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Veröffentlicht am 17.04.2025

Coming-of-Age-Roman mit bedrohlicher Grundstimmung

Licht zwischen den Bäumen
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Der Roman "Das Licht zwischen den Bäumen" von Una Mannion spielt 1981 in den USA, im Bundesstaat Pennsylvania. Am letzten Schultag vor den Sommerferien ist die 14jährige Libby mit ihrer Mutter und ihren ...

Der Roman "Das Licht zwischen den Bäumen" von Una Mannion spielt 1981 in den USA, im Bundesstaat Pennsylvania. Am letzten Schultag vor den Sommerferien ist die 14jährige Libby mit ihrer Mutter und ihren vier Geschwistern im Auto unterwegs. Die Stimmung im Wagen ist angespannt, die Mutter genervt. Libbys jüngere Schwester Ellen reizt die Mutter, woraufhin diese die Zwölfjährige am Straßenrand aussetzt, mitten im Wald, es wird langsam dunkel. Die Geschwister protestieren, doch die Mutter bleibt hart und fährt weiter. Dieser Augenblick wird alles verändern.
Man hätte es nicht erwartet, doch Ellen kehrt zurück, mitten in der Nacht und stark verletzt. Libby und ihre Geschwister beschließen, der Mutter nichts zu sagen, um keinen Ärger zu bekommen, da Ellen getrampt war. Doch was in dieser Nacht geschehen war, wird noch weitere Kreise ziehen...
Das Buch ist in einer eher ruhigen Tonart geschrieben, mit vielen Naturbeschreibungen, die Autorin hat es nicht eilig.

"Im Wald verändern sich die Geräusche; alles verklingt vor dem Summen des Untergrunds und dem leisen Rascheln des Laubs oben im Blätterdach, das Licht bündelt sich zu einzelnen Wolken, alles ist nur noch Grün und Licht und Schatten. "Die Stille des Grüns", wie mein Vater immer aus einem Gedicht zitierte. Ich wusste nicht genau, was das bedeuten sollte, aber unter den geheimnisvollen Worten lag ein Gefühl, dass ich begriff. Die Stille des Grüns, diese Stille Gelassenheit des Waldes."

Es herrscht eine düstere Grundstimmung, die ganze Zeit liegt etwas Bedrohliches in der Luft. Die Beschreibung der fünf Geschwister und ihrer Beziehung zueinander fand ich sehr treffend und gut gelungen. Besonders in Libby konnte man sich gut hineinversetzen, da der Roman aus ihrer Sicht erzählt ist.
Auch den Schmerz der Kinder über den Verlust des Vaters konnte man gut nachempfinden, ebenso die Dynamik in dieser kaputten Familie. In dieser Familie wird über vieles geschwiegen, was letztlich auch zu den tragischen Ereignissen dieses Romans beiträgt.

"Ist dir klar, was du getan hast, Libby?", brüllte Mom mich an. Und die anderen, selbst Marie, hatten mich angeschaut, als wollte ich uns alle ruinieren. Ich hatte das Schweigegelübde gebrochen, an das wir uns in allen Dingen hielten, und das jetzt war ein weiterer Beleg dafür, dass uns allen Schlimmes drohte, wenn ich Geheimnisse an Fremde ausplauderte."

Das Verhalten der Mutter konnte ich leider überhaupt nicht nachvollziehen, wenn auch ihr Charakter sehr authentisch beschrieben war. Was für ein Mensch muss das sein, der sich so wenig um seine Kinder kümmert?
Gegen Ende der Geschichte spitzt sich die Lage zu und es wird immer spannender, bis zu einem fulminanten Finale.
Dennoch bin ich etwas zwiegespalten bei diesem Buch. Aufgrund des Klappentextes uns der Leseprobe hatte ich ein wenig mehr erwartet. Es ist wieder mal so ein Roman, der nicht wirklich schlecht war, aber auch nicht herausragend. Atmosphärisch ist der Roman insgesamt gelungen, das Schreibstil gut lesbar, aber das gewisse Etwas hat mir leider dennoch gefehlt. Ich vergebe schlussendlich 3,5 Sterne.

Positiv hervorzuheben ist allerdings noch das wirklich wunderschön gestaltete Cover!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.04.2025

Coming-of-Age-Roman mit bedrohlicher Grundstimmung

Licht zwischen den Bäumen
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Der Roman "Das Licht zwischen den Bäumen" von Una Mannion spielt 1981 in den USA, im Bundesstaat Pennsylvania. Am letzten Schultag vor den Sommerferien ist die 14jährige Libby mit ihrer Mutter und ihren ...

Der Roman "Das Licht zwischen den Bäumen" von Una Mannion spielt 1981 in den USA, im Bundesstaat Pennsylvania. Am letzten Schultag vor den Sommerferien ist die 14jährige Libby mit ihrer Mutter und ihren vier Geschwistern im Auto unterwegs. Die Stimmung im Wagen ist angespannt, die Mutter genervt. Libbys jüngere Schwester Ellen reizt die Mutter, woraufhin diese die Zwölfjährige am Straßenrand aussetzt, mitten im Wald, es wird langsam dunkel. Die Geschwister protestieren, doch die Mutter bleibt hart und fährt weiter. Dieser Augenblick wird alles verändern.
Man hätte es nicht erwartet, doch Ellen kehrt zurück, mitten in der Nacht und stark verletzt. Libby und ihre Geschwister beschließen, der Mutter nichts zu sagen, um keinen Ärger zu bekommen, da Ellen getrampt war. Doch was in dieser Nacht geschehen war, wird noch weitere Kreise ziehen...
Das Buch ist in einer eher ruhigen Tonart geschrieben, mit vielen Naturbeschreibungen, die Autorin hat es nicht eilig.

"Im Wald verändern sich die Geräusche; alles verklingt vor dem Summen des Untergrunds und dem leisen Rascheln des Laubs oben im Blätterdach, das Licht bündelt sich zu einzelnen Wolken, alles ist nur noch Grün und Licht und Schatten. "Die Stille des Grüns", wie mein Vater immer aus einem Gedicht zitierte. Ich wusste nicht genau, was das bedeuten sollte, aber unter den geheimnisvollen Worten lag ein Gefühl, dass ich begriff. Die Stille des Grüns, diese Stille Gelassenheit des Waldes."

Es herrscht eine düstere Grundstimmung, die ganze Zeit liegt etwas Bedrohliches in der Luft. Die Beschreibung der fünf Geschwister und ihrer Beziehung zueinander fand ich sehr treffend und gut gelungen. Besonders in Libby konnte man sich gut hineinversetzen, da der Roman aus ihrer Sicht erzählt ist.
Auch den Schmerz der Kinder über den Verlust des Vaters konnte man gut nachempfinden, ebenso die Dynamik in dieser kaputten Familie. In dieser Familie wird über vieles geschwiegen, was letztlich auch zu den tragischen Ereignissen dieses Romans beiträgt.

"Ist dir klar, was du getan hast, Libby?", brüllte Mom mich an. Und die anderen, selbst Marie, hatten mich angeschaut, als wollte ich uns alle ruinieren. Ich hatte das Schweigegelübde gebrochen, an das wir uns in allen Dingen hielten, und das jetzt war ein weiterer Beleg dafür, dass uns allen Schlimmes drohte, wenn ich Geheimnisse an Fremde ausplauderte."

Das Verhalten der Mutter konnte ich leider überhaupt nicht nachvollziehen, wenn auch ihr Charakter sehr authentisch beschrieben war. Was für ein Mensch muss das sein, der sich so wenig um seine Kinder kümmert?
Gegen Ende der Geschichte spitzt sich die Lage zu und es wird immer spannender, bis zu einem fulminanten Finale.
Dennoch bin ich etwas zwiegespalten bei diesem Buch. Aufgrund des Klappentextes uns der Leseprobe hatte ich ein wenig mehr erwartet. Es ist wieder mal so ein Roman, der nicht wirklich schlecht war, aber auch nicht herausragend. Atmosphärisch ist der Roman insgesamt gelungen, das Schreibstil gut lesbar, aber das gewisse Etwas hat mir leider dennoch gefehlt. Ich vergebe schlussendlich 3,5 Sterne.

Positiv hervorzuheben ist allerdings noch das wirklich wunderschön gestaltete Cover!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.04.2025

Nette Teenie-RomCom für zwischendurch

Maybe Meant To Be
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Der Roman "Maybe Meant To Be: Füreinander bestimmt - vielleicht" von K. L. Walther erzählt die Geschichte von Sage, Charlie, Nick und Luke.
Charlie, der beliebteste Schüler und Schulsprecher, wechselt ...

Der Roman "Maybe Meant To Be: Füreinander bestimmt - vielleicht" von K. L. Walther erzählt die Geschichte von Sage, Charlie, Nick und Luke.
Charlie, der beliebteste Schüler und Schulsprecher, wechselt seine Freundinnen ungefähr alle zwei Wochen. Alle denken, der Grund wäre, dass er insgeheim in Sage, seine beste Freundin seit Kindertagen, verliebt ist. Die quirlige und liebenswerte Sage hatte sich als gebeuteltes Scheidungskind bisher noch nie auf eine ernsthafte Beziehung eingelassen, doch sie fühlt sich zu Charlies ruhigerem Zwillingsbruder Nick hingezogen. Sie möchte jedoch nicht, dass das öffentlich bekannt ist und verrät auch Charlie nichts davon.
Und Charlie traut sich nicht, zu seinen aufkeimenden Gefühlen für Luke zu stehen, der mit seinem Erscheinen im neuen Schuljahr alles durcheinanderbringt.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Sage und Charlie erzählt. Hier hätte ich zusätzliche Kapitel aus Sicht von Luke (und Nick?) ganz interessant gefunden, aber andererseits wäre es dann vielleicht zu chaotisch geworden.
Der Schreibstil ist locker-leicht und das Buch liest sich recht schnell und flüssig. Ich bin hier vermutlich nicht ganz die richtige Zielgruppe, es ist eher ein Teenie-/Jugendroman. Dennoch war es ganz unterhaltsam.
Die Beziehung zwischen Sage und Nick fand ich nicht sonderlich spannend, aber die süße Romanze zwischen Luke und Charlie hat mir gut gefallen.
Das Buch hat schon so einige Klischees und stereotype Rollenbilder, ist auch irgendwie „typisch amerikanisch“ und hat nicht sonderlich viel Tiefe. Aber das darf man bei diesem Genre wohl auch nicht erwarten.
Das Ende war mir dann ein wenig zu knapp abgehandelt, hier wäre noch Luft nach oben gewesen.
Insgesamt aber eine ganz nette RomCom, die man gut mal als leichte Unterhaltung zwischendurch lesen kann. Sicher besser geeignet für Jugendliche oder junge Erwachsene.
Mein Genre ist das normalerweise nicht ganz und ich schwankte bei der Bewertung, vergebe aber letztlich doch 3,5⭐️

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.04.2025

Nette Teenie-RomCom für zwischendurch

Maybe Meant To Be
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Der Roman "Maybe Meant To Be: Füreinander bestimmt - vielleicht" von K. L. Walther erzählt die Geschichte von Sage, Charlie, Nick und Luke.
Charlie, der beliebteste Schüler und Schulsprecher, wechselt ...

Der Roman "Maybe Meant To Be: Füreinander bestimmt - vielleicht" von K. L. Walther erzählt die Geschichte von Sage, Charlie, Nick und Luke.
Charlie, der beliebteste Schüler und Schulsprecher, wechselt seine Freundinnen ungefähr alle zwei Wochen. Alle denken, der Grund wäre, dass er insgeheim in Sage, seine beste Freundin seit Kindertagen, verliebt ist. Die quirlige und liebenswerte Sage hatte sich als gebeuteltes Scheidungskind bisher noch nie auf eine ernsthafte Beziehung eingelassen, doch sie fühlt sich zu Charlies ruhigerem Zwillingsbruder Nick hingezogen. Sie möchte jedoch nicht, dass das öffentlich bekannt ist und verrät auch Charlie nichts davon.
Und Charlie traut sich nicht, zu seinen aufkeimenden Gefühlen für Luke zu stehen, der mit seinem Erscheinen im neuen Schuljahr alles durcheinanderbringt.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Sage und Charlie erzählt. Hier hätte ich zusätzliche Kapitel aus Sicht von Luke (und Nick?) ganz interessant gefunden, aber andererseits wäre es dann vielleicht zu chaotisch geworden.
Der Schreibstil ist locker-leicht und das Buch liest sich recht schnell und flüssig. Ich bin hier vermutlich nicht ganz die richtige Zielgruppe, es ist eher ein Teenie-/Jugendroman. Dennoch war es ganz unterhaltsam.
Die Beziehung zwischen Sage und Nick fand ich nicht sonderlich spannend, aber die süße Romanze zwischen Luke und Charlie hat mir gut gefallen.
Das Buch hat schon so einige Klischees und stereotype Rollenbilder, ist auch irgendwie „typisch amerikanisch“ und hat nicht sonderlich viel Tiefe. Aber das darf man bei diesem Genre wohl auch nicht erwarten.
Das Ende war mir dann ein wenig zu knapp abgehandelt, hier wäre noch Luft nach oben gewesen.
Insgesamt aber eine ganz nette RomCom, die man gut mal als leichte Unterhaltung zwischendurch lesen kann. Sicher besser geeignet für Jugendliche oder junge Erwachsene.
Mein Genre ist das normalerweise nicht ganz und ich schwankte bei der Bewertung, vergebe aber letztlich doch 3,5⭐️

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.03.2025

Nicht nur für Skater-Girls: Unterhaltsames Kinderbuch mit vier starken Mädchen-Charakteren

Die Kickflip-Bande – Rebellinnen auf Rollen
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Bei einem langweiligen Sonntagsspaziergang mit ihren Eltern lernt die Harry-Potter-verrückte Rosa zufällig die selbstbewusste Müjde kennen und kommt durch sie zum Skaten, völliges Neuland für sie! Und ...

Bei einem langweiligen Sonntagsspaziergang mit ihren Eltern lernt die Harry-Potter-verrückte Rosa zufällig die selbstbewusste Müjde kennen und kommt durch sie zum Skaten, völliges Neuland für sie! Und dann kommen auch noch die rebellische Toni und die brave Natalia zu den Mädchen dazu - und schon haben wir die Kicklip-Bande komplett.
Die vier Mädchen haben alle völlig unterschiedliche Charaktere und stammen aus ganz verschiedenen Familien/Milieus, aber das Skateboardfahren verbindet die vier ebemso wie schon bald auch eine tiefe Freundschaft. So könnte es immer bleiben, doch dann verletzt sich Natalia beim Skaten und ihre überfürsorgliche Mutter will gleich den ganzen Skatepark schließen lassen. Aber der ist doch das Zuhause der Kickflip-Bande. Sie müssen dringend etwas dagegen unternehmen!

Das Buch ist sehr modern gestaltet mit unterschiedlichen Schriftarten/Schriftgrößen sowie etlichen Illustrationen, das lockert das Buch etwas auf und ist vielleicht besonders bei „Lesemuffeln“ ein Thema. Die moderne Gestaltung hat besonders meinem Kind sehr gut gefallen.
Die Geschichte ist nicht nur für Skater-Girls geeignet, auch wenn jemand bisher mit Skateboards nicht viel am Hut hatte, kann man das Buch super lesen. Wir haben uns mit den vier starken Mädchen-Charakteren sehr gut unterhalten gefühlt!

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