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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2025

Überraschend wenig Cringe

The Fake Mate – Die Liebe ist eine Bestie für sich
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Lana Fergusons The Fake Mate war meine erste Shifter Romance – und ich hatte ehrlich gesagt mit deutlich mehr Cringe gerechnet. Überraschenderweise blieb der aus, und stattdessen bekam ich eine unterhaltsame, ...

Lana Fergusons The Fake Mate war meine erste Shifter Romance – und ich hatte ehrlich gesagt mit deutlich mehr Cringe gerechnet. Überraschenderweise blieb der aus, und stattdessen bekam ich eine unterhaltsame, leicht zu lesende Geschichte, die einfach Spaß gemacht hat.

Besonders gefreut habe ich mich über eine weibliche Werwölfin als Protagonistin – viel zu selten bekommt man in diesem Genre starke, weibliche Shifter zu sehen! Der Schreibstil war angenehm locker, sodass das Buch ein echter Schnellleser war. Allerdings ließ mich der „Spannungsverlauf“ ein wenig ratlos zurück – stellenweise fühlte sich das Ganze unnötig kompliziert und anstrengend an.

Was das berühmte knotting angeht... sagen wir mal so: Ich habe es gelesen, aber den tieferen Sinn davon immer noch nicht so ganz verstanden. 😅 Doch abgesehen davon war die Geschichte unterhaltsam genug, um mich dranzuhalten.

Ein kleines Highlight für mich: Die Hauptcharakterin liebt Suppe! Das mag nebensächlich erscheinen, aber es hat mich aus irgendeinem Grund richtig gefreut.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Mehr erwartet

The Reappearance of Rachel Price (deutsche Ausgabe)
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"The Reappearance of Rachel Price" war mein erster Holly Jackson und entsprechend gespannt war ich, was mich wohl erwartet.
Ich denke, alles in allem war es ein ganz gutes Buch, auch wenn mich etwas wesentlich ...

"The Reappearance of Rachel Price" war mein erster Holly Jackson und entsprechend gespannt war ich, was mich wohl erwartet.
Ich denke, alles in allem war es ein ganz gutes Buch, auch wenn mich etwas wesentlich gestört hat: Der Anfang.
Dafür, dass die Rückkehr Rachel Price' namensgebend für das Buch ist, geschieht diese erst nach fast einem Fünftel. Davor lernen wir ihre Tochter Bel kennen, die auch die Protagonistin ist, und wie das Verschwinden ihrer Mutter sich auf ihr Leben ausgewirkt hat. Leider wird dieser Teil stark in die Länge gezogen und das immer wieder betonte Selbstmitleid der Protagonistin ist kaum auszuhalten. Das geht auch noch eine ganze Weile so weiter, nachdem Rachel schließlich aufgetaucht ist. Nun kommt noch hinzu, dass verschiedene Tatvorgänge immer wieder wiederholt werden, weil sie verschiedenen Personen erzählt werden, was ziemlich mühsam zu lesen ist.
Die große Auflösung am Ende war leider nicht ganz so groß, da es immer wieder zuvor angeteaser wurde. Nur Details waren neu - die dafür aber umso spannender - was mich eher enttäuscht zurückgelassen hat. Von dem großen Plottwist-Namen, den sie sich mit 'A Good Girls Guide To Murder' gemacht hat, hab ich mir doch mehr erwartet. Aber ab und an hat schließlich auch die beste Autorin mal einen Hänger.
Entsprechend würde ich nochmal ein Buch von ihr lesen. Ihr Schreibstil war angenehm flüssig und zumindest die Idee des Plots abwechslungsreich neu.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Sehr viel Klassik

Coven of Bones - Mein Verrat ist dein Schicksal
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„Coven of Bones“ von Harper L. Woods hatte einige Aspekte, die mir wirklich gefallen haben, aber es gab auch ein paar Dinge, die für mich nicht ganz funktioniert haben. Erstens: Wenn Sie auf der Suche ...

„Coven of Bones“ von Harper L. Woods hatte einige Aspekte, die mir wirklich gefallen haben, aber es gab auch ein paar Dinge, die für mich nicht ganz funktioniert haben. Erstens: Wenn Sie auf der Suche nach einer langsamen Liebesgeschichte sind, ist dies wahrscheinlich nicht das Richtige für Sie. Die Beziehung zwischen den Hauptfiguren entwickelt sich schnell - es ist eher eine Insta-Love-Situation. Das rasante Tempo, in dem sich die romantische Dynamik entwickelt, wirkte auf mich etwas überstürzt und nahm mir etwas von dem emotionalen Aufbau, den ich normalerweise genieße.

Obwohl „Coven of Bones“ als Romantasy vermarktet wird, tendierte es für mich stark in Richtung Romantik. Verstehen Sie mich nicht falsch - das ist eine persönliche Vorliebe, aber ich hatte das Gefühl, dass die romantische Beziehung einen Großteil der Fantasy-Elemente überschattete. Am Ende fühlte es sich eher wie eine Fantasy-Romanze an als eine ausgewogene Mischung aus beidem. Davon abgesehen kann ich mir vorstellen, dass andere diesen Aspekt wirklich genießen können, vor allem, wenn man mehr auf die romantische Seite von Romantasy steht.

