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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2025

Treffend

Devil's Kitchen
0

Heiß geht es her in Devil’s Kitchen. Die Feuerwehr als Gang, die Brände legt, um ihre Raubzüge zu verschleiern und jeden ausmerzt, der ihre Kreise stören oder ihnen auf die Spur kommen könnte. Dazwischen ...

Heiß geht es her in Devil’s Kitchen. Die Feuerwehr als Gang, die Brände legt, um ihre Raubzüge zu verschleiern und jeden ausmerzt, der ihre Kreise stören oder ihnen auf die Spur kommen könnte. Dazwischen Ben, der zwar mitmacht, seinen Kollegen aber nicht mehr traut und auf der Suche nach seiner Freundin und dessen Sohn ist, die verschwunden sind, von der Polizei aber nur halbherzig oder nicht gesucht werden. Stecken seine Komplizen hinter dem Verschwinden? Er wendet sich mit dem Versprechen von „Enthüllungen“ erneut an die Polizei, vergeblich, wie es scheint, bis Spezialistin Andy auftaucht. Und ab da spielen alle falsch. Der Auftraggeber von Andy, der sie einschleusen will, um einen Polizistenmörder, der in diesem Feuerwehteam stecken muss, zu enttarnen. Der gleichzeitig ein toxisches Verhältnis zu Andy hat. Andy, die eigenen Dämonen folgt. Ben, der Andy auch nicht traut und daher auch „unsauber“ spielt. Seine Komplizen, die allesamt hinterhältig, falsch und gestört sind. Wie eigentlich alle Protagonisten. Schwer, hier Sympathien zu entwickeln. Vielleicht noch für Andy und Ben, beide getrieben und irgendwie verloren. Brandheiß trifft es wirklich. Der Titel ebenfalls. Schwer verdaulich, die gesamte Situation, die sehr gewaltgeprägt ist. Die Lektüre hält die Leser definitiv bei der Stange. Macht aber auch traurig und betroffen und ist zwischendurch eigentlich nur erschütternd. Dennoch: eine brandheiße Lektüre.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Rasant

Narbensommer #Thriller
6

Grausame Morde erschüttern Frankfurt und das Ermittlerteam rund um Marc und Zoé. Da sich diese im Umfeld einerseits der albanischen Mafia, andererseits einer Rockergruppierung zugetragen haben, ist man ...

Grausame Morde erschüttern Frankfurt und das Ermittlerteam rund um Marc und Zoé. Da sich diese im Umfeld einerseits der albanischen Mafia, andererseits einer Rockergruppierung zugetragen haben, ist man versucht, an einen Machtkampf zwischen diesen zu glauben. Allerdings sind die Morde derart brutal, dass das auch wieder widersinnig erscheint. Dennoch tut man sich mit der Abteilung für Bandenkriminalität, Drogen und Prostitution zusammen, um erste Spuren zu finden, aber auch, um eine Eskalation zu verhindern, zumal auch noch ein Anschlag für Chaos sorgt. Dass alles seinen Ursprung in einem Mord vor über 20 Jahren hat, erfährt nur der Leser, der die Gedankengänge des Täters zur Kenntnis bekommt. Man fragt sich, was der Trigger für die heutigen Morde war. Die Sendung Aktenzeichen XY, die die Aufklärung des damaligen Mordes verkündet? In der undurchsichtigen Gemengelage, in der auch Kollegen aus den eigenen Reihen und der Staatsanwaltschaft ins Visier der Ermittlungen geraten, rücken auch Marcs unbewältigte Angststörungen in die Optik und die Ermittler selbst ins Blickfeld des Täters. Die Abhängigkeiten, die hier zwischen bestimmten Personen dargestellt werden, scheinen nicht ganz glaubwürdig oder überzogen. Die dargestellten Taten und die Motivation des Mörders haben etwas zutiefst Widerwärtiges. Wie kommt man nur auf so was? Rasant geschrieben, durch die wechselnden Perspektiven spannend gehalten, der Trick, den Lesern durch die Darstellung der Täterseite quasi einen Vorsprung vor den Ermittlern zu gewähren, gelungen. Pageturner trifft es nahezu.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Gute Mischung

MORDsJAHRE
0

Eine bunte Mischung aus Ruhrpott-Geschichten, mal ernst, mal traurig, manchmal abstrus, oft recht lustig, manchmal zum herzhaft Herauslachen, auch mal spannend. Nicht alle gleich gut, aber eine gute Mischung. ...

