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Veröffentlicht am 22.07.2025

- anspruchsvolle, emanzipierte und sarkastische, aber auch derbe, verkommene und ekelerregende Betrachtungen einer Soziopathin -

Mein Name ist Maeve Fly
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CJ Leede - Mein Name ist Maeve Fly
(Festa Verlag)

- anspruchsvolle, emanzipierte und sarkastische, aber auch derbe, verkommene und ekelerregende Betrachtungen einer Soziopathin -

Los Angeles, im September ...

CJ Leede - Mein Name ist Maeve Fly
(Festa Verlag)

- anspruchsvolle, emanzipierte und sarkastische, aber auch derbe, verkommene und ekelerregende Betrachtungen einer Soziopathin -

Los Angeles, im September der Gegenwart. Die 27-jährige Ich-Erzählerin Maeve Fly ist auf dem begehrten Posten der Eisprinzessin in einem Vergnügungspark angestellt. Frivol, selbstbewusst und unverhohlen sinniert sie über die Tücken des Lebens und ihre persönlichen Zukunftsvisionen. Es sind die spitzfindigen, direkten und geradezu frechen Gedankengänge einer, von Literatur und Halloween besessenen Soziopathin, die von ihren Eltern verstoßen wurde. Die kein Blatt vor den Mund nimmt und mit einem resignierenden, übertrieben scharf angemachten Synapsensalat, über ihre Vergangenheit bei ihrer unnahbaren Großmutter und ehemaligen Hollywood Schauspielerin Tallulah, sowie ihrer momentanen, von einer gewissen Endgültigkeit beherrschten Gegenwart berichtet. 2023 im amerikanischen Original unter dem Titel "Maeve Fly" veröffentlicht, offenbart das 352 Seiten umfassende "Mein Name ist Maeve Fly" eine düstere Prognose aus Soziopathie, Alkohol, Sex, Gewalt, Schmerz, Blut und Tod. Dabei irrt die junge Dame anfangs etwas planlos durch ihre gedankenverlorene Welt und übt gleichermaßen Kritik an der Gesellschaft, wie auch deren erstickenden Konventionen. Maeve gerät immer wieder auf physische, wie psychische Abwege und lässt sich von Banalitäten, sowie verquerem Gedankengut nur allzu leicht aus dem Gleichgewicht bringen. Vielleicht ist das genau der Grund dafür, dass sich diese widersprüchlich narzisstische Person liebend gerne sämtlichen Lastern hingibt und die wiederkehrenden Vorwürfe gegen das Leben als eine Art Ausrede oder Selbstschutz nutzt. Infolgedessen entwickelt sich ein interessanter Monolog über das Unechte und Plastikhafte an dieser Welt, der nicht selten an der Peripherie zur Abartigkeit entlang kratzt.

"Den Körper mit dem Ich zu verwechseln - was für eine Verschwendung von Lebenszeit und Geisteskraft." Zitat S. 108

"Mein Name ist Maeve Fly" sind anspruchsvolle, emanzipierte und sarkastische, aber auch derbe, verkommene und ekelerregende Betrachtungen einer Soziopathin. Gleichzeitig ist es aber auch eine moderne, lyrische Auflehnung gegen das, doch noch immer recht Prüde Amerika. Sexuelle Inhalte, exzessive Gewalt, Drogenkonsum, sowie krankhaft morbide Visionen und Obsessionen spielen eine tragende Rolle. Diese legere Melange aus Sex, Perversität, Eskalation, Mord und Fäkalien, die in CJs Debüt Roman kontrastierend anspruchsvoll ausgelebt wird, ist schon recht speziell, verworren und undurchschaubar. Maeves Geisteshaltung ist jedoch recht sprunghaft und streckenweise richtiggehend ekelhaft. Sachkundige Festa Leser lächeln das allerdings locker weg. Wenn ich mich auch mit den ersten 80 Seiten wirklich schwergetan habe, nahm mich die lebendige, tiefgründige, nachgerade unkonventionell-wollüstig-gierige Philosophie über das Leben und das Nichts das ihm innewohnt, immer mehr gefangen. "Mein Name ist Maeve Fly" hat mir des Öfteren ein bereitwilliges Grinsen auf die Visage gezaubert.

Mit ihrer Freundin und Arbeitskollegin Kate trifft Maeve auf gestörte Individuen, die sich gegenseitig Videos ihrer Defäkation zuschicken oder auf die orale Dreingabe von Natursekt und -Kaviar direkt vom Erzeuger stehen. Als jedoch Kates Bruder, der Eishockeyprofi Gideon Green nach LA zieht, verliert sich Maeve, die mit sich selbst und ihrer Umwelt ohnehin nicht so ganz klarkommt, immer mehr in seinen starken Armen und letztlich in sich selbst. "Mein Name ist Maeve Fly" ist alles andere, als ein herkömmlicher Horror Thriller, der aufgrund seiner eigenwilligen, sinistren Beschwingtheit und seiner kleineren perversen Einwürfe, sicherlich nicht jedermanns Sache sein dürfte. Mit nonkonformem, drastischem Sarkasmus garniert und humorvoll pointiert, analysiert und seziert die junge Erzählerin ihr jeweiliges Gegenüber bis auf die Knochen. Irgendwann geraten die Dinge immer mehr ins Wanken. Bis Maeve Fly kippt und in das gnadenlose Mahlwerk der Hoffnungslosigkeit und der Verdammnis gerät. Mit einem Mal findet sie endgültig zu ihrer sadistischen Ader! Die geistesgestörte Misanthropin gibt sich im Wahn des Gewaltexzesses und des leidenschaftlichen Overkills, dem mordlustigen Strudel der puren Verkommenheit hin.

Der nachfolgende Roman "American Rapture", der US-amerikanischen Horrorautorin CJ Leede konnte sich ebenfalls bereits erfolgreich etablieren. Horrortrip Nummer drei soll 2026 im amerikanischen Original erscheinen. Die, in Los Angeles geborene und in Austin, TX, sowie New York City aufgewachsene Autorin zweier Horror Romane reist viel, wandert gerne, steht auf Star Trek und lebt mit ihrem Freund, sowie ihren Rettungshunden heute in Los Angeles.

(Janko)

https://cjleede.com/
https://www.instagram.com/ceejthemoment/

Brutalität/Gewalt: 73/100
Spannung: 40/100
Action: 61/100
Unterhaltung: 86/100
Anspruch: 53/100
Atmosphäre: 69/100
Emotion: 55/100
Humor: 41/100
Sex/Obszönität: 54/100

https://www.lackoflies.com" target="_blank">https://www.lackoflies.com - Wertung: 80/100

https://www.lackoflies.com" target="_blank">https://www.lackoflies.com - Altersempfehlung: ab 18 Jahren (aufgrund exzessiver Gewalt, sexueller Perversitäten und Drogenkonsum)

CJ Leede - Mein Name ist Maeve Fly
Festa Verlag
Horror-Thriller
Buchreihe: Horror & Thriller - Band 205
ISBN: 978-3-98676-215-5
352 Seiten
Paperback in der Festa-Lederoptik mit Umschlagklappen
Originaltitel: Maeve Fly (2023)
Aus dem amerikanischen Englisch von Jochen Schwarzer
Erscheinungstermin: 03.07.2025
EUR 16,99 Euro [DE] inkl. MwSt.

Weitere Formate:
ISBN eBook (epub): 978-3-98676-216-2
Erscheinungstermin: 04.06.2025
EUR 5,99 Euro [DE] inkl. MwSt.

"Mein Name ist Maeve Fly" beim Festa Verlag: https://www.festa-verlag.de/mein-name-ist-maeve-fly.html

Leseprobe: https://www.festa-verlag.de/mpattachment/file/download/id/782/

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Veröffentlicht am 02.06.2025

- humorvoller, mysteriöser und psychologisch geprägter Gesellschaftsroman mit unnötigen Längen -

Vorsehung
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Liane Moriarty - Vorsehung
(Droemer HC)

- humorvoller, mysteriöser und psychologisch geprägter Gesellschaftsroman mit unnötigen Längen -

Die australische Bestsellerautorin Liane Moriarty, hat mit ihrem ...

Liane Moriarty - Vorsehung
(Droemer HC)

- humorvoller, mysteriöser und psychologisch geprägter Gesellschaftsroman mit unnötigen Längen -

Die australische Bestsellerautorin Liane Moriarty, hat mit ihrem neuesten Clou "Vorsehung" ein äußerst spannendes und mysteriöses Thema zu Papier gebracht. Viele ihrer vorherigen Werke wurden als Filmvorlagen adaptiert. Die wohl be-kannteste Adaption dürfte die TV-Serie "Big Little Lies" (mit Nicole Kidman, Reese Witherspoon, Shailene Woodley, Alexander Skarsgård, Adam Scott, Laura Dern und Zoë Kravitz) sein, die mit acht Emmy Awards ausgezeichnet wurde. Ebenso cinematisch figurativ verhält es sich mit "Vorsehung", welches sich grob um die Konfrontation mit der Prophezeiung seines eigenen Todeszeitpunktes, sowie der Art dreht, wie es letztlich geschehen wird. Liane Moriarty bettet die fan-tastische, beinahe abgründige Thematik in ein ganz alltägliches Setting ein. Mal knappe, mal ausladende, aber immer präzise und straight auf den Punkt gebrachte, knackige Sätze, in die Moriarty wie selbstverständlich lakonisch gehalt- und humorvolle Anekdoten einwebt, machen diesen geheimnisvollen Gesellschaftsroman erst so richtig lesenswert. Die Stimmung ist aufgelöst bis mitreißend und korrespondiert mit den mysteriösen Gegebenheiten, welche die australische Schriftstellerin ihrer Leserschaft auf elegante Weise Häppchen für Häppchen serviert.

