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Veröffentlicht am 24.04.2025

Was kommt nach dem Tod?

Von Larven und Libellen
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Von Larven und Libellen ist ein Bilderbuch über das Leben und den Tod.
Wohin gehen die Larven, wenn sie an die Oberfläche des Teiches klettern und warum kehren sie nicht zurück? Dieses wunderschön illustrierte ...

Von Larven und Libellen ist ein Bilderbuch über das Leben und den Tod.
Wohin gehen die Larven, wenn sie an die Oberfläche des Teiches klettern und warum kehren sie nicht zurück? Dieses wunderschön illustrierte Bilderbuch thematisiert den Verlust und die Frage nach dem Danach sehr kindgerecht. Die Texte sind kurz und sehr kindgerecht und die Illustrierungen laden zum längeren Betrachten ein.
Uns hat das Buch sehr gut gefallen und auch der Text an die Erwachsene am Ende des Buches empfinde ich als sehr hilfreich, um die Fragen von Kindern zum Thema Tod und Abschied zu beantworten. Vor allem die Frage nach dem Danach wird anhand der Geschichte sehr gut erklärt.
Ein sehr hilfreiches Bilderbuch, das ich als sehr wertvoll im Umgang mit dem Thema Tod und dem Danach, empfinde und das wunderbar geeignet ist, um auch noch länger über das Thema zu sprechen.

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Veröffentlicht am 24.04.2025

Emotionaler Generationenroman!

Das Haus der Goldmanns. Drei Generationen. Ein Haus. Ein großes Geheimnis.
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Britta Stadler lebt und arbeitet in Hamburg. Weit weg von München und ihrer Mutter Margit Stadler. Doch dann ruft die Polizei von München sie an. Ihre Mutter wurde orientierungslos herumirrend aufgegriffen ...

Britta Stadler lebt und arbeitet in Hamburg. Weit weg von München und ihrer Mutter Margit Stadler. Doch dann ruft die Polizei von München sie an. Ihre Mutter wurde orientierungslos herumirrend aufgegriffen und benötigt Hilfe. Britta ist das einzige Kind und so macht sie sich auf den Weg nach München. Sie hatte seit Jahren keinen Kontakt zu Margit gehabt. Jetzt ist Margit dement und kann nicht mehr allein leben. Britta muss sich um eine Betreuung kümmern. Doch wer soll das bezahlen? Geld ist nicht viel da, obwohl ihre Mutter in einer großen alten Villa lebt. Britta hat sich immer gefragt, warum ihre Mutter die Villa nicht längst verkauft hat. Doch seltsame Bemerkungen ihrer Mutter lassen sie stutzig werden und so forscht sie nach. Sie will mehr über ihre Vergangenheit und ihre Großeltern wissen. Schließlich stößt sie auf ein altes Familiengeheimnis und versteht auch das Verhalten ihrer Mutter.
Das Haus der Goldmanns umfasst die Geschichte über drei Generationen. Zum einen erfahren wir, wie sich Brittas Großeltern kennengelernt haben und zusammen nach München gezogen sind. Aber auch Brittas Situation mit der dementen Mutter wird thematisiert. Letztlich wird aber auch der Lebensweg der jungen Margit erzählt und so können wir nach und nach begreifen, warum Margit nicht die ideale Mutter für Britta war und warum sich beide eigentlich nicht viel zu sagen haben. Ob sich das jetzt noch ändern kann?
Die Geschichte der Großeltern wird natürlich vom drohenden zweiten Weltkrieg, den Kriegsjahren und der Nachkriegszeit geprägt. Doch all das hat weitreichende Folgen für die späteren Generationen.
Ich fand das Buch sehr spannend und auch sehr erschütternd. Erschüttert hat mich vor allem, wieviel der Krieg in den Familien kaputt gemacht hat und, dass weder Elisabeth noch Margit oder Britta eine glückliche Kindheit hatten. Die Folgen einer falschen Ideologie ziehen sich leider weit über die Kriegsjahre hinaus. Brittas Umgang mit der demenzkranken Mutter fand ich besonders bemerkenswert und berührend.
Ich habe das Buch in zwei Tagen verschlungen und konnte es fast nicht aus der Hand legen. Es ist wunderbar geschrieben und auch sehr emotional. Ein ganz hervorragender Generationenroman!

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Unglaublich spannend zu lesen!

Montmartre - Traum und Schicksal
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Licht und Schatten ist der erste Band aus der Dilogie Montmartre von Marie Lacrosse.
Elise Lambert und Valérie Dumas werden beide am selben Tag geboren. Doch während Elise in sehr ärmlichen Verhältnissen ...

Licht und Schatten ist der erste Band aus der Dilogie Montmartre von Marie Lacrosse.
Elise Lambert und Valérie Dumas werden beide am selben Tag geboren. Doch während Elise in sehr ärmlichen Verhältnissen von Montmartre aufwächst, wohnt Valérie, deren Vater ein wohlhabender Kunsthändler ist, in einer luxuriösen Wohnung mit Bediensteten. Beide haben aber große Träume. Elise möchte unbedingt Tänzerin werden und an den angesagten Varietés auftrete. Valérie ist eine talentierte Malerin und träumt davon an der Kunstakademie zu studieren. Doch beiden werden Steine in den Weg gelegt. Die Liebe und diverse Schicksalsschläge stellen beide vor ungeahnte Herausforderungen. Beide Frauen kämpfen um ihr Glück und geben die Hoffnung nicht auf, ihr Leben selbst zu bestimmen.
Der erste Band von Montmartre ist ein fulminanter Start in eine Dilogie, die unglaublich spannend, fesselnd und emotional ist. Abwechselnd erfahren wir mehr von den beiden unglaublich tapferen, jungen Frauen Elise und Valérie, die beide in so unglaublich unterschiedlichen Verhältnissen leben. Doch beide haben auch etwas gemeinsam, denn sie geben sich nicht mit ihrem bisherigen Leben zufrieden, sondern möchten etwas ändern. Und dafür arbeiten sie auch fleißig. Darum sind mir beim Lesen auch beide sehr ans Herz gewachsen. Vor allem das ärmliche Leben von Elise und ihrer Familie ist sehr tragisch und leider müssen sie immer wieder Rückschläge in Kauf nehmen. Die Beschreibungen von den Verhältnissen in den ärmlichen Vierteln von Montmartre lässt erkennen, wie schwer es damals gewesen sein muss, eine ehrliche und ehrbare Arbeit zu haben, die der Familie als Auskommen ausreicht. Wieviel glücklicher kann sich daher Valérie und ihre Familie schätzen, dass sie in so wohlhabenden Verhältnissen leben können.
Der Auftakt der neuen Dilogie von Marie Lacrosse hat mich sehr überzeugt und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, die im November 2025 erscheint und bei der wir erfahren werden, wie es Elise und Valérie in der Zukunft ergehen wird und ob sich ihre Träume erfüllen werden.

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Veröffentlicht am 15.04.2025

Neuanfang auf Amrum!

Villa Seestern - Ein neuer Wind
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Villa Seestern – Ein neuer Wind, von Constanze Wilken ist der Auftakt einer neuen Reihe um Eva Seemann und ihre kleine Pension auf Amrum.
Als Eva Seemann von ihrem Ehemann Martin geschieden ist, braucht ...

Villa Seestern – Ein neuer Wind, von Constanze Wilken ist der Auftakt einer neuen Reihe um Eva Seemann und ihre kleine Pension auf Amrum.
Als Eva Seemann von ihrem Ehemann Martin geschieden ist, braucht sie eine Veränderung. Sie beschließt zusammen mit ihren Kindern, einen Neuanfang zu wagen und kauft ein altes Reetdachhaus auf Amrum. Da sie als Kind öfters Urlaub auf Amrum gemacht hat, kennt sie das Inselleben und möchte dort eine Pension eröffnen. Allerdings sind Ferien natürlich was anderes, als beruflich auf der Insel Fuß zu fassen. Ihre überstürzte Flucht aus der Großstadt Frankfurt stellt sie vor große Probleme. Das Reetdachhaus ist renovierungsbedüftiger als gedacht, die Handwerker haben noch jede Menge zu tun und die ersten Gäste kündigen sich schon an. Ob sie ihre Pension rechtzeitig eröffnen kann?
Zum Glück findet sie schnell Freunde auf der Insel und bekommt Unterstützung. Aber nicht alle sind ihr wohlgesonnen. Dann entdeckt sie auf dem Dachboden eine alte Dose mit Briefen. Was es damit wohl auf sich hat? Was für eine Geschichte hat das alte Haus?
Mir hat der Reihenauftakt sehr gut gefallen. Es ist ein schöner Wohlfühlroman mit sympathischen Protagonisten. Mir gefällt der Schreibstil von Constanze Wilken sehr gut, man fühlt mit Eva, wenn mal wieder etwas schief geht und würde am liebsten direkt zum Essen kommen, wenn ihre neue Freundin Petra mal wieder Kuchen gebacken hat. Es bleiben am Ende des Buches viele Fragen offen und so hoffe ich auf die baldige Fortsetzung der Reihe.
Ein tolles stimmungsvolles Buch, das mit viel Empathie geschrieben wurde und für alle Fans von Nordseeromane bestens geeignet ist.

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Veröffentlicht am 13.04.2025

Mitreißend und spannend!

Maikäferjahre
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Maikäferjahre von Sarah Höflich ist ein mitreißender Familienroman gegen Ende des 2. Weltkrieges.
Anni lebt mit ihrer Tochter bei ihren Eltern in Dresden. Ihr Mann ist in Russland vermisst. Als Dresden ...

Maikäferjahre von Sarah Höflich ist ein mitreißender Familienroman gegen Ende des 2. Weltkrieges.
Anni lebt mit ihrer Tochter bei ihren Eltern in Dresden. Ihr Mann ist in Russland vermisst. Als Dresden gegen Ende des Krieges von den Alliierten bombardiert wird, kommt sie nur knapp mit dem Leben davon. Zu Hilfe kommt ihr der Halbjude Adam, der von ihrem Vater versteckt wurde. Mit ihrer Tochter und Adam begibt sie sich auf die abenteuerliche Flucht durch das besetzte Deutschland, auf der Suche nach einer sicheren Bleibe. Immer in Gefahr, dass Adam doch noch erwischt wird.
Annis geliebter Zwillingsbruder Tristan wird in seinem Jagdbomber über England abgeschossen und kommt schwerverletzt in britische Kriegsgefangenschaft. Dort verliebt er sich in die junge Krankenschwester Rosalie, die ihm mehrfach das Leben rettet. Doch die beiden sind heftigen Anfeindungen ausgesetzt.
Anni und Tristan schreiben sich regelmäßig Briefe, auch wenn sie nicht wissen, ob diese überhaupt ankommen. Doch sie glauben fest daran, sich irgendwann wiederzusehen.
Diesen unglaublich spannenden und mitreißenden Familienroman um Anni, Adam, Tristan und Rosalie habe ich innerhalb zwei Tagen verschlungen. Die vier Hauptprotagonisten waren mir sehr sympathisch und ihre Erlebnisse gegen Ende des Krieges und in den zwei Jahren danach, habe ich fast atemlos verfolgt.
Direkt zu Anfang des Buches wird es recht schnell spannend und so geht es bis zum Ende des Buches. Es wird absolut nicht langweilig. Ich liebe diesen mitreißenden Schreibstil der Autorin sehr und hoffe, dass es vielleicht auch eine Fortsetzung des Romans geben wird. Auf jeden Fall freue ich mich noch mehr von der Autorin Sarah Höflich zu lesen.

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