Profilbild von Malinmalin

Malinmalin

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Malinmalin ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Malinmalin über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2026

Mischung aus Realität und Fiktion, die aber genau so stattfinden könnte

Wenn der Tag anders endet
0

„Wenn der Tag anders endet“ ist ein sehr ergreifender Roman, bei dem sich Realität und Fiktion vermischen, aber leider in der heutigen Welt genau so stattfinden könnte.
Eine neue Regierung will die Macht ...

„Wenn der Tag anders endet“ ist ein sehr ergreifender Roman, bei dem sich Realität und Fiktion vermischen, aber leider in der heutigen Welt genau so stattfinden könnte.
Eine neue Regierung will die Macht übernehmen, setzt tödliche Nanopartikel frei und wer sich nicht fügt, stirbt. Klingt brutal, ist es auch. Es geht tatsächlich um Leben und Tod, was nicht immer einfach zu verarbeiten ist.
Das Cover passt im Nachhinein nicht zu hundert Prozent zur Geschichte, finde ich. Es ist zu „brav“ für den Inhalt und für mich sieht es nach zwei Frauenhänden aus – Frau und Mann würde besser passen.
Es dreht sich ja viel um die Entwicklung und Anziehung zwischen Sabine und dem General Valentin. Es ist ein Hin und Her der Gefühle, der Emotionen und Verantwortung.
Das Buch beginnt ganz ruhig, an einem alltäglichen Morgen und geht aber sehr schnell in eine packende Geschichte über. Es wird immer aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was das Ganze sehr kurzweilig macht und man kann eigentlich gar nicht aufhören zu lesen.
Es werden nicht alle Hintergründe, politische wie persönliche, ganz aufgelöst und so erzählt, dass man genau Bescheid weiß. Das soll in Teil zwei aber passieren – daher bin ich sehr auf die Fortsetzung gespannt und bin für mich persönlich neugierig, ob ich die Charaktere dann nochmals neu einordnen kann. Ethisch und seelisch sind für mich einige Dinge nicht vertretbar und nachvollziehbar, wodurch mich die Geschichte aber noch sehr lange beschäftigt hat nach dem Lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.07.2024

Cozy Crime

Möwen, Strand und Küstentod - Das Geheimnis in den Dünen
0

Cozy Crime von Tilda Larsen – Möwen, Strand und Küstentod – Das Geheimnis in den Dünen ist der zweite Band der Reihe. Die Hobbydetektivin Ulla muss gezwungenermaßen wieder ermitteln, die Neugier ist einfach ...

Cozy Crime von Tilda Larsen – Möwen, Strand und Küstentod – Das Geheimnis in den Dünen ist der zweite Band der Reihe. Die Hobbydetektivin Ulla muss gezwungenermaßen wieder ermitteln, die Neugier ist einfach zu groß. Mit ihrem Spürzeh Guido – das ist wohl eine Art 7. Sinn von Ulla – und mit ihren Freunden Bernhard und Klaus geht sie auf der Insel Usedom dem plötzlichen Tod des ehemaligen Bürgermeisters auf den Grund und bringt sich dabei selber in große Gefahr. Ist es Zufall oder Mord, dass der Bürgermeister einen Tag, bevor er ein großes Geheimnis enthüllen will, stirbt? Auch Freundin Maple ist mit von der Partie.

Das Buch ist schön geschrieben, auch wenn man zu Beginn erst hineinfinden muss, wenn man das erste Buch nicht gelesen hat und die Charaktere noch nicht kennt. Aber wenn man sich dann auskennt, kann man flüssig lesen. Die Spannung bleibt bis zum Schluss bestehen, da das Ende und auch die Beweggründe nicht leicht zu durchschauen sind.
Mir ist die Handlung manchmal etwas zu sprunghaft und mir fehlt oft eine detailreichere Beschreibung der Landschaft, der Orte, der Plots. Und zum Beispiel die Szene, als Ulla gefesselt im Keller ist, ist etwas unlogisch – wie kann sie so alles durchsuchen und alle Unterlagen untersuchen?
Alles in allem ist das Buch von Tilda Larsen dennoch angenehm und schön zu lesen, die Spannung ist da und man fiebert der Auflösung entgegen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 28.03.2025

