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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.05.2025

Nimmt das Schicksal unabwendbar seinen Lauf?

Vorsehung
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Warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte: es erschafft ein spannendes Gedankenexperiment- wenn wir nur stark genug an eine Prophezeiung glauben, erfüllt sie sich dann automatisch selbst? Oder können ...

Warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte: es erschafft ein spannendes Gedankenexperiment- wenn wir nur stark genug an eine Prophezeiung glauben, erfüllt sie sich dann automatisch selbst? Oder können wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen?

Ich bin nicht unbedingt gut in die Handlung gestartet, die unmittelbar vor Beginn des Fluges einsetzt. Ohne viel Vorgeplänkel geht es direkt an die titelgebenden Vorsehungen. Die zahlreichen Personen und die vielen, schnellen Perspektivwechsel haben es mir am Anfang schon ein bisschen schwer gemacht, der Handlung zu folgen. Ich bin einfach nicht gut mit Namen, aber ich fand es super spannend Einblicke in die Leben und Lebenswandel der Personen zu erhalten und wie unterschiedlich sie mit den Prophezeiungen umgehen.

Die vielen Einschübe über Cherrys eigenes Leben fand ich dagegen beinahe irgendwie langweilig. Sie haben nichts mit der Flugreise und damit eigentlich auch nichts mit dem Hauptplot zu tun. Bin ehrlich, die hätte nicht nicht gebraucht und habe sie sogar stellenweise quergelesen wenn es z.B. um Cherrys erste Ehe oder ihre Mutter ging. Das hat mir halt einfach nichts gegeben.

Ich hatte so 1-2 Figuren, mit deren Schicksal ich mitgefiebert habe, weil ihre Vorlesungen tragischer waren bzw. sie gefühlt auch mehr Platz auf den Seiten gefunden haben. Überraschend fand ich, welche Querverbindungen sich teilweise zwischen den Personen ergaben. Das fand ich eigentlich sogar ganz raffiniert geplottet.

So richtig packend wurde es aber leider nicht und tatsächlich fehlte mir hier auch ein bisschen die Dramatik. Gleichzeitig fand ich es bis zum Schluss etwas mühselig zu lesen, weil mir die Wechsel zwischen Cherry und Passagieren oft unverhältnismäßig vorkamen.

Hat mich letztendlich nicht ganz so abgeholt wie erhofft.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

War mir zu komplex

The Last One - Schicksalsberührt (Band 1)
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Der Leser wird ziemlich unvorbereitet in die Handlung geworfen, zu einer Protagonistin, der nicht weiß wer oder was sie ist. Es wird wenig zum Worldbuilding und den magischen Wesen erklärt, wodurch ich ...

Der Leser wird ziemlich unvorbereitet in die Handlung geworfen, zu einer Protagonistin, der nicht weiß wer oder was sie ist. Es wird wenig zum Worldbuilding und den magischen Wesen erklärt, wodurch ich lange nicht so richtig in die Story reingekommen bin und mich auch zwischendurch immer wieder mit dem Weltenkonzept schwergetan habe.

Recht schnell beginnt, was eine abenteuerliche Reise sein sollte. Aber irgendwie wirkt sie immer wieder undurchdacht und willkürlich. Die Stimmung und Intention der Protagonistin ist wankelmütig, es gibt wenig Entwicklung aus ihr selbst heraus, immer wieder muss sie von anderen auf Entscheidungen/ Antworten gedrängt werden.

Das schamlose Geflirte zwischen Jadon und Kai fand ich teilweise etwas too much. Ja, es gibt eine aufgeladene Spannung zwischen den beiden, aber irgendwie wird die so künstlich in die Länge gezogen, dass ich es irgendwann anstrengend fand. Bringts einfach hinter euch. Dieses ständige Push&Pull war nichts meins.

Insgesamt fand ichs zwischendurch einfach zäh, schwer der Handlung zu folgen, die öfter mal sprunghaft und willkürlich auf mich wirkte. Die Enthüllung am Ende war sehr vorhersehbar und so richtig hat es mich bis zum Schluss nicht abgeholt.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

nicht, was ich erwartet hatte

Das Ministerium der Zeit
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Für mich ist dieses Buch ein Beispiel fantastischen Marketings: vom Klappentext und den Empfehlungen, bis hin zur Aufmachung schreit dieses Buch: moderne Sci-Fi Romance. Bei mir hat all das aber völlig ...

Für mich ist dieses Buch ein Beispiel fantastischen Marketings: vom Klappentext und den Empfehlungen, bis hin zur Aufmachung schreit dieses Buch: moderne Sci-Fi Romance. Bei mir hat all das aber völlig falsche Erwartungen geweckt und so richtig war das für mich weder Sci-Fi, noch Romance, vielmehr hing die Handlung irgendwie in der Luft, hat erst gegen Enden einen Rahmen bekommen, den ich dann auch nicht 100% überzeugend fand.

Was mir an diesem Buch vielleicht am besten gefallen hat ist, wie sprichwörtlich Welten aufeinander prallen und die damit einhergehenden Weltansichten, Erfahrungen und umweltbedingten Charakterzüge. Nicht nur war es interessant zu beobachten, wie sich die Expats in die moderne Welt integrieren, sondern vor allem auch wo sie anecken.

Durch die historischen Umstände bekommt die Geschichte eine gewisse Tiefe und Ernsthaftigkeit, die mir gut gefallen hat.
Ansonsten schreitet die Handlung aber eher überschaubar voran. Es deutet sich zwar an, dass etwas größeres im Gange sein könnte, aber so richtig kommt das erst in der zweiten Hälfte des Romans zum Tragen, bis dahin dümpelt die Story so ein bisschen vor sich hin.

Auch die Lovestory steht eher am Rande und entwickelte sich für mein Empfinden ein bisschen aus dem Nichts. Sie ist auch überraschend nüchtern, fast schon auf rationale Art kühl angelegt.
Für mich lebt die Geschichte hauptsächlich von den Erfahrungen, die die drei Hauptexpats machen. Besonders Maggie war ein Quell der Freude für mich. Generell blieben mir aber alle Figuren eher fremd, so einen echten Zugang habe ich zu keiner von ihnen gefunden.

Gegen Ende überschlugen sich dann die Ereignisse plötzlich und ich fand es wurde etwas unübersichtlich, was die Interessen der einzelnen Parteien anging.
Insgesamt habe ich einfach etwas völlig anderes erwartet und bleibe eher ernüchtert zurück.

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Veröffentlicht am 13.04.2025

Schwächer als die Vorgänger

Skyshade
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Nachdem Nightbane für mich ein echtes Highligt-Buch war, konnte ich dieses dritten Band nicht erwarten um mehr über die Geschichte von Isla und Grim und ihre besondere Verbindung zu lesen. Aber irgendwie ...

Nachdem Nightbane für mich ein echtes Highligt-Buch war, konnte ich dieses dritten Band nicht erwarten um mehr über die Geschichte von Isla und Grim und ihre besondere Verbindung zu lesen. Aber irgendwie fand ich dieses dritten Band sehr random.

Einerseits fand ich, dass die Beziehung zu Oro fast schon glorifiziert wurde und daher in der ersten Hälfte des Buches zwischen Grim und Isla keine aufrichtige Beziehung entsteht und andererseits fand ich den Erzählstil diesmal sehr abgehackt. Es wurden gefühlt sehr viele Themen hier unterbracht, aber die einzelnen Szenen wurden gefühlt immer nur angerissen und dann erfolgt ein Cut und schneller Wechsel. Ich bin dadurch in viele der Momente gar nicht erst richtig reingekommen.

Mein Highlight war alles, was sich in und um den Winterpalast abspielte, wie Grim sich weiter öffnet und es ein paar ehrliche, gestohlene Momente gab. Generell das gesamte Worldbuilding war wieder sehr überzeugend. Isla selbst hat mich diesmal aber einfach null beeindruckt und ich mochte ihr permanentes Schwanken zwischen ihren beiden Lovern nicht. Für mich hat was dieses Aspekt anbelangt keine Entwicklung stattgefunden und irgendwie fand ich das sehr anstrengend zu verfolgen.

Nach diesem Band weiß ich nicht, ob ich unbedingt noch einen bräuchte. Es gab nicht mehr unbedingt was neues zu entdecken- ja, eine größere Enthüllung kam natürlich wieder vor, aber ansonsten hat sich einfach nicht wirklich viel getan. Bin unschlüssig, ob ich die Reihe weiterverfolge.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Hatte so meine Schwierigkeiten mit der Geschichte

Die Richtige
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Ich fand, dass die Buchbeschreibung zwar eigenwillig, aber doch interessant war und wollte gerne mehr über diesen sonderbaren Künstler lesen, dessen Modelle solch sonderbare Schicksale ereilen. Den Plot ...

Ich fand, dass die Buchbeschreibung zwar eigenwillig, aber doch interessant war und wollte gerne mehr über diesen sonderbaren Künstler lesen, dessen Modelle solch sonderbare Schicksale ereilen. Den Plot fand ich dann aber weniger explizit, als ich erwartet hatte und so richtig bin ich einfach nicht in der Geschichte angekommen.
Der Erzähltstil ist teilweise sehr steif und manchmal fast schon schwülstig in seinen Beschreibungen. Die Sprache hat einen teils nostalgischen, teils altbackenen Anklang, der irgendwie zum Setting und den gesellschaftlichen Umständen passte, aber nicht immer ganz einfach zu lesen war.

Louis Creutz fand ich vor allem zu Anfang schwer greifbar. Obwohl er so in den Fokus gestellt wird, bleibt er unnahbar. Seine abschätzende und abschätzige Art anderen gegenüber fand ich aber eher unangenehm und bin nicht wirklich warm mit ihm geworden. Generell habe ich die Geschichte eher als abstrakt empfunden.

Inhaltlich nimmt die Geschichte eher langsam Fahrt auf, die Virtuosität die bei der Buchbeschreibung so angepriesen wurde, war scheinbar zu subtil um von mir wahrgenommen zu werden. Vielleicht bin ich aber auch einfach nicht die Zielgruppe. Worin das Buch für mich aber wirklich glänzt war das nuancierte Beschreiben zwischenmenschlicher Beziehungen. Das war teilweise wirklich pointiert, scharf beobachtet und mit Biss rübergebracht.

Insgesamt hat mich das Buch nicht ganz abgeholt.

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