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Veröffentlicht am 22.04.2025

Die großen Träume des Rudolf Sprüngli

Lindt & Sprüngli (Lindt & Sprüngli Saga 1)
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Zürich, 1826: Rudolf Sprüngli ist der jüngere Sohn von David und Elsbeth Sprüngli. Als seine Mama krank ist und auch noch die Mesizin ausgeht, weiß er sich nicht anders zu helfen, als zu seinem Freund ...

Zürich, 1826: Rudolf Sprüngli ist der jüngere Sohn von David und Elsbeth Sprüngli. Als seine Mama krank ist und auch noch die Mesizin ausgeht, weiß er sich nicht anders zu helfen, als zu seinem Freund dem Apotheker Flückiger zu gehen. Dieser verkauft ihm nicht nur die übliche Thymian-Medizin, sondern auch zwei Stücke Schokolade, die er gerade selbst hergestellt hat und denen er große Heilkräfte nachsagt. Dass es seiner Mutter dann wirklich besser geht, ist für Rudolf ein Zeichen und sein größter Traum ist es ab jetzt, einmal in seinem Leben selbst Schokolade herzustellen. Nachdem er viele Jahre später seine Ausbildung zum Zuckerbäcker abgeschlossen hat und auf Wanderschaft gegangen ist, hat es ihn zu den beiden Schokoladenmachern gezogen, die es bisher in der Schweiz gibt. Drei Jahre verbringt er fern der Heimat und lernt die Herstellung der Schokolade. Nach seiner Rückkehr nach Zürich muss er den Traum trotzdem für viele Jahre hintanstellen, denn weder sein Vater, der gegen alle Neuerungen ist und gerne beim Altbewährten bleibt, noch die finanziellen Mittel reichen aus, um eine eigene Produktion einzurichten. Doch Rudolf ist mutig und gibt nicht auf. Gestärkt durch seine liebevolle und ebenfalls sehr starke Ehefrau Katharina bleibt die Idee immer bestehen und wartet nur auf den richtigen Zeitpunkt, in die Realität umgesetzt zu werden...

Lisa Graf gelingt es in diesem ersten Band rund um die Familie Sprüngli, ihre Leser zu fesseln und die Entstehungsgeschichte der Firma Lindt & Sprüngli spannend zu erzählen. Obwohl die Autorin nur die Anfänge des Unternehmens von 1826 bis 1862 erzählt und hier der Name Lindt noch nicht einmal fällt, ist es schon sehr interessant und füllt beinahe fünfhundert Seiten. Aufgrund der häufigen Perspektivwechsel bleibt die Handlung durchgehend interessant und erhält mehr Tiefe.

Ich kenne Lisa Graf bereits von anderen Romanen und war von der Trilogie rund um das Dallmayr in München so gefesselt, dass ich diesmal nur zu gerne in die Familie Sprüngli und deren Firmengeschichte eingetaucht bin. Es ist so faszinierend, wie bereits die Anfänge einer so großen Firma wie Lindt & Sprüngli so fesselnd beschrieben werden, dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte. Rudolf ist ein beeindruckender Mann, der wagemutig und zukunftsorientiert gehandelt hat, aber immer auch die Konflikte mit seinem Vater hatte und deshalb noch mehr Stärke zeigen musste als sowieso schon. Das hat mir sofort gefallen und ich war von der ersten Seite an sein Fan. Aber obwohl die Autorin vorallem die Belange der Familie Sprüngli in den Mittelpunkt gestellt hat, kommen auch die Politik und das aktuelle Zeitgeschehen nicht zu kurz. Einfach ein rundum perfekt gelungener Reihenauftakt!

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Zählen lernen mit Hilda Huhn

Hilda Huhn geht Eier suchen
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Hilda Huhn möchte heut unbedingt Eierkuchen backen und braucht dafür zehn Eier. Weil sie aber nicht so gut zählen kann, braucht sie unbedingt Hilfe. Gemeinsam schaffen sie es aber und am Ende sind zehn ...

Hilda Huhn möchte heut unbedingt Eierkuchen backen und braucht dafür zehn Eier. Weil sie aber nicht so gut zählen kann, braucht sie unbedingt Hilfe. Gemeinsam schaffen sie es aber und am Ende sind zehn wunderschöne Eier in ihrem Körbchen. Aber als es umfällt, alle Eier herauspurzeln und kaputtgehen, muss sie nochmal von vorne sammeln...