Spannend und verwirrend zugleich

Snø - Ohne jeden Zeugen: Ein Fall für Snø
0

Snø ist eine junge Polizistin, deren Laufbahn gerade erst anfängt – aber das dafür sehr turbulent. Zuerst muss sie mit ihrer neuen, etwas unsympathischen Kollegin zurecht kommen, die ihrem Instinkt noch ...

Snø ist eine junge Polizistin, deren Laufbahn gerade erst anfängt – aber das dafür sehr turbulent. Zuerst muss sie mit ihrer neuen, etwas unsympathischen Kollegin zurecht kommen, die ihrem Instinkt noch nicht traut und sich nur auf das ihr Aufgetragene konzentriert. Neben dieser Position darf Snø auch noch in die Arbeit auf der anderen Polizeistation reinschnuppern – und ist sofort mitten drin.
Zuerst verschwindet eine junge Studentin, mit der sich Snø kurz unterhalten hat, was aber keiner Ernst nimmt. Dann soll sie alte Fälle von verschwundenen Frauen untersuchen und nebenbei werden noch Leichenteile in einer Müllentsorgungsfirma entdeckt. Ganz schön viel für den Anfang und ganz schön viel auf einmal. Gibt es einen Zusammenhang? Werden alle Fälle aufgelöst? Und wo ist die Studentin Sonja? Und dann tauchen auch noch Nachrichten von Snøs Bruder auf – aber er ist doch tot!
Anfangs war ich ziemlich verwirrt von den vielen Geschehnissen und Namen, aber langsam findet man sich zurecht in der Geschichte. Man muss aber tatsächlich sehr aufmerksam lesen, um die Zusammenhänge zu verstehen und den Faden nicht zu verlieren.
Spannend war das Buch auf jeden Fall und es kamen immer wieder neue, wirklich schreckliche Dinge ans Licht – deren Zusammenhang bleibt aber bis zum Ende geheim. Ganz warm wurde ich mit dem Erzählstil nicht – ich weiß aber nicht, ob das an der Geschichte an sich liegt oder an der Übersetzung. Gerade die Gespräche mit Esme, einer älteren, verdächtigen Frau, finde ich sehr seltsam und überhaupt nicht aufschlussreich.
Ich würde das Buch dennoch empfehlen, da die Geschichte wirklich interessant ist und auch gute Einblicke in die Polizeiarbeit gibt – es gibt wahrscheinlich wirklich oft zu wenig Zeit, alles bis ins kleinste Detail zu verfolgen, jedem Hinweis nachzugehen und die Zusammenhänge direkt aufzudecken. Aber ich weiß nicht, ob ich weitere Bücher der Autorin lesen werde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.02.2018

"Tante Dimity und der verlorene Schatz" von Nany Atherton

Tante Dimity und der verlorene Schatz
0

„Tante Dimity und der verlorene Schatz“ von Nancy Atherton ist im Jahr 2017 im Bastei Lübbe Verlag erschienen.

Es geht um eine Frau, die in einem englischen Dorf lebt, und um ein geheimnisvolles blaues ...

„Tante Dimity und der verlorene Schatz“ von Nancy Atherton ist im Jahr 2017 im Bastei Lübbe Verlag erschienen.

Es geht um eine Frau, die in einem englischen Dorf lebt, und um ein geheimnisvolles blaues Buch. Die Frau heißt Lori und wohnt mit ihrem Mann und den drei Kindern in einem Cottage, das sie von ihrer Tante geerbt hat. In dem Dorf kennt jeder jeden, alle sind natürlich neugierig – vor allem, als neue Nachbarn einziehen. Als Lori für die Nachbarn einen Mixer vom Dachboden holen möchte, findet sie dort einen schönen alten Armreif, der sie durch Tante Dimity in alte Zeiten reisen lässt und viele Geheimnisse aufdeckt.