Eine Sache, die ich absolut geliebt habe, war der Aufbau der Welt. Der Schauplatz ist in einer christlichen Weltanschauung angesiedelt, was dem Ganzen eine einzigartige und interessante Wendung gibt, besonders für einen Fantasy-Roman. Das Konzept wirkte cool und auf klassische Weise vertraut.

Ein weiteres Highlight war die Verbindung des Protagonisten zu zwei Zweigen der Magie: Natur- und Nekromantie. Beides sind meine persönlichen Favoriten, wenn es um magische Systeme geht, und so war es ein wahrer Genuss, sie in Kombination zu sehen. Die Art und Weise, wie sie in der Geschichte miteinander verwoben wurden, war für mich ein Kussmund-Moment!

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Urlaub im Harz!

Villa Obscura
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Nach der Lektüre von "Villa Obscura" bleibe ich mit gemischten Gefühlen zurück. Es war einer meiner ersten Thriller, daher hatte ich mir gar nicht so viel erhofft - und wurde doch positiv überrascht.
Zum ...

Nach der Lektüre von "Villa Obscura" bleibe ich mit gemischten Gefühlen zurück. Es war einer meiner ersten Thriller, daher hatte ich mir gar nicht so viel erhofft - und wurde doch positiv überrascht.
Zum Einen liest es sich sehr flüssig. Man fliegt durch die Seiten und kommt doch nicht schnell genug voran, denn es ist echt spannend. Die Ansätze eines Kammerspiels tragen dazu bei. Auch die vielen verschiedenen POVs bringen sowohl Spannung, als auch Tempo in die Sache.
Die Auflösung der Handlung habe ich nicht kommen sehen und war dementsprechend sehr erfreut darüber. Der Weg dorthin hatte an manchen Stellen jedoch ein paar kleine Lücken, die mich ziemlich gestört haben, die jedoch nicht so signifikant waren, dass man nicht über sie hätte hinwegsehen können.
In allem ein kurzweiliger Einstieg in die Welt der Thriller und vermutlich insbesondere für jüngere Lesende sehr interessant!
(Außerdem habe ich durch dieses Buch nun angestoßen, mal Urlaub im Harz zu machen :D)

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Rasant mit Schwächen

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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What the River Knows von Isabel Ibáñez hat mich mit seiner Mischung aus Abenteuer, Magie und historischer Kulisse positiv überrascht. Besonders gut gefallen hat mir der Charakter Whit. In einer Zeit, in ...

What the River Knows von Isabel Ibáñez hat mich mit seiner Mischung aus Abenteuer, Magie und historischer Kulisse positiv überrascht. Besonders gut gefallen hat mir der Charakter Whit. In einer Zeit, in der die Romantasy oft von perfekt dargestellten "Shadowdaddys" dominiert wird – die mit vermeintlichen Fehlern ausgestattet sind, die letztlich niemanden wirklich stören –, ist Whit eine erfrischende Ausnahme. Er hat echte Fehler, er ist nicht immer sympathisch, aber genau das macht ihn so menschlich und zu einem großartigen Charakter. Man spürt seine Unsicherheiten und seine Fehler, was ihn unglaublich vielschichtig und realistisch wirken lässt.

Die Welt, die Ibáñez erschaffen hat, hat mich ebenfalls fasziniert. Es handelt sich um eine klassische Low-Fantasy-Welt, in der Magie dezent und geschickt eingesetzt wird. Besonders gut gefiel mir das Konzept der magischen Gegenstände, die dem Buch einen besonderen Charme verleihen. Es hat mich an Divine Rivals erinnert – was vielleicht kein Zufall ist, wenn man bedenkt, dass die beiden Autorinnen sich ihre Bücher gewidmet haben. Die magischen Artefakte fügen der Geschichte eine spannende Dimension hinzu und bleiben dabei nie übertrieben oder zu dominant.

Das Setting in Ägypten war ein weiterer Pluspunkt. Ich freue mich immer über Geschichten, die in dieser faszinierenden Region spielen, und hier hat Ibáñez ihre Recherchearbeit gut umgesetzt. Besonders die abgedruckten Hieroglyphen haben der Erzählung eine authentische und gleichzeitig mystische Note verliehen, die das Leseerlebnis noch bereichert hat.

Leider gibt es aber auch einen Punkt, der mich sehr gestört hat: die Naivität der Protagonistin Inez. Ein häufiges Problem in Young-Adult-Romanen, aber hier war es besonders anstrengend. Als Lesende erkennt man die entscheidenden Hinweise oft viel früher als Inez, was die Spannung und das Leseerlebnis manchmal etwas trübte. Es war frustrierend, ihr zuzusehen, wie sie in ihre offensichtlichen Fallstricke tappt, ohne dies selbst zu begreifen.

Was die Liebesgeschichte betrifft, war das Tempo genau richtig. Die Beziehung zwischen Inez und Whit entwickelt sich organisch, mit einigen schönen gemeinsamen Momenten und Szenen, die den Charakteren mehr Tiefe verleihen. Ich freue mich darauf zu sehen, wie sich ihre Beziehung weiter entfaltet, besonders mit den Hürden, die noch vor ihnen liegen.

Insgesamt ist What the River Knows eine starke Mischung aus Charakterentwicklung, spannender Handlung und faszinierendem Setting. Trotz der Naivität der Protagonistin und einigen Momenten der Vorhersehbarkeit hat mich das Buch gut unterhalten, und ich bin gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht.

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