Eine unscheinbare ältere Dame, an die sich später niemand so recht erinnern wird, ist an Bord einer Maschine vom Hobart International Airport in Tasmanien nach Sydney. Während des Fluges steht die Dame kurzerhand auf, deutet mit dem Finger auf verschiedene Fluggäste und teilt selbigen ungefragt mit, wann und wie sie sterben werden. Einige Passagiere nehmen das Gesagte ernst, andere weniger. Diskussionen entfachen. Unmut kommt auf. Aber warum tut die Frau, die später als "Todesdame" bekannt werden wird, so etwas? Was bezweckt die Seniorin mit ihren Aussagen? Sagt sie die Wahrheit oder will sie die Menschen nur verunsichern? Dann geht ein Video viral und plötzlich müssen alle umdenken..., schließlich saßen sie samt und sonders im selben Boot..., äh Flieger.

"Vorsehung", welches 2024 im australischen Original unter dem Titel "Here One Moment" erschienen ist, hat einen wahnsinnig lebendigen Flow, der die Seiten nur so an einem vorbeifliegen lässt. Der raffiniert geplottete Gesellschaftsroman, mit seiner "um die Ecke gedachten Erzählkunst", wurde niveauvoll und ereignisreich arrangiert, orientiert sich jedoch unkonventioneller Weise an keinem speziellen Hauptprotagonisten. Liane Moriarty arbeitet sich auf 512 Seiten eher munter durch die unterschiedlichen Lebensumstände und Sichtweisen ihrer Akteure, selbstredend mit einem gewissen Schwerpunkt auf den Background der "Todesdame". Die 1966 in Sydney geborene Autorin pflegt einen catchy Schreib-stil, in dem sie ihre scheinbaren Belanglosigkeiten mit erzählerischer Finesse, einer ordentlichen Prise pointiertem Sarkasmus und selbstreflektiertem, schwarzem Humor garniert. So erfahren wir von einer Frau, die ihren Säugling zum Schwimmen anmeldet, weil die Todesdame ihm "Ich prophezeie Tod durch Ertrinken mit sieben Jahren" prophezeit. Oder von weiteren Flugreisenden, denen "Tod durch Arbeitsunfall mit 43 Jahren" oder "Tod durch Schlägerei mit 30 Jahren" vorhergesagt wird, wie auch der 28-jährigen Kabinenchefin, der die Todesdame "Tod durch Selbstverletzung mit 28 Jahren" verkündet. Diese Lebensläufe, mit all ihren menschlichen Tücken und Problemen bespricht Moriarty, die mit ihrem Mann Adam und ihren beiden Kindern George und Anna in der Hauptstadt von New South Wales lebt, so lässig und lapidar, dass man an ihren Seiten klebt, wie ein Neugeborenes an den Brüsten seiner Mutter. Die Australierin ist in der Tat, eine geborene Erzählerin, die sich mit viel geschickt von Handlungsstrang zu Handlungsstrang hangelt. Es sind Geschichten, wie sie das Leben schreibt, voller dramatischer Schicksalsschläge und einstürzender Traumgebilde, die aber immer mit einem deutlichen Augenzwinkern versehen wurden. Die Zeichnung ihrer Charaktere wirkt authentisch, auch wenn sie aufgrund der permanenten Perspektivwechsel etwas blass und austauschbar bleiben. Liane Moriarty fällt beim Erzählen allerdings auch vom Hundertstel ins Tausendstel, was manch einen Leser oder eine Leserin sicherlich stören wird. Ihre Protagonisten machen sich Gedanken über ihr Leben, welches die jeweilige Prophezeiung stark infiltriert. Es ist durchaus interessant zu erfahren, welchen Rattenschwanz das alles nach sich zieht. Dieses exzellente Storyboard schreit geradezu nach einer Verfilmung. Und dann passiert es. Ab Seite 350 sinkt das Niveau rapide unter Raumtemperatur. Liane Moriarty nimmt eindeutig den falschen Abzweig, wird enttäuschend ausführlich, bisweilen gar verwirrend. Das "Wieso" erklärt sich mir nicht! Der Australierin geht nach hinten raus einfach konsequent die Luft aus. Sie zerschießt sich damit ein echtes Highlight und lässt es kümmerlich verwelken. "Was macht sie denn da?", ist man gewillt zu fragen. Zum Schluss hin musste ich mich regelrecht durchkämpfen. Und die Auflösung des Ganzen ist so banal, so grottenschlecht, damit zerschmettert Moriarty alles, was sie sich bis dahin mühsam aufgebaut hat. Verdammt schade um dieses Werk, das ihr Opus Magnum hätte werden können!!!

