Spannendes Buch
Wisting und der ungewollte VerratMeinung: Auch der zweite Teil konnte mich vollkommen überzeugen – vielleicht sogar mehr als der erste. Es ist Wistings schwierigster und persönlichster Fall. Wir werden direkt mitten ins Geschehen geschleudert: ...
Meinung: Auch der zweite Teil konnte mich vollkommen überzeugen – vielleicht sogar mehr als der erste. Es ist Wistings schwierigster und persönlichster Fall. Wir werden direkt mitten ins Geschehen geschleudert: Ein Erdrutsch, eine auftauchende Leiche – und plötzlich ist Wistings eigene Familie in den Fall verwickelt. Seine Enkeltochter Amalie wird entführt. Die Entführer setzen ihn unter Druck und er wird gezwungen, gegen seine Prinzipien zu handeln: heimlich Informationen an die Täter weiterzugeben – hinter dem Rücken seiner Kollegen. Ein moralisches Dilemma. Wird er zum Verräter? Wie wird er sich entscheiden?
Lest es selbst – es lohnt sich!
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig, atmosphärisch und absolut fesselnd. Die bekannten Charaktere entwickeln weiter an Tiefe und man baut schnell wieder eine emotionale Bindung zu ihnen auf. Besonders Wisting wirkt in diesem Fall sehr verletzlich und nahbar, was den Fall noch intensiver macht – nicht nur für ihn, sondern auch für die Leser*innen. Das Buch verzichtet komplett auf Perspektivwechsel und wird ausschließlich aus der Sicht von Ermittler Wisting erzählt – das hat mir ausgesprochen gut gefallen. Dadurch entsteht ein starker Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es fast in einem Rutsch durchgelesen.
Auch das Ende hat mich überzeugt – spannend, glaubwürdig und ohne übertriebenen Showdown. Jetzt bleibt nur eins: warten auf den nächsten Fall!
Absolute Leseempfehlung