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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2025

Ein Buch mit Gruselfaktor

Jennas Fluch
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Sam ist frustriert. Von ihrer Arbeit, ihrem Leben und überhaupt. Sie möchte etwas ganz Anderes machen. Ihrem Dasein einen neuen Sinn geben, nein, viel mehr überhaupt erst einen Sinn geben. Wie gut, dass ...

Sam ist frustriert. Von ihrer Arbeit, ihrem Leben und überhaupt. Sie möchte etwas ganz Anderes machen. Ihrem Dasein einen neuen Sinn geben, nein, viel mehr überhaupt erst einen Sinn geben. Wie gut, dass sie einer Maklerin begegnet, die ihr ein wunderschönes Haus zeigt. Es war vor langer Zeit eine Einrichtung für psychisch Kranke. Etwas Unheimlich kam ihr das Anwesen bei der ersten Besichtigung dann schon vor. Zumal es im Dorf hieß, dass es in den Räumen spukt und die ehemaligen Insassen immer wieder hierhin zurückkehren. Samantha interessierte das Denken der Dörfler nicht. Sie hatte große Pläne und wollte dieses Haus unbedingt haben.

Nicht nur Sam ist von dem Haus beeindruckt. Auch eine junge Frau, die sie als erste Mieterin gewinnen kann. Die möchte hier ihre Kunst zeigen und dieses Fach auch unterrichten. Schon auf den ersten Seiten dachte ich mir, dass die Begeisterung wohl bald nachlässt. Zu düster werden die Zimmer beschrieben. Vergittert und recht dunkel, ja, so sahen damals die Einrichtungen für psychisch Kranke aus.

Etwas gruselig aber sehr gut zu hören. So bewerte ich "Jennas Fluch". Die Autorin versteht es, beim Leser Gänsehaut zu erzeugen. Das liegt auch daran, dass der Wechsel zwischen dem Jetzt und dem Damals sehr gut gelungen ist. Der Sprecher gefiel mir ebenfalls recht gut. Keine Frage, ich empfehle das Buch ausdrücklich.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Diese wiederkehrenden Wendungen störten den Lesefluss

Du hast mich zuerst getötet
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Sie ist bewusstlos, kann sich nicht rühren und als sie wach wird merkt sie, dass sie mit einer festen Folie umschlossen ist. Ein Knebel verhindert, dass sie Hilfe herbeirufen kann. Plötzlich hört sie eine ...

Sie ist bewusstlos, kann sich nicht rühren und als sie wach wird merkt sie, dass sie mit einer festen Folie umschlossen ist. Ein Knebel verhindert, dass sie Hilfe herbeirufen kann. Plötzlich hört sie eine Stimme. Sie kommt aus ihrem Smartphone, das sich wohl in einer ihrer Hosentaschen befindet. Mit Mühe kann sie sich von ihrem Knebel befreien und auf die Stimme im Telefon antworten. Doch, was ist das? Diese unglaubliche Hitze und dann die immer näher kommenden Flammen? Sie gerät in Panik und findet sich damit ab, dass sie bei lebendigem Leibe verbrennen wird.

Die Story wird in zwei Zeitebenen erzählt. Auch die Hauptpersonen kommen jede für sich zu Wort. Alle berichten in der Ich-Form von ihrem Leben und der Leser wird lange im Unklaren gelassen, worum es eigentlich geht.

"Du hast mich zuerst getötet" war mein erstes Buch des Autors John Marrs. Die Story spielt in zwei Zeitebenen. Die Gegenwart berichtet über das Kennenlernen der drei Frauen, deren Leben und auf welche Weise sie sich näherkommen. Der Schwenk in die Vergangenheit war für mich zunächst nicht nachvollziehbar. Das änderte sich im Laufe des Lesens aber erst kurz vor dem Ende des Buches war er völlig schlüssig.

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Veröffentlicht am 26.04.2025

So geht spannende Unterhaltung

Dein Heimweg
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Emmy ist glücklich. Endlich hat sie einen Job gefunden, der ihr gefällt. Und nicht nur das. Auch der Kontakt zu ihren Arbeitskollegen tut ihr gut. Doch die Freude bleibt nicht lange. Ein grausamer Mord ...

Emmy ist glücklich. Endlich hat sie einen Job gefunden, der ihr gefällt. Und nicht nur das. Auch der Kontakt zu ihren Arbeitskollegen tut ihr gut. Doch die Freude bleibt nicht lange. Ein grausamer Mord geschieht und sie kennt das Opfer. Es ist ihre Freundin und Arbeitskollegin.

Als sie ihren neuen Chef zum ersten Mal sieht, ist sie beeindruckt. Er sieht nicht nur blendend aus. Auch sein Auftreten und Charisma sind einzigartig. Er nimmt sie im wahrsten Sinne des Wortes gefangen. Dieses Gefühl verstärkt sich noch, als sie sich mit ihm zu einer Dienstreise aufmacht.

Die spannende Erzählung von "Dein Heimweg" wurde von der Sprecherin Irina Salkow brillant umgesetzt. Das Cover ist gut gewählt, da es diese unterschwellige Spannung gekonnt vermittelt.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Spannend und nicht immer sehr ernst zu nehmen

La Paloma (Mamma Carlotta 19)
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Mamma Carlotta freut sich. Endlich hat sie ihren Schwiegersohn zu mehr sportlichen Aktivitäten überredet. Nun ja, auch sie muss morgens in den sauren Apfel beißen und früher aufstehen. Aber was tut man ...

Mamma Carlotta freut sich. Endlich hat sie ihren Schwiegersohn zu mehr sportlichen Aktivitäten überredet. Nun ja, auch sie muss morgens in den sauren Apfel beißen und früher aufstehen. Aber was tut man nicht alles, um seine Liebsten zu mehr sportlicher Tätigkeit zu bringen. Immerhin ist er der Ehemann ihrer verstorbenen Tochter und der Vater ihrer Enkelin. Es wäre doch jammerschade, wenn er an Übergewicht sterben würde. Und ja, auch das Herz profitiert von regelmäßigen Walkingrunden.

"La Paloma Mamma Carlotta 19" war mein erstes Buch der Autorin Gisa Pauly. Obwohl es mittlerweile schon etliche Folgen rund um die eifrige Seniorin gibt, ich konnte sofort dem Geschehen folgen und brauchte keine Vorkenntnisse. Carlotta ist eine resolute Dame, die keine Konfrontation scheut. Weder mit ihren Enkeln noch mit ihrem Schwiegersohn oder seiner Freundin. Auch das plötzliche Auftauchen des angeblich so berühmten Stars auf Sylt lässt sie nur müde lächeln. Dass es aber direkt mehrere Tote gibt, das macht sie dann doch nachdenklich.

Solide Unterhaltung mit viel Lokalkolorit ließen mich beim Lesen immer mal wieder herzhaft lachen. Julia Fischer las das Buch gekonnt und mit erkennbarem Enthusiasmus. Meine Empfehlung mit vier Sternen gebe ich also sehr gerne.

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Veröffentlicht am 12.04.2025

Der steinige Weg zurück ins Leben ist schwer

Das Spiel zwischen Licht und Schatten
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Als Irma Bender im Keller des „Kunstsammlers“ Erich Heckler gefunden wurde, war sie mehr tot als lebendig. Zu viele Wunden durch Folter und Misshandlung musste ihr Körper verkraften. Später stellt sich ...

Als Irma Bender im Keller des „Kunstsammlers“ Erich Heckler gefunden wurde, war sie mehr tot als lebendig. Zu viele Wunden durch Folter und Misshandlung musste ihr Körper verkraften. Später stellt sich heraus, dass ihr richtiger Name Margret Nelson ist und sie als Spionin für die Engländer tätig war.

"Das Spiel zwischen Licht und Schatten" beschreibt das Leben von Maggie Nelson nach dem Krieg. Ihr mühsamer Weg zurück ins Leben. Aber auch die Zurückweisung durch ihre ehemaligen Auftraggeber ist Thema. Wie soll sie damit fertig werden und schafft sie es, die Qualen zu vergessen? Wer könnte ihr dabei mehr helfen als Gott?

Das Buch berührte mich sehr und ich musste beim Lesen immer wieder Pausen einlegen. Zu deutlich kam die Ungerechtigkeit zum Ausdruck. Was mich dann umso mehr freute, dass Maggie ihr Vertrauen zu Gott fand und dadurch Kraft erhielt. Die aufwühlende Geschichte der jungen Frau sollten alle lesen, die sich mit den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs befassen.

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