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Veröffentlicht am 21.04.2025

Zusammenhalt war ihr einziger Halt

Um jeden Preis
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Dieses Buch hat mich tief erschüttert und zugleich beeindruckt. Die wahre Geschichte von Lydia, die mit ihrer Familie im Zweiten Weltkrieg alles verliert und in die eisige Hölle Sibiriens verschleppt wird, ...

Dieses Buch hat mich tief erschüttert und zugleich beeindruckt. Die wahre Geschichte von Lydia, die mit ihrer Familie im Zweiten Weltkrieg alles verliert und in die eisige Hölle Sibiriens verschleppt wird, lässt mich nicht mehr los. Ich konnte kaum fassen, mit welcher Stärke, Liebe und Aufopferung Lydia und ihre Mutter ihre Kinder durch diese entbehrungsreiche Zeit gebracht haben. Trotz Hunger, Kälte, Zwangsarbeit und menschenunwürdiger Behandlung haben sie nie den Mut verloren. Immer stand die Familie an erster Stelle. Zusammenhalt war ihr einziger Halt. Der Glaube an eine Zukunft als Familie in der BRD gab ihnen Kraft in Momenten, in denen es eigentlich keine Hoffnung mehr gab.

Hera Linds Schreibstil ist fesselnd, klar und bewegend, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Besonders beeindruckend war, wie vielschichtig erzählt wird: Lydias Perspektive, später auch Stimmen ihrer Kinder, machen das Erlebte noch greifbarer. Es ist keine leichte Lektüre! Manchmal war ich kurz davor, abzubrechen, so sehr ging mir das Leid unter die Haut. Aber genau deshalb sollte man es lesen: als Mahnmal gegen das Vergessen, als Erinnerung daran, wie privilegiert wir heute leben. Am Ende bleibt ein Gefühl tiefer Dankbarkeit, Entsetzen darüber wozu Menschen fähig sind und großer Bewunderung für eine Frau, deren Lebenswille und Mut unerschütterlich waren.

Ein Buch, das bleibt. Unbedingt lesen!!!

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Die Kraft der Worte

Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen
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Ito Ogawas "Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen" erzählt eine leise, aber tief berührende Geschichte, die mich sowohl emotional als auch geistig angesprochen hat. Im Mittelpunkt steht Hatoko, ...

Ito Ogawas "Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen" erzählt eine leise, aber tief berührende Geschichte, die mich sowohl emotional als auch geistig angesprochen hat. Im Mittelpunkt steht Hatoko, die nach Jahren der Abwesenheit in das Schreibwarengeschäft ihrer verstorbenen Großmutter zurückkehrt. Dort übernimmt sie die Aufgabe, für ihre Kundinnen und Kunden Briefe zu verfassen – feinfühlige, persönliche Botschaften, die weit mehr sind als nur Worte auf Papier. In jeder Zeile taucht sie in die Gedankenwelt der Menschen ein, die sich ihr anvertrauen, und gleichzeitig beginnt ihre eigene Geschichte, sich nach und nach zu entfalten.

Besonders bewegend ist die Auseinandersetzung mit Hatokos schwieriger Beziehung zu ihrer Großmutter, die sie aufgezogen hat. Die Erzählweise ist still und intensiv, fast poetisch, und im Laufe des Buches gewinnt die Großmutter eine neue, unerwartete Bedeutung. Hatoko blickt auf ihre Vergangenheit zurück, lernt, loszulassen und ihre Geschichte anzunehmen. Japanische Traditionen, die Kunst der Kalligrafie und die Bedeutung von Aufmerksamkeit und Zuhören fließen dabei auf subtile Weise in die Erzählung ein.

Dieses Buch ist kein lauter Roman, sondern eine sanfte Einladung zum Innehalten, ein stiller Begleiter für jene, die nach etwas Wahrem suchen.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Ein Leben für die Musik und gegen die Grenzen der Zeit

Die Melodie der Lagune
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Harriet Constables Roman hat mich direkt ins Venedig des 18. Jahrhunderts gezogen, eine Stadt voller Musik, Glanz, aber auch harter Grenzen für Frauen. Im Mittelpunkt steht Anna Maria della Pietà, ...

Harriet Constables Roman hat mich direkt ins Venedig des 18. Jahrhunderts gezogen, eine Stadt voller Musik, Glanz, aber auch harter Grenzen für Frauen. Im Mittelpunkt steht Anna Maria della Pietà, ein Waisenkind mit außergewöhnlichem Geigentalent. Im Ospedale della Pietà wird sie gefördert, und niemand Geringerer als Antonio Vivaldi unterrichtet sie. Doch während er ihr viel beibringt, nutzt er ihr Talent auch für seine eigenen Zwecke. Anna will mehr, sie will die beste Geigerin und Komponistin ihrer Zeit werden, doch die Gesellschaft macht ihr einen Strich durch die Rechnung.

Die Mischung aus historischen Fakten und Fiktion funktioniert großartig. Ich konnte das Wasser in den Kanälen riechen, die Musik hören und Annas Leidenschaft spüren. Neben der Musik geht es auch um die Rolle der Frau und das Leben der Waisenkinder in dieser schillernden, aber harten Welt. Der Schreibstil ist lebendig, die Geschichte spannend und berührend. Und am Ende bleibt die Frage: Was wäre aus Anna geworden, wenn sie in einer anderen Zeit geboren wäre? Daher kann ich das Buch nur wärmstens weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 02.12.2024

Ein fesselnder Thriller voller Wendungen und dunkler Geheimnisse

Die Frau des Serienkillers
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„Die Frau des Serienkillers“ hat mich von der ersten Seite an gepackt. Beth und Tom leben in einer scheinbar perfekten Welt, bis Tom wegen Mordes verhaftet wird. Die Idylle zerbricht, und Beth steht plötzlich ...

„Die Frau des Serienkillers“ hat mich von der ersten Seite an gepackt. Beth und Tom leben in einer scheinbar perfekten Welt, bis Tom wegen Mordes verhaftet wird. Die Idylle zerbricht, und Beth steht plötzlich im Zentrum eines Albtraums. Die Autorin spielt meisterhaft mit Erwartungen und liefert spannende Wendungen. Besonders die Perspektivwechsel zwischen Beth und Tom, sowie die Einblicke in Toms düstere Vergangenheit, steigern die Spannung. Beths Entwicklung und die Frage, ob sie wirklich die ahnungslose Ehefrau ist oder eine andere Rolle spielt, haben mich überrascht. Der Schreibstil ist fesselnd, die kurzen Kapitel und Cliffhanger treiben einen förmlich durch die Seiten. Besonders beeindruckt hat mich die unerwartete Auflösung. Die Charaktere sind lebendig und vielschichtig – insbesondere Beth, deren innere Konflikte man hautnah aus der ich-Perspektive miterleben konnte. Das Buch ist ein echter Pageturner, der mich bis zum Schluss in Atem gehalten hat und es geschafft hat bis zu Letzt noch immer undurchschaubar zu sein. Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten.

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Veröffentlicht am 07.11.2024

Grandios spannend

Blutrotes Karma
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In „Blutrotes Karma“ von Jean-Christophe Grangé tauche ich tief in die turbulente Atmosphäre der Pariser Studentenunruhen von 1968 ein. Die spannende Geschichte beginnt mit dem grausamen Mord an Hervés ...

In „Blutrotes Karma“ von Jean-Christophe Grangé tauche ich tief in die turbulente Atmosphäre der Pariser Studentenunruhen von 1968 ein. Die spannende Geschichte beginnt mit dem grausamen Mord an Hervés Freundin Suzanne, deren Leiche in einer Yogapose aufgehängt gefunden wird. Zusammen mit seinem Halbbruder, dem Polizisten Jean-Louis, und der idealistischen Nicole, einer Freundin des Opfers, begibt sich Hervé auf die Suche nach dem Mörder. Diese Verfolgungsjagd führt sie nicht nur durch Paris, sondern auch bis nach Indien, wo sie in die spirituellen Praktiken einer geheimnisvollen Glaubensgemeinschaft eintauchen.

Grangé beeindruckt mich mit dichten, bildhaften Beschreibungen und einem packenden Plot, der historische und politische Kontexte geschickt miteinander verwebt. Während sie versuchen, das Rätsel zu lösen, müssen die Protagonisten sich auch existenziellen Fragen stellen. Der Roman ist nicht nur nervenaufreibend und blutig, sondern bietet auch tiefgreifende Einblicke in die religiöse und kulturelle Vielfalt Indiens. Ein absoluter Pageturner, den ich nicht aus der Hand legen konnte und wärmstens jeden Thriller Fan empfehlen kann!

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