich die Sätze flüssig lesen lassen und alles stimmig ist. Für mich fehlt einfach noch ein Hauch Lebendigkeit, Greifbarkeit und grundheraus gesagt die Fähigkeit mich vom Hocker zu hauen.
Was mir wiederum besonders gut gefallen hat war das Worldbuilding. Neben dem Phantasma, einem von Teufeln geführten Haus mit der tödlichen Aussicht auf einen Wunsch, Nekromantinnen, Geistern, Phantomen und allerhand anderen magischen Wesen, viel Blut, Tod und Gewalt sowie der Gefahr die Regel, des sich Verliebens, zu brechen ist jede Menge dabei. Ich hätte gerne mehr Einblicke in die Rolle der Teufel oder den Job der Nekromantin an sich gehabt, aber ansonsten ist diese Welt herrlich düster und geheimnisvoll.
Wer meine Rezension gelesen hat, wird gemerkt haben, dass „Phantasma“ mich durchaus begeistern konnte, nur nicht in allen Punkten. Ich würde in Zukunft auf jeden Fall erneut ein Buch der Autorin lesen und kann euch diese Geschichte für Zwischendurch in jedem Fall empfehlen.
Fazit
Zu Einhundert Prozent überzeugen konnte mich diese Geschichte leider nicht. Was nichts daran ändern, dass dieses Buch viele schöne und geheimnisvolle Elemente mitbringt, spannend ist und ich damit wirklich schöne Lesestunden hatte.
Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.