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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2025

Lena baut Mist

Zerstört
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Diesmal steckt die eigenwillige Detective Lena Adams in Schwierigkeiten, nachdem sie neben einem brennenden Auto aufgegriffen wird. Sie entzieht sich ihrer Verhaftung, taucht unter und ihr Chef, Jeffrey ...

Diesmal steckt die eigenwillige Detective Lena Adams in Schwierigkeiten, nachdem sie neben einem brennenden Auto aufgegriffen wird. Sie entzieht sich ihrer Verhaftung, taucht unter und ihr Chef, Jeffrey Tolliver, hat alle Mühe, sie zu finden, um ihr zu helfen.
In dieser Folge geht es sehr unappetitlich und gewaltsam vor sich. Die Handlung ist kompliziert, zu viele Personen sind involviert. Nein, das ist das erste Buch von Karen Slaughter, das mir nicht gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 12.04.2025

sehr alkoholisch

Die Garnett Girls
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Wer sich auf das Cover verlässt und sich auf einen fröhlichen Familiensommer einstellt, wird schnell eines Besseren belehrt.
Was als eine große Liebesgeschichte zwischen der blutjungen Margo und dem älteren ...

Wer sich auf das Cover verlässt und sich auf einen fröhlichen Familiensommer einstellt, wird schnell eines Besseren belehrt.
Was als eine große Liebesgeschichte zwischen der blutjungen Margo und dem älteren Richard begann, endete in einem Trauma, von dem sich alle Garnett Frauen nicht erholen konnten.
Richard verließ nämlich seine Familie nach der Geburt der jüngsten Tochter. Die Hintergründe wurden einfach totgeschwiegen und keins der drei Mädchen konnte sich je davon erholen. Richards Alkoholsucht wird sicherlich eine Rolle gespielt haben, aber auch bei den Frauen scheint ohne Alkohol nichts zu laufen. Nur Sasha, die Jüngste, lebt zeitweise vollkommen abstinent. Den drei Töchtern fehlt sichtlich ein Anker in ihrem Leben, sie tanzen nach der Pfeife ihrer überkandidelten Mutter Margo, die einem von Seite zu Seite immer unsympathischer wird.
Der Plot ist sehr statisch. Es gibt wenig Handlung, stattdessen gibt es tiefe Einblicke in die Charaktere der weiblichen Garnetts. Interessanterweise dreht sich fast alles um den nicht existenten Vater Richard.
Ich glaube, als Film hätten mir die Garnetts besser gefallen. Schöne Landschaftsbilder, opulente Partys mit schönen, reichen Menschen. Aber so waren die Garnett Girls für mich nur vier problembehaftete, zum Teil unsympathische, Frauen, die mich leider nicht fesseln konnten.
Ein Lichtblick ist in der Hörbuchversion die Sprecherin Yara Blümel

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Gefährliche Neugier

If We Were Gods
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Ein tolles Cover und eine spannende Inhaltsangabe machen sehr neugierig auf die Arcane Academy. Hier hat sich Olivia durch ihr Naturtalent, aber vor allem auch durch Fleiß und Ehrgeiz, ein Stipendium erkämpft. ...

Ein tolles Cover und eine spannende Inhaltsangabe machen sehr neugierig auf die Arcane Academy. Hier hat sich Olivia durch ihr Naturtalent, aber vor allem auch durch Fleiß und Ehrgeiz, ein Stipendium erkämpft. Das ist eine Tatsache, die sie vor ihren neuen Freunden geheim hält, denn sie entstammen ausnahmslos alle aus immens reichen Elternhäusern. Zusammen sind sie sechs junge Leute, die Besten ihres Jahrgangs, und gemeinsam werden sie von dem Wunsch getrieben, bis in die tiefsten Geheimnisse der Arcane Welt einzutauchen, auch wenn das strengstens verboten ist. Dabei gehen sie rücksichtslos und verantwortungslos vor, auch wenn sie am eigenen Leib erfahren, dass ihre Forschung Tod und Verderben über die Welt bringt.
Es ist meistens schwer, ein Buch zu mögen, in dem wie hier, keine Sympathieträger den Leser bei der Stange halten. Der Spannungsbogen entsteht zum größten Teil aus den gefährlichen Abenteuern, die die Gruppe auf ihren Exkursionen bestehen muss, aber auch die Gruppendynamik spielt eine große Rolle.
Beides konnte mich nicht dauerhaft fesseln, deswegen kann ich auch nur eine eingeschränkte Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 21.03.2025

Horrorträume

Nachtlügen
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Isra ist ein Nachtalb. Für den Unterhalt kellnert sie in einem Varieté, aber zum Leben braucht sie die Träume von schlafenden Menschen. Sie raubt diese Träume und ersetzt sie durch schlimme Albträume, ...

