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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2025

ausdrucksstark aber unnahbar

Der Einfluss der Fasane
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Der Roman ist ausdrucksstark und in einfacher, aber direkter Sprache geschrieben. Gut gefallen hat mir, dass häufig ein zynischer Unterton mitschwingt und es einige ironische Situationen gibt. Auch mit ...

Der Roman ist ausdrucksstark und in einfacher, aber direkter Sprache geschrieben. Gut gefallen hat mir, dass häufig ein zynischer Unterton mitschwingt und es einige ironische Situationen gibt. Auch mit der ungeschönten Wahrheit in der Welt der Medien wird nicht gespart, es wird nicht schöngeredet, sondern Klartext. Was mir etwas fehlt, sind sympathische Charaktere, somit bleiben sie für mich unnahbar und das finde ich schade und an manchen Stellen fehlt mir die Leichtigkeit. Man kann den Roman nicht durchlesen und weglegen, sondern muss sich auch weiterhin damit beschäftigen, vielleicht etwas absacken lassen, die Gedanken sortieren und am besten mit anderen darüber diskutieren, ansonsten ist er zu stark.

Veröffentlicht am 17.04.2025

keine einfache Thematik, aber auch nicht optimal umgesetzt

Bleib
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Der Roman hat eine starke Aura und vermittelt beim Lesen eine intensive, drückende Atmosphäre, sodass man sich in die Gefühlswelt der Ich-Erzählerin hineinversetzen kann. Das Thema der Auseinandersetzung ...

Der Roman hat eine starke Aura und vermittelt beim Lesen eine intensive, drückende Atmosphäre, sodass man sich in die Gefühlswelt der Ich-Erzählerin hineinversetzen kann. Das Thema der Auseinandersetzung ist äußerst ungewöhnlich, sie kann nicht von ihrem ertrunkenen Geliebten loslassen und verbringt nach seinem Tod Stunden, daraus werden Tage mit ihm. Der richtige Zeitpunkt des Loslassens wird immer schwieriger auszumachen. Die Briefe an die Ehefrau finde ich nicht so gelungen, da sie teilweise sehr durcheinander, chaotisch wirken, zwar verständlich aufgrund der Gefühlslage, aber mir haben sie nicht so gut gefallen, das hätte man etwas entwirren und anders aufziehen können. Insgesamt bleibt ein schaler Geschmack zurück, keine einfache Thematik, aber auch nicht optimal umgesetzt.

Veröffentlicht am 15.04.2025

anders als erwartet

Der Junge aus dem Meer
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Der Roman hat zu Beginn mein Interesse erweckt und auch die Geschichte rund um das gefundene Baby am Meer hat sich faszinierend aufgebaut und weiterentwickelt. Spannend finde ich, wie sich die gesamte ...

Der Roman hat zu Beginn mein Interesse erweckt und auch die Geschichte rund um das gefundene Baby am Meer hat sich faszinierend aufgebaut und weiterentwickelt. Spannend finde ich, wie sich die gesamte Dorfgemeinschaft eingebracht hat, aber dann doch bald auch wieder die Verantwortung gerne an Ambrose und Christine übertragen hat, die den Jungen adoptieren wollten. Zwischenzeitlich war mir die Handlung zu stark von der Fischerei und den äußerst umfangreichen Schilderungen über die Schiffsfahrten geprägt. Auch die spirituellen Handlungen von Brendan finde ich nicht so überzeugend. Die Familiengeschichte wiederum hat mir sehr gut gefallen, hier hätte ich gerne noch mehr erfahren, vor allem auch aus der Kindheit von Christine. Sehr gelungen finde ich den Konkurrenzkampf der beiden Brüder, wie jeder damit umgeht und wie sich beide im Laufe der Zeit entwickeln. Interessant finde ich auch, wie eine kleine Veränderung, die gesamte Ordnung und alle Abläufe aus dem Takt bringt und dann wiederum neu ausverhandelt und sortiert werden muss. Die Begleitung der Familie über den Zeitraum von zwanzig Jahren finde ich kurzweilig, die Fischergeschichten waren teilweise langwierig und hätten für meinen Geschmack nicht so umfangreich ausfallen müssen. Insgesamt bin ich eher überrascht, in welche Richtung sich der Roman entwickelt hat, dies hätte ich nicht in dieser Weise erwartet.

Veröffentlicht am 06.04.2025

Potenzial wäre vorhanden

Totenmoor - Ich sehe dich
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Erzählungen über das Moor finde ich persönlich immer sehr aufregend und mysteriös, da das Moor so unberechenbar und gefährlich erscheint. Der Thriller startet für mich spannend, flacht dann aber mit der ...

Erzählungen über das Moor finde ich persönlich immer sehr aufregend und mysteriös, da das Moor so unberechenbar und gefährlich erscheint. Der Thriller startet für mich spannend, flacht dann aber mit der Zeit ab und die Nachforschungen ziehen sich dahin, kommen nicht so richtig in Schwung und auch die Ergebnisse lassen lange auf sich warten. Gewisse Situationen werden mehrmals durchgegangen und wiederholt und die Charaktere wirken für mich noch nicht so richtig authentisch und greifbar, eher noch oberflächlich und blass. Ich hoffe, dass sich dies im nächsten Teil verbessert. Die Hintergrundgeschichte ist nicht unspannend und hätte das Potenzial für mehr gehabt.

Veröffentlicht am 06.04.2025

unheilvolle und naive Momente

Cry Island – Im Schatten verborgen. Wartet auf dich. Das Grauen.
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Das Cover finde ich optisch sehr ansprechend, es passt auch perfekt zur düsteren Grundstimmung des Thrillers. Ich kann Ruths Entscheidung, nach der Scheidung von ihrem Ehemann, auf der einsamen Insel zu ...

Das Cover finde ich optisch sehr ansprechend, es passt auch perfekt zur düsteren Grundstimmung des Thrillers. Ich kann Ruths Entscheidung, nach der Scheidung von ihrem Ehemann, auf der einsamen Insel zu arbeiten, persönlich nicht nachvollziehen. Die Insel verbirgt ihre Geheimnisse, es gibt Gerüchte und somit liegt schon eine gewisse Grundspannung in der Luft. Auch als Leser*in kann man dies sehr gut spüren, man hat ständig das Gefühl, dass bald etwas passieren wird. Ruth ist manchmal sehr ängstlich und gehemmt, dann aber wieder mutig und neugierig und möchte unbedingt herausfinden, was los ist. Ihre Gedanken werden sehr ausführlich und nachvollziehbar beschrieben, sodass sie greifbar wirken. Trotzdem gab es für mich einige Momente, die nicht realistisch und nachvollziehbar geschildert wurden. Am Ende kommt es zum großen Showdown, der für mich etwas dezenter hätte ausfallen können.