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Veröffentlicht am 28.04.2025

✎ Dr. Abbré McClain & Dr. Jacqueline Salazar - Selbstregulation für 3- bis 6-Jährige

Selbstregulation für 3- bis 6-Jährige
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Wer nach einem kompakten und zugleich fundierten Ratgeber zum Thema Selbstregulation bei Kleinkindern sucht, wird mit dem Buch „Selbstregulation für 3- bis 6-Jährige“ fündig. Auf rund 110 Seiten bietet ...

Wer nach einem kompakten und zugleich fundierten Ratgeber zum Thema Selbstregulation bei Kleinkindern sucht, wird mit dem Buch „Selbstregulation für 3- bis 6-Jährige“ fündig. Auf rund 110 Seiten bietet das Werk wertvolle Einblicke und praxiserprobte Anregungen für alle, die mit Kindern arbeiten - ob im pädagogischen Beruf oder im privaten Alltag.

Schon zu Beginn richtet sich das Buch gezielt an unterschiedliche Gruppen: Eltern, pädagogische & therapeutische Fachkräfte. Die ersten vier Seiten liefern eine hilfreiche Einleitung mit spezifischen Hinweisen für jede Zielgruppe.

Im Anschluss folgt ein ausführlicher theoretischer Teil zur „Selbstregulation aus wissenschaftlicher Sicht“. Dieser Abschnitt reicht bis Seite 33 und legt eine fundierte Grundlage für das Verständnis kindlicher Emotions- und Verhaltensregulation.

Ab Seite 34 beginnt der praktische Teil des Buches mit 20 unterhaltsamen und alltagsnahen Aktivitäten, die gezielt die Fähigkeit zur Selbstregulation bei Kindern zwischen 3 und 6 Jahren stärken.

Jede der Aktivitäten enthält:
- eine klare Beschreibung von Ziel, Zweck und Ablauf,
- eine Liste mit benötigten Materialien,
- eine schrittweise Anleitung mit hilfreichen Impulsen zur Umsetzung,
- zusätzliche Tipps für das „Dorf“ - also das erweiterte Umfeld des Kindes - und Hinweise zur Durchführung in verschiedenen Kontexten.

Viele Materialien hat man bereits zu Hause, andere sind einfach zu besorgen oder flexibel abwandelbar. Auch mit älteren Kindern lassen sich viele der Übungen umsetzen: Mit meiner siebenjährigen Tochter konnten wir zahlreiche Ideen erfolgreich ausprobieren - einige haben uns emotional besonders berührt und begleiten uns noch heute.

Ein Highlight ist das Gefühlsrad auf Seite 71, das zwar zunächst komplex wirkt, sich jedoch als wertvolles Werkzeug zur Emotionsbenennung und -verarbeitung erweist.

Den Abschluss bilden „Reflexionsbögen für Erwachsene“ sowie eine Sammlung hilfreicher Literaturtipps - sowohl für Eltern als auch für Kinder. Damit bietet das Buch nicht nur direkte Unterstützung im Alltag, sondern auch vertiefende Inhalte für alle, die mehr über kindliche Entwicklung erfahren möchten.

„Selbstregulation für 3- bis 6-Jährige“ ist besonders geeignet für junge Eltern oder Menschen, die neu im pädagogischen Bereich arbeiten. Das Buch verbindet fundiertes Wissen mit konkreten Handlungsideen und zeigt, wie wichtig emotionale Selbstregulation für die kindliche Entwicklung ist - und wie wir sie im Alltag fördern können.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 18.04.2025

✎ Katharina E. Volk - Die kleine Fee Lavendula

Die kleine Fee Lavendula - Willkommen in der Zauberpraxis
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Meine 7-Jährige und ich haben die Geschichten rund um die kleine Fee Lavendula sehr gemocht.

Jeden Abend haben wir ein oder zwei Kapitel vor dem Einschlafen gelesen. Mit ihren fünf bis acht Seiten haben ...

Meine 7-Jährige und ich haben die Geschichten rund um die kleine Fee Lavendula sehr gemocht.

Jeden Abend haben wir ein oder zwei Kapitel vor dem Einschlafen gelesen. Mit ihren fünf bis acht Seiten haben sie genau die richtige Länge dafür. Manchmal haben wir uns auch nachmittags auf die Couch gekuschelt und geschaut, was Lavendula und ihre Freundinnen nun wieder erlebt haben. Einige Erzählungen spielen tagsüber, andere enden mit einem kleinen Gute-Nacht-Gedicht.

Gemeinsam mit den Tieren, Wichteln und Feen lernen Kinder auf spielerische Weise wichtige Werte kennen: Mut, Selbstvertrauen, Freundschaft, gegenseitige Hilfe und Zusammenhalt - all das spielt eine große Rolle in Lavendulas Welt.

Es war erfrischend, dass die Namen der Figuren nicht dem üblichen Muster „Vor- und Nachname mit gleichem Anfangsbuchstaben“ folgen. Nur zwei Ausnahmen haben sich eingeschlichen.

