Emotionaler Generationenroman!
Das Haus der Goldmanns. Drei Generationen. Ein Haus. Ein großes Geheimnis.Britta Stadler lebt und arbeitet in Hamburg. Weit weg von München und ihrer Mutter Margit Stadler. Doch dann ruft die Polizei von München sie an. Ihre Mutter wurde orientierungslos herumirrend aufgegriffen ...
Britta Stadler lebt und arbeitet in Hamburg. Weit weg von München und ihrer Mutter Margit Stadler. Doch dann ruft die Polizei von München sie an. Ihre Mutter wurde orientierungslos herumirrend aufgegriffen und benötigt Hilfe. Britta ist das einzige Kind und so macht sie sich auf den Weg nach München. Sie hatte seit Jahren keinen Kontakt zu Margit gehabt. Jetzt ist Margit dement und kann nicht mehr allein leben. Britta muss sich um eine Betreuung kümmern. Doch wer soll das bezahlen? Geld ist nicht viel da, obwohl ihre Mutter in einer großen alten Villa lebt. Britta hat sich immer gefragt, warum ihre Mutter die Villa nicht längst verkauft hat. Doch seltsame Bemerkungen ihrer Mutter lassen sie stutzig werden und so forscht sie nach. Sie will mehr über ihre Vergangenheit und ihre Großeltern wissen. Schließlich stößt sie auf ein altes Familiengeheimnis und versteht auch das Verhalten ihrer Mutter.
Das Haus der Goldmanns umfasst die Geschichte über drei Generationen. Zum einen erfahren wir, wie sich Brittas Großeltern kennengelernt haben und zusammen nach München gezogen sind. Aber auch Brittas Situation mit der dementen Mutter wird thematisiert. Letztlich wird aber auch der Lebensweg der jungen Margit erzählt und so können wir nach und nach begreifen, warum Margit nicht die ideale Mutter für Britta war und warum sich beide eigentlich nicht viel zu sagen haben. Ob sich das jetzt noch ändern kann?
Die Geschichte der Großeltern wird natürlich vom drohenden zweiten Weltkrieg, den Kriegsjahren und der Nachkriegszeit geprägt. Doch all das hat weitreichende Folgen für die späteren Generationen.
Ich fand das Buch sehr spannend und auch sehr erschütternd. Erschüttert hat mich vor allem, wieviel der Krieg in den Familien kaputt gemacht hat und, dass weder Elisabeth noch Margit oder Britta eine glückliche Kindheit hatten. Die Folgen einer falschen Ideologie ziehen sich leider weit über die Kriegsjahre hinaus. Brittas Umgang mit der demenzkranken Mutter fand ich besonders bemerkenswert und berührend.
Ich habe das Buch in zwei Tagen verschlungen und konnte es fast nicht aus der Hand legen. Es ist wunderbar geschrieben und auch sehr emotional. Ein ganz hervorragender Generationenroman!