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Veröffentlicht am 12.06.2025

Zwei Frauen kämpfen für ihre Rechte ...

Die Akte Schneeweiß
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Wie man es von Felicitas Fuchs, vielen auch bekannt als Carla Berling, gewohnt ist, sind ihre Bücher ein Garant für gute und oft sehr spannende Unterhaltung. Neben Kriminalromanen und Romanen, die einen ...

Wie man es von Felicitas Fuchs, vielen auch bekannt als Carla Berling, gewohnt ist, sind ihre Bücher ein Garant für gute und oft sehr spannende Unterhaltung. Neben Kriminalromanen und Romanen, die einen ganz bestimmten Sinn für Humor enthalten, wagt sie immer wieder auch an Geschichten aus dem realen Leben und hat mit „Die Akte Schneeweiß“ einen sehr persönlichen Roman geschrieben, dessen Inhalt auf einer wahren Begebenheit basiert. Zunächst ist nicht klar, wie das Schicksal von Katja Schilling in den 60er Jahren und das von Mathilde Schneeweiß in den 30er Jahre des vorherigen Jahrhunderts zusammenhängen.

Wir lernen die 14jährige Katja kennen, die in jungen Jahren schon weiß, wie sie ihre Zukunft gestalten will. Sie will sich ihren Traum erfüllen zu studieren, um Ärztin zu werden. Bei ihren Eltern beißt sie trotz ihres beeindruckenden Notendurchschnitts damit auf Granit. Ihre jüngere Schwester Heidi kann sich hingegen niemals vorstellen so lange die Schulbank zu drücken. Sie will sich schick machen, ausgehen, flirten … lediglich der Großvater versteht die ehrgeizige Katja und steht hinter ihr. Doch diese Unterstützung bricht schlagartig weg, als dieser von jetzt auf gleich von der Bildfläche verschwindet. Er wird fortan tot geschwiegen fast so, als hätte es ihn nie gegeben. Doch so einfach gibt Katja nicht auf. Nach vielen Jahren gelangt sie schließlich einem Geheimnis auf die Spur, die eine junge Frau namens Mathilde Schneeweiß zu tage führt. Sie gibt ihr ein großes Rätsel auf. Wer war sie, was trieb sie an und warum musste sie so jung sterben?

Die Autorin schafft es auf fesselnde Weise die Lebensgeschichten der beiden mutigen Frauen zu einem großen Ganzen zu verweben. Man fragt sich beim Lesen, was sich – außer der Sorge um Leib und Leben – in den Jahren zwischen dem Tod Mathildes und dem Leben Katjas verändert haben soll. Noch immer müssen Frauen um ihre Rechte kämpfen und noch immer haben die Männer die Oberhand. Doch einen kleinen Meilenstein haben sowohl Katja als auch Mathilde geschaffen und ich fühle mich dankbar, dass ich sie dabei lesenderweise begleiten durfte. Von mir gibt es dafür 4,5 von 5 Sternen und natürlich eine von Herzen kommende Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Hier passt alles ... Fakt und Fiktion verwoben zu einer spannenden Geschichte ... absolute Empfehlung!

Die Erbin
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Auf das neue Buch einer meiner Lieblingsautorinnen Claire Winter habe ich regelrecht hin gefiebert und was soll ich sagen, ich wurde auch diesmal nicht enttäuscht. Sie greift mit der schrecklichen Zwangsarbeit ...

Auf das neue Buch einer meiner Lieblingsautorinnen Claire Winter habe ich regelrecht hin gefiebert und was soll ich sagen, ich wurde auch diesmal nicht enttäuscht. Sie greift mit der schrecklichen Zwangsarbeit in Deutschland während des Zweiten Weltkrieg mal wieder ein brisantes Thema auf, das noch viel mehr Beachtung finden sollte.

Der Roman schildert die Geschichte rund um die sehr vermögende Unternehmerfamilie Liefenstein, die an sich zwar fiktiv ist, jedoch genau so hätte passieren können. Cosima Liefenstein, die Tochter einem der Söhne der Familie, hat es sich auf die Fahne geschrieben, durch den Krieg bedürftig gewordene Frauen zu unterstützen. Sie gründet eine Stiftung und kann es kaum glauben, was durch und mit ihrer Arbeit langsam, aber sicher über ihre Familie zu Tage tritt. Immer mehr steigert sie sich in die Aufdeckung der schrecklichen Taten, die in der Fabrik ihres Großvaters aber auch in ihrer eigenen Familie geschahen …

Immer wieder schafft es die sympathische Autorin Claire Winter mich in eine Art Leserausch zu katapultieren. Die Geschichte, die nicht nur historischen Charakter trägt, sondern auch durchaus Krimielemente aufweist, liest sich so spannend, dass man das Buch schwer aus der Hand legen kann. Geschickt mischt sie Wahrheit und Fiktion und wieder einmal war ich zudem schwer begeistert von der extensiven Recherche, die diesem Roman zugrunde liegt.

Von mir gibt es hierfür die volle Punktzahl und natürlich eine Leseempfehlung. Zudem wünsche ich dir, liebe Claire, ein Riesenerfolg und dem Buch viel Anerkennung und Wertschätzung. Der Roman an sich aber auch das sprachlos machende Thema haben es verdient!

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Veröffentlicht am 20.02.2025

Das Leben ist ein Geschenk, bringt aber viele Gefahren und Risiken mit sich ...

Die Meisterdiebin
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In diesem Roman, dessen Thema auf wahren Tatsachen beruht, lernen wir Elise, ihren Zwillingsbruder Wolfi und ihre Schwester Adele kennen, die von Geburt an eine Behinderung an der Hüfte hat und dadurch ...

In diesem Roman, dessen Thema auf wahren Tatsachen beruht, lernen wir Elise, ihren Zwillingsbruder Wolfi und ihre Schwester Adele kennen, die von Geburt an eine Behinderung an der Hüfte hat und dadurch besonderer Zuneigung der Eltern bedarf. Wolfi und unsere Protagonistin Elise hingegen sind sich zusammen selbst genug. Erst nach einer unverschuldeten Tragödie scheint die Familie zu zerbrechen. Die Mutter kehrt mit den beiden Mädchen von Sumatra nach Österreich zurück, wo sich der Himmel schon ziemlich „braun“ gefärbt hat und das Leben für die jüdische Familie dort immer gefährlicher wird. Elise, im wahren Leben als Erika B. bekannt, gelingt die Flucht in die Schweiz. Ihre Schwester und Mutter bestehen jedoch darauf, in ihrem geliebten Wien zu verbleiben. Doch Elise gibt nicht auf und ersinnt einen Plan, wie sie selbst in der relativ sicheren Schweiz bleiben, ihre Familie nachholen und zugleich Rache üben kann an den Menschen, die ihr alles genommen haben …

Gleich auf den ersten Seiten fährt Christine Jaeggi mit einer Szene auf, die mich die Luft anhalten ließ. Wird Elise wirklich bei einem ihrer Raubzüge erwischt und was werden die Konsequenzen sein? Doch dann führt uns die Autorin sanft zurück in Elises Kindheit und lässt sie uns kennenlernen, das Zwillingskind, das sich immer von der Mutter ungeliebt fühlte. Wir treffen außerdem ihren geliebten Großvater, der ihr Fels in der Brandung ist und ihr mit weisen aber nie schulmeisterlichen Erklärungen zum Leben zur Seite steht und an den sie noch oft in ihrem späteren Leben denken wird.

Als Leserin fühlte ich mich bestens aufgehoben in dieser außerwöhnlichen Geschichte, die mich von Anfang an fesseln und begeistern konnte. Durch die bildgewaltige Schreibweise entwickelte sie eine Sogwirkung, die mich das Buch kaum zur Seite legen ließ. Ich freue mich riesig, dass ich für mich mit „Die Meisterdiebin“ eine neue Autorin kennenlernen durfte, und vergebe gerne 4,5 von 5 funkelnden Sternen. Was für ein Abenteuer du mir präsentiert hast, liebe Christine. Von mir gibt es zu den Sternen natürlich eine von Herzen kommende Empfehlung.

Ach, noch ein kleiner Nachsatz … der Zytglogge Verlag war mir gar kein Begriff. Schön, dass du das Wort „Zytglogge“ in deinen Roman mit eingeflochten hast und es für uns „Nicht-Schweizer“ erklärt hast. Ich liebe ja solche kleinen Details!

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Veröffentlicht am 31.01.2025

Das Schiff mit den zwölf Namen ...

Fernwehland
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Wer von uns Wessis hätte gewusst, dass es in der ehemaligen DDR Kreuzfahrtschiffe gab? Ich auf jeden Fall nicht und so war ich doch sehr gespannt auf den inzwischen vierten Roman der mir gut bekannten ...

Wer von uns Wessis hätte gewusst, dass es in der ehemaligen DDR Kreuzfahrtschiffe gab? Ich auf jeden Fall nicht und so war ich doch sehr gespannt auf den inzwischen vierten Roman der mir gut bekannten und sehr sympathischen Autorin Kati Naumann. Durch ihre Augen und vor allem durch ihre wunderbare, intensive Recherche durfte ich auf dem Schiff reisen, das die ProtagonistInnen Dora, Erwin, Frida, Simone und Henri nachhaltig geprägt hat. Jeder von ihnen verbindet eine eigene Geschichte mit diesem Schiff, das selbst eine bewegende Vergangenheit hinter sich hat. Zwölf Namen und eine Kollision, das muss erstmal ein Schiff nachmachen! Wie schon in den drei vorangegangenen Büchern zeichnet sich „Fernwehland“ durch die bildhafte Sprache aus, die mir ganz wunderbares Kopfkino bescherte. Fast meinte ich zu glauben, selbst „Seemannsbeine“ entwickelt zu haben, als ich beim Lesen so manchen Sturm miterlebte. Mit Dora, ihrem Sohn Erwin und dessen Sohn Henri sowie Simone erfuhr ich, was die wahre Liebe zur See bedeutet und wie sie Menschen kämpfen lässt, ihre Träume wahr werden zu lassen. Die Schwierigkeiten, die damit in der DDR einhergingen, waren glaubhaft beschrieben, ohne anzuklagen. Auch Frida und Elli beeindruckten mich, denn Beide erfüllten sich mit dieser Reise einen eigenen Traum, wenn sich dies auch nicht von Anfang an abzeichnete. Alles in allem hat mich die Geschichte beeindruckt, bewegt und abgeholt. Ich vergebe sehr gerne 4,5 von 5 Sternen und spreche natürlich eine absolute Leseempfehlung für „Fernwehland“ aus. Und natürlich freue ich mich heute schon auf das nächste Buch von Kati Naumann. Ein kleiner Hinweis dazu ist wohl in diesem Buch versteckt, das macht mich umso neugieriger ...

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Spannende Geschichte rund um den Bau des berühmten Nord-Ostsee-Kanals ...

Zwischen den Meeren
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Kiel habe ich seit jeher immer mit meinen Großeltern mütterlicherseits verbunden, die dort in dem schönen Stadtteil Friedrichsort wohnten und bei denen wir viele wunderbare Sommer verbringen durften. Umso ...

Kiel habe ich seit jeher immer mit meinen Großeltern mütterlicherseits verbunden, die dort in dem schönen Stadtteil Friedrichsort wohnten und bei denen wir viele wunderbare Sommer verbringen durften. Umso interessanter war es für mich natürlich mal wieder – wenn diesmal auch auf literarische Weise – dort hinreisen und beim Bau des Nordostseekanals zusehen zu dürfen. Doch es geht in diesem Auftaktband um mehr als nur den Bau, denn ich durfte auch Bekanntschaft mit vier interessanten jungen Frauen schließen, die jede ihr eigenes Päckchen zu trage haben. Es geht zum einen um Stine, deren Vater sich für seinen Kolonialwarenladen in Kiel durch den Bau mehr Profit erhofft. Des Weiteren treffe ich in Hamburg auf Mimi Dahlström, deren Vater Heinrich nicht nur im Roman sondern auf im wahren Leben der wichtigste Initiator und Planer des Kaiser-Wilhelm-Kanals war. In Rendsburg lebt die dritte im Bunde, die junge Regina Rademacher. Auch ihr Vater verspricht sich durch den Bau des Kanals finanzielle Vorteile. Da seine eigene Familie jedoch unvermögend ist, verheiratet er seine Tochter Regina mit alten einem Gutsbesitzer, mit dem sie alles andere als glücklich wird. Last but not least zieht es mich auch nach Brunsbüttel, den dort lebt Susanne (Sanne) Schmidt. Ihr größter Wunsch ist es Architektur zu studieren, was aber zur damaligen Zeit für Frauen unmöglich war. Doch Susanne ist eine kluge Frau, die viel Wissen durch Vater und Großvater erworben hat. Durch ein Hintertürchen will sie an der Planung teilhaben.

Ich habe den Roman als Hörbuch genossen und konnte so gut in die Geschichte der Entstehung des Nord-Ostsee-Kanal eintauchen. Das Hörbuch ist von Svantje Wascher sehr angenehm eingelesen, lediglich die vier Handlungsstränge verbunden mit vielen Namen haben mich manchmal vor eine Herausforderung gestellt. Dennoch habe ich die Geschichte sehr genossen und freue mich auf die nächsten Teile der Reihe. Ich bin gespannt, wie es mit den Frauen weitergehen wird. Von mir gibt es 4,5 auf 5 aufgerundete Sterne und eine klare Empfehlung.