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Veröffentlicht am 03.07.2025

Oma Käthe in Hochform

Die eiskalte Strohwitwe von Sylt
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Käthe übernimmt für eine erkrankte Bekannte, deren Job als
Haushälterin. Bei der Unternehmerfamilie Lindholm.
Als die junge Millionärsgattin Fernanda tot in den Dünen
aufgefunden wird, ermittelt Oma Käthe ...

Käthe übernimmt für eine erkrankte Bekannte, deren Job als
Haushälterin. Bei der Unternehmerfamilie Lindholm.
Als die junge Millionärsgattin Fernanda tot in den Dünen
aufgefunden wird, ermittelt Oma Käthe auf eigene Faust.
Lebensgefährte Hinnerk Hauptoberkommissar im Ruhestand
unterstützt sie dabei tatkräftig.
Zu Hause hängt aber etwas der Haussegen schief. Hinnerks
Schwester Ellen ist zu Besuch. Das sorgt für eine Menge
Zündstoff.
Kein Wunder, dass Käthe sich lieber bei den Lindholms
nützlich macht und dabei ein bisschen umhört.

Auch im zweiten Band um Katharina Bohneberger genannt Käthe
geht es wieder rund.
Käthe bei den Ermittlungen zu begleiten, ist ein besonders
Vergnügen. Wie gewohnt nimmt sie kein Blatt vor den Mund.
Immer geradeheraus ist sie und nimmt keinerlei Rücksicht.
auf ihr Gegenüber. In ihrer eigenen, erfrischend-skurrilen Art schafft
Käthe alles und jeden.
Dazu kommt die Situationskomik, die einen immer wieder schmunzeln lässt.
Die lebendigen Ortsbeschreibungen und der gekonnte Spannungsbogen ergänzen sich perfekt.
Aber auch die anderen Charaktere sind wunderbar gezeichnet.
Durch den authentischen und atmosphärisch mitreißenden Erzählstil sorgt er
für ein originelles und sehr humorvolles Leseerlebnis.
Die Spannung kommt auch nicht zu kurz.
Ich habe mich mit diesem Buch sehr gut unterhalten
gefühlt und ein tolles Kopfkino gehabt.
Ein Krimi, der sich sehr gut liest, spannend ist und Spaß macht,
mit sehr viel Lokalkolorit und sehr unterhaltsamen Charakteren.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.06.2025

Ein Buch voller Hoffnung

Strandgut
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Der 70-Jährige Bucky lebt in einem kleinen amerikanischen Kaff so vor sich hin. Jegliche Energie ist aus ihm gewichen. Vor einem Jahr ist seine geliebte Frau Maybelle gestorben. Seitdem zählt ...

Der 70-Jährige Bucky lebt in einem kleinen amerikanischen Kaff so vor sich hin. Jegliche Energie ist aus ihm gewichen. Vor einem Jahr ist seine geliebte Frau Maybelle gestorben. Seitdem zählt er die Stunden bis zum Ende.
Da bekommt er eine Einladung. Er soll an der englischen Küste ein Konzert geben. Er hält es für einen Scherz. Seit über 50 Jahren hat er nicht mehr gesungen. Bucky überwindet sich und steigt in das Flugzeug. Eine wunderbare Reise, die sein Leben verändert wird beginnt.

Benjamin Myers ist ein sehr feiner Roman gelungen.
Seine Sätze kommen so voller Poesie daher.
Jeder Satz ist voller Leben und trägt schwer.
Es liest sich nicht leicht, aber doch sehr flüssig.
Man nimmt großen Anteil an Bucky, wie er versucht, sein Leben
wieder auf die Reihe zu bringen.
Liebe, Hingabe und Trauer bringen den alten Mann aus dem Gleichgewicht.
Die Stimmung wird wunderbar dargestellt und man kann sich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen.
Diese ist nicht besonders aufregend, aber es macht großen Spaß, Bucky und Dinah zu erleben.
Die Charaktere sind bis in die kleinste Rolle sehr überzeugend und ausdrucksstark.
Jeder von ihnen ist ein Erlebnis für sich. Diese selbstbewussten und eigenwilligen Figuren, die privat wie beruflich einiges zu leisten haben. Es gibt viele Hindernisse zu überwinden, ungeahnte Schwierigkeiten tun sich auf.
Durch das ganze Buch zieht sich ein roter Faden. Der Faden der Hoffnung auf eine bessere Zukunft und auf das Glück.
Ein Roman, der sich mit sehr wichtigen Fragen auseinandersetzt.
Ist die Art und Weise, wie wir jetzt leben, wie wir uns damals entschieden haben, richtig?
Mit allen Konsequenzen? Gibt es im Alter die Chance auf einen Neuanfang?
Es sind die Alltäglichkeiten, die dieses Buch so liebenswert machen.
Die Story, die Charaktere, die Ausdruckskraft – einfach nur wunderbar.
Ein Buch, das zum Nachdenken veranlasst und lange nachklingt.

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  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.06.2025

Yeldas wundervolle Rezepte

Sofra
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Die Autorin eröffnet ihr Buch mit der Kunst der Einfachheit.
Viele Erinnerungen werden wach
Großmutter und Mutter beherrschten diese Kunst, und konnten
aus wenigen saisonalen Zutaten wahre Festmahle zaubern.
Keine ...

Die Autorin eröffnet ihr Buch mit der Kunst der Einfachheit.
Viele Erinnerungen werden wach
Großmutter und Mutter beherrschten diese Kunst, und konnten
aus wenigen saisonalen Zutaten wahre Festmahle zaubern.
Keine komplizierten Zutaten, nur das was der Garten und der Markt
hergaben.
Genau das bestimmt Yeldas wundervollen Rezepte.

Nach einer kleinen Einführung über die türkische Küche landen wir in
der türkischen Vorratskammer aufgegliedert in
haltbare Zutaten und frische Zutaten.
Danach folgen die Rezepte und Menüvorschläge.
Eine Vielfalt von 70 gemüsebasierten Rezepten.
Da ist für jeden etwas dabei.

Ich habe die
Fluffige süße Brötchen Seite 27
Den türkischen Reis, Seite 32
Den Tomaten-Gurken-Salat zum Löffeln Seite 51
Das geröstete Sommergemüse aus dem Ofen, Seite 128
ausprobiert.
Alle Rezepte sind gelungen und schmecken köstlich.

Die Fotos sind wunderschön, präsentieren die Gerichte aus dem jeweiligen Rezept und laden zum Nachkochen ein.
Das ganze Buch ist ein Hingucker und macht große Lust auf die türkische Küche.
Fazit
Ich bin begeistert von diesem Kochbuch.
Ein Kochbuch für alle, die gerne gut essen und nicht so viel Aufwand betreiben wollen.
Gesunde Küche muss nicht einseitig sein. Im Gegenteil, wie hier gezeigt.
Für mich ein neues Lieblingskochbuch!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 16.05.2025

Wunderbarer Provinzkrimi

Prost, auf den Doktor
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Das Cover ist wunderschön und sehr passend. Es hat einen hohen Wiedererkennungswert.
Auch, wenn man die ersten Bände nicht gelesen hat, kommt man sehr gut in die Geschichte rein.
Das Auffallende in diesem ...

Das Cover ist wunderschön und sehr passend. Es hat einen hohen Wiedererkennungswert.
Auch, wenn man die ersten Bände nicht gelesen hat, kommt man sehr gut in die Geschichte rein.
Das Auffallende in diesem Krimi sind die Charaktere.
Sie sind sehr originell und auch authentisch.
Pointiert, witzig und mit viel Situationskomik.
Der ausgeprägte Humor und der Sprachwitz machen die Geschichten um das
eingespielte Team Tischler und Fink zu einem Leseerlebnis.
Bringen einen immer wieder zum Schmunzeln. Es menschelt auch so schön zwischen den Geschlechtern. Die bildhaften Beschreibungen lassen den Leser problemlos in den Krimi eintauchen. Unterstützt wird dies durch die wunderbare Schreibweise und ganz viel Lokalkolorit.
Es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Der eigentliche Fall ist schlüssig erzählt, bis zum Ende spannend, mit immer neuen Wendungen. Man kann bis zum Schluss mit rätseln und mit fiebern.

Kurzum, ein richtig guter bayerischer Provinzkrimi mit ganz viel Humor und Lokalkolorit.
Dieses Buch hat mir wunderbare Lesestunden bereitet.
Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, habe mit rätseln können und ein tolles Kopfkino gehabt.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2025

Ein packender historischer Roman

Die Erbin
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Die Autorin nimmt uns mit in eine vergangene Zeit.
Erzählt wird in zwei Zeitsträngen, 1929 und 1950.
Elsa, die 1929 als junges Dienstmädchen nach Berlin in das Haus
der reichen Liefensteins kommt. In ...


Die Autorin nimmt uns mit in eine vergangene Zeit.
Erzählt wird in zwei Zeitsträngen, 1929 und 1950.
Elsa, die 1929 als junges Dienstmädchen nach Berlin in das Haus
der reichen Liefensteins kommt. In einer für sie ganz neuen Welt,
in der sie die Liebe ihres Lebens trifft.
Cosima die 1950 Erbin der sehr einflussreichen Industriellenfamilie
Liefenstein. Sie geht ihren ganz eigenen Weg, mit einer
Stiftung für bedürftige Frauen.
Als die Leiche eines Anwalts am Ufer des Rheins gefunden wurde, fiel ihr ein sehr unschöner
Vorfall ein. Vor zwei Wochen auf einer Veranstaltung hatte dieser Mann ihren Onkel
wüst beschimpft.
Als dann der Journalist Leo Marktgraf in ihr Leben tritt und Nachforschungen über den Tod
jenen Mannes anstellt, beginnt Cosima selbst Nachforschungen über ihre Familie anzustellen.

Die Charaktere sind gut gewählt mit den sehr unterschiedliche Frauenfiguren.
Mit ihnen erlebte man alle Höhen und Tiefen hautnah.
Die guten und auch die sehr schmerzlichen Erlebnisse.
Dazu kommen die historischen Ereignisse, die sich wie ein roter Faden
durch diese Geschichte ziehen.
Die Schreibweise ist fließend, spannend, unterhaltsam und auch emotional.
Vor allem wurde sehr genau recherchiert.
Sämtliche Orte sind sehr anschaulich und bildhaft beschrieben.
Es gibt sehr viel Lokalkolorit und die damalige Stimmung kommt gut rüber.
Ein wunderbarer Roman mit sehr ernsten Hintertönen.
Trotz der damaligen Zwangslage und Schwere ist die Geschichte
um Elsa und Cosima sehr kurzweilig geschrieben.
Mit den Augen dieser zwei Hauptfiguren durchlebt der Leser eine längst
vergangene Zeit. Bildreich, sehr lebendig und auch fesselnd
wird das Zeitgeschehen von damals wiedergegeben.
Eine Leseempfehlung!

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