Ein Reihenauftakt der mit Tag 1 schon ein Stückweit außerhalb des Mainstreams ist!
2044 Kalte Gischt (Dystopische Urban Fantasy)Der Schreibstil ist actionreich und anders als gewohnt. Mehrere Perspektiven mit zwei Ich-Erzählern und einem allwissenden Erzähler – der schon alles weiß!
Fazit:
Im Roman gelangen wir ins Jahr 2044, ...
Der Schreibstil ist actionreich und anders als gewohnt. Mehrere Perspektiven mit zwei Ich-Erzählern und einem allwissenden Erzähler – der schon alles weiß!
Fazit:
Im Roman gelangen wir ins Jahr 2044, die streng überwachte Elitezone der gesellschaftlich modifizierten Welt nach dem BigOut (Weltweiter Blackout) wird durch eine Serie rätselhafter Attentate erschüttert. Irgendwie hatte ich den Eindruck in China zu sein oder wenigsten in dieser Ecke der Welt.
Hier treffen wir auf Mizuee sie ist 20 Jahre jung und eine außergewöhnlich begabte Schwertkämpferin Außerdem als bekennende Ökoterroristin inakzeptabel für das System. Doch mit der gewaltsamen Konfrontation bei der Fahndung durch den internationalen Geheimdienst fängt der Ärger erst an. Ein milliardenschwerer Unternehmer trachtet seinerseits danach, die Rebellin mittels Magie in seine Gewalt zu bringen. Und als zudem die geheime Forschungsstation Seben Igib in den Konflikt eingreift, überschlagen sich die Ereignisse, deren wahre Hintergründe eine Intrige von ungeahnten kosmischen Dimensionen enthüllen.
Das Setting zeigt uns eine modifizierte gesellschaftliche Welt wie sie nach einem Zusammenbruch sämtlicher Strom- und Glasfasernetze aussehen könnte. Klar, werden hier auch weiter Verbrechen verübt zum Beispiel einem Assassine allein gegen den korrupten Geheimdienst und Reichen (sogenannte Elite).
Aber was haben eine drohende Hinrichtung, eine geheime Forschungsstation auf der Suche nach der verschwundenen Erbin einer mächtigen Dynastie, eine Intrige kosmischen Ausmaßes und die Vernichtung der gegenwärtigen Realität durch uralte arkane Kräfte in einem Wettlauf gegen die Zeit und das eigene Schicksal miteinander zu tun. Also in Band 1 wird es nicht komplett beantwortet (Klar, warum sonst noch 19 weitere Bände schreiben). Zu Anfang steht die Verhaftung einer Attentäterin (Mizuee Chèsuma) im Vordergrund, dass, was danach folgt vor allem aber der Dialog zwischen ihr und Jack Marcus McGaller (ISA-Fahner und MMA-Kämpfer). Die beiden sind an für sich schon sehr interessante Protagonisten, dann kommt Atkin Fénglán (Magier und Milliardär) ins Spiel.
Erst nach ca. 70% des Romaninhaltes beginnt man langsam ein wenig hinter die Geschichte des Romans zu blicken und Zusammenhänge erschließen sich – ab da wird es eigentlich erst richtig interessant – wenigstes für mich.
Der Auftaktband „Kalte Gischt“ ist ein recht interessanter Genre Mix aus Science-Fiction, Dystopie und Fantasy mit Thriller Anteilen – scheinbar der Grundstock zu einem Abenteuer der anderen Art, man sollte die Reihenteile in der richtigen Reihenfolge lesen, sie bauen aufeinander auf und können sonst nicht verstanden werden – ein Buch entspricht einem Tag). Es stellt das gegenwertige Weltbild und seine Grenzen, die Gerechtigkeit, die herrscht oder auch nicht, schonungslos in Frage. Der Roman ist actionreich, spirituell und äußerst komplex (die letzten beiden Aspekte werden ab den sogenannten 70% klarer).
Die Themen, auf die wir treffen: auserwählt mit geheimnisvoller Herkunft, Unwissenheit über die eigene Identität, Kampf gegen (korruptes) Überwachungssystem, alte Schwerter und geheimnisvolle Kampfkünste, eine verbotene Anziehung und daraus resultierende gefährliche Liebe (Enemies to Lovers), Intrigen, Geheimnisse, Zweiklassengesellschaft, Parallelwelt, fremde Zivilisation und Science-Fiction Technologie.
Ich finde ihn gelungen, aber außerhalb des Mainstreams, da sehr komplexe Handlung und Strukturen, diverse Erzählstränge, überraschend und eher unerwartet.
Die einzige Angst, die ich für die weiteren Bände habe, dass es zu abstrus wird und man als Leser/in schlechthin überfordert wird, so den Spaß an der Story verlieren wird, Von mir für den Auftaktband 5 Sterne.