Die Illustrationen sind süß und begleiten den Text dezent. Meistens sind es kleinere Abbildungen von einzelnen Waldbewohner
innen oder Heilkräutern, aber es gibt auch Zeichnungen, die über eine Doppelseite gehen und dennoch nicht überladen wirken. Gerade vorm Einschlafen sind diese unaufgeregten Bilder angenehm.

Auf der Umschlagseite gibt es eine Karte vom Murmelbachwald. So kann man sogar während des Lesens mitverfolgen, welchen Weg die Freund*innen gehen.
Dazu gibt es kleine Bildchen - für jedes Kapitel eins. Diese kann man nach dem Lesen an die entsprechende Stelle kleben. Ich hätte mir an dieser Stelle direkt Sticker gewünscht.

Auf der Vorstellungsseite am Anfang vermisst meine Tochter zwei wichtige Figuren: Hubert und Ava.

Ein schönes Extra Ist die Doppelseite mit „Lavendulas Heilkräuter“ - solche, die man wirklich in der Natur findet, und solche, die nur in Lavendulas Feengarten existieren.

Außerdem lädt das Buch Kinder dazu ein, ihre eigene Lavendelfee zu basteln - eine kreative Idee, die wir ausprobieren werden, sobald der Lavendel bei uns blüht.

Wir sind gespannt, ob es bald mehr Geschichten von der kleinen Waldfee gibt und welche Wehwehchen Lavendula dann heilen darf oder welche kleinen Missgeschicke ihr passieren, wenn sie beim Zauberspruch etwas vergisst oder vertauscht.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 10.04.2025

✎ John Fardell - Der Tag, an dem Louis gefressen wurde

Der Tag, an dem Louis gefressen wurde
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Manche Bücher finden ihren Weg zu uns nicht über Empfehlung oder gezielte Suche - sondern durch Zufall. So war es auch mit „Der Tag, an dem Louis gefressen wurde“. Ich hatte das Cover immer mal wieder ...

Manche Bücher finden ihren Weg zu uns nicht über Empfehlung oder gezielte Suche - sondern durch Zufall. So war es auch mit „Der Tag, an dem Louis gefressen wurde“. Ich hatte das Cover immer mal wieder gesehen, den Titel gelesen, ein paar Stimmen gehört, die es als „lustig“ beschrieben. Doch irgendetwas daran ließ mich zögern. Vielleicht war es der Gedanke, dass es in einem Kinderbuch ums Gefressenwerden geht - was soll daran bitte witzig sein?

Also lag es erst einmal auf unserem Stapel ungelesener Bücher. Geduldig. Wartend.

Bis zu einem dieser Abende, an denen man einfach etwas Neues braucht. Ich griff danach, vielleicht ohne große Erwartungen - und las es meiner 7-Jährigen vor.

Und dann: haben wir gelacht. So ehrlich und herzlich, dass ich selbst überrascht war, wie leicht das Buch uns mitgenommen hat - in eine Welt voller aberwitziger Monster, skurriler Namen und liebevoll überzeichneter Szenen.

Was mich aber wirklich berührt hat, war nicht nur der Humor oder die kreative Ideenvielfalt, sondern die Beziehung zwischen den Geschwistern.

Louis wird gefressen. Ja. Und seine Schwester Sarah zögert keine Sekunde. Sie überlegt nicht, sie zaudert nicht - sie handelt. Sie folgt ihm, durch die Bäuche der Monster, über bizarre Wege und mit immer neuen Einfällen. Und das ohne einen Hauch von Angst oder Selbstmitleid.

Es ist diese Art von Geschwisterliebe, die mich beim Vorlesen ganz still werden ließ.
Dieses unerschütterliche Vertrauen.
Dieses füreinander Einstehen.
Diese Verbindung, die man nicht erklären kann - aber fühlen.

Die Illustrationen sind ebenfalls etwas ganz Besonderes. Auf jeder Seite gibt es liebevolle Details zu entdecken, kleine Hinweise auf das, was kommt, versteckte Gags, und so viel Fantasie, dass man sich darin verlieren möchte.

Für sehr sensible Kinder könnte die Geschichte vielleicht zu viel sein. Aber ich finde: Der Titel bereitet darauf durchaus vor. Mein Kind hat eine große Begeisterung für Monster, für das Schräge, das Wilde - und genau deshalb war dieses Buch für uns einfach perfekt.

Eine Geschichte, die zum Lachen bringt.
Zum Staunen.
Und - ganz leise - auch zum Nachdenken.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 08.04.2025

✎ Suzy Zail - Der Klang der Hoffnung

Der Klang der Hoffnung
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Ich hatte bereits vom Mädchenorchester in Auschwitz gehört und ein Buch einer Überlebenden gelesen. Daher war ich gespannt, was uns Suzy Zail für eine Geschichte rund um Hanna erzählt, die direkt beim ...

Ich hatte bereits vom Mädchenorchester in Auschwitz gehört und ein Buch einer Überlebenden gelesen. Daher war ich gespannt, was uns Suzy Zail für eine Geschichte rund um Hanna erzählt, die direkt beim Kommandanten aufspielen muss …

In meiner Familie gab es keine Zeitzeugen des Holocaust. Niemand musste fliehen oder hatte Kontakt zu Juden. Zumindest weiß ich davon nichts, denn in unserer Familie wurde dieses Thema nie angeschnitten. Als meine Uroma starb, war ich 15 - und zu der Zeit hatte ich leider andere Dinge im Kopf. Alles, was ich weiß, kommt also auch Büchern: Zeitzeugenberichte und erfundene Erzählungen.

Die Autorin beschreibt Hannas Leidensgeschichte sehr authentisch. Da sie die ich-Form gewählt hat und das Mädchen aus ihrer Warte berichtet, hatte ich zu jeder Zeit einen direkten Draht.
Ich habe die Hoffnung gespürt, das Leid, die Verzweiflung, die Freude.

Doch nicht nur die Familie des Mädchens steht im Mittelpunkt. Auch eine andere Person wird beleuchtet.
Suzy Zail hat versucht, anhand dieser darzustellen, wie sich eventuell für manche die andere Seite angefühlt haben muss. Dazu passend hat sie ein Zitat von Nelson Mandela an den Anfang gestellt:

»Niemand wird geboren als jemand,
der andere wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder ihrer Religion hasst.
Die Menschen müssen lernen zu hassen, und wenn sie hassen lernen können,
können sie auch lieben lernen,
denn Liebe empfindet das menschliche Herz viel leichter als ihr Gegenteil.« (5%)

Mit ihrer einfühlsamen Erzählweise ist ihr die Charakterisierung der einzelnen Handelnden wunderbar gelungen.

Ein Punkt, der mich viel zum Nachdenken veranlasst hat, ist der Zusatz auf dem Cover: „Die Geschichte einer unmöglichen Liebe.“ Von welcher Liebe wird hier gesprochen?

Ohne zu viel spoilern zu wollen: Für mich war bis zum Schluss eine Liebe zwischen Hanna und einem anderen Charakter nie von Bedeutung. Da habe ich sie eher zwischen 2 anderen Menschen gesehen.

Oder geht es um Hannas Liebe zur Musik? Denn im Konzentrationslager ist es tatsächlich unmöglich, dieser Liebe nachzugehen. Zwar bekommt Hanna die Chance, im Haus des Kommandanten Klavier zu spielen, doch eben nicht so, wie sie es gerne möchte. Denn natürlich sind bestimmte Lieder und Komponisten verboten. Doch alle, die sich selbst manchmal in der Musik verlieren, wissen, wie schwer es ist, nicht an das Lieblingsstück zu denken, in das man sich einfach fallen lassen kann - normalerweise.

Hier hat Frau Zail also zwei Gesichtspunkte aufgetan, die mich beim Lesen viel beschäftigt haben..

Das Ende ist eher offen gehalten. Ich persönlich fand das gut, denn so kann sich jede*r die Geschichte selbst weiter ausmalen.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 24.03.2025

✎ Matthäus Bär - Die Kickflip-Bande

Die Kickflip-Bande – Rebellinnen auf Rollen
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Skateboardfahren - damit konnte ich bis zu meinem Kind nichts anfangen. Ich habe es früher nie ausprobiert und es war auch kein Sport, der mich interessierte. Mein Kind jedoch will alles ausprobieren, ...

Skateboardfahren - damit konnte ich bis zu meinem Kind nichts anfangen. Ich habe es früher nie ausprobiert und es war auch kein Sport, der mich interessierte. Mein Kind jedoch will alles ausprobieren, was es sieht und somit auch das Brett auf Rollen.

Rosa, Müjde, Toni, Natalia - vier sehr unterschiedliche Namen, mit unterschiedlicher Herkunft. Genauso unterschiedlich sind ihre Trägerinnen.
Die Mädels kennen sich nicht von Anfang an, sondern lernen sich erst nach und nach kennen. Dieses Kennenlernen mit Ängsten, Vorbehalten, aber auch Offenherzigkeit wurde von der Autorin authentisch dargestellt.

Jedes Mitglied ist einzigartig. Auch die Nebendarsteller*innen haben Ecken und Kanten. Viele Lesende werden sich mit irgendjemanden identifizieren können.

Die Geschichte ist dynamisch und für die Zielgruppe nachvollziehbar.
Ich als Mama hatte in einem Punkt erst so meine Bedenken, doch die Situation wird sehr gut aufgelöst.
Am Ende bleiben keine Fragen offen.
Es bleibt ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, des Gewachsenseins.

Einziger Wermutstropfen ist in meinen Augen das Cover.
Auf dem Tisch ist es ein Hingucker mit den knalligen Farben. Ich finde es jedoch schade, dass nur ein Mitglied der Gang hervorgehoben und in Farbe dargestellt wird und die anderen im Hintergrund ein graues Dasein fristen müssen.

Wir sind gespannt, ob es noch mehr Bände rund um das Skatboard-Quartett geben wird. In unser Regal dürften sie auf alle Fälle einziehen.

©2025 Mademoiselle Cake