Profilbild von SiWel

SiWel

Lesejury Star
offline

SiWel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit SiWel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2025

Nicht so einfach wie gedacht

Le Café de la plage
0

Ich hatte in der Schule meinen Schwerpunkt auf Fremdsprachen und dazu zählte auch Französisch. Gerade übe ich mit meiner Enkelin, die im ersten Jahr Französisch hat wieder Vokabeln sowie Satzstellungen. ...

Ich hatte in der Schule meinen Schwerpunkt auf Fremdsprachen und dazu zählte auch Französisch. Gerade übe ich mit meiner Enkelin, die im ersten Jahr Französisch hat wieder Vokabeln sowie Satzstellungen. Le Café de la plage ist aus der Reihe Sprachwelten vom Circon Verlag und bietet 4 Kurzgeschichten für Anfänger. Eigentlich optimal für uns. Als wir dann aber mit der ersten Kurzgeschichte gestartet sind, wurde uns schnell klar, dass es nicht so einfach war wie wir uns das vorgestellt haben. Es sind hier zwar auch auf jeder Seite Vokabelangaben, aber für unser momentanes Wissen hat es nicht gereicht, wir mussten immer wieder welche nachschlagen und haben natürlich dementsprechend lange gebraucht um das Buch durch zu arbeiten. Gut gefallen haben uns die Infokästen zu Land und Sprache, nur die dunkel unterlegte Farbe hätte etwas heller vom Farbton her sein können. Ebenfalls hilfreich waren die einzelnen Übungen und das Online Vokabeltraining.

Ich konnte mein Wissen so wieder einmal auffrischen, meine Enkelin war schnell überfordert und hat die Lust daran verloren. Man sollte sich mit der Sprache schon ganz gut auskennen um auf diese Art zu lernen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.04.2025

Hier ist was los

MORDsJAHRE
0

Mordsjahre - 20 Kurzkrimis zum 20jährigen Jubiläum der Veranstaltungsreihe Krimi Couch, erschienen im Klartext Verlag, von dem die Autoren ihr Honorar an den Weissen Ring e.V. spenden. Jede einzelne Geschichte ...

Mordsjahre - 20 Kurzkrimis zum 20jährigen Jubiläum der Veranstaltungsreihe Krimi Couch, erschienen im Klartext Verlag, von dem die Autoren ihr Honorar an den Weissen Ring e.V. spenden. Jede einzelne Geschichte beruht auf eine Schlagzeile der letzten 20 Jahre über ein Verbrechen im Ruhrgebiet. Die Quellenhinweise befinden sich am Ende des Buches. Das Ruhrgebiet ist einzigartig mit seinen skurilen Gestalten. Mir gefiel schon die tolle Aufmachung des Buches, das Cover und auch das Format sind ein Eye Catcher. Die Kurzkrimis selbst sind tatsächlich aber nicht immer als Krimi einzuordnen, zwei gab es, die ich überhaupt nicht zu Ende lesen mochte. Das macht für mich aber den Charme einer Anthologie von Kurzgeschichten aus. Man lernt nicht nur Autoren kennen, von denen man gerne mehr lesen möchte, es kann auch ins Gegenteil über gehen. Manche der Krimis waren echt amüsant und ich hatte viel Spaß beim Lesen. Das Ruhrgebiet hatte ich definitv bei vielen davon vor Augen. Sehr interessant zu erfahren war, welche Schlagzeile zu der jeweiligen Geschichte animiert hat. Bei einigen konnte ich bei den Charakteren so richtig mitfühlen, hatte sogar Mitleid mit den Tätern, einige stimmen nachdenklich. Jede einzelne Geschichte ist auf jeden Fall kreativ erdacht und konnte mich mal mehr mal weniger fesseln. Infos zu den Autoren finden sich noch am Ende des Buches.

Ein Buch, das man immer mal wieder zur Hand nehmen kann, wenn gerade nicht so viel Zeit zum Lesen ist oder Wartezeiten überbrückt werden müssen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 28.03.2025

Toll, aber nicht immer alles schnell gemacht

SOS Familienküche
0

Es ist wohl für jeden schwer immer Mal auf die Schnelle eine leckere Mahlzeit für alle auf den Tisch zu stellen. Bei uns ist das eh nicht so einfach, da viele verschiedene Generationen mit am Tisch sitzen ...

Es ist wohl für jeden schwer immer Mal auf die Schnelle eine leckere Mahlzeit für alle auf den Tisch zu stellen. Bei uns ist das eh nicht so einfach, da viele verschiedene Generationen mit am Tisch sitzen und nicht jeder alles mag. Deswegen bin ich ständig auf der Suche nach neuen Rezepten, die familientauglich sind und nicht allzu viel Zeit in Anspruch nehmen. Annina Schäflein und Lena Merz versprechen hier Rezpte mit wenigen Zutaten, die schnell gekocht sind. Okay, perfekt für mich, ich war interessiert und gespannt. Um schonmal kurz unser aller Lieblingsessen zu benennen, Zupfbrot à la Pizza Salami, kommt zwar mit wenig Zutaten aus, braucht dafür aber 1 Stunde bis es auf dem Tisch steht. Selbst die Gerichte in dem Kapitel Blitzschnelle Gercihte brauchen alle mindestens 20 Minuten. Auch in der Zutatenliste finden sich Gewürze, die sich in meinem Vorratsschrank nicht befinden, aber da bin ich ja mittlerweile kreativ und ersetze die einfach durch andere. Hier ist übrigens der Flammkuchentoast eine gute Alternative, fertig in 30 Minuten. Es wird Fertigteig benutt, allerdings findet sich zusätzlich eine Anleitung mit Rezepten zum Selbstherstellen von Mürbeteig, Hefeteig und einem Blitz Blätterteig. So kann jeder selbst entscheiden, was er lieber benutzt. Jedes einzelne Rezept ist übersichtlich aufgelistet, anfangs findet sich ein anschauliches Foto, ein Titel, eine Mengen - bzw. Personenangabe, sowie die Zubereitungs- und Backzeit. Ich habe für uns hier wieder einiges neues entdecken und meine Mitesser zufrieden stellen können. Es ist einfach mal wieder etwas anderes und auf jeden Fall modern, ideenreich und kreativ.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 20.03.2025

Ein paar Seiten weniger wären gut gewesen

Deep Fake
0

Zunächst hat mich hier das Cover mit seinem auffälligen Farbschnitt aufmerksam werden lassen. Ich mag gute Thriller und dieser hier versprach vom Klappentext her Spannung. Abgeschiedenes Dorf, dunkle Wälder, ...

Zunächst hat mich hier das Cover mit seinem auffälligen Farbschnitt aufmerksam werden lassen. Ich mag gute Thriller und dieser hier versprach vom Klappentext her Spannung. Abgeschiedenes Dorf, dunkle Wälder, Deepfake, Verleumdung, Zerstörung. Die Autorin Cleo Konrad war mir kein Begriff. Mira, eine Lehrerin, lebt mit Mann und Zwillingen glücklich zusammen, bekommt von ihren Schülern ein Video gezeigt, in dem sie nackt zu erkennen ist. Kurz vorher erreichte sie ein Anruf einer vergessenen Freundin aus dem Dorf in dem sie als Kind gelebt hat mit der Bitte sie unbedingt dort zu treffen. Davon will Mira aber nichts wissen, denn aus dieser Zeit trägt sie ein trauriges Geheimnis mit sich herum, das sie aus ihrem Leben für immer verbannen will.

Der Schreibstil von Cleo Konrad ist angenehm. Erzählt wird abwechselnd aus Miras Sicht und aus der Sicht von Kat im Tagebuchstil. Das macht die Geschehnisse sehr spannend und sorgt stets für Abwechslung. Bei Mira und Kat konnte ich gut mitfühlen. Ich weiß nicht, wie oft ich jemand anderen verdächtigt habe. Immer wieder gibt es neue Wendungen, Manches fand ich dann allerdings auch sehr langatmig, da es irgendwie gerade nicht voran ging. Das mag ich bei Thrillern nicht, da muss es zügig voran gehen. Hier hätten ein paar Seiten weniger vielleicht Wunder getan. Trotz allem hat mich das Buch gut unterhalten können, es war atmosphärisch, teils gruselig und hat mich gut miträtseln lassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.03.2025

Lesenswert

Flusslinien
0

Mich hat das Cover sofort begeistern können, es wirkt atmosphärisch und da ist Bewegung drin. Der Klappentext hat mich ebenfalls angesprochen, denn drei Protagonisten unterschiedlichstem Alter und mit ...

Mich hat das Cover sofort begeistern können, es wirkt atmosphärisch und da ist Bewegung drin. Der Klappentext hat mich ebenfalls angesprochen, denn drei Protagonisten unterschiedlichstem Alter und mit einigen Schicksalschlägen hört sich interessant an. Margrit, Luzie und Arthur, drei total unterschiedliche Typen lernt man hier so nach und nach kennen. Margrit mit ihren bereits 102 Jahren hat da einiges aus ihrem Leben zu erzählen, aber auch Luzie und Arthur tragen schon ein Päckchen mit sich herum. Durch die Altersunterschiede gibt es natürlich noch jede Menge unterschiedliche Ansichten und Herangehensweisen, was ich hier überaus gut geschildert fand, auch wenn einiges dadurch manchmal etwas langatmig wirkte. Die Thematiken sind vielfältig, angefangen beim Altern bis hin zum Traumata und dem Tod. Naturschutz wird ebenso angesprochen, darauf deutet ja schon das Cover mit seinem Titel hin. Die Naturbeschreibungen der Elbe fand ich total atmosphärisch, vor allem haben die mich immer zum Innehalten beim Lesen angeregt. Die Charaktere sind sehr gut und lebendig gezeichnet. Ich mochte jeden einzelnen davon. Der Schreibstil ist sehr ruhig, passt aber perfekt. Besonders erwähnenswert finde ich noch die Nutzung einiger Briefe der Familie Warburg, die hier gekonnt mit eingebunden sind. Als besonders spannend kann ich den Roman jetzt nicht bezeichnen und ich konnte ihn auch nicht in einem Rutsch lesen, aber ich habe mich mit den Charakteren hier und ihren Erlebnissen ganz wohl gefühlt. Das Ende ist für mich passend, so hatte ich es mir bereits vorgestellt. Wer sowas in der Art mag und sich in andere Personen hineinversetzen kann, der sollte hier unbedingt zugreifen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere