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Veröffentlicht am 21.05.2025

Schräg

Vollblutspießer
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Vollblutspiesser von Chris Nolde hat mich wegen des lustigen Vorgartenzwergs sofort angesprochen. Max ist von Berlin nach Bonn gezogen und lebt nun anstelle eines aufregendes Künstlerlebens einen ganz ...

Vollblutspiesser von Chris Nolde hat mich wegen des lustigen Vorgartenzwergs sofort angesprochen. Max ist von Berlin nach Bonn gezogen und lebt nun anstelle eines aufregendes Künstlerlebens einen ganz normalen Bürojob. Leider passt ihm das auf Dauer aber überhaupt nicht, er ist mit allem unzufrieden und findet sich plötzlich in einer freiheitsliebenden, radikalen und Drogenkonsumierenden Gruppe wieder. Wie das endet, ist eigentlich schon vorprogrammiert.

Chris Nolde lässt einen hier an dem Leben von Max teilhaben. Max ist auf der Suche nach Zufriedenheit und durchläuft dabei einige Dinge in seinem Leben, die nicht ganz förderlich für ihn sind. Der Schreibstil ist ruhig, es liest sich interessant, an einigen Stellen witzig, an manchen Stellen nachdenklich stimmend und auch tiefgründig. Wie stellt man sich sein Leben vor? Kann man es so umsetzen wie man es wünscht? Chris Nolde packt hier ein nicht leichtes Thema an, denn irgendwann fragt sich jeder einmal in seinem Leben, ob das schon alles gewesen ist. Ist man ein Spießer nur weil man einem geregelten Job nachgeht und eine Familie hat?

Max ist ein Charakter, der mir anfangs alles andere als sympathisch war, denn mit seinem Lebensstil konnte ich mcih überhaupt nicht identifizieren. Im Laufe der Geschehnisse bessert sich aber das Verhältnis. Mit den anderen Charakteren ging es mit ähnlich. Allerdings sind alle so gut dargestellt, dass man während des Lesens Bilder davon im Kopf hat und das lässt alles lebendig wirken.

Ich weiß nicht, ob der Roman für jeden empfehlenswert wäre, ich habe alleine aus den Gründen weiter gelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, ob Max am Ende doch noch die Kurve kriegt.

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Veröffentlicht am 06.05.2025

Amüsant

Über Stock und Mörderstein
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Mit dem Wandern stehe ich eher auf Kriegsfuß, aber hier ist es zum Glück nur ein literarisches Wandern, also keine Blasen an den Füßen und da kann ich noch locker mithalten. Ellen, eine Privatdetektivin ...

Mit dem Wandern stehe ich eher auf Kriegsfuß, aber hier ist es zum Glück nur ein literarisches Wandern, also keine Blasen an den Füßen und da kann ich noch locker mithalten. Ellen, eine Privatdetektivin in den Wechseljahren hat es nicht so einfach, sie soll bei einer Gruppenwanderung auf dem Eifelsteig den Ehemann einer Auftragsgeberin ausspionieren. Dieser will sich wohl nicht nur mit der Geliebten, sondern auch noch mit den gestohlenen Diamanten aus dem Juweliergeschäft seiner Frau ins Ausland absetzen. In der Gruppe gibt Ellen sich als Fotografin aus um in Ruhe ermitteln zu können.

Über Stock und Mörderstein ist ein Cosy Crime von Carla Capellmann. Das Cover finde ich total gut getroffen, passt zum Titel. Ein Krimi eingebunden in eine Wandertour gefällt mir gut. Die Eifel ist eine herrliche Gegend und so kann man sich auf Wanderschaft begeben ohne was dafür zu tun. Man lernt Umgebung und neue Menschen kennen, sitzt im Trockenen und geniesst Seite für Seite. Ich finde das hat was.

Der Schreibstil von Carla Capelmann ist ruhig, lässt einen hier und da leicht schmunzeln, aber auch das Miträtseln kommt nicht zu kurz. Klar fragt man sich irgendwann, wer denn hier ein falsches Spielchen treibt und warum. Die Charaktere sind richtig gut dargestellt, ich hatte jeden einzelnen vor Augen und manchmal auch in Verdacht. Meine Ideen haben sich aber immer wieder zerworfen, erst ziemlich am Ende wurde ich dann erlöst und es gab die Auflösung.

Ein unblutiger Cosy Crime, der mich gut unterhalten hat und den ich gerne empfehle.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Schön illustriert

Schauplätze der Weltliteratur
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Das Buch hat mich sofort vom Titel her angesprochen. Ich war gespannt zu erfahren, was alles zur Weltliteratur zählt bzw. was ich überhaupt schon davon kenne. Vom Cover her sieht es schon nach einer Weltreise ...

Das Buch hat mich sofort vom Titel her angesprochen. Ich war gespannt zu erfahren, was alles zur Weltliteratur zählt bzw. was ich überhaupt schon davon kenne. Vom Cover her sieht es schon nach einer Weltreise aus und die Leseprobe hat mich ebenfalls für sich eingenommen. Erhalten habe ich ein 256 Seiten starkes Buch im handlichen Format. Schauplätze der Weltliteratur von John Sutherland erschienen im WBG Theiss Verlag. Unterteilt ist es in Romantische Aussichten, Kartierung der Moderne Nachkriegspanoramen und Zeitgenössische Schauplätze. Ich war gespannt, welche Örtlichkeiten mir hier nun begegnen würden.
Zunächst möchte ich einmal die innere Gestaltung hervorheben. Es macht Spaß erst einmal nur zu blättern. Es gibt so vieles zu sehen, an Originalcovern, Fotografien, Illustrationen und Karten. Eine wahre Pracht.
Die dargestellten 70 Werke, ob die wirklich alle zur Weltliteratur zählen, keine Ahnung, konnten mich nicht alle für sich begeistern. Einige andere werde ich mir mit Sicherheit nochmals genauer anschauen.
Vom Schreibstil her fand ich jedes Werk gut dargestellt. Es liest sich interessant und flüssig. Für eine erste kurze Information sehr gut gelungen.

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Nicht so einfach wie gedacht

Le Café de la plage
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Ich hatte in der Schule meinen Schwerpunkt auf Fremdsprachen und dazu zählte auch Französisch. Gerade übe ich mit meiner Enkelin, die im ersten Jahr Französisch hat wieder Vokabeln sowie Satzstellungen. ...

Ich hatte in der Schule meinen Schwerpunkt auf Fremdsprachen und dazu zählte auch Französisch. Gerade übe ich mit meiner Enkelin, die im ersten Jahr Französisch hat wieder Vokabeln sowie Satzstellungen. Le Café de la plage ist aus der Reihe Sprachwelten vom Circon Verlag und bietet 4 Kurzgeschichten für Anfänger. Eigentlich optimal für uns. Als wir dann aber mit der ersten Kurzgeschichte gestartet sind, wurde uns schnell klar, dass es nicht so einfach war wie wir uns das vorgestellt haben. Es sind hier zwar auch auf jeder Seite Vokabelangaben, aber für unser momentanes Wissen hat es nicht gereicht, wir mussten immer wieder welche nachschlagen und haben natürlich dementsprechend lange gebraucht um das Buch durch zu arbeiten. Gut gefallen haben uns die Infokästen zu Land und Sprache, nur die dunkel unterlegte Farbe hätte etwas heller vom Farbton her sein können. Ebenfalls hilfreich waren die einzelnen Übungen und das Online Vokabeltraining.

Ich konnte mein Wissen so wieder einmal auffrischen, meine Enkelin war schnell überfordert und hat die Lust daran verloren. Man sollte sich mit der Sprache schon ganz gut auskennen um auf diese Art zu lernen.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Hier ist was los

MORDsJAHRE
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Mordsjahre - 20 Kurzkrimis zum 20jährigen Jubiläum der Veranstaltungsreihe Krimi Couch, erschienen im Klartext Verlag, von dem die Autoren ihr Honorar an den Weissen Ring e.V. spenden. Jede einzelne Geschichte ...

Mordsjahre - 20 Kurzkrimis zum 20jährigen Jubiläum der Veranstaltungsreihe Krimi Couch, erschienen im Klartext Verlag, von dem die Autoren ihr Honorar an den Weissen Ring e.V. spenden. Jede einzelne Geschichte beruht auf eine Schlagzeile der letzten 20 Jahre über ein Verbrechen im Ruhrgebiet. Die Quellenhinweise befinden sich am Ende des Buches. Das Ruhrgebiet ist einzigartig mit seinen skurilen Gestalten. Mir gefiel schon die tolle Aufmachung des Buches, das Cover und auch das Format sind ein Eye Catcher. Die Kurzkrimis selbst sind tatsächlich aber nicht immer als Krimi einzuordnen, zwei gab es, die ich überhaupt nicht zu Ende lesen mochte. Das macht für mich aber den Charme einer Anthologie von Kurzgeschichten aus. Man lernt nicht nur Autoren kennen, von denen man gerne mehr lesen möchte, es kann auch ins Gegenteil über gehen. Manche der Krimis waren echt amüsant und ich hatte viel Spaß beim Lesen. Das Ruhrgebiet hatte ich definitv bei vielen davon vor Augen. Sehr interessant zu erfahren war, welche Schlagzeile zu der jeweiligen Geschichte animiert hat. Bei einigen konnte ich bei den Charakteren so richtig mitfühlen, hatte sogar Mitleid mit den Tätern, einige stimmen nachdenklich. Jede einzelne Geschichte ist auf jeden Fall kreativ erdacht und konnte mich mal mehr mal weniger fesseln. Infos zu den Autoren finden sich noch am Ende des Buches.

Ein Buch, das man immer mal wieder zur Hand nehmen kann, wenn gerade nicht so viel Zeit zum Lesen ist oder Wartezeiten überbrückt werden müssen.

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