Schwere Kost
ImmergrünDer Roman der Autorin, in dem sie von ihrer Kindheit in Israel und Berlin erzählt, der Vergangenheit ihrer Mutter sowie der Gegenwart, in der sie die Urnen von Großmutter und Mutter nach Litauen fährt, ...
Der Roman der Autorin, in dem sie von ihrer Kindheit in Israel und Berlin erzählt, der Vergangenheit ihrer Mutter sowie der Gegenwart, in der sie die Urnen von Großmutter und Mutter nach Litauen fährt, hat mir schwere Lesestunden bereitet. Es wirkt auf mich wie eine Verarbeitung der Vergangenheit, die aber auf Ruth, dem Kind in der Vergangenheit und Ruth, der Frau in der Gegenwart, lastet. Ich spüre nichts als die schwere Last, ich sehe die zugemüllte Wohnung, die junge Ruth, die von beiden Eltern vernachlässigt wird. Obwohl das Buch mit dem Sterben der Mutter beginnt, so berührt es mich sehr, weil sie von Ruth und der Schwester im Hospiz gut begleitet wurde und zieht mich nicht runter. Der Rest des Buches beschäftigt sich in Vergangenheit und Gegenwart mit der Mutter, zu der ich keine positive Verbindung aufbauen kann und Ruth muss ihre gesamte Kindheit und Jugend sich um ihre Mutter kümmern, die unter Depressionen leidet. Ich bewundere Ruth für ihre Tatkraft und frage mich, woher sie die Energie nimmt. Es war leider so gar nicht mein Roman, sprachlich anstrengend, viele Wiederholungen und den Neubeginn, der hinten auf dem Buch erwähnt wird, habe ich vermisst. Zwei Sterne