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Ullap

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.04.2025

Liebesverwicklungen

Dünenküsse
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Antonia ist jung Mutter geworden und lebt mit ihrem 15jährige Sohn Max alleinerziehend auf der Insel Nordsand in der Nordsee, wo sie einen kleinen Pensionshof betreibt. Als guter Freund und eine Art Ersatzpapa ...

Antonia ist jung Mutter geworden und lebt mit ihrem 15jährige Sohn Max alleinerziehend auf der Insel Nordsand in der Nordsee, wo sie einen kleinen Pensionshof betreibt. Als guter Freund und eine Art Ersatzpapa für Max fungiert Tristan, der Inselarzt, den Antonia seit Kindertagen kennt. Als der epilepsiekranke Max einen Therapiehund benötigt, das Geld aber mal wieder knapp ist, kommt Antonia auf die Idee, Max' leiblichen Vater zu kontaktieren, der ein erfolgreicher Partysänger ist, von seiner Vaterschaft jedoch nichts weiss. Antonia zögert noch, die Begegnung mit dem Sänger Nick erfolgt jedoch schneller und ganz anders, als es Antonia lieb ist. Probleme sind natürlich vorprogammiert...

Ich habe hier wieder einen dieser schönen Nordseeromane gelesen, die bei mir durch die tollen Beschreibungen von Land und Leuten direkt das Fernweh entfachen. Die Geschichte kommt hier trotz der Thematik "Partysänger" niemals kitschig oder gar schnulzig herüber. Ganz im Gegenteil: Der Sänger Niklas alias "Nick" wurde mir im Verlauf der Geschichte immer sympathischer. Über Antonia habe ich dagegen manches Mal den Kopf schütteln müssen, aber sie hatte es als alleinerziehende Mutter mit Geldsorgen auch nicht immer einfach. Max ist dagegen ein typischer Teenager mit all seinen Marotten. Eine wunderbar leichtgängige Geschichte, die man in der schönen Jahreszeit gerne an einem Nachmittag lesen kann.

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Elli ermittelt wieder

Törtchen, Tod und Techtelmechtel
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Nachdem ich bereits den Vorgängerband rund um die bayrische Hobbyermittlerin Elli Fuchs mit Begeisterung gelesen habe, habe ich mich sehr auf den neuen Fall mit ihr gefreut. Diesmal gilt es, den Mord an ...

Nachdem ich bereits den Vorgängerband rund um die bayrische Hobbyermittlerin Elli Fuchs mit Begeisterung gelesen habe, habe ich mich sehr auf den neuen Fall mit ihr gefreut. Diesmal gilt es, den Mord an einer jungen Frau aufzuklären, die ausgerechnet in der Tiefkühltruhe des Dorfwirts aufgefunden wird. Wer Elli kennt, ahnt, dass sie nichts unversucht lässt, der heimischen Polizei mit ihrer unverwechselbaren Art unter die Arme zu greifen. Schnell sind einige Verdächtige ausgemacht, diese genauso flott wieder verworfen, die Reihe der potentiellen Täter nimmt offenbar kaum einen im Dorf aus, haben doch so einige hier ein Motiv.

Die Autorin hat uns hier wieder einen mehr als humorvollen Krimi vorgelegt, bei der Elli mit ihrer ganz speziellen Art und vor allem ihrer typisch bayrischen Aussprache und auch leichter Derbheit im Vordergrund steht, immer mit wachem Verstand, manchmal etwas vorschnell, aber stets sympathisch. Diesmal war mir die Anzahl der Figuren mit ihren diversen bayrisch-typischen Spitznamen etwas zu viel, Elli etwas zu aufgedreht und der Fall an sich am Ende ein wenig zu spektakulär, als dass es für die volle Punktzahl gereicht hätte. Dennoch mag ich die Art hier sehr, so dass ich mich auf einen weiteren Fall mit Elli freue, der sicherlich nicht sehr lange auf sich warten lässt.

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Ein Stück deutscher Geschichte

Im Wind der Freiheit
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In diesem Roman erleben wir die Geschehnisse in Deutschland rund um das Jahr 1848, Themen wie Deutscher Bund, Paulskirchenverfassung, Arbeiterrevolution und Frauenrechte stehen hier im Mittelpunkt der ...

