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Veröffentlicht am 28.03.2025

Als Debüt in Ordnung

We hunt the Flame
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Als ich vor gut einem Jahr "Tempest of Tea" las, war ich hin und weg von Hafsah Faizals Schreibstil. Entsprechend beschloss ich bald schon, mir "We hunt the Flame" zu kaufen - als ich dabei jedoch sah, ...

Als ich vor gut einem Jahr "Tempest of Tea" las, war ich hin und weg von Hafsah Faizals Schreibstil. Entsprechend beschloss ich bald schon, mir "We hunt the Flame" zu kaufen - als ich dabei jedoch sah, dass es nach fünf Jahren endlich auf Deutsch übersetzt wird, wollte ich dann doch lieber warten, damit meine Ausgaben zusammenpassen. (Schließlich sind beide Dilogien hierzulande von Knaur.) Dabei war ich schon sehr glücklich, welche Cover sie für die deutschen Ausgaben wählten, da mir eine Auflage der englischen nur bedingt zusagt.
Leider musste ich mich beim Lesen des Buches allerdings sehr häufig daran erinnern, dass es sich hierbei um ihr Debüt handelte. Insbesondere die Charaktere konnten mich hier nicht überzeugen. Während die fünf Hauptcharaktere in "Tempest of Tea" alle vor unterschiedlicher Nuancen nur so strotzten, sind die beiden Hauptcharaktere in "We hunt the Flame" eher uninspiriert.
Trotz dass sie aus sehr unterschiedlichen Schichten kommen, ist ihr jeweiliger Hintergrund beinahe identisch: Ein Elternteil tot, das andere daraufhin in irgendeiner Weise negativ eskaliert, sodass es auf jeden Fall keine gesunde emotionale Bindung zu ihnen gibt; fürs große Ganze gezwungen zu töten, wenn auch bei der einen Partei Tiere und bei der anderen Menschen; dazu noch eine große Portion Selbstmitleid, unnötig dramatische Monologe die sich wiederholen, und so viel Altruismus, dass es wie eine faule Ausrede klingt. Sobald die beiden Charaktere aufeinander treffen, wird noch deutlicher, wie ähnlich sie einander sind.
Auch der Sprachstil, den ich in "Tempest of Tea" so geliebt habe, ist in "We hunt the Flame" noch nicht so ausgeklügelt. Dies kann allerdings auch am Übersetzer liegen. Dieser ist im vorliegenden Buch sehr präsent und fällt mit Wörtern wie "Sperenzchen" oder "trollte sich" als eigenwillig auf. Dabei enthalte ich mich an dieser Stelle jeglicher Wertung, da das Geschmackssache ist und jeder für sich selbst wissen muss, ob er lieber "unsichtbare" Übersetzenden liest oder die "sichtbaren". Wer Letzteres präferiert, wird hier auf jeden Fall glücklich!
Etwas Positives möchte ich trotzdem loswerden: Die Welt, die Hafsah Faizal geschaffen hat, ist wunderschön detailliert. Mir gefällt, wie ausgearbeitet sowohl die Zeit vor dem Magieverlust, als auch die Zeit nach dem Magieverlust dargestellt wird. Da sind bereits die ersten Züge der bald schon großartigen Autorin zu finden, die mich bei "Tempest of Tea" bereits mit der ersten Seite gepackt hatte.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Überraschend wenig Cringe

The Fake Mate – Die Liebe ist eine Bestie für sich
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Lana Fergusons The Fake Mate war meine erste Shifter Romance – und ich hatte ehrlich gesagt mit deutlich mehr Cringe gerechnet. Überraschenderweise blieb der aus, und stattdessen bekam ich eine unterhaltsame, ...

Lana Fergusons The Fake Mate war meine erste Shifter Romance – und ich hatte ehrlich gesagt mit deutlich mehr Cringe gerechnet. Überraschenderweise blieb der aus, und stattdessen bekam ich eine unterhaltsame, leicht zu lesende Geschichte, die einfach Spaß gemacht hat.

Besonders gefreut habe ich mich über eine weibliche Werwölfin als Protagonistin – viel zu selten bekommt man in diesem Genre starke, weibliche Shifter zu sehen! Der Schreibstil war angenehm locker, sodass das Buch ein echter Schnellleser war. Allerdings ließ mich der „Spannungsverlauf“ ein wenig ratlos zurück – stellenweise fühlte sich das Ganze unnötig kompliziert und anstrengend an.

Was das berühmte knotting angeht... sagen wir mal so: Ich habe es gelesen, aber den tieferen Sinn davon immer noch nicht so ganz verstanden. 😅 Doch abgesehen davon war die Geschichte unterhaltsam genug, um mich dranzuhalten.

Ein kleines Highlight für mich: Die Hauptcharakterin liebt Suppe! Das mag nebensächlich erscheinen, aber es hat mich aus irgendeinem Grund richtig gefreut.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Mehr erwartet

The Reappearance of Rachel Price (deutsche Ausgabe)
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"The Reappearance of Rachel Price" war mein erster Holly Jackson und entsprechend gespannt war ich, was mich wohl erwartet.
Ich denke, alles in allem war es ein ganz gutes Buch, auch wenn mich etwas wesentlich ...

