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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2025

1 Coco, 2 Katzen, 3 Igel

Coco und ihre Freunde - Ein Such- und Zählbuch
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Coco ist ein wirklich schönes Buch um Kindern die Mengen zu verdeutlichen. Die Seiten sind sehr interessant gestaltet. Blickfang ist dabei jeweils eine Szene, in der der Vogel „Coco“ verschiedene befreundete ...

Coco ist ein wirklich schönes Buch um Kindern die Mengen zu verdeutlichen. Die Seiten sind sehr interessant gestaltet. Blickfang ist dabei jeweils eine Szene, in der der Vogel „Coco“ verschiedene befreundete Tiere sucht. Diese werden immer in entsprechender Zahl links neben dem Bild vorgestellt und von einem sehr kurzen Text begleitet, der zum Suchen animiert. Diese Suchspiele beschäftigen das Kind nicht nur auf spannende und interessante Art und Weise, sondern vertiefen durch aktives Mitzählen (gemeinsam mit oder durch den Vorlesenden) zudem das Mengenverständnis sehr gut. Sind zu Anfang die versteckten Tiere noch recht groß, ändert sich das mit zunehmender Menge und es wird kniffeliger. So bleibt das Interesse bestehen und die Lektüre kann dem Entwicklungsstand des Kindes entsprechend angepasst und gegebenenfalls verkürzt werden. Auch fasst ein Wimmelbild mit allen im Buch vorkommenden Tieren den Inhalt dieses Werkes zum Schluss auch nochmals zusammen.

Auf mich wirkt dieses Buch sehr durchdacht. Mein Kind zeigte sehr viel Freude an den Suchen und hatte auch nach mehrmaligem Ansehen noch Spaß daran die Bilder näher zu betrachten. Mir als Mutter fehlte zwar die Zusammenhänge und Hintergründe der Suchen, da die Seiten keine wirklich aufeinander aufbauende Geschichte enthalten, das Zählen ist dadurch aber dennoch Bestandteil des Buches und wird tatsächlich spielerisch eingeübt. Dazu ergibt sich durch das Fehlen einer übergeordneten Handlung die Möglichkeit einzelne Seiten unabhängig voneinander zu bearbeiten. Vielleicht also ist dies ja genau so gewollt.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Rosa Federspur und „Mehr“

Drei Wasserschweine wollen's wissen
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Juhuu! Emmy, Tristan und Raul wagen sich erneut ins Mehr! Bereits das erste Band dieser Reihe hatte uns ja auf ganzer Linie überzeugt und die Freude erneut mit den drei Capybara auf Abenteuerreise gehen ...

Juhuu! Emmy, Tristan und Raul wagen sich erneut ins Mehr! Bereits das erste Band dieser Reihe hatte uns ja auf ganzer Linie überzeugt und die Freude erneut mit den drei Capybara auf Abenteuerreise gehen zu dürfen, war daher entsprechend groß.

Mir persönlich hat dieses aktuelle Band sogar noch einen Ticken besser gefallen, da mir die Handlung in sich etwas schlüssiger erschien. Emmy, Tristan und Raul untersuchen das mysteriöse Verschwinden der Flamingos und heften sich an deren rosa Federspur. Doch was brachte die Vögel dazu ihr Gehege so überstürzt zu verlassen?

Wieder kommt man während des Lesens mit einer ganzen Reihe von Zoobewohnern in Berührung, deren Eigenheiten sehr schön herausgearbeitet wurden und tolle, einzigartige Charaktere formen, die skurril, geheimnisvoll oder auch mal ganz schön überdreht wirken können und dadurch ne Menge Bewegung und Spannung in die Handlung bringen. Gegen Leseunterbrechungen meinerseits wurden daher auch gern mal lautstark protestiert, was ich jedoch nur zu gut nachvollziehen konnte.

Auffallend- auch dank Design dem Vorsatzpapier abgedruckten Übersichtsplan- war, dass sich der Aufbau des Zoos im Vergleich zum ersten Band verändert und sich den Bedürfnissen der neuen Handlung angepasst hat. Ich finde diese nicht schlimm, meinen kleiner Schlaufuchs kam aber rasch drauf, dass dieses Mal irgendetwas anders war. Doch während des normalen Lesens spielte dies keine Rolle und führte nicht zu Ungereimtheiten im Handlungsverlauf. Nur waren die Gehege einfach anders angeordnet. Aber wer will schon lesen, dass Tristan, Emmy und Raul zig Gehege passieren müssen um zum aktuellen Handlungsort zu gelangen? Da finde ich diese Lösung hier doch deutlich besser.

Große Faszination lösten jedoch nicht nur die exotischen Tiere und die spannende Handlung aus, sondern auch die liebevolle Darstellung unserer Wasserschweine, die man einfach ins Herz schließen muss. Sie springen mehrfach über ihren eigenen Schatten, beweisen Mut, Zusammenhalt und Empathie, besitzen jeder für sich spezielle Eigenschaften und Stärken und ergänzen sich dadurch großartig!
Ich hoffe bereits jetzt, dass der nächste Band nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt. Denn wir brennen auf mehr „Mehr“!

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Persönliche Erfahrungen kombiniert mit interessanten Tierportraits

Die verborgene Tierwelt unserer Städte
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Zugegeben, erwartet hatte ich von diesem Buch etwas anderes und ich bin mir auch nicht sicher ob ich wirklich so viele Informationen darüber gewollt hätte, was in unseren Wohnungen so alles mit uns lebt. ...

Zugegeben, erwartet hatte ich von diesem Buch etwas anderes und ich bin mir auch nicht sicher ob ich wirklich so viele Informationen darüber gewollt hätte, was in unseren Wohnungen so alles mit uns lebt. Doch spannend und interessant war es schon. Das Buch wechselt dabei wiederkehrend zwischen dem Erleben des Autors und den wissenschaftlichen Informationen zu den, ihm begegneten Tieren- beginnend bei Schaben, Ameisen, Käfern (und ich muss Marco Granata recht geben, dass hier die häusliche Umgebung den Ekel in der Tat steigert) über in der Stadt lebende Vögel bis hin zu größeren Säugetieren und Fischen und verbindet dadurch alles zu einem großen Ganzen. Diese Herangehensweise empfand ich als ungewöhnlich, aber auch persönlich und sehr spannend zu lesen. Selbst wenn mir die Tiere außerhalb unserer eigenen Behausungen deutlich mehr zusagten, wirkten die Informationen zu den allen Tieren fundiert und interessant. Begleitend zu den Tierportaits wurden bunte, naturgetreuen Illustrationen ins Buch integriert, die für mein Empfinden jedoch gern etwas größer abgebildet hätten werden können. Nichts desto trotz ist dieses Buch sowohl Blickfang als auch Quelle erstaunlichen Wissens. Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, es hätte mich nicht in seinen Bann geschlagen.

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Veröffentlicht am 11.04.2025

Mit Tintenmagie infiziert

Sepia 2: Sepia und die Verschwörung von Flohall
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Mit „Sepia und die Verschwörung von Flohall“ ist Theresa Bell eine wirklich meisterliche Fortsetzung gelungen. Und obwohl Band 1 bei mir schon etwas zurücklag, war ich sofort wieder gefangen von der unverwechselbaren ...

Mit „Sepia und die Verschwörung von Flohall“ ist Theresa Bell eine wirklich meisterliche Fortsetzung gelungen. Und obwohl Band 1 bei mir schon etwas zurücklag, war ich sofort wieder gefangen von der unverwechselbaren Stimmung Flohalls. Das Funkelfest jährt sich und bringt eine Reihe von Neuerungen mit sich. Zum ersten Mal soll während der anstehenden Prüfungen der Lehrlinge ein Buch von ganz besonderer Bedeutung Flohalls Bewohnern präsentiert werden- ein Ereignis, welches Freude hervorrufen und mit einem Ball gefeiert werden sollte. Doch es geht Seltsames vor sich. Die Tintenwesen sind beunruhigt, die Bleilettern verändern sich und auch Sepia spürt bereits die bevorstehende Gefahr.

Sepias Geschichte ist, wie ich finde, für ein Kinderbuch recht komplex und erfordert einiges an Leseverständnis und Konzentration. Wer jedoch Band 1 bereits erfolgreich und mit Freuden gelesen hat, wird auch von diesem Folgeband sehr angetan sein:
Die Handlung setzt sich sehr spannend fort, bleibt kaum vorhersehbar und erweitert die Welt Flohalls auf eine interessante Weise. Neue Stadtviertel wurden in die Handlung integriert, eine alte Legende aufgegriffen, die Magie dieser Welt nochmals vertieft und all das mit Sepias eigener Geschichte verwebt.

Ich bin absolut begeistert und fasziniert, habe dieses Buch in wenigen Tagen verschlungen und auch mein Kind liest seither in jeder freien Minute. Einmal mit Tintenmagie infiziert scheint man ihrem Ruf wohl nicht mehr widerstehen zu können.

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Herzergreifend schönes Buch zur Trauerbewältigung

Weißt du noch? Ein Bilderbuch vom Abschiednehmen
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„Weißt du noch?“ ist ein recht schmales, aber dennoch sehr ausdrucksstarkes Buch über das Vermissen, den Tod und die Trauer.

Die Waldtiere bemerken die Abwesenheit ihres Freundes, dem Eichelhäher und ...

„Weißt du noch?“ ist ein recht schmales, aber dennoch sehr ausdrucksstarkes Buch über das Vermissen, den Tod und die Trauer.

Die Waldtiere bemerken die Abwesenheit ihres Freundes, dem Eichelhäher und spekulieren wo er wohl sein könnte. Sie suchen ihn, finden ihn jedoch nicht. Auch nicht an seinem Lieblingsplatz. Der Specht wusste aber zu berichten, dass ihr Freund in der letzten Zeit schwach und kränklich wirkte und nach und nach begreifen die Tiere, dass sie den Eichelhäher wohl nicht wiedersehen werden. Doch sie erinnern sich an ihn, sprechen von ihren Erlebnissen mit ihm und beginnen eine Tradition zu seinem Gedenken ins Leben zu rufen und finden Frieden in ihrem Tun.

Mir gefiel an diesem Buch sehr, dass der Tod nur vage gehalten wurde, es keinen sichtbaren Beweis, außer den Federn gab und dies sehr schön mit der Abwesenheit eines verstorbenen Menschen gleichgesetzt werden kann. Das Buch ist dazu auch frei von religiösen Annahmen, wodurch es alle Menschen einschließt, die um einen geliebten Menschen (oder auch Tier) trauern. Es beschäftigt sich mit den Gefühlen der Hinterbliebenen und verbreitet die Botschaft, dass der Verstorbene in unseren Gedanken, in den Erinnerungen und seinen Taten noch immer unter uns weilt.
Eine sehr schöne und tröstliche Vorstellung, wie ich finde!

Dieses Buch geht ans Herz, ist aber auch für sensible Kinder sehr gut geeignet. Es kann bei akuter Trauer, als auch als „normale Lektüre“ gelesen werden.

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