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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.01.2026

Vom 10jährigen gefeiert...

Meisterdetektiv Mausebart – Wo ist Gustav Giftzahn? Ein Mäusekrimi (Band 1)
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Der kriminell witzige Comic-Roman hat ein sehr auffälliges gelbes Cover. Im zurückgesetzten LUpen-Oberteil sticht sehr präsent Monsieur Mausebart hervor - passend im senfgelb-karierten Mäntelchen.

Mich ...

Der kriminell witzige Comic-Roman hat ein sehr auffälliges gelbes Cover. Im zurückgesetzten LUpen-Oberteil sticht sehr präsent Monsieur Mausebart hervor - passend im senfgelb-karierten Mäntelchen.

Mich hat die Geschichte nicht ganz so überzeugt. Mein Mitleser (10 Jahre alt und sehr comic-erfahren) war allerdings total begeistert. Er hat dieses Buch gefeiert und zwar sowohl inhaltlich (ich nicht!) als auch gestalterisch (ich auch!)

Sprachlich finde ich sie sehr gelungen und damit auch super vorlesetauglich. Die Seiten laden zum Bestaunen ein und haben teilweise einen Wimmelbild-Charakter.

Fazit: Das Kinderurteil wiegt hier schwerer als das des Erwachsenen!

Auffälliges präsentes Cover

Tolle Gestaltung

Sprachlich ambitioniert

Macht Spaß!

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Eine andere Welt...

Schwanentage
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Der Roman "Schwanentage" erzählt die Geschichte von Yu Ling, einem Kindermädchen, das für eine mächtige chinesische Elite-Familie arbeitet, und schafft es tatsächlich, die Komplexität von Klassenverhältnissen, ...

Der Roman "Schwanentage" erzählt die Geschichte von Yu Ling, einem Kindermädchen, das für eine mächtige chinesische Elite-Familie arbeitet, und schafft es tatsächlich, die Komplexität von Klassenverhältnissen, versteckten Machtkämpfen und moralischen Ambivalenzen zu erkunden.
Was Zhang Yueran gelungen ist, ist die subtile Darstellung der psychologischen Dynamiken zwischen Dienerin und Arbeitgeber. Yu Ling ist keine einfache Opferfigur, sondern ein differenziertes Charakterporträt einer Frau, die ihre eigenen Geheimnisse mit sich trägt. Diese Mehrdeutigkeit ist das Herzstück des Romans und verhindert, dass er in platte Klassenkritik abgleitet. Die Erzählweise, die zwischen Perspektiven wechselt und Wahrheiten bewusst verschleiert, spiegelt die Undurchsichtigkeit wider, die in solchen Machtverhältnissen herrscht.
Die Autorin versteht es auch meisterhaft, die fast vergiftete Zärtlichkeit zwischen Yu Ling und dem Kind Kuan Kuan darzustellen – eine Beziehung, die gleichzeitig echte Zuneigung und strukturelle Ausbeutung enthält. Hier zeigt sich Yuerans psychologisches Feingefühl.
Die Elite-Familie wird zwar als korrupt und herzlos gezeichnet, aber ohne die prägnanten Details oder die grotesken Momente, die solche Klischees aufbrechen würden. Stattdessen reproduziert der Roman teilweise jene Stereotypen, die er zu kritisieren vorgibt: die wohlhabenden Arbeitgeber als eindimensionale Tyrannen, das arme Dienstmädchen als tragische Heldin (wenn auch mit Geheimnissen).
Ein weiteres Problem liegt in der Erzählstruktur selbst. Die Verschleierung von Wahrheiten, die anfangs reizvoll wirkt, kann sich über Hunderte von Seiten zu einer frustrierenden Manipulation anfühlen. Der Leser wird lange im Dunkeln gelassen, nicht um eine tiefere Wahrheit zu enthüllen, sondern manchmal nur, weil die Autorin die Spannung künstlich aufrechterhalten möchte.
Stellt sich so das China des 21. Jahrhunderts dar? –Schneller Wohlstand, die moralische Leere der neuen Eliten, die Untrennbarkeit von Reichtum und Verbrechen.
Ich persönlich finde chinesische Literatur grundsätzlich anspruchsvoll, da sie mir so fremd ist wie die Welt, aus der sie kommt. Hier hatte ich aufgrund der Leseprobe etwas andere Erwartungen, die sich nicht ganz erfüllt haben. Ich habe mich stellenweise überfordert von der Geschwindigkeit der Ereignisse gefühlt.