Zu Beginn des Buches fand ich es sehr toll, wie die Charaktere und das Dorfleben beschrieben werden. Man kann sich die neugierigen Einwohner richtig gut vorstellen und ich fand das Lesen sehr unterhaltsam. Wobei ich das Cover des Buches weniger gelungen finde, da es viel zu sehr an einen Comic erinnert und nicht an einen Krimi.
Während des Lesens geht aber irgendwann die Luft aus, finde ich. Der Spannungsbogen baut sich nicht so recht auf. Die Geschichte um die neuen Nachbarn ist zu beginn toll, wird dann aber sehr langatmig und der Zusammenhang ist sehr lange unklar. Dabei hab ich den Spaß am Lesen etwas verloren.
Als ich das blaue Buch kennen gelernt habe, fand ich das eine tolle Idee. Ich kenne bisher noch keins der Bücher, es wird aber schnell klar, was es damit auf sich hat und es ist etwas ganz neues. Als Lori dann nach London reist, fand ich das Buch wieder spannender und alles wird so toll beschrieben, dass das Kopfkino läuft.

Insgesamt fand ich das Buch gut zu lesen, aber so richtig spannend fand ich es nicht. Die Zusammenhänge waren mir zu lange unklar und alles war zu langatmig. Was an dem Buch zum Genre Krimi führt, ist mir auch nicht ganz klar. Es gibt keine klare Leseempfehlung von mir, aber ich würde auch nicht komplett vom Lesen abraten.

Veröffentlicht am 22.11.2017

Die Burg am Mondsee von Carolin Rath

Die Burg am Mondsee
0

Der Roman beinhaltet zwei Geschichten, die immer abwechselnd erzählt werden. Der Zusammenhang ist zu Beginn des Buches natürlich noch verborgen, erschließt sich aber nach und nach immer mehr.
Eine Geschichte ...

Der Roman beinhaltet zwei Geschichten, die immer abwechselnd erzählt werden. Der Zusammenhang ist zu Beginn des Buches natürlich noch verborgen, erschließt sich aber nach und nach immer mehr.
Eine Geschichte spielt Ende des 19. Jahrhunderts, bei der ein „Dschungelmädchen“ als Testobjekt in der Naturwissenschaft dienen soll. Als dies aber nicht klappt, wird das Mädchen, Raquel, Gesellschafterin bei dem Burgherrn von Weidenau. Weidenau spielt das ganze Buch über eine große Rolle. Raquel verliebt sich in den Burgherrn, aufgrund des Standesunterschiedes ist eine offene Liebe natürlich zu dieser Zeit nicht möglich.

Die zweite Geschichte ist aktuell und handelt von Tessa, die mit ihrem Mann auf Burg Weidenau ein Seminarhotel eröffnet. Dann geschieht ein Unglück und Tessas Mann stirbt – sie steht plötzlich alleine da und wird mit allerhand Problemen konfrontiert.
Am Ende deckt sich natürlich das Geheimnis um Burg Weidenau auf und beide Geschichten finden zueinander.

Zu Beginn des Romans war ich mehr interessiert an Tessas Geschichte. Ich fand sie spannender und logischer – die Sache mit Raquel war mir einfach zu fremd und ich wusste einfach nicht, worauf die Autorin mit der Geschichte hinaus will. Dies war für mich etwas langatmig. Die Beschreibung des Buches finde ich zu dramatisch – diese wird im Roman sehr vermisst. Ich finde, es gibt keinen Spannungsbogen, die Geschichte läuft so dahin und wird nie wirklich richtig packend. Der Stil der beiden Geschichten ist relativ gleich, hier hätte ich mir mehr Unterschiede im Sprachstil gewünscht. Alles in allem ist das Buch schnell zu lesen, aber wirklich spannend und packend – wie es in der „Beschreibung“ dargestellt wird – ist es für mich leider nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Dramaturgie
  • Lesespaß
  • Charaktere