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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.06.2025

Nicht lustig

Morden in der Menopause mit dem richtigen Mindset
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Vor Hitzewallungen wird gewarnt: sie können Morde zur Folge haben.
Oder viele ungefragte Belehrungen, an die sich die Autorin selbst nicht hält. Sie reflektiert und plagt sich mit Schuldgefühlen. Durch ...

Vor Hitzewallungen wird gewarnt: sie können Morde zur Folge haben.
Oder viele ungefragte Belehrungen, an die sich die Autorin selbst nicht hält. Sie reflektiert und plagt sich mit Schuldgefühlen. Durch ständiges Wiederholen nicht interessant. Klar, die Menopause ist nicht für Jede die reine Freude, aber sie als Ausrede für jegliches unkluges Verhalten heranzuziehen, ist albern. Livs chaotische Erlebnisse sind sehr konstruiert. Was komisch sein soll, ist eher Slapstick.
Der erste Teil war noch einigermaßen originell und unterhaltsam, dieser ist sehr überdreht.

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Veröffentlicht am 14.06.2025

Töne

Der Geräuschehändler bekommt Post
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Sehr fantasievoll, sehr feinfühlig. Der Geräuschehändler also bekommt besondere Besucher, alle ( Badehosen, Außerirdische, Monster, Langeweile … ) wollen etwas Bestimmtes. Der Händler bietet Passendes, ...

Sehr fantasievoll, sehr feinfühlig. Der Geräuschehändler also bekommt besondere Besucher, alle ( Badehosen, Außerirdische, Monster, Langeweile … ) wollen etwas Bestimmtes. Der Händler bietet Passendes, erfasst Stimmungen und hat für Jeden das Richtige. Kichern, platschen, muhen, krähen, gähnen - alles kann in kleine Tütchen abgepackt und mitgegeben werden. Es kommt als Kinderbuch daher, die Illustrationen sind schön bunt, es ist aber teilweise recht abstrakt. Für Kinder nicht lange interessant, nicht alles wird gleich verstanden. Hier herrscht Erklärungsbedarf. Begeisterung entsteht erst, wenn man diese Geräusche selbst zu erzeugen versucht, sich gemeinsam die entsprechenden Situationen vorstellt.
Ich fand es nicht so schlecht, kreativ erdacht. Kann Spaß machen.

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Veröffentlicht am 09.05.2025

Geschichten

Der Wörterschmuggler
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Horacio hat ein besonderes Hobby: er verschreibt bzw. empfiehlt Bücher, arbeitet als Portier und ist zufrieden. Bis er ein Päckchen aufhebt, eine schöne Unbekannte es abholt und brutale Typen nach ihr ...

Horacio hat ein besonderes Hobby: er verschreibt bzw. empfiehlt Bücher, arbeitet als Portier und ist zufrieden. Bis er ein Päckchen aufhebt, eine schöne Unbekannte es abholt und brutale Typen nach ihr suchen. Sie wird ermordet, Horacios Seelenfrieden ist dahin. Mehrere Geschichten werden aneinandergereiht, alle gewöhnlich-außergewöhnlich. .
Seitdem Sprache Kommerzialisierung unterliegt, ist alles anders. Jedes Wort muss bezahlt werden, Kommunikation verkümmert. Und die Steuern sprudeln. Natürlich finden schlaue Menschen Lücken, wie sie ungestraft Botschaften vermitteln können. Sehr phantasievoll. Was für eine Idee … . Es geht um Kellner, Pianisten, eine Gräfin, Diebe. Nette kleine Geschichten, teils verschmitzt, überwiegend unaufgeregt, erzählt. Zwar passiert immer irgendetwas, aber der Weg dorthin ist lang.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Toushana

Shadows of Perl
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Hat man Teil Eins nicht oder vor längerer Zeit gelesen, fällt der Einstieg schwer.
Quell ist also noch immer sowohl auf der Flucht als auch auf der Suche nach ihrer Mutter.
Die „Sphäre“ und damit die ...

Hat man Teil Eins nicht oder vor längerer Zeit gelesen, fällt der Einstieg schwer.
Quell ist also noch immer sowohl auf der Flucht als auch auf der Suche nach ihrer Mutter.
Die „Sphäre“ und damit die Magie der Herrschenden im Reich drohen, zerstört zu werden. Von Yagrin und Quell. Sie haben gute Gründe. Dafür werden sie gejagt, besonders von Yagrins Bruder, gleichzeitig Quells Ex. Die einen wollen die Sphäre retten, damit sie weiter Magie und Macht haben, die anderen wollen genau das verhindern. Negativ-Hauptfigur Jordan ( herzlich unsympathisch und stur beschrieben) symbolisiert die Diktatoren, Quell das verfolgte Gute. Das wird ausgewalzt, ist mir zu einseitig. Immer dreht es sich um Toushana. Wozu war das gleich nochmal gut?
Nur dann wird es ein wenig interessant, wenn Quell mit anderen interagiert, das belebt die Geschichte. Ansonsten viele Wiederholungen, wenig Spannendes auf viel zu vielen Seiten.
Konnte mich nicht wirklich catchen.

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Veröffentlicht am 15.04.2025

Ein Aufregerbuch

»Mama, bitte lern Deutsch«
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Die Mutter braucht keine Deutschkenntnisse - sie hat ja ihren Sohn. Der liest ihr vor, füllt Fomulare aus, setzt sich mit Behörden auseinander. So einfach wird ihm eine unbeschwerte Kindheit verwehrt. ...

Die Mutter braucht keine Deutschkenntnisse - sie hat ja ihren Sohn. Der liest ihr vor, füllt Fomulare aus, setzt sich mit Behörden auseinander. So einfach wird ihm eine unbeschwerte Kindheit verwehrt. Sein Fazit: „Danke für nichts, Mama.“ Das klingt verbittert und ist es auch. In seinem Frust überzieht Tahsim Durgun, verallgemeinert an falschen Stellen. Fairerweise muss festgestellt werden, dass Nichts und Niemand seiner harschen spitzzüngigen Kritik entkommt. Wie kann man das Aussehen seiner Schwester mit einem Kondom vergleichen? Den Bruder abschieben wollen wegen eines fehlenden Buchstabens? Ironie vom Feinsten fehlt bei ihm an keiner Stelle. Aber: worüber beschwert er sich noch? Kostenlose Kleidung? Eine günstige Wohnung? Gelungenes Abzocken von Spenden? Keine Geschenke von der Kioskverkäuferin? Über den zusätzlichen Deutsch- Unterricht? Ja, der ist suboptimal gelaufen, das ist aber nicht die Regel. Gelungener und bewusster Maisklau von Feldern? Nächtliche Alkoholpartys für Minderjährige am Strand .. ? Ach nein, laute Musik, der Dreck und das Erbrochene am See gefallen ihm doch nicht. Oder ist es gar das im Vergleich zur Türkei bessere deutsche Gesundheitssystem? Nicht nur seine Familie wird nicht sofort oder liebevoll behandelt.
Tahsim rechnet mit Deutschland ab. Jetzt ist der 1995 in Oldenburg Geborene Lehramtsstudent und angekommen.
Sein Schreibstil ist eloquent, präzise und mit bissigem Humor. Liest sich flüssig, ist sein Ventil.

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