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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2025

Rauschhaft

Top Girls
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Den Debütroman 'Top Girls' von Ana Drezga kann man schwer anhand einer Story beschreiben, sondern als Gefühl oder noch eher als Rausch.
Wir begleiten Liv und ihre Mitbewohner Dana und Nore durch den kalten ...

Den Debütroman 'Top Girls' von Ana Drezga kann man schwer anhand einer Story beschreiben, sondern als Gefühl oder noch eher als Rausch.
Wir begleiten Liv und ihre Mitbewohner Dana und Nore durch den kalten November in Wien. Hin und wieder eine wilde Party mit offenem Ende - ekstatisch.
Liv ist Tänzerin am Theater, aber es ist nicht ihre Passion. Sie ist eine Suchende, verloren gegangen in dieser großen Stadt. Sie ist auf der Suche nach sich selbst, nach Schlaf, nach Liebe und nach ihren Gefühlen. Bindungs- und Existenzängste machen ihr das Leben schwer.
Nach einem Schicksalsschlag in der Familie besucht sie ihre alte Heimat und findet auch dort keine Ruhe.
Die Top Girls in Livs Straße sind Spiegel ihrer Seele und repräsentieren für mich die Vergänglichkeit der schillerndsten Momente.
Ein Buch, das einen durch die Seiten treibt, wie der harte Bass durch eine Clubnacht.
Meine Lesevorliebe hat es nicht ganz getroffen - das Tempo war mir persönlich zu schnell und ich damit leicht überfordert.

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Veröffentlicht am 30.06.2025

Auf der Suche nach dem Matriarchat

Urlaub vom Patriarchat
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Der 'Urlaub vom Patriarchat' ist nun beendet und Friederike Oertel hat mich mit einer Menge wissenswerter Informationen rund ums Matriarchat und Patriarchat versorgt.
Die Autorin erzählt von ihrer Reise ...

Der 'Urlaub vom Patriarchat' ist nun beendet und Friederike Oertel hat mich mit einer Menge wissenswerter Informationen rund ums Matriarchat und Patriarchat versorgt.
Die Autorin erzählt von ihrer Reise nach Mexiko in die Stadt Juchitán. Sie hat die Nase voll vom Patriarchat und dort, in Juchitán, soll das Matriarchat die Vorherrschaft haben.
Die Autorin lernt Land, Leute, Sitten und Gebräuche kennen.
Interessant ist, dass das Matriarchat nicht das Gegenteil vom Patriarchat ist, wie ich eigentlich dachte. Es ist eher eine sozialere gesellschaftliche Form des Zusammenlebens, ohne Hierarchie, ohne Unterdrückung und ohne systematische Gewalt.
Vererbt wird von Mutter zu Tochter und die Frauen haben was die Familienfinanzen etc. angeht, den Hut auf.
Es hat mir gut gefallen, wie Friederike Oertel mit ihrer Recherche umgegangen ist. Sie hat viel bei den Menschen nachgefragt und sich einiges erklären lassen. Allerdings ohne zu bewerten oder zu verurteilen. Das fand ich schön und sehr respektvoll.
Tatsächlich hätte ich gerne viel mehr über ihre Reise und die damit verbundenen Erlebnisse gelesen.
Die vielen und gut recherchierten Fakten waren hin und wieder etwas langatmig und haben meinen Lesefluss unterbrochen.
Allerdings ist das Buch auch nicht als Roman deklariert und deshalb ist mein Empfinden bitte nicht negativ zu bewerten.
Von meinerseits geht eine Leseempfehlung für dieses informative Buch mit schönem knalligem Cover raus.

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Veröffentlicht am 10.05.2025

Woher wir kommen

Black Cake
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'Black Cake - Alles, was uns verbindet' von Charmaine Wilkerson lässt mich etwas zwiegespalten zurück.
Wir begleiten die zerstrittenen Geschwister Benny und Byron, die dem letzten Willen ihrer verstorbenen ...

'Black Cake - Alles, was uns verbindet' von Charmaine Wilkerson lässt mich etwas zwiegespalten zurück.
Wir begleiten die zerstrittenen Geschwister Benny und Byron, die dem letzten Willen ihrer verstorbenen Mutter folgen und eine von ihr selbst eingesprochene Tonbandaufnahme hören.
In dieser erzählt die Mutter von ihrer Jugend, ihren Wurzeln und den Umständen, die sie zu der Person gemacht haben, die sie war.
Der Roman spricht einige sensible Themen an, wie Rassismus, Diskriminierung, familiäre Probleme und weitere gesellschaftliche Herausforderungen.
Die Geschicht wird in der Gegenwart erzählt, aus der Perspektive der Geschwister, sowie in Rückblenden aus der Sicht der Mutter in der Vergangenheit.
Besonders die Vergangenheit fand ich äußerst interessant und fesselnd. Die Gegenwarts-Kapitel über Benny und Byron habe ich oft nur überflogen, um herauszufinden, was ihre Mutter noch zu erzählen hat.
Welche Geheimnisse verbirgt sie?
Der Familienroman konnte mich zwar nur teilweise abholen, doch den Handlungsstrang der Mutter fand ich wirklich gelungen und tiefgründig.
Es ist für mich ein "kann", aber kein "muss" Buch - also ein Werk, das ich empfehlen kann, aber nicht zwingend jedem aufdrängen würde.

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Veröffentlicht am 19.04.2025

Ungelöste Fragen

Niemand hat es kommen sehen
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So, nun habe ich seit langem mal wieder einen Krimi beendet, und zwar 'Niemand hat es kommen sehen' von Gudrun Lerchbaum.
Ich lese ja sehr gerne querbeet durch diverse Genres, außer Science-Fiction und ...

So, nun habe ich seit langem mal wieder einen Krimi beendet, und zwar 'Niemand hat es kommen sehen' von Gudrun Lerchbaum.
Ich lese ja sehr gerne querbeet durch diverse Genres, außer Science-Fiction und Krimis.
Bei Krimis sind mir immer zu viele Kommissarinnen Chefinnen, Reporter*innen, LKA, BKA, SEK usw. involviert und ich komme durcheinander 😅🙈.
Dieses mir bekannte Problem hatte ich auch hier und noch dazu hab ich die Story nicht verstanden und wusste am Ende gar nicht mehr, wer worin involviert war und ist und wer die einzelnen Personen überhaupt sind.
Tatsächlich war es diesmal aber so, weil ich hier einen zweiten Teil gelesen habe und das unbewusst. Da hat mir, glaube, viel Vorwissen gefehlt. Dies war leider erst im Nachwort ersichtlich.
Die Erzählung dreht sich um Maria, die nach dem Tod ihrer pflegebedürftigen Mutter verschwunden war und plötzlich still und leise wieder da ist.
Und da, wo sie eventuell war, ist ein Mord geschehen
Dies wirft viele Fragen auf und ich war gespannt, ob Maria nun Täterin oder Opfer ist.
Es gibt den typischen Dorffunk und kritische Stimmen werden laut, aber auch Fürrednerinnen tun sich auf, nur Maria bleibt leise. Kann sie sich doch an nichts erinnern.
Die Ermittler Mel und Theo ermitteln und ebenso der Journalist Lando versucht zu verstehen, was passiert ist.
Die Story an sich ist gut, aber ich gebe zu, ich hatte durchgehend Fragezeichen im Kopf und diese haben sich auch am Ende nicht aufgelöst.
Also meine Empfehlung wäre auf jeden Fall erst den ersten Teil zu lesen.

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Veröffentlicht am 12.04.2025

Vom Täter zum Opfer

Der Einfluss der Fasane
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Dies hier ist wieder so eine Rezension, die mir richtig schwerfällt.
'Der Einfluss der Fasane' von der Autorin Antje Rávik Strubel hat mir bis etwas über die Hälfte wirklich gut gefallen und dann ging ...

Dies hier ist wieder so eine Rezension, die mir richtig schwerfällt.
'Der Einfluss der Fasane' von der Autorin Antje Rávik Strubel hat mir bis etwas über die Hälfte wirklich gut gefallen und dann ging es leicht bergab.
Die Erzählung grob angerissen:
Die taffe Feuilletonchefin Hella Karl gerät plötzlich ins Kreuzfeuer.
Ist sie nicht ziemlich wahrscheinlich für den Selbstmord des Theater-Intendanten Kai Hochwerth verantwortlich?
Sie hat schließlich den Artikel über ihn und seine Aufforderung zur Abtreibung an eine seiner Schauspielerinnen geschrieben.
Ruck zuck, wird nun plötzlich der Täter zum Opfer und Hella zum Sündenbock.
Die Figur von Hella Karl fand ich super dargestellt. Ein paar typisch patriarchale Verhaltensmuster wurden ihr zugeteilt und auch im ganzen Buch aufgezeigt, und das hat mir gut gefallen.
Das mit den Fasanen kann ich nicht erklären, hat sich mir nicht erschlossen.
Insgesamt macht der Roman auf eine lockere Art auf das Thema Machtmissbrauch und die Gefahr der Hetze in den sozialen Medien aufmerksam. Das ist schon recht interessant, muss ich sagen.
Wie schon am Anfang erwähnt kam ich super in die Erzählung rein und es hat mich total gepackt, dann flaute es ab und nur noch Hellas Gedanken konnten mich nicht mehr wirklich fesseln.
Ich bin zwar nicht zu hundert Prozent überzeugt, aber fand es auch nicht schlecht 😅.
Da ich so hin- und hergerissen bin, empfehle ich, dass Ihr Euch am besten ein eigenes Bild von dem Buch macht.

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