(Janko)

https://lianemoriarty.com.au
https://www.facebook.com/LianeMoriartyAuthor
https://www.instagram.com/lianemoriarty_official/

Brutalität/Gewalt: 15/100
Spannung: 48/100
Action: 21/100
Unterhaltung: 80/100
Anspruch: 49/100
Atmosphäre: 44/100
Emotion: 48/100
Humor: 37/100
Sex/Obszönität: 07/100

LACK OF LIES - Wertung: 78/100

LACK OF LIES - Altersempfehlung: ab 14 Jahren (aufgrund der allgemeinen Thematik und des Kontexts)

Liane Moriarty - Vorsehung
Droemer HC
Gegenwartsliteratur
ISBN: 978-3-426-56279-6
512 Seiten
Gebundene Ausgabe
Originaltitel: Here One Moment (2024)
Aus dem Australischen von Alice Jakubeit
Erscheinungstermin: 02.05.2025
EUR 23,00 Euro [DE] inkl. MwSt.

Weitere Formate:
ISBN eBook (epub): 978-3-426-56280-2
Erscheinungstermin: 02.05.2025
EUR 16,99 Euro [DE] inkl. MwSt.

ISBN Download - Streaming (Ungekürzt): 978-3-7324-7831-6
Erscheinungstermin: 09.05.2025
EUR 29,95 Euro [DE] inkl. MwSt. (Argon Digital)

"Vorsehung" bei Droemer HC: https://www.droemer-knaur.de/buch/liane-moriarty-vorsehung-9783426562796

Leseprobe: https://www.book2look.com/book/9783426562796

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Veröffentlicht am 22.05.2025

- tiefgründiges, emotionales und verstörendes Sozialdrama im Thriller/Noir-Gewand -

Tiefer Winter
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Samuel W. Gailey - Tiefer Winter
(Polar Verlag)

- tiefgründiges, emotionales und verstörendes Sozialdrama im Thriller/Noir-Gewand -

Wyalusing, Pennsylvania, Winter Anfang der 1980er Jahre. Der introvertierte ...

Samuel W. Gailey - Tiefer Winter
(Polar Verlag)

- tiefgründiges, emotionales und verstörendes Sozialdrama im Thriller/Noir-Gewand -

Wyalusing, Pennsylvania, Winter Anfang der 1980er Jahre. Der introvertierte und mental retardierte Waise Danny Bedford wird von Kindesbeinen an von Mike Sokowski, dem späteren Deputy und seinem Kumpel Carl Robinson gemobbt. Nicht genug, dass Danny zusätzlich schizoide Tendenzen aufweist, er muss auch noch dumme Sprüche, sowie Beleidigungen über sich ergehen lassen und hin und wieder sogar Schläge und Tritte einstecken. Die Einzige, die schon immer zu ihm hält, ist die gleichaltrige Mindy Knolls. Doch kurz bevor der, indes 40 Jahre alte Danny, ihr spätabends ein Geburtstagsgeschenk vorbeibringen möchte, kommt es zu einem fatalen Zwischenfall, bei dem Mindy schwer verletzt wird. Danny soll auf sie aufpassen, während Hilfe herbeigerufen wird. So wird es ihm jedenfalls unter die nicht allzu weise Nase gerieben. Denn der geistig behinderte Danny Bedford ist der perfekte Sündenbock! Aber wie soll man sich verteidigen, wenn man sich nicht wehren kann, einem keiner glaubt und keiner zu einem hält? Als sich Danny etwas später auch noch klammheimlich aus dem Staub macht, spielt das direkt in die Hände der skrupellosen Täter und Danny besiegelt sein eigenes Schicksal. Bei frostigen Minustemperaturen nimmt ein rachsüchtiger Pulk die Verfolgung auf, was in einer leichtfertigen, grundfalschen und verantwortungslosen Spirale der Gewalt mündet.