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Interessant!

Inside
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Ich war 12 Jahre alt, als Boris Becker Wimbledon gewann und auch wenn Tennis in der DDR zumindest in meiner Gegend so gar keine Rolle spielte, war man doch als Kind begeistert. Der Hype kam bei ...

Ich war 12 Jahre alt, als Boris Becker Wimbledon gewann und auch wenn Tennis in der DDR zumindest in meiner Gegend so gar keine Rolle spielte, war man doch als Kind begeistert. Der Hype kam bei uns "drüben" nicht ganz so ungefiltert an, aber ich bekam schon mit, wie die Presse mit ihm umging... Solange man gewinnt, wird man in den Himmel gehoben, aber wehe, du machst nicht, was erwartet wird.... Die Häme ließ ja nicht sooo lange auf sich warten und die Ermakowa-Geschichte erlebte ich dann schon etwas peinlich berührt. Und trotzdem tat er mir irgendwie leid. Sich selbst auf die Schippe nehmend beim legendären AOL-Spot war er mir eindeutig lieber. Genug der Vorrede - den Menschen Boris kenne ich natürlich überhaupt nicht. Und der schreibt hier schon recht offen und ehrlich. Zwischendrin dachte ich immer mal wieder, dass er doch recht naiv war/ist und ab und an klingt auch so ein wenig Beleidigtsein über das Missverstanden werden durch... vielleicht ja sogar zu recht. Ich fand die Einblick jedenfalls sehr interessant und gebe eine klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Macht Mut!

Die neue Menopause
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Wer eine Frau ist, hat unweigerlich irgendwann mit der Menopause zu tun... Und mit den Auswirkungen, die die Veränderungen des Körpers mit sich bringen. Leider ist das Thema noch lange nicht offen genug ...

Wer eine Frau ist, hat unweigerlich irgendwann mit der Menopause zu tun... Und mit den Auswirkungen, die die Veränderungen des Körpers mit sich bringen. Leider ist das Thema noch lange nicht offen genug und die sträfliche Vernachlässigung der weibliche Bedürfnisse trifft hart.
Auch wenn die Autorin hier eigene Mittel vermarktet, so bietet sie doch auch viel Informationen, klärt auf und Macht Mut!

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Eine Lebensstück-Begleitung...

750 Meter Glück
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Abgesehen davon, dass die Leseprobe mir ein paar Schwierigkeiten bereitet hat, indem Leerzeichen und Schriften/Schriftgrößen nicht an allen Stellen stimmig waren, hat mir das Buch gut gefallen.
Erzählt ...

Abgesehen davon, dass die Leseprobe mir ein paar Schwierigkeiten bereitet hat, indem Leerzeichen und Schriften/Schriftgrößen nicht an allen Stellen stimmig waren, hat mir das Buch gut gefallen.
Erzählt wird die Geschichte von Sarah, die ihren Job kündigt, weil sie so nicht mehr arbeiten und leben möchte. Sie wandert den Camino und kauft ein altes Haus im Schwarzwald, dass sie als Pension wiederbelebt. Unterstützung in jeglicher Form bekommt sie von ihrer Familie.
Mir hat die Schilderung gut gefallen. Abgesehen von den etwas spirituellen Teilen, wobei ich auch das Laufen, bzw. das Marathon-Laufen dazu zähle, waren die Einblicke in ein junges Leben sehr interessant. Man bekommt hier keinen Roman, sondern ein Stück Lebensabschnitt.

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