Katja Reider hat das gesamte Bilderbuch für Kinder ab zwei Jahren in Reimform geschrieben. So wird das Lernen der Zahlen bis Zehn beinahe zur Nebensächlichkeit. Denn Hilda erlebt viele Sachen auf ihrer Eiersuche. Da die Illustrationen von Sophie Schrade wunderbar farbenfroh, kindgerecht und detailreich sind, ist das Pappbilderbuch rundum gelungen und bringt Kinder zum Lachen.

Das Bilderbuch ist so wunderschön und unterhaltsam, dass es mir und meinen Kindern sehr gut gefällt. Gerade das Zählen lernen gelingt am einfachsten, wenn es nebenher geschieht und das ist in diesem Buch gegeben. Da die Seiten stabil und die Verarbeitung gut ist, kann ich das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Jesu letzte sieben Tage

Die Ostererzählung
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Das Kind bittet seine Mutter, ihm eine Geschichte über Jesus zu erzählen. So beginnt sie über die letzten sieben Tage von Jesus zu berichten. Angefangen bei der Heilung von Bartimäus, der blind ist und ...

Das Kind bittet seine Mutter, ihm eine Geschichte über Jesus zu erzählen. So beginnt sie über die letzten sieben Tage von Jesus zu berichten. Angefangen bei der Heilung von Bartimäus, der blind ist und endlich sehen möchte. Jesus gibt ihm seinen Augenlicht wieder. Gemeinsam mit den Jüngern zieht Bartimäus nun weiter in Richtung Jerusalem. Beim Einzug in Betanien am Ölberg werden sie mit Palmwedeln empfangen, was bis heute als Palmsonntag gefeiert wird. Am nächsten Tag dann betritt Jesus den Tempel in Jerusalem und ist entsetzt vom Regen Handel der Händler. Daher sucht er einen Tag später das Gespräch mit den Hohepriestern und Schriftgelehrten. Doch Jesus macht ihnen Angst und sie wollen ihn nicht mehr länger dulden. Nachdem eine Frau Jesus am folgenden Tag in einem Haus in Betanien salbt, zieht er noch mehr Groll auf sich, salbt man doch nur Könige oder Totgeweihte. Jesus aber sagt selbst, dass er bald sterben wird und sie ihm hiermit die letzte Ehre erwiesen hat. Judas verrät nun Jesus an die Hohepriester und nach der Feier des Passahfestes und des letzten Abendmahles geht Jesus in den Garten Getsemani um zu beten. Seine Jünger sollen wachen, doch sie schlafen immer wieder ein. Als er dann von den Soldaten festgenommen und von Pilatus zum Tode verurteilt wird, beginnt die schlimmste Zeit für Jesus. Doch nachdem er am Kreuze gestorben ist und zuvor von vielen Menschen auch noch verhöhnt wurde, bringt Josef von Arimathäa den toten Jesus in ein Steingrab. Doch als Maria von Magdala, Maria udn Salome nach zwei Tagen in das Grab gelangen wollten, war der Stein weg und ein junger, hellerleuchteter Mann empfängt sie mit den Worten, dass Jesus von den Toten auferweckt worden ist.

Rainer Oberthür erzählt die ganze Geschichte über die letzten sieben Tage von Jesus als würde er direkt zu einem Kind sprechen. Das liest sich sehr angenehm vor und spricht die Zuhörer direkt an. Gemeinsam mit den Illustrationen von Renate Seelig wird das Buch perfekt abgerundet.

Ebenso wie auch die Mutter und Erzählerin in diesem Buch am Anfang sagt, dass die Geschichte über Ostern und den Tod Jesu eine schwierig zu erzählende ist, empfinde auch ich es und habe mich daher sehr über dieses Buch gefreut. Erzählt es doch auf eine ganz besondere Weise, wie sich alles zugetragen hat. Außerdem stellt der Autor immer wieder direkte Bezüge zu den einzelnen Tagen her, sodass auch verständlich wird, warum heute noch Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag oder Ostersonntag eine so große Rolle spielen.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Wenn Mut belohnt wird...

Das kleine Bücherdorf: Herbstleuchten
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Betty Andrews ist bereits seit ihrer Jugend eine berühmte Hollywood-Schauspielerin, die seit einiger Zeit auch noch Kinderbücher schreibt. Doch gerade hat sie keine Lust mehr auf die berühmte Buchreihe ...