Eine bunte Mischung aus Ruhrpott-Geschichten, mal ernst, mal traurig, manchmal abstrus, oft recht lustig, manchmal zum herzhaft Herauslachen, auch mal spannend. Nicht alle gleich gut, aber eine gute Mischung. Kann man gut als Unterwegs-Lektüre mitnehmen, im Wartezimmer oder beim Friseur lesen, oder was einem sonst so einfällt. Es ist tatsächlich ein kriminalistisches Porträt der Region entstanden und allemal eine vergnügliche Lektüre.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Mystisch

Das Kloster
0

Eine Einbruchserie in Klöster und Kirchen, die wenig Aufmerksamkeit der ermittelnden Behörden findet, die sich diese gegenseitig unterschieben, beschäftigt Chief Inspector Taylor und seine Mitarbeiter ...

Eine Einbruchserie in Klöster und Kirchen, die wenig Aufmerksamkeit der ermittelnden Behörden findet, die sich diese gegenseitig unterschieben, beschäftigt Chief Inspector Taylor und seine Mitarbeiter Duncan und Holmes. Ein Toter ändert ein wenig Engagement und Perspektiven. Derweil wird Claire, die eigentlich über den Mord berichten will, von ihrem Chefredakteur auf einem angeblichen Meteoriten angesetzt, der in einem stark gefährdeten Kloster gefunden worden sein soll, was der dortige Abt zur Rettung des Klosters auszunutzen gedenkt. Ab da wird es mystisch. Merkwürdige Gestalten treiben sich im Kloster herum. Claire wird von befremdlichen Träumen heimgesucht, seltsame Visionen und sich im Nichts auflösende Figuren bemächtigen sich zunehmend der Wahrnehmung von Claire und Patricia. Ob das Mystische mag oder nicht, die Geschichte ist flott und überzeugend erzählt, bleibt spannend und muss, um zu gefallen, nicht zwingend logisch sein.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Wohlfeile Lektüre

Geheimnisvolles La Rochelle
0

Zwei der zwar nicht ganz großen, aber alteingesessenen Cognac-Dynastien liegen schon seit Jahren im Clinch. Jetzt wird eine der Anteilseigner der Familie Drapin, ermordet aufgefunden. Sie hat zwar mit ...

Zwei der zwar nicht ganz großen, aber alteingesessenen Cognac-Dynastien liegen schon seit Jahren im Clinch. Jetzt wird eine der Anteilseigner der Familie Drapin, ermordet aufgefunden. Sie hat zwar mit dem Geschäftsbetrieb nichts zu tun, muss aber bei einigen wichtigen Weichenstellungen gefragt werden. Und eine solche steht gerade an. An Verdächtigen mangelt es nicht, jedoch an Beweisen. Und dass einer der Verdächtigen selbst dann auch tot aufgefunden wird und auf einen anderen ein fehlgeschlagener Anschlag verübt wird, macht die Sache nicht gerade einfacher. Chevalier ermittelt mit seinem Team, wie immer argwöhnisch beäugt und oft sogar ausgebremst von seinem Vorgesetzten, mit dem er sich nicht grün ist. Und dann spielt auch noch die bevorstehende Geburt seines Sohnes und die eher unfreiwillige Zusammenarbeit mit seiner Verflossenen mit hinein. Sehr bildhaft beschrieben, ruhig erzählt, viel Lokalkolorit, man wähnt sich vor Ort und degustiert die diversen Speisen und Getränke, die die Protagonisten zu sich nehmen oder die ihnen kredenzt werden. Ist irgendwie wie Urlaub beim Lesen. Eine wohlfeile Lektüre.

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