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Cleopatra0103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.05.2025

Die Idylle wird zur tödlichen Falle

One Perfect Couple
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Ich mag die Thriller von Ruth Ware und wurde auch hier nicht enttäuscht. Eine einsame Insel, fünf Paare und überall Kameras. Was zunächst spannend klingt, wird zum Albtraum für alle Beteiligten. Ein Sturm ...

Ich mag die Thriller von Ruth Ware und wurde auch hier nicht enttäuscht. Eine einsame Insel, fünf Paare und überall Kameras. Was zunächst spannend klingt, wird zum Albtraum für alle Beteiligten. Ein Sturm zwingt die Paare für sich selbst zu sorgen, das Team und das rettende Boot sind verschwunden, über das Funkgerät ist niemand zu erreichen und die Lage spitzt sich immer mehr zu. Die Figuren sind gut gezeichnet, es gibt sympathische und weniger sympathische, und im Laufe der Zeit wird die Gruppe immer kleiner. Unfall oder Mord? Als die Vorräte knapp werden, brechen die Fassaden auf und schnell eskaliert die Situation. Alles in allem handelt es sich um einen sehr kurzweiligen, spannenden Thriller, aber mir fehlt etwas die Überraschung. Das Ende überzeugt mich nicht wirklich und fällt etwas hinter den anderen Büchern der Autorin ab. Dennoch langweilt man sich bei der Lektüre definitiv nicht.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Berührender Geschwister-Roman

Maikäferjahre
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Dieser berührende Roman erzählt die Geschichte der Geschwister Anni und Tristan in den letzten Kriegsmonaten und kurz danach. Anni muss mit ihrer kleinen Tochter aus dem zerbombten Dresden fliehen. Dabei ...

Dieser berührende Roman erzählt die Geschichte der Geschwister Anni und Tristan in den letzten Kriegsmonaten und kurz danach. Anni muss mit ihrer kleinen Tochter aus dem zerbombten Dresden fliehen. Dabei hilft ihr Adam, Ausnahmegeiger und Jude, der von Annis Vater versteckt wurde. Tristan stürzt als Pilot eines Kampfflugzeuges über England ab und wird von Rosalie im Krankenhaus gesund gepflegt. Die beiden verlieben sich, doch müssen sich vielen Anfeindungen stellen. Die beiden Handlungsstränge werden im Wechsel erzählt, was den Lesefluss und die Spannung hochhält. Die Figuren sind einnehmend und ich folge ihnen gern. Insbesondere die letzten Kapitel finde ich sehr bewegend. Sie lassen auf eine Fortsetzung hoffen, da beide Perspektiven für mich noch nicht zu Ende erzählt sind. Darüber würde ich mich sehr freuen. Dennoch muss ich sagen, dass ich mir nach dem Roman „Heimatsterben“ der Autorin etwas mehr erhofft hat. Dieser hat mich mit seiner Brisanz und Aktualität gepaart mit der Familiengeschichte sehr beeindruckt. Bei „Maikäferjahre“ passt soweit alles, aber irgendwie fehlt mir das Besondere, der Stachel bzw. das Kritische.

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Veröffentlicht am 09.04.2025

Eine eindrucksvolle Frau

Peggy
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Peggy Guggenheim hat mich schon immer fasziniert. Förderin von Kunst und Künstlern, exzentrisch, eine Diva. Dieser Roman zeigt auch eine andere Seite von Peggy. Der Leser begibt sich auf eine Reise in ...

Peggy Guggenheim hat mich schon immer fasziniert. Förderin von Kunst und Künstlern, exzentrisch, eine Diva. Dieser Roman zeigt auch eine andere Seite von Peggy. Der Leser begibt sich auf eine Reise in ihre Kindheit und Jugend in New York, die sehr vom Verlust des Vaters geprägt ist. Sie scheint diese Tragödie ihr ganzes Leben mit sich zu tragen, spricht selbst von einem Fluch. Für meinen Geschmack nimmt der erste Teil der Schulzeit und des Erwachsenwerdens in New York etwas zu viel Raum ein. Ich kann mich in diesem Teil nur schwer in die Figur, in die Familie einfühlen. Mit ihrem Umzug oder Aufbruch nach Paris ändert sich das schlagartig - die Figur wird nahbarer, die Handlung interessanter und auch der Schreibstil packender. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Buch von zwei Autorinnen geschrieben wurde. Die Zeit in Paris, das Leben der Boheme und ihre Ehe sind sehr gut eingefangen. Ihr Charakter offenbart sehr viele Facetten - auf der einen Seite die starke, extrovertierte Frau, die auf Partys und in der Kunstwelt glänzt. Auf der anderen Seite die schwache Ehefrau, die sich den Grausamkeiten ihres Mannes ergibt. Das hat mich überrascht. Erst mit dem Umzug nach Südfrankreich scheint sie sich mehr und mehr zu emanzipieren. Die enge und liebevolle Beziehung zu ihrer Schwester Benita ist sehr berührend erzählt. Die letzten Kapitel sind etwas kurz. Ich hätte mir deutlich mehr von ihrer Zeit in Venedig gewünscht. Das finde ich etwas schade. Dennoch ein interessanter und überraschender Roman über eine faszinierende Frau.

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Veröffentlicht am 25.03.2025

Eine packende Reise nach Paris

Die tausend Farben von Paris
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Ein wirklich sehr bildhaft und packend geschriebener Roman über interessante Figuren im Paris nach dem 2. Weltkrieg. Die Menschen tragen ihre Bürden und die Geschehnisse des Krieges wirken noch nach. Dennoch ...

Ein wirklich sehr bildhaft und packend geschriebener Roman über interessante Figuren im Paris nach dem 2. Weltkrieg. Die Menschen tragen ihre Bürden und die Geschehnisse des Krieges wirken noch nach. Dennoch liegen Aufbruch und Lebensbejahung in der Luft. Die Charaktere, allen voran die Frauen, gefallen mir sehr gut. Ich folge ihnen gern. Das Buch ist aber nicht nur Liebesgeschichte, wie das Cover vermuten ließe, sondern gibt auch ein berührendes Bild der Geschehnisse im und nach dem Krieg. Schlimmste Verbrechen waren an der Tagesordnung. Am Ende findet sich alles und die verschiedenen Fäden werden gut zusammengeführt. Ein gut zu lesender Roman über Liebe, Leid, Hoffnung und natürlich über das wunderschöne Paris.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Von Ruhm und Absturz

Der ewige Tanz
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Von Anita Berber hatte ich schon gehört, aber keine wirkliche Kenntnis über ihr Leben. Das Buch von Steffen Schröder folgt dem Leben der Tänzerin und Schauspielerin von ihren jungen Jahren bis zu ihrer ...

Von Anita Berber hatte ich schon gehört, aber keine wirkliche Kenntnis über ihr Leben. Das Buch von Steffen Schröder folgt dem Leben der Tänzerin und Schauspielerin von ihren jungen Jahren bis zu ihrer Krankheit. In Rückblicken erfährt der Leser vom Aufstieg, dem wilden, ungezwungen und vor allem unangepassten Leben der jungen Frau im Berlin zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Dabei geht der Autor auch auf dunkle Schatten ein. Das schwierige Verhältnis zur Mutter, die selbst Tänzerin war, ist vom Wunsch nach Anerkennung auf Anitas Seite und Neid auf der Seite ihrer Mutter geprägt. Der Schreibstil fängt den besonderen Zauber, aber auch das Elend dieser Zeit zwischen zwei Weltkriegen sehr gut ein. Dabei liest sich das Buch nicht leicht weg, das würde dem Thema und der beeindruckenden Frau auch nicht gerecht. Vielmehr muss ich immer wieder innehalten. Das rote, grelle Cover unterstreicht die Handlung sehr passend. Stärke, Macht, Liebe, Lust aber auch Blut, Tod und Leid. Ein Tanz auf der Rasierklinge.

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