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Veröffentlicht am 09.11.2025

Triefendes Herzlauschen

Herzlauschen
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Tessa ist eine weltweit bekannte Star Sopranistin. Sie füllt alle Konzertsäle aus. Führt jedoch abweits der Bühne ein eher einsames und isoliertes Leben.

Paul ist Gehörlos. Er ist Bildhauer und arbeitet ...

Tessa ist eine weltweit bekannte Star Sopranistin. Sie füllt alle Konzertsäle aus. Führt jedoch abweits der Bühne ein eher einsames und isoliertes Leben.

Paul ist Gehörlos. Er ist Bildhauer und arbeitet an einer Schule für Gehörlose Kinder. Vor einem Jahr ist seine geliebte Frau Marlen verstorben. Paul konnte sich daraufhin nicht mehr seiner Kunst widmen und auch nicht wieder in die gemeinsame Wohnung zurück gehen. Er hat sich ein Hausboot gemietet auf dem er seit Marlens Tot lebt.

Auf einem von Tessas Konzerten sitzt Paul in der ersten Reihe. Tessa wird auf ihn aufmerksam und ist irritiert, da Paul scheinbar teilnahmslos im Publikum sitzt. Er klatscht keinen Beifall und Tessa scheint ihn mit ihrer Musik nicht zu erreichen.

Paul zeichnet.

Paul ist so vertieft, das er nicht mitbekommt wie das dass Konzert beendet ist, bis ein Ordner kommt und ihn aus dem Saal scheucht. Dabei verliert Paul zwei seiner Zeichnungen.

Als Tessa später in den Saal geht findet sie diese, ist gleichzeitig fasziniert und ebenfalls schockiert bei dem Anblick dessen was Paul dort gezeichnet hat.

Tessa entschließt sich dazu Paul zu finden. Sie versteht zwar nicht warum, aber sie ist vollkommen fasziniert von Paul und ebenso von seinen Zeichnungen.

Die Wege der beiden kreuzen sich und für Tessa, aber auch für Paul beginnt eine Reise in eine völlig neue Welt.

Die Idee der Geschichte hat mich sehr fasziniert, mit großer Freude habe ich begonnen diesen Roman zu lesen, nur leider ist meine Enttäuschung sehr groß.
Als erstes hat es mich immens gestört wir präsent Tessas Schwindel in der ersten Hälft des Buches dargestellt wurde. Das war viel zu viel und viel zu präsent.

Des weiteren habe ich die Geschichte von Tessa und Paul als exterm schnulzig und absolut drüber empfunden, das hat mich unsagbar genervt. Ich hatte immer weniger Lust dazu weiter zu lesen. Es wurde ein einziges Gefühl in drei Sätzen gefühlt hundert Mal auf andere Art und Weise in Worte gefasst. Ich hätte nicht den Mut gehabt das Buch schief zu halten, da ich dann die Befürchtung hatte der Schmalz würde nur so laufen.

Dazu würde ich gerne eine Stelle zitieren.
Zitat:
Unsere Seelen haben sich gefunden. Das ist die einzige Wahrheit, die zählt. Tessa ist mein zweiter Seelenflügel. Zusammen können wir ins Unermessliche fliegen, mit ihr gibt es keine Grenzen. Solange wir auf uns und unsere Liebe vertrauen, sind wir unverletzbar. Alles ist möglich.

Mir ging es so, dass ich nur noch genervt die Augen in den Kopf gedreht habe. Es liest sich so, noch was und noch was und noch was und ja einer geht noch.
So ähnlich wie, wenn man eine Torte macht, setzt eine Kirsche oben drauf und denkt dann, auch komm, noch ne Kirsche drüber, noch eine und noch eine und noch eine.

Manchmal ist weniger mehr und das wäre in diesem Fall an einigen Stellen angebracht gewesen.

Zu diesem vielen Überflüssigen kommt noch dazu das ich das Ende als lachhaft empfunden habe. Das Ende hier ist kein richtiges Ende für mich. Es wäre hier definitiv angebracht gewesen, zumindest kurz, noch eine Seite zu schreiben, zwei Jahre später. Aber das hier, tzzzz, nichts für mich.

Mein Fazit
Ein Roman der richtig viel Potenzial gehabt hätte, der meiner Meinung nach aber nicht gut umgesetzt wurde. Vieles ist einfach zu drüber. Noch dazu waren die Charaktere nie richtig greifbar für mich.

Leseempfehlung?
Nein.

Es sei denn man liebt Schnulzen die absolut überzogen sind.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Zuviel des Guten

How To Save A Life
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Cassie arbeitet in einer Bar und wird ungewollt Zeugin als ihr Chef von einemhochrangigen Gangsterboss ermordet wird. Die Polizei ist schon ewig auf der Jagd nach diesem doch noch nie zuvor gab es jemanden ...

Cassie arbeitet in einer Bar und wird ungewollt Zeugin als ihr Chef von einemhochrangigen Gangsterboss ermordet wird. Die Polizei ist schon ewig auf der Jagd nach diesem doch noch nie zuvor gab es jemanden der ein Verbrechen bezeugen konnte.

in dieser Mordnacht fällt Cassie ausgerechnet vor das Auto von Vince und Hank. Vince ist Personenschützer und arbeitet beim FBI. Hank ist ein Cop.

Seit diesem Mord wird Cassie von der russischen Mafia gejagt. Vince trommelt seine besten Leute zusammen um Cassies Leben bis zum Beginn des Prozesses zu beschützen.

Jedoch hat Vince weder damit gerechnet das er Gefühle für Cassie entwickelt, noch damit, das er in seinen eigen Reihen einen Verräter hat, der Cassie unbedingt ans Messer liefern will.

So weit, so gut. Um es direkt auf den Punkt zu bringen, ich bin froh, das ich dieses Buch zum Ende gebracht habe. Gute 100 Seiten weniger hätten diesem Roman durchaus gut getan. Ab circa Seite 100 war ich schon genervt und es wurde nicht besser. Diese Liebelei zwischen Cassie und Vince kann ich leider nur als geschnulze abtun. Es war mir ein regelrechter Graus das stellenweise zu lesen.Wenn ich einen Liebesroman lesen will, dann mache ich das, aber hier ist dieses völlig überzogene Lebesgesäusel vollkommen fehl am Platz!
Dies dann auch noch in gefühlt hundertfacher Wiederholung, was das Ganze noch schlimmer macht.

Ganz davon abgesehen das hier der Klappentext einen mega Spoiler verrät, was meiner Meining nach auch noch der Spannung gewalige Abbrüche dazu gegeben hat.
Als dieser Charakter das erste Mal in Erscheining getreten ist, war ich mir sofort relativ sicher wer hier der Verräter ist, auch, wenn die Autorin bemüht war andere Fährten zu legen.

Ehrlich gesagt fehlen mir ein wenig die Worte um etwas positives zu finden. Insgesamt gesehen kommt noch zu allem Übel oben drauf das mir viel zu viel viel zu unrealistisch gewesen ist.

Cassies Verhalten, die Gespräche die sie mit den Personenschützern geführt hat, die Fragen die sie gestellt hat, ein Drogenabhängiger Personenschützer usw.

Als Kirsche auf der Sahnetorte kann ich hier noch erwähnen, das dieses Buch gesäumt ist von einigen Rechtschreibfehlern, vergessenen Worten, falsch geschriebenen Namen und auch falsch beschriebenen Verwandschaftsverhältnissen.

Leider ist es mir hier nicht möglich mehr als zwei gut gemeinte Sterne zu vergeben.

Mein Fazit
Ein durchaus enttäuschender, teils unrealistischer Roman mit viel zu viel rum geschnulze.
Leseempfehlung?
Leider von mir ein klares nein!

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Veröffentlicht am 09.04.2025

Sehr, sehr zäh

Wo wir uns treffen
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Die Familie Brooke besitzt seit sieben Gererationen ein vierhundert Hektar großes Anwesen in Sussex.

Philip und Grace haben drei Erwachsene Kinder und eine Enkelin. Seit zehn Jahren arbeitet die älteste ...

Die Familie Brooke besitzt seit sieben Gererationen ein vierhundert Hektar großes Anwesen in Sussex.

Philip und Grace haben drei Erwachsene Kinder und eine Enkelin. Seit zehn Jahren arbeitet die älteste Tochter Frannie zusammen mit ihrem Vater Philip in den Ländereien und hat sich voll und ganz der Renaturierung verschrieben.

Der Roman beginnt mit dem Tod von Philip als seine drei Kinder für fünf Tage auf dem Familienanwesen zusammenkommen.

Haupt- und Alleinerbin ist die Älteste Frannie. Sie hat ja bereits vor Jahren die Führung übernommen.
Milo hat jedoch andere Pläne mit den Ländereien. Dafür hat er auch den Segen seines Vaters erhalten, jedoch nur in mündlicher Form.
Isa hingegen hat ganz andere Probleme. Noch dazu hat sie Clara die Tochter von Philips langjähriger Geliebten zur Beerdigung eingelanden, da sie vermutet, das diese Philips Tochter ist. Davon wissen allerdings weder ihre Geschwister, noch ihre Mutter etwas.