"The Reappearance of Rachel Price" war mein erster Holly Jackson und entsprechend gespannt war ich, was mich wohl erwartet.
Ich denke, alles in allem war es ein ganz gutes Buch, auch wenn mich etwas wesentlich gestört hat: Der Anfang.
Dafür, dass die Rückkehr Rachel Price' namensgebend für das Buch ist, geschieht diese erst nach fast einem Fünftel. Davor lernen wir ihre Tochter Bel kennen, die auch die Protagonistin ist, und wie das Verschwinden ihrer Mutter sich auf ihr Leben ausgewirkt hat. Leider wird dieser Teil stark in die Länge gezogen und das immer wieder betonte Selbstmitleid der Protagonistin ist kaum auszuhalten. Das geht auch noch eine ganze Weile so weiter, nachdem Rachel schließlich aufgetaucht ist. Nun kommt noch hinzu, dass verschiedene Tatvorgänge immer wieder wiederholt werden, weil sie verschiedenen Personen erzählt werden, was ziemlich mühsam zu lesen ist.
Die große Auflösung am Ende war leider nicht ganz so groß, da es immer wieder zuvor angeteaser wurde. Nur Details waren neu - die dafür aber umso spannender - was mich eher enttäuscht zurückgelassen hat. Von dem großen Plottwist-Namen, den sie sich mit 'A Good Girls Guide To Murder' gemacht hat, hab ich mir doch mehr erwartet. Aber ab und an hat schließlich auch die beste Autorin mal einen Hänger.
Entsprechend würde ich nochmal ein Buch von ihr lesen. Ihr Schreibstil war angenehm flüssig und zumindest die Idee des Plots abwechslungsreich neu.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Sehr viel Klassik

Coven of Bones - Mein Verrat ist dein Schicksal
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„Coven of Bones“ von Harper L. Woods hatte einige Aspekte, die mir wirklich gefallen haben, aber es gab auch ein paar Dinge, die für mich nicht ganz funktioniert haben. Erstens: Wenn Sie auf der Suche ...

„Coven of Bones“ von Harper L. Woods hatte einige Aspekte, die mir wirklich gefallen haben, aber es gab auch ein paar Dinge, die für mich nicht ganz funktioniert haben. Erstens: Wenn Sie auf der Suche nach einer langsamen Liebesgeschichte sind, ist dies wahrscheinlich nicht das Richtige für Sie. Die Beziehung zwischen den Hauptfiguren entwickelt sich schnell - es ist eher eine Insta-Love-Situation. Das rasante Tempo, in dem sich die romantische Dynamik entwickelt, wirkte auf mich etwas überstürzt und nahm mir etwas von dem emotionalen Aufbau, den ich normalerweise genieße.

Obwohl „Coven of Bones“ als Romantasy vermarktet wird, tendierte es für mich stark in Richtung Romantik. Verstehen Sie mich nicht falsch - das ist eine persönliche Vorliebe, aber ich hatte das Gefühl, dass die romantische Beziehung einen Großteil der Fantasy-Elemente überschattete. Am Ende fühlte es sich eher wie eine Fantasy-Romanze an als eine ausgewogene Mischung aus beidem. Davon abgesehen kann ich mir vorstellen, dass andere diesen Aspekt wirklich genießen können, vor allem, wenn man mehr auf die romantische Seite von Romantasy steht.

Eine Sache, die ich absolut geliebt habe, war der Aufbau der Welt. Der Schauplatz ist in einer christlichen Weltanschauung angesiedelt, was dem Ganzen eine einzigartige und interessante Wendung gibt, besonders für einen Fantasy-Roman. Das Konzept wirkte cool und auf klassische Weise vertraut.

Ein weiteres Highlight war die Verbindung des Protagonisten zu zwei Zweigen der Magie: Natur- und Nekromantie. Beides sind meine persönlichen Favoriten, wenn es um magische Systeme geht, und so war es ein wahrer Genuss, sie in Kombination zu sehen. Die Art und Weise, wie sie in der Geschichte miteinander verwoben wurden, war für mich ein Kussmund-Moment!

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Urlaub im Harz!

Villa Obscura
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Nach der Lektüre von "Villa Obscura" bleibe ich mit gemischten Gefühlen zurück. Es war einer meiner ersten Thriller, daher hatte ich mir gar nicht so viel erhofft - und wurde doch positiv überrascht.
Zum ...

Nach der Lektüre von "Villa Obscura" bleibe ich mit gemischten Gefühlen zurück. Es war einer meiner ersten Thriller, daher hatte ich mir gar nicht so viel erhofft - und wurde doch positiv überrascht.
Zum Einen liest es sich sehr flüssig. Man fliegt durch die Seiten und kommt doch nicht schnell genug voran, denn es ist echt spannend. Die Ansätze eines Kammerspiels tragen dazu bei. Auch die vielen verschiedenen POVs bringen sowohl Spannung, als auch Tempo in die Sache.
Die Auflösung der Handlung habe ich nicht kommen sehen und war dementsprechend sehr erfreut darüber. Der Weg dorthin hatte an manchen Stellen jedoch ein paar kleine Lücken, die mich ziemlich gestört haben, die jedoch nicht so signifikant waren, dass man nicht über sie hätte hinwegsehen können.
In allem ein kurzweiliger Einstieg in die Welt der Thriller und vermutlich insbesondere für jüngere Lesende sehr interessant!
(Außerdem habe ich durch dieses Buch nun angestoßen, mal Urlaub im Harz zu machen :D)

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