Durch Höhen und Tiefen zu einem guten Ende
Die Frauen der Villa Sommerwind. Die Liebe am HorizontDie Villa Sommerwind hat das Dritte Reich und die ersten Nachkriegsjahre überstanden. Gerda Grabens würde gerne Medizin studieren , bekommt aber eine Absage von der Universität und unterstützt zur Überbrückung ...
Die Villa Sommerwind hat das Dritte Reich und die ersten Nachkriegsjahre überstanden. Gerda Grabens würde gerne Medizin studieren , bekommt aber eine Absage von der Universität und unterstützt zur Überbrückung ihre Tante Julia bei der Führung des Hotels. Gerda ist nicht glücklich und von ständiger Wut erfüllt. Sie hat nie akzeptiert, dass ihre Eltern sie allein gelassen haben und möchte sie deshalb unbedingt suchen und Fragen stellen. Doch das Schicksal hat erstmal andere Pläne. Wegen eines Unfalls muss Gerda weiter ihre Tante unterstützen und dann kann sie tatsächlich Medizin studieren. So gehen die Jahre dahin. Aber sie hat die Liebe ihres Lebens gefunden. Henning hat ihre Mutter im Exil gekannt und ist bereit, Gerda bei ihrer Suche zu begleiten. Als sie endlich aufbrechen können, ist die Reise emotional und endet dennoch mit einer Enttäuschung. Gerda und Henning kehren mit leeren Händen zurück. Während sich familiäre Höhen und Tiefen abwechseln, entwickelt sich der Timmendorfer Strand weiter. Gerda macht sich für eine Rehaklinik zur Behandlung von Herz- Kreislaufbeschwerden stark. Bevor ihr Traum sich erfüllt, kommt es zu einem dramatischen Zwischenfall , der mich wirklich überrascht hat. Zumindest bringt das Ereignis Gerdas Mutter zurück. Doch Gerda kann ihr die lange Abwesenheit nicht verzeihen. Ich ehrlich gesagt auch nicht. Ich habe verstanden, dass die Ereignisse während des Krieges für Christine traumatisch waren, aber ihre Schuldgefühle, die ihre Rückkehr verhindert haben, habe ich nicht nachvollziehen können. Auch hier heilt die Zeit alte Wunden und Gerda und ihre Mutter söhnen sich aus
Das Buch endet im Jahr 1989 und alle Personen, die mit der Villa Sommerwind verbunden sind, sind, sofern sie noch leben, wieder dort vereint. Das war für mich ein sehr versöhnlicher und harmonischer Abschluss. Ich fand den Roman sehr unterhaltsam. Er verbindet historische Ereignisse gekonnt mit der privaten Geschichte der Frauen der Villa Sommerwind. Das macht einiges der historischen Ereignisse besser vorstellbar und ruft manches wach, was man vergessen hatte, wieder ins Gedächtnis. Besonders gut gefallen hat mir, dass starke Frauen im Mittelpunkt stehen, die über ihr Leben im Rahmen des möglichen selbst bestimmen. .