Clara hat die Wahrheit im Gepäck über die Anfänge der Familie Brooke, wie das Vermögen und die Ländereien zustande gekommen sind.

Es fällt mir hier nicht ganz leicht eine Rezension zu verfassen. Ich hatte eine andere Vorstellung von der Geschichte. Es geht zu einem sehr großen Teil um die Renaturierung, um die Ländereien, die Bäume, die Tiere, die Erde und alles was dazu gehört.
Die Familiengeschichte fand ich unbeschreiblich fade. Im großen und ganzen werden Probleme beschrieben, die alltäglich sind. Bei mir kam keinerlei Spannung auf und ganz wenig bis gar kein Interesse weiter lesen zu wollen. Durch dieses Buch habe ich mich regelrecht durch gequält. Es war überaus zäh, die Erzählweise habe ich ebenfalls als anstrengend empfunden. Immer wieder habe ich darüber nachgedacht abzubrechen. Zum Ende hin habe ich nur noch zügig überflogen weil ich es nur noch hinter mich bringen wollte.

Dazu bleibt noch zu sagen das mich der gesamte Roman absolut nicht erreichen konnte. Die Protagonisten waren fast alle eher unsympathisch und zu Rowan fehlen mir ehrlich gesagt die Worte. Dieses Kind soll sieben Jahre alt sein??? Das was von Rowan erzählt wird passt in keinster Art und Weise zu einem siebenjährigen Kind!!!

Mein Fazit
Ein sehr zäher Roman ohne Spannung. Es kommt kein Interesse auf weiter lesen zu wollen.
Leseempfehlung?
Leider nein, nicht mit einem guten Gewissen.

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Veröffentlicht am 01.12.2024

Sehr enttäuschend

Be My Shelter (Erstauflage exklusiv mit Farbschnitt und Character Card)
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In diesem Roman geht es um Kaira und Cooper die unterschiedlicher kaum sein können.
Kaira sagt zu allem ja und opfert sich so sehr für ihr Umfeld auf, das sie selbst dabei vollkommen auf der Strecke bleibt.
Cooper ...

In diesem Roman geht es um Kaira und Cooper die unterschiedlicher kaum sein können.
Kaira sagt zu allem ja und opfert sich so sehr für ihr Umfeld auf, das sie selbst dabei vollkommen auf der Strecke bleibt.
Cooper hingegen reist durch die Welt und ist nie länger als drei Monate an einem Ort.

Da Cooper ein Freund von Kairas Bruder ist, bittet dieser Kaira darum das Kaira Cooper eine Schlafmöglichkeit bietet. So kommt es, wie es kommen muss und das Drama, im Wortwörtlichen Sinn, nimmt seinen Lauf.

Nach einem Streit zwischen Cooper und Kaira kommt es zu einer Challenge zwischen den beiden, in der es unter anderem darum geht, dass sich beide ihren Ängsten und Problemen stellen.

Wie sehr hatte ich mich auf diesen Roman gefreut, doch leider bleibt bei mir nichts als Enttäuschung zurück. Einzig die letzten paar Seiten vor dem Prolog stimmen mich etwas milde.

Puh was für eine Geschichte. Hier hatte ich das Gefühl, die Autorin hatte den Auftrag einen 400 Seiten Roman zu verfassen und wusste nicht wie sie dies sinnvoll hinbekommen soll. Die Seiten sind derart mit Wiederholungen gespickt, das ich völlig die Lust daran verloren habe weiter zu lesen. Immer wieder und wieder sowas wie: Das darf nicht sein, ich darf ihr nicht zu nahe kommen, ich kann meine Gefühle nicht zulassen, ich werde sie nur verletzen, blablabla. Es tut mir leid, aber was anderes fällt mir dazu nicht ein. Es ist mir selten so schwer gefallen ein Buch weiter zu lesen, es lag oft Tagelang in der Ecke, das ist mir so, in dem Stil noch nie passiert. Sehr, sehr Schade.

Mein Fazit
In meinen Augen leider Zeitverschwendung mit so vielen Wiederholungen das ich einfach nur noch genervt gewesen bin. Hier kann ich leider keine Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 22.09.2024

Rosamunde Pilcher lässt grüßen

Als wir nach den Sternen griffen
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Das Cover zu diesem Roman finde ich sehr ausdrucksstark mit dem Hintergrund der Geschichte.

Hier geht es um Tausende DDR Bürger die im Sommer 1989 in die deutsche Botschaft in Prag geflüchtet sind. Im ...

Das Cover zu diesem Roman finde ich sehr ausdrucksstark mit dem Hintergrund der Geschichte.

Hier geht es um Tausende DDR Bürger die im Sommer 1989 in die deutsche Botschaft in Prag geflüchtet sind. Im Vordergrund dieser Historischen Ereignisse stehen die Botschaftsmitarbeiterin Judith und der alleinerziehende Flüchtling Tobias mit seiner Tochter Jasmin.

Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, habe ich einen sehr Geschichtsträchtigen Roman erwartet mit Erzählungen aus der Sicht verschiedener Flüchtlinge und einer mehr oder weniger filmreifen Entführung von Jasmin. Leider wurde ich enttäuscht.

Genauso wie auf dem Klappentext zu lesen ist, das Tobias Prag verlassen MUSS wegen seiner kranken Mutter, auch das entspricht nicht ganz der Wahrheit. Zwar verlässt Tobias Prag, seine Mutter ist auch krank, aber er muss es nicht. Es ist seine freie Entscheidung dies zu tun!

Die Leseprobe hat mir sehr gut gefallen, als ich dann begonnen habe diesen Roman zu lesen, war ich auch erstmal begeistert und gefesselt, stellenweise ist es mir schwer gefallen das Buch aus der Hand zu legen, aber als Tobias dann in der Botschaft angekommen ist und sich zwischen Judith und ihm angefangen haben Gefühle zu entwickeln wurde mir das alles zu viel des guten. Was denkt sie wohl, was denkt er, oh Du meine Güte, da habe ich sehr oft die Augen in den Kopf verdreht. Ich mag es gerne mal etwas schnulzig, aber hier dachte ich oh je, Rosamunde Pilcher kann hier wirklich noch was lernen. An manchen Stellen hätte ich mich auch nicht getraut das Buch schief zu halten, da die Gefahr da gewesen wäre das der Schmalz Literweise rausläuft.

Dieses hin und her geschnulze wiederholte sich dann leider auch immer wieder in ähnlichen Formulierungen. Das hat mir dann völlig den Spaß am Lesen genommen und ich habe mehrfach überlegt ob ich weiterlese oder nicht.

Zwei Passagen möchte ich gerne hinzufügen um zu verdeutlichen was ich meine:
"Doreen trat mit einem zaghaften Lächeln in den Raum, in eine warme Jacke mit weißem Plüschbesetzten Kragen gehüllt, in dem sie ihn schmerzlich an das unbefangene junge Mädchen erinnerte, das sie einst gewesen war."

"Er war so nah an sie herangetreten, wie es noch als schicklich galt, und sie spürte die Wärme die sein Körper abstrahlte. Die Sehnsucht, sich an seine Brust zu schmiegen und seine Arme um sich zu spüren, wurde fast übermächtig. Sie würde ihr noch ein kleines Loch ins Herz sengen. Doch es gab keinerlei Aussicht auf ungestörte Zweisamkeit, keinerlei Hoffnung, einen Moment der Innigkeit zu erleben, wie es anderen Verliebten vergönnt war."


Mir hätte es besser gefallen wenn mehrere Flüchtlinge in die Geschichte mit eingebunden gewesen wären, wenn da mehr erzählt worden wäre wie es ihnen ging, was für Gedanken und Empfindungen diese hatten, Ängste, Zukunftsvisionen usw.

Des weitern habe ich so oft darüber nachgedacht wann und wie wird Jasmin entführt, das Buch geht immer mehr dem Ende zu und nichts passiert...
Als es dann endlich soweit war, dachte ich, wie jetzt, das war alles? Also leider war auch dieser Teil der Geschichte nicht zufriedenstellend.

Ein weiterer Teil den ich mehr als unpassend fand war der Massenhafte Konsum von Ibuprofen den Judith ja hat. Meine Gedanken waren dann, oh was ist da los, ist sie krank, hat sie was, was passiert da noch? Aber, auch da, nichts, keine Ahnung warum die Autorin das so in diesen Roman eingearbeitet hat, für mich nicht nachvollziehbar und unnötig.

Einzig das Ende der Geschichte hat mich dann doch noch zufrieden zurückgelassen.

Mein Fazit
Wer Rosamunde Pilcher liebt ist hier genau richtig, unbedingt lesen! Wer jedoch auf einen intensiveren Blick auf die Flüchtlinge und die Geschehnisse in der Prager Botschaft von 1989 hofft, der wird hier leider enttäuscht werden.

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