Betty Andrews ist bereits seit ihrer Jugend eine berühmte Hollywood-Schauspielerin, die seit einiger Zeit auch noch Kinderbücher schreibt. Doch gerade hat sie keine Lust mehr auf die berühmte Buchreihe und den Druck, den ihre Agentin deswegen die ganze Zeit auf sie ausübt. Denn von ihrem Herzensprojekt ahnt die dominante Literaturagentin nichts. Momentan hängt es hierbei vorallem an den passenden Illustrationen, denn Betty ist unzufrieden und fühlt sich von ihrer üblichen Zeichnerin nicht verstanden. Erst als sie zufällig auf versteckte Skizzen in einem Cellokoffer im Kleiderschrank ihrer Großmutter stößt, weiß sie, wer ihr Buch mit seinen Bildern verschönern soll. Doch dieser E. Smith ist unauffindbar und so für Betty unerreichbar. Nur eine Reise in die teilweise im Internet bekannte Heimat an der Südwestküste Schottlands des öffentlichkeitsscheuen Mannes kann Bettys Wunsch erfüllen. Auch deshalb nimmt sie die Einladung als Stargästin beim berühmten schottischen Buchfestival in Swinton-on-Sea teilzunehmen, denn sie erhofft sich bessere Ergebnise direkt vor Ort. Doch wie anstrengend und schließlich dennoch wunderschön die Reise auf einen anderen Kontinent werden würde, damit hat Betty nicht gerechnet...

Katharina Herzog beschreibt Betty und ihr bisheriges Leben auf eine sehr eindrückliche Weise und zeigt wie schwierig das Leben als Star sein kann, was vielen Menschen durchaus bewusst ist, weißt aber auch darauf hin, dass auch persönliche Zweifel häufig mit diesem Erfolg einhergehen. So ist dieser Roman längst nicht nur ein kurzweiliger Roman über das romantische Dörfchen Swinton-on-Sea, sondern hat auch seine nachdenklichen und tiefgründigen Momente.Trotzdem verbreitet die Autorin niemals schlechte Laune oder überfordert ihre Leser mit unerwartet heftigen Situationen.

Ich mochte Betty von der ersten Seite an sehr gerne und habe ihre Entwicklung voller Interesse und Mitgefühl verfolgt, denn sie ist so viel stärker, als sie es selbst von sich dachte. Das gefällt mir sehr und macht das Buch dadurch auch einzigartig, denn einen Sommerroman ohne Tiefgang bleibt niemals so lange im Gedächtnis, wie dieser Roman es tun wird. Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz und sorgt für so manches Kribbeln und die nötige Note an Romantik. Ein rundum gelungener Roman!

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Der Osterhase und seine Freunde spielen Verstecken

Verstecken spielen mit dem Osterhasen
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Der Osterhase und seine Freunde haben ein neues Spiel entdeckt, das ihnen großen Spaß macht - sie verstecken sich zusammen und die anderen Wiesenbewohner müssen sie suchen. Zuerst nur der Osterhase und ...

Der Osterhase und seine Freunde haben ein neues Spiel entdeckt, das ihnen großen Spaß macht - sie verstecken sich zusammen und die anderen Wiesenbewohner müssen sie suchen. Zuerst nur der Osterhase und das Küken, dann kommen noch die Maus, der Frosch, das Lamm und das Reh dazu. Und alle haben so viel Freude, dass die Zeit im Nu vergeht!

Sam Taplin, der die kurzen, kindgerechten Texte zu den farbenfrohen Illustrationen von Gareth Lucas verfassst hat, leitet Kinder ab zwei Jahren perfekt dazu an, die Seiten ganz genau zu betrachten und die Klappen zu entdecken. Da die Verarbeitung des Buches sehr stabil und die Seiten nicht zu dünn sind, wirkt es sehr hochwertig und langlebig.

Ein bezaubernd schönes Pappbilderbuch, das voller kleiner Überraschungen steckt und so für große Freude beim Ansehen sorgt. Da die Kinderbücher vom Usborne-Verlag immer wieder durch ihre Wertigkeit überzeugen, eignen sich auch perfekt als Geschenk. Gerade meine Tochter hatte viele Bücher des Verlags und bisher ist keines kaputt gegangen.

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