Isra ist ein Nachtalb. Für den Unterhalt kellnert sie in einem Varieté, aber zum Leben braucht sie die Träume von schlafenden Menschen. Sie raubt diese Träume und ersetzt sie durch schlimme Albträume, die ganz speziell und perfide auf den Schlafenden abgestimmt sind. Doch es läuft nicht alles glatt für Isra. Schon zwei nächtliche Todesfälle scheinen auf ihr Konto zu gehen und da gibt es noch dieses riesige Traum-Spinnenmonster, das sie nicht kontrollieren kann und das immer bedrohlicher wird.
Der Schreibstil von Lisanne Surborg ist eigentlich gut, aber inhaltlich konnte sie mich nicht abholen. Obwohl Isra ziemlich gut charakterisiert wird, bleibt eine Distanz zu ihr. Man versteht ihr Handeln und ihre Not, doch sie wird mir einfach nicht sympathisch. Es ist zwar interessant, sie auf der Suche, wer ihr schaden will, zu begleiten. Aber es zieht sich. Die Dialoge sind nicht spannend und die zwischen die Kapitel eingeschobenen kurzen Informationsschnipsel und Zitate sind es ebenfalls nicht.
So gerne ich Fantasy lese, aber mit diesem Roman bin ich leider nicht warm geworden.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Allein gegen Machos

Das Erste Problem
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Jane Tennison ist eine äußerst ehrgeizige Kommissarin, die zwar sehr fähig ist, aber immer nur mit unbedeutenden Fällen betraut wird. In ihrer Gehaltsstufe gibt es ansonsten nur männliche Kollegen, die ...

Jane Tennison ist eine äußerst ehrgeizige Kommissarin, die zwar sehr fähig ist, aber immer nur mit unbedeutenden Fällen betraut wird. In ihrer Gehaltsstufe gibt es ansonsten nur männliche Kollegen, die auch noch wie Pech und Schwefel zusammenhalten. Wieder einmal geht ein spektakulärer Mordfall über ihren Kopf hinweg an den Star der Abteilung, einen richtigen Macho, der es auch mit der Gesetzeslage nicht allzu genau nimmt. Doch per Herzinfarkt ist dieser plötzlich weg vom Fenster. Tennison erzwingt die Leitung der Mordkommission für sich, doch ihr rigoroses Vorgehen isoliert sie von den Kollegen, die von da an mehr oder minder offen gegen sie intrigieren.
Das Buch ist einerseits natürlich ein spannender Krimi, bei dem sich im Laufe der Zeit die Leichen häufen, aber es zeigt auch die Schwierigkeiten einer weiblichen Führungskraft in einer reinen Männerdomäne. Erschwerend kommt hinzu, dass Tennison wirklich eine sehr unsympathische Frau ist, die skrupellos ihren Willen durchsetzt, auch in der Partnerschaft. Nach Abschluss der Lektüre blieben bei mir noch Fragen offen, denn mir ist nicht klar, wie sehr der verstorbene Kollege mit den Opfern verbandelt war, was da gemauschelt wurde und vor allem, warum sich die Stimmung im Team gegen Ende geschlossen in eine bestimmte Richtung wendete.
Man merkt dem Buch deutlich an, dass es schon vor über dreißig Jahren geschrieben wurde, das sollte man bei der Lektüre bedenken, denn vieles ist nicht mehr zeitgemäß. Heutzutage herrscht ein anderes Arbeitsklima, auch wenn die Gleichstellung von Frauen im Berufsleben manchmal immer noch ein Papiertiger ist. Außerdem meine ich, dass Autoren mittlerweile fesselnder formulieren als noch vor Jahrzehnten. Deswegen gibt es bei mir Abstriche in der Punktvergabe.

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