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Cleopatra0103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.04.2025

Eine eindrucksvolle Frau

Peggy
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Peggy Guggenheim hat mich schon immer fasziniert. Förderin von Kunst und Künstlern, exzentrisch, eine Diva. Dieser Roman zeigt auch eine andere Seite von Peggy. Der Leser begibt sich auf eine Reise in ...

Peggy Guggenheim hat mich schon immer fasziniert. Förderin von Kunst und Künstlern, exzentrisch, eine Diva. Dieser Roman zeigt auch eine andere Seite von Peggy. Der Leser begibt sich auf eine Reise in ihre Kindheit und Jugend in New York, die sehr vom Verlust des Vaters geprägt ist. Sie scheint diese Tragödie ihr ganzes Leben mit sich zu tragen, spricht selbst von einem Fluch. Für meinen Geschmack nimmt der erste Teil der Schulzeit und des Erwachsenwerdens in New York etwas zu viel Raum ein. Ich kann mich in diesem Teil nur schwer in die Figur, in die Familie einfühlen. Mit ihrem Umzug oder Aufbruch nach Paris ändert sich das schlagartig - die Figur wird nahbarer, die Handlung interessanter und auch der Schreibstil packender. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Buch von zwei Autorinnen geschrieben wurde. Die Zeit in Paris, das Leben der Boheme und ihre Ehe sind sehr gut eingefangen. Ihr Charakter offenbart sehr viele Facetten - auf der einen Seite die starke, extrovertierte Frau, die auf Partys und in der Kunstwelt glänzt. Auf der anderen Seite die schwache Ehefrau, die sich den Grausamkeiten ihres Mannes ergibt. Das hat mich überrascht. Erst mit dem Umzug nach Südfrankreich scheint sie sich mehr und mehr zu emanzipieren. Die enge und liebevolle Beziehung zu ihrer Schwester Benita ist sehr berührend erzählt. Die letzten Kapitel sind etwas kurz. Ich hätte mir deutlich mehr von ihrer Zeit in Venedig gewünscht. Das finde ich etwas schade. Dennoch ein interessanter und überraschender Roman über eine faszinierende Frau.

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Veröffentlicht am 25.03.2025

Eine packende Reise nach Paris

Die tausend Farben von Paris
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Ein wirklich sehr bildhaft und packend geschriebener Roman über interessante Figuren im Paris nach dem 2. Weltkrieg. Die Menschen tragen ihre Bürden und die Geschehnisse des Krieges wirken noch nach. Dennoch ...

Ein wirklich sehr bildhaft und packend geschriebener Roman über interessante Figuren im Paris nach dem 2. Weltkrieg. Die Menschen tragen ihre Bürden und die Geschehnisse des Krieges wirken noch nach. Dennoch liegen Aufbruch und Lebensbejahung in der Luft. Die Charaktere, allen voran die Frauen, gefallen mir sehr gut. Ich folge ihnen gern. Das Buch ist aber nicht nur Liebesgeschichte, wie das Cover vermuten ließe, sondern gibt auch ein berührendes Bild der Geschehnisse im und nach dem Krieg. Schlimmste Verbrechen waren an der Tagesordnung. Am Ende findet sich alles und die verschiedenen Fäden werden gut zusammengeführt. Ein gut zu lesender Roman über Liebe, Leid, Hoffnung und natürlich über das wunderschöne Paris.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Von Ruhm und Absturz

Der ewige Tanz
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Von Anita Berber hatte ich schon gehört, aber keine wirkliche Kenntnis über ihr Leben. Das Buch von Steffen Schröder folgt dem Leben der Tänzerin und Schauspielerin von ihren jungen Jahren bis zu ihrer ...

Von Anita Berber hatte ich schon gehört, aber keine wirkliche Kenntnis über ihr Leben. Das Buch von Steffen Schröder folgt dem Leben der Tänzerin und Schauspielerin von ihren jungen Jahren bis zu ihrer Krankheit. In Rückblicken erfährt der Leser vom Aufstieg, dem wilden, ungezwungen und vor allem unangepassten Leben der jungen Frau im Berlin zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Dabei geht der Autor auch auf dunkle Schatten ein. Das schwierige Verhältnis zur Mutter, die selbst Tänzerin war, ist vom Wunsch nach Anerkennung auf Anitas Seite und Neid auf der Seite ihrer Mutter geprägt. Der Schreibstil fängt den besonderen Zauber, aber auch das Elend dieser Zeit zwischen zwei Weltkriegen sehr gut ein. Dabei liest sich das Buch nicht leicht weg, das würde dem Thema und der beeindruckenden Frau auch nicht gerecht. Vielmehr muss ich immer wieder innehalten. Das rote, grelle Cover unterstreicht die Handlung sehr passend. Stärke, Macht, Liebe, Lust aber auch Blut, Tod und Leid. Ein Tanz auf der Rasierklinge.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Emotionales Kammerspiel in den Bergen

Wild wuchern
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Dieser kurze Roman erzählt die Geschichte zweier Cousinen, deren Leben nicht unterschiedlicher sein könnten. Marie lebt in Wien, ist verheiratet und lebt augenscheinlich ein ganz normales Leben. Doch hinter ...

Dieser kurze Roman erzählt die Geschichte zweier Cousinen, deren Leben nicht unterschiedlicher sein könnten. Marie lebt in Wien, ist verheiratet und lebt augenscheinlich ein ganz normales Leben. Doch hinter der Fassade sieht alles ganz anders aus, sie wird von ihrem Mann geschlagen und gedemütigt. Nach einem erneuten Streit flieht sie in die Tiroler Berge, wo ihre Cousine Johanna wie eine Einsiedlerin lebt. Dort ist sie aber nicht wirklich willkommen. Nach und nach entblättern sich alte Wunden, Geheimnisse und unterschiedlichste Lebensentwürfe. Dabei ist besonders der sehr bildhafte Schreibstil hervorzuheben, der jede Szene sehr eindringlich bor dem geistigen Auge entstehen lässt. Als Leserin fühle ich mich in die eindrucksvolle Bergwelt versetzt, fühle das klare, eiskalte Wasser des Brunnen, die schwere Arbeit und die saubere Luft. Ein Gewitter zwingt die Cousinen, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Ein wirklich berührender und gleichzeitig auch beklemmender Roman vor toller Kulisse. Dennoch kann ich mich keiner der beiden Frauen wirklich annähern. Sie bleiben beide etwas auf Distanz. Das ist schade, mag aber vielleicht an den sehr unterschiedlichen Lebensentwürfen liegen. Dennoch habe ich das Buch gern gelesen und es wird mir noch einige Zeit in Erinnerung bleiben.

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Packend und hochaktuell

Echokammer
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Skandinavien-Krimis und Thriller habe ich in der letzten Zeit einige gelesen. Rechtsradikalismus spielt oft eine Rolle, ist aber nicht immer so packend und politisch brisant verwoben wie hier. Im Zentrum ...

Skandinavien-Krimis und Thriller habe ich in der letzten Zeit einige gelesen. Rechtsradikalismus spielt oft eine Rolle, ist aber nicht immer so packend und politisch brisant verwoben wie hier. Im Zentrum stehen die Polizisten Liselott Benjamin und Martin Tong, die immer tiefer in eine atemlose Jagd nach einem Terroristen geraten. Die Figuren sind sehr gut gezeichnet, ich kann mich gut hineinversetzen. Der Berater Jens Meidell ist eine Figur, an die ich mich erst herantasten muss und die ich, insbesondere zu Beginn, nur schwer einschätzen kann. Doch Seite um Seite zieht mich das Geschehen mehr in seinen Bann. Der Schreibstil ist packend und lässt den Leser nicht los. Das Cover gefällt mir weniger, ich finde es etwas nichtssagend. Auch den gelben Farbschnitt hätte ich nicht gebraucht, aber der Inhalt überzeugt mich und das zählt. Wirklich spannend und aufgrund seiner Aktualität umso nervenaufreibender.

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