In diesem Roman erleben wir die Geschehnisse in Deutschland rund um das Jahr 1848, Themen wie Deutscher Bund, Paulskirchenverfassung, Arbeiterrevolution und Frauenrechte stehen hier im Mittelpunkt der Handlung. Dabei erleben wir im Verlauf der Geschichte die beiden jungen Frauen Louise und Susanne, beide aus unterschiedlichen Schichten stammend und doch auch beide auf ihre Weise an einer Änderung der aktuellen Verhältnisse interessiert, für die sie mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln kämpfen.
Geschickt hat hier die Autorin tatsächlich existierende historische Personen und Fakten mit fiktiven Abläufen kombiniert, für den geschichtlich vorgebildeten Leser an dieser Stelle ein Vorteil, aber kein Muss. Dabei hat mich insgesamt der fiktive Charakter der armen und immer ums Überleben kämpfenden Susanne mehr fasziniert, ihr galt während des Lesens meine Sympathie, die Figur der Louise dagegen war mir ein wenig unnahbar, weil mir zum Teil ihre Absichten nicht ganz klar geworden sind.
Für mich ein Roman mit einer interessanten und wichtigen Thematik, den man nicht so einfach herunterlesen kann, sondern man sich wirklich auf die zahlreichen Figuren konzentrieren muss, was mir nicht immer so ganz gelungen ist.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Zu Gast in Monaco

Palace of Monaco 1. Broken Royals
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Ein verirrter Kuss, ein skandalträchtiger monegassischer Prinz, eine arme Studendtin und ein unmoralisches Angebot, das ist der Stoff aus dem nicht nur Träume sondern auch dieser Roman rund um die Glitzerwelt ...

Ein verirrter Kuss, ein skandalträchtiger monegassischer Prinz, eine arme Studendtin und ein unmoralisches Angebot, das ist der Stoff aus dem nicht nur Träume sondern auch dieser Roman rund um die Glitzerwelt des Fürstenshofs in Monaco gestrickt sind.

Obwohl ich mit Ü60 wahrscheinlich nicht zur bevorzugten Zielgruppe dieses Buchs gehöre, hat es mich bestens unterhalten. Neben einem tollen Einblick hinter die Türen des Hochadels, bei dem auch längst nicht als Gold ist was glänzt, haben mich hier sowohl ein mehr als guter Schuss Romantik als auch zwischendurch sehr gefühlsbetonte und tiefgründige Momente unterhallten. Gerade der Charakter der Studentin Billie, die mir durchgehend sympatisch war, war für mich toll dargestellt, muss sie doch für den Unterhalt ihrer jüngeren Schwester und ihrer erkrankten Mutter sorgen und bleibt dabei dennoch immer gradlinig und auf dem Boden der Tatsachen.

Mit einem Schmunzeln habe ich auch einige humoristische Passagen vernommen, Anspielungen auf tatsächliche Mitglieder des Fürstenhauses mögen hier nur rein zufällig sein - oder auch nicht, das mag der Leser selbst entscheiden.

In einem Folgeband wird die Geschichte von zwei Nebenfiguren weitererzählt, ich bin bestimmt gerne wieder dabei!

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Mutter-/Tochter-Beziehung

Halbinsel
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Das Buch spielt in Nordfriesland. Dort lebt die alleinstehende Annett, die ihre Tochter Lynn nach dem frühen Tod des Mannes allein großgezogen hat, eine gute Ausbidung sollte trotz knapper finanzieller ...

Das Buch spielt in Nordfriesland. Dort lebt die alleinstehende Annett, die ihre Tochter Lynn nach dem frühen Tod des Mannes allein großgezogen hat, eine gute Ausbidung sollte trotz knapper finanzieller Möglichkeiten Lynn später alle Möglichkeiten offen halten. Als nun Lynn mit Mitte zwanzig bei einem beruflichen Vortrag in Ohnmacht fällt und sich Anzeichen eines Erschöpfungssyndroms zeigen, zieht Lynn wieder bei ihrer Mutter ein, um sich dort zu erholen.

Dieser Roman ist einer der leisen Töne, in dem beide Frauen erst wieder lernen müssen, miteinander zu leben. Jede hat da so ihre Vorstellungen: Auf der einen Seite die behütende Mutter, dann wieder eine Tochter, die erst noch herausfinden muss, wo ihr Platz im Leben ist und wie die Reise weitergeht. Diesen Konflikt hat die Autorin m.E. mit sensiblen Worten sprachlich und inhaltlich gut gelöst. Zwar gibt es oft Missverständnisse oder auch unausgesprochene Gefühle zwischen den beiden Frauen, es zeigt sich aber schon früh, dass diese innerlich bereit sind, diesen Konflikt irgendwie und irgendwann zu lösen, es braucht halt Zeit. Obwohl handlungsmäsdsig nichts Aussergewöhnliches in dieser Geschichte abläuft, konnte ich gut in den Roman eintauchen und habe ihn sehr gerne gelesen.

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