Der US-amerikanische Schriftsteller Samuel W. Gailey, der in einer Kleinstadt im Nordosten Pennsylvanias aufwuchs und heute auf der abgelegenen Orcas Island (auf der anderen Seite des Kontinents) lebt, pflegt einen einnehmenden Schreibstil, geht aber von der Startzeile an brutal und verstörend zu Werke. Er lässt dabei ordentlich Lokalkolorit, Spannung und Betroffenheit in seinen Debütroman "Tiefer Winter" einfließen und verankert einen melancholischen Beiklang im Subtext. Seine Akteure sehen sich mit diversen sozialen Missständen, wie Mobbing, Beziehungsproblemen, sexuellen Belästigungen, Geldnöten, Alkoholismus und Drogenkonsum, häuslicher Gewalt, Vorurteilen, Kompetenzüberschreitungen und Selbstjustiz konfrontiert, was nicht selten in Wut, Zorn und exzessiven Gewaltausbrüchen mündet. Der Kontext der Story mag zwar stellenweise etwas Hillbilly-like übertrieben und plump anmuten, da Gailey auf übertriebene Weise mit Stereotypen spielt, aber im Verlauf der 296 Seiten kommt, aufgrund der vielen Ungerechtigkeiten, durchaus Mitleid und Beklommenheit auf. In einer von Alkohol und Patriarchat geprägten Gesellschaft lässt der Autor, jeweils aus der Sicht eines bestimmten Protagonisten, tief in menschliche Abgründe blicken und vereint die angesprochenen Thematiken zu einem emotionalen Hybriden aus Gesellschaftsdrama, Thriller und Noir. Trotz der mitreißenden Handlung haftet Samuel W. Gaileys, im Jahre 2014 unter dem Originaltitel "Deep Winter" erschienenen Erstlingswerk, stellenweise noch der leichte Hauch von etwas Konstruiertem und Unbedarftem an. Auch scheint in "Wyalusing" jeder gnadenlos dem Alkohol verfallen zu sein. Dies sei jedoch eine bittere Tatsache, wie der Autor in einem Interview in der "Polar Gazette 25/5", mit Marcus Müntefering erwähnt. "Tiefer Winter" ist ein lebhaftes und drastisches Debüt mit hohem Gewaltpotenzial, das in jedem Fall zum Nachdenken und Mitfühlen anregt. Sein neuester Streich "Come Away From Her" soll 2026 ebenfalls im Polar Verlag erscheinen. Samuel arbeitet derzeit an seinem vierten Roman, der im 18. Jahrhundert spielt und von einer deutschen mennonitischen Siedlerfamilie handelt, die mit dem Mord, den eines ihrer eigenen Kinder begangen hat, zu kämpfen hat. Es ist eine Mischung aus "Bad Seed" und "The Revenant".

Edutainment-Fact: Zuerst hielt ich den Handlungsort "Wyalusing" für eine interessante Namenswahl (nach dem Motto: "Why are you loosing?"), doch der mehrere 100 Jahre alte Ort existiert tatsächlich in Pennsylvania. Der Name der, keine tausend Einwohner zählenden Ortschaft stammt ursprünglich von den Tehotachsee Indianern, die ihn M'chwihilusing nannten, was so viel wie "Heimat des ehrenhaften Kriegers" bedeutet.

(Janko)

https://www.samuelwgailey.com/
https://www.facebook.com/SamuelWGailey/
https://www.instagram.com/samuelwgailey/

Brutalität/Gewalt: 70/100
Spannung: 67/100
Action: 63/100
Unterhaltung: 83/100
Anspruch: 46/100
Atmosphäre: 71/100
Emotion: 70/100
Humor: 06/100
Sex/Obszönität: 22/100

https://www.lackoflies.com" target="_blank">https://www.lackoflies.com - Wertung: 83/100

https://www.lackoflies.com" target="_blank">https://www.lackoflies.com - Altersempfehlung: ab 16 Jahren (aufgrund der Thematik und der exzessiven Gewalt)

Samuel W. Gailey - Tiefer Winter
Polar Verlag
Kriminalroman/Thriller
ISBN: 978-3-910918-22-1
296 Seiten
Gebunden mit Schutzumschlag
Originaltitel: Deep Winter (2014)
Aus dem Amerikanischen von Andrea Stumpf
Erscheinungstermin: 12.05.2025
EUR 26,00 Euro [DE] inkl. MwSt.

Weitere Formate:
ISBN eBook (epub3): 978-3-910-91823-8
Erscheinungstermin: 15.05.2025
EUR 21,99 Euro [DE] inkl. MwSt.

"Tiefer Winter" beim Polar Verlag: https://polar-verlag.de/my-product/samuel-w-gailey-tiefer-winter/

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Veröffentlicht am 03.05.2025

- emotionaler und bitterer Southern Noir Roman -

Ozark Dogs
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Eli Cranor - Ozark Dogs
(Atrium Verlag)

- emotionaler und bitterer Southern Noir Roman -

Der zweite Roman "Ozark Dogs", des 1988 in Forrest City, Arkansas geboren Schriftstellers, Journalisten und Kolumnisten ...

Eli Cranor - Ozark Dogs
(Atrium Verlag)

- emotionaler und bitterer Southern Noir Roman -

Der zweite Roman "Ozark Dogs", des 1988 in Forrest City, Arkansas geboren Schriftstellers, Journalisten und Kolumnisten Eli Cranor, ist vom typischen Einsamkeits- und Abgeschiedenheits-Charme der Southern Noir Lyrik durchzogen. Es ist eine stark vom Patriarchat und den amerikanischen Gepflogenheiten der Ozark Mountains geprägte, herzzerreißende Geschichte voller Liebe, selbstloser Hingabe, purer Verzweiflung, herbem Verlust, blankem Hass, extremer Gewalt und der hässlichen Fratze des Todes. Der 2023 unter gleichem Titel im Original erschienene Roman ist eine harte, straighte und kompromisslose Familien- und Redneck-Saga, die nicht viel mehr als bittere Schicksalsschläge für ihre Protagonisten bereithält.

Ozark-Plateau, Taggard, Arkansas. Der Kriegsveteran und Schrottplatzbetreiber Jeremiah Fitzjurls kämpft mit seinen Dämonen. Er lebt mit seiner 17 Jahre alten Enkelin Joanna "Jo" Fitzjurls in einem gut gesicherten Anbau hinter seinem Büro auf dem Schrottplatzgelände. In seinem Tresorraum bewahrt er ein Waffenarsenal auf, mit dem er einen Kleinkrieg ausfechten könnte. Und das mit gutem Grund, denn die Fitzjurls fechten eine generationenübergreifende, blutig geführte Familienfehde mit den Ledfords aus. Einer gesetzlosen, gewalttätigen und rassistischen Familie, die sich als Meth-Dealer verdingen. Als Jo, deren Vater im Gefängnis sitzt und deren Mutter den Drogen nachjagt, nach dem Homecoming-Dance nicht nach Hause kommt, schwört sich der einerseits verhärmte, impulsive und strenge, andererseits fürsorgliche und liebevolle Jeremiah, dass er Jo auf jeden Fall finden und zurückholen wird. Das stellt sich allerdings als schwieriger und gefährlicher dar, als gedacht. Nachdem Jeremiah Fitzjurls Sheriff Mona McNabb die 24 Stunden zugestanden hat, die sie ihn gebeten hat die Füße still zu halten, wird es Zeit für den gebrochenen Kriegsveteran, den Tresorraum zu betreten, um ein paar Leben zu zerstören. Inklusive seines eigenen. Widerwillig und nicht ganz freiwillig nimmt Jeremiah Fitzjurls, gemeinsam mit Jos frechen und vorlauten Freund Colt Dillard Witterung auf, um Jo ausfindig zu machen.

Der US-amerikanische Autor Eli Cranor jongliert mit einem umfangreichen Personalpool, der dem Bücherfreund jedoch nicht allzu viele Schwierigkeiten bereiten dürfte, da er sich in der Regel auf sein Stammpersonal konzentriert. Er setzt auf herbe Schockmomente und legt viel Wert auf eine empathische Charakterzeichnung, um seine Leserschaft direkt beim Revers zu packen und sie in die emotionale Spirale aus Wut, Gewalt und Trauer hineinzuziehen. In typisch amerikanische Konversationen getaucht, führt Cranor seine Konsumenten auf 288 Seiten, in das traditionelle Denken und Handeln ein, das tief in der Vergangenheit und in den Köpfen vieler verhärmter Südstaatler verankert ist. In einem offensichtlich lern- und beratungsresistenten, religiös und patriotisch geprägten Landstrich, stolpert der ehemalige Profi-Footballspieler und spätere Trainer eines Highschool-Teams über einen Haufen abgestumpfter Rednecks, White Supremacists, sowie gefährliche Mitglieder der Drogenkartelle Mexikos. Zur Auflockerung und Orientierung lässt Cranor immer mal wieder beiläufig Lokalkolorit einfließen. "Ozark Dogs" ist ein blutiger Trip voller bedauernswerter Endgültigkeit, dessen Bilanz irgendwo zwischen Rache, Sucht und Wankelmütigkeit liegt. Der Plot wirkt phasenweise ein wenig konstruiert und über kleinere Ungereimtheiten sollte man hinwegsehen können. Für mein Gefühl hätte der Plot, unter den gegebenen Umständen, auch gerne noch einen Tacken brutaler und derber sein dürfen. Dennoch habe ich mich von diesem Southern Noir gut unterhalten gefühlt. Eli Cranor lebt heute mit seiner Frau und seinen Kindern in Arkansas und ist momentan „Writer in Residence“ der Arkansas Tech University.

(Janko)

http://www.elicranor.com
https://www.facebook.com/elicranorauthor

Brutalität/Gewalt: 48/100
Spannung: 71/100
Action: 55/100
Unterhaltung: 84/100
Anspruch: 34/100
Atmosphäre: 59/100
Emotion: 57/100
Humor: 04/100
Sex/Obszönität: 18/100

https://www.lackoflies.com" target="_blank">https://www.lackoflies.com - Wertung: 82/100

https://www.lackoflies.com" target="_blank">https://www.lackoflies.com - Altersempfehlung: ab 16 Jahren (aufgrund der allgemeinen Thematik und der Gewaltdarstellungen)

Eli Cranor - Ozark Dogs
Atrium Verlag
Thriller
ISBN: 978-3-85535-184-8
284 Seiten
Hardcover ohne Schutzumschlag
Originaltitel: Ozark Dogs (2023)
Aus dem Amerikanischen von Cornelius Hartz
Erscheinungstermin: 09.04.2025
EUR 24,00 Euro [DE] inkl. MwSt.

Weitere Formate:
ISBN eBook (epub): 978-3-037-922230-9
Erscheinungstermin: 09.04.2025
EUR 18,99 Euro [DE] inkl. MwSt.

"Ozark Dogs" beim Atrium Verlag: https://www.w1-verlage.de/atrium-verlag/ozark-dogs

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Veröffentlicht am 09.04.2025

- komplexe und tiefgründige HardSF Post-Dystopie mit interessanten Fragestellungen -

Lyneham
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Nils Westerboer - Lyneham
(Hobbit Presse)

- komplexe und tiefgründige HardSF Post-Dystopie mit interessanten Fragestellungen -

In einem fernen Sonnensystem, irgendwann in der Zukunft. Nachdem die Erde ...

Nils Westerboer - Lyneham
(Hobbit Presse)

- komplexe und tiefgründige HardSF Post-Dystopie mit interessanten Fragestellungen -

In einem fernen Sonnensystem, irgendwann in der Zukunft. Nachdem die Erde unbewohnbar geworden ist, macht sich die Rayser-Interstellar samt dem 12-jährige Henry Meadows, seinem Vater Charles, seinen beiden Geschwistern Chester und Loy, sowie etlichen weiteren, ehemaligen Erdenbewohnern auf, zum urzeitlichen Mond Perm. Anstatt in einem, für den Mensch als unbedenklich einzustufenden Milieu, stranden die Erdenflüchtlinge in einem unwirtlichen und menschenfeindlichen Lebensraum, deren Atmosphäre sie nur mit einer Atemmaske absorbieren und verstoffwechseln können. In der Theorie hätte längst alles für ihre Anreise vorbereitet sein sollen, doch das Terraforming war offensichtlich noch nicht zur Gänze abgeschlossen. Die Luft war unfertig, die Vegetation inkompatibel, die Gravitation gering und die unzähligen Gefahren im Allgemeinen eher tödlicher Natur. Eigentlich hätte die Impulsmission, bestehend aus Henrys Mutter Dr. Mildred Meadows, Noah Rayser, dem "Macher" und Vorstandsvorsitzenden von Rayser-Interstellar, sowie einigen weiteren Teilnehmern, einige dieser Unregelmäßigkeiten längst beheben sollen. Hier auf Perm gibt es aber nach wie vor seltsame Anomalien, eine kaum auszumachende, weil unsichtbare Fauna, eine extrem helle Sonne, zwei Arten von Nächten und Gebirge doppelt so hoch, wie auf ihrem ehemaligen Heimatplaneten. Doch aus welchem Grund bietet Perm nach wie vor solch ein merkwürdiges und lebensfeindliches Umfeld? Und wo ist eigentlich Henrys Mutter Mildred?

Mit der komplexen und tiefgründigen HardSF Post-Dystopie "Lyneham" hat der, 1978 in Gaildorf (Baden-Württemberg) geborene Schriftsteller Nils Westerboer, eine fantasiegeschwängerte Welt geschaffen, die trotz aller Ernsthaftigkeit sequenziell ein wenig verspielt und abgelenkt erscheint. Dies ist selbstredend dem Umstand geschuldet, dass der Autor vornehmlich aus der Sicht Henrys, in der ersten Person Singular schreibt. Die gegenwärtige Erzählung wird durch Aufzeichnungen der vorangegangenen Impulsmission, ebenfalls in der ersten Person Singular, durch Dr. Mildred Meadows untermalt. Die Problematiken, die ein Leben auf dem Mond mit sich bringen, treten in ihren Aufzeichnungen nach und nach ans Licht. Sie wollten den "Nachzüglern" ein Paradies schaffen. Doch was ist hier aus dem Ruder gelaufen? Der ehemalige Betreuer für Menschen mit Behinderung, Hausmeister und Trainer für Sprengstoffsuchhunde, Naturfilm-Kameraassistent und jetzige Lehrer an einer Gemeinschaftsschule, erstellt hierzu interessante Thesen und Theorien, wie biologische und evolutionäre Abfolgen in fernen Galaxien der Zukunft tatsächlich vonstattengegangen sein könnten. Das macht Westerboer auf unkonventionelle, aber auch auf komplizierte bis verwirrende, bisweilen gar abstrakte Weise. Dem Leser wird hierbei eine gewisse Vorkenntnis diverser ökologischer, ökonomischer und (gepolitischer Kausaleffekte abverlangt, die der Autor mit einem tieferen Sinn stimuliert. Fabelhaft und metaphorisch verpackt geht Westerboer auf die Missstände unserer weltlichen Errungenschaften, unseres Handelns und unserer (gegenseitigen) Verantwortung ein. Die Zeichnung der landschaftlichen Kulisse ist, wie bei fremden Welten unabdingbar, recht detailliert und anschaulich erfolgt. Dennoch verlangt Nils Westerboer seiner Leserschaft ein hohes Maß an Vorstellungskraft ab. Auch die fremdartigen, teils erfundenen, teils aus bekannten Wörtern zusammengewürfelte Komposita, sowie die unzähligen wissenschaftlichen Fachbegriffe machen dem Bücherwurm die Nahrungsaufnahme nicht immer ganz leicht. Der 496 Seiten starke Edutainment-Fiction Roman "Lyneham" ist ansonsten atmosphärisch, gehaltvoll und lebendig umgesetzt, weist aber zugegebenermaßen auch einige Längen auf.

Die neuen Permbewohner sind in den riesigen Biomen Lyneham A und B untergebracht. Lyneham ist hierbei ein Kompositum aus Lyne (altwal.): See/Gewässer und ham (altengl.): Siedlung/Heim (sprich: Lainäm). Hier leben die ehemaligen Erdenbewohner beinahe wie auf einer futuristischen Erde in einer Schutzatmosphäre. Die Kinder werden unterrichtet, das Essen bereitet ein Aggregator zu, die Automaten bauen und erschaffen Reaktoren, Gebäude und Luftfilter. Doch immer wieder wird die Frage nach Inkompatibilität und Kontamination durch eine invasive Art laut. Die Okkupation Perms wirft nun mal auch irdische Fragen zur Verdrängung und Zerstörung endemischen Lebens, der Haushaltung mit den Ressourcen unseres Planeten, wirtschaftlichen Automatismen, Anpassung, dem Umgang mit KI, künstlichen oder künstlich hergestellten Nanoorganismen und -maschinen, sowie zu religiösen Weltanschauungen auf. Dennoch hätte "Lyneham" stellenweise ein bisschen mehr Schwung und Handlung vertragen können.

Nils Westerboer hinterfragt in seinem SciFi-, Abenteuer-, Öko-, Techno-, Wissenschafts- und Edutainment-Roman "Lyneham" gesellschaftliche, ökologische, ökonomische, ethische, moralische Normen und Grenzen, wirft die ein oder andere philosophische, religiöse oder visionäre Betrachtung in den Raum. Diese durchaus interessanten Gedankengänge sind zum Teil um die Ecke gedacht, zum Teil aber auch auf rein naturwissenschaftliche Belange und Fakten heruntergebrochen. Westerboer erfindet das Rad dabei nicht neu, gibt aber einen kleinen Exkurs in Anthropologie, Paläoanthropologie, die destruktive Einstellung des Menschen und seines selbstauferlegten, von Anfang an zum Scheitern verurteilten Wirtschaftssystem, das allgemeine Mit- und Gegeneinander, sowie den Sinn des Lebens. Da kommen Fragen um Besitz, wenn auch nur rudimentär angeschnitten, teilweise schon sehr geil rüber. Auch wenn Westerboer sein allgemeingültiges (weitergehendes) Wissen eher geduldig, sachlich und entspannt vermittelt, läuft er dabei aber Gefahr, das eigentliche Storyboard zu untergraben. Wer hier eine triviale Fantasy- oder Horror-SciFi-Story vermutet, könnte eventuell enttäuscht sein. Wer sich neben der eigentlichen Story gerne mit interessanten Ansichten zu den angesprochenen Themen berieseln lässt, dürfte bei "Lyneham" wiederum goldrichtig liegen.

(Janko)

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Brutalität/Gewalt: 10/100
Spannung: 59/100
Action: 41/100
Unterhaltung: 81/100
Anspruch: 77/100
Atmosphäre: 42/100
Emotion: 22/100
Humor: 03/100
Sex/Obszönität: 01/100

https://www.lackoflies.com" target="_blank">https://www.lackoflies.com - Wertung: 77/100

https://www.lackoflies.com" target="_blank">https://www.lackoflies.com - Altersempfehlung: ab 18 Jahren (aufgrund des anspruchsvollen, fremdwortgespickten und komplexen Kontexts, sowie des Verständnisses für die sozialkritische Thematik)

Nils Westerboer - Lyneham
Hobbit Presse (Klett-Cotta Verlag)
Science Fiction
ISBN: 978-3-608-98723-2
496 Seiten
Klappenbroschur, mit Karten
Erscheinungstermin: 15.03.2025
EUR 18,00 Euro [DE] inkl. MwSt.

Weitere Formate:
ISBN eBook (epub): 978-3-608-12404-0
Erscheinungstermin: 15.03.2025
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