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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.04.2025

Licht und Schatten

Dunkel Land
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Verena betreut ihre verwaiste Nichte und ist völlig abgebrannt. Da kommt das Angebot von Gut Wuthenow gerade recht, dort den Neffen der Hausherrin für drei Monate zu unterstützen. Doch der vermeintliche ...

Verena betreut ihre verwaiste Nichte und ist völlig abgebrannt. Da kommt das Angebot von Gut Wuthenow gerade recht, dort den Neffen der Hausherrin für drei Monate zