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Veröffentlicht am 17.09.2025

Feministischer Familienroman

Das Flüstern der Marsch
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In „Das Flüstern der Marsch“ von Katja Keweritsch geht es um Mona, die zum Geburtstag ihres Großvaters in die Marsch reist. Doch dort erwartet sie eine überraschende Nachricht: Ihre Großmutter Annemie ...

In „Das Flüstern der Marsch“ von Katja Keweritsch geht es um Mona, die zum Geburtstag ihres Großvaters in die Marsch reist. Doch dort erwartet sie eine überraschende Nachricht: Ihre Großmutter Annemie ist verschwunden. Nach und nach entfaltet sich ein geheimnisvolles Familiendrama, das weit in die Vergangenheit reicht und bei dem lange verborgene Wahrheiten ans Licht kommen.

Katja Keweritsch erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven von Frauen und über mehrere Zeitebenen hinweg. Anfangs wirkt das wie viele kleine Teile, die noch nicht zueinander passen. Doch am Ende fügen sie sich zu einem stimmigen Gesamtbild. Durch diese Erzählweise war ich das ganze Bücher über gefesselt und habe mich gefreut, wenn sich wieder ein Stückchen zusammengefügt hat. Sehr eindrücklich ist zudem die Beschreibung der Marschlandschaft. Sie schafft eine besondere Atmosphäre.

Das Buch ist zudem stark von feministischen Themen geprägt. Beim Lesen spürt man oft Wut darüber, wie mit den Frauen in der Geschichte umgegangen wird. Umso befriedigender ist es, ihre Entwicklung mitzuerleben und zu sehen, wie sie sich behaupten.

Ein spannender, vielschichtiger Roman, der Familiengeheimnisse, Landschaftsbeschreibungen und gesellschaftliche Themen gekonnt miteinander verbindet. 4,5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Satire mit ernstem Kern

Das Geschenk
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Im Jahr 2024 sorgte der botswanische Präsident mit einem ungewöhnlichen Vorschlag für Schlagzeilen: Er regte an, 20.000 Elefanten nach Deutschland zu schicken. Was zunächst wie ein schlechter Scherz klingt, ...

Im Jahr 2024 sorgte der botswanische Präsident mit einem ungewöhnlichen Vorschlag für Schlagzeilen: Er regte an, 20.000 Elefanten nach Deutschland zu schicken. Was zunächst wie ein schlechter Scherz klingt, hat einen ernsten Hintergrund und genau diesen nimmt Gaea Schoeters in ihrem neuen Buch Geschenk auf.

Die Autorin spinnt aus dieser realen Begebenheit eine literarische Idee, die ebenso überraschend wie kraftvoll ist. Was würde passieren, wenn tatsächlich plötzlich 20.000 Elefanten in Berlin ankämen? Welche politischen, gesellschaftlichen und ökologischen Fragen würde das aufwerfen? Schoeters verwebt dieses Gedankenexperiment zu einer scharfzüngigen politischen Satire, die über das humorvolle Gedankenspiel hinausgeht.

Wie schon in ihrem Vorgänger Trophäe gelingt es ihr, die Leserinnen und Leser zum Nachdenken zu bringen: über Machtverhältnisse, über das Verhältnis zwischen Europa und Afrika und über die Frage, wie wir global zusammenleben wollen. Dabei bleibt Geschenk trotz seiner Kürze ungemein dicht, prägnant und treffsicher formuliert.

Kurz gesagt: Geschenk ist eine kluge, pointierte und literarisch überzeugende Satire, die nicht nur aktuelle Debatten aufgreift, sondern auch die großen Fragen nach Verantwortung, Macht und Zusammenleben stellt.

Veröffentlicht am 05.08.2025

Im Schatten der Vergangenheit

Das Geschenk des Meeres
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„Das Geschenk des Meeres“ spielt um 1900 in einem kleinen Dorf an der schottischen Küste. Eines Tages wird ein kleiner Junge an den Strand gespült, wie durch ein Wunder hat er überlebt. Das Merkwürdige: ...


„Das Geschenk des Meeres“ spielt um 1900 in einem kleinen Dorf an der schottischen Küste. Eines Tages wird ein kleiner Junge an den Strand gespült, wie durch ein Wunder hat er überlebt. Das Merkwürdige: Er sieht einem anderen Jungen sehr ähnlich, der vor einiger Zeit im Meer verschwunden ist. Die Mutter dieses verschwundenen Jungen nimmt den neuen Jungen bei sich auf. Dadurch kommen in der Dorfgemeinschaft alte Erinnerungen, Verletzungen und Fragen, die nie beantwortet wurden, wieder an die Oberfläche.

Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Man braucht ein bisschen Zeit, um sich zurechtzufinden. Es gibt Rückblicke in die Vergangenheit und Kapitel in der Gegenwart. Aber gerade das macht die Geschichte spannend und vielschichtig. Die Atmosphäre ist sehr stark. Man spürt beim Lesen fast die raue Küste, den Wind, die Kälte, aber auch die Wärme und Enge des kleinen Dorfs. Das Cover passt perfekt zur Stimmung.

Die Hauptprotagonistin, eine Frau mit harter Schale und gezeichnet von ihrer Vergangenheit, hat es mir nicht immer leicht gemacht. Sie ist nicht unbedingt sympathisch und ich hatte öfters das Gefühl sie schütteln zu wollen. Ihre Entwicklung und das Mitfühlen mit ihr sorgen dafür, dass einem diese Geschichte unter die Haut geht.

Fazit: Das Geschenk des Meeres ist eine eindringliche, klug erzählte Geschichte über Verlust, Gemeinschaft und Heilung. Emotional fordernd, sprachlich stark und atmosphärisch dicht – eine klare Empfehlung. Im Übrigen ist auch das Hörbuch gelungen, es ist sehr gut und stimmungsvoll eingesprochen

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Bezaubernd

Das Licht ungewöhnlicher Sterne
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Eine Geigenlehrerin schließt einen Pakt mit dem Teufel... Dieses Buch ist eine Mischung aus cosy Scifi und Fantasy. Es geht unter anderem um Musik, Transsexualität und die Liebe zum Essen. Ich habe es ...

Eine Geigenlehrerin schließt einen Pakt mit dem Teufel... Dieses Buch ist eine Mischung aus cosy Scifi und Fantasy. Es geht unter anderem um Musik, Transsexualität und die Liebe zum Essen. Ich habe es sehr genossen und mich in der Erzählung regelrecht verloren, denke aber, dass es manchen vielleicht zu langsam erzählt sein könnte.

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Bewegend

Der Bright-Side-Running-Club
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Jeder zweite Mensch in Deutschland erhält im Laufe seines Lebens die Diagnose Krebs. Auch Keira, die Protagonistin in Josie Lloyds "Der Bright-Side-Running-Club", erfährt, dass sie an Brustkrebs erkrankt ...

Jeder zweite Mensch in Deutschland erhält im Laufe seines Lebens die Diagnose Krebs. Auch Keira, die Protagonistin in Josie Lloyds "Der Bright-Side-Running-Club", erfährt, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist.

Was auf den ersten Blick durch sein fröhlich wirkendes Cover eher unbeschwert daherkommt, entpuppt sich als tief berührende, stellenweise erschütternde, aber auch sehr hoffnungsvolle Geschichte. Der Leser begleitet Kira vom ersten Schockmoment bis hin zur Akzeptanz der Krankheit – und durch all die Höhen und Tiefen, die dieser Weg mit sich bringt.

Ich habe dieses Buch unglaublich gerne gelesen. Als jemand, der selbst chronisch krank ist, konnte ich mich in vielen Momenten wiederfinden und war oft sehr berührt. Tatsächlich hat mich das Buch so sehr zum Nachdenken gebracht, dass ich nach dem Lesen in eine kleine persönliche Krankheitskrise gerutscht bin, weil es so viel in mir angestoßen hat. Aber genau das zeigt, wie kraftvoll diese Geschichte ist.

Trotz der ernsten Thematik ist es kein reines "Krankheitsbuch". Vielmehr erzählt es von Liebe, vom Mut, vom Starksein und vom Leben selbst. Es macht Hoffnung, gibt Kraft und zeigt, dass man, auch mit einer schweren Diagnose, weiterleben, weitermachen und weiterlieben darf.

Ein kleiner Kritikpunkt ist vielleicht die Länge: Mit über 500 Seiten wirkt es stellenweise ein wenig ausgedehnt. Doch dank des angenehm leichten, lockeren Schreibstils und einer sehr gelungenen Nebenhandlung bleibt es dennoch fesselnd.

Fazit: Leseempfehlung! Berührend, ehrlich, schmerzhaft – aber gleichzeitig inspirierend, lebensbejahend und voller Herz. Wer ein Buch sucht, das unter die Haut geht und trotzdem Hoffnung schenkt, wird hier fündig. 4,5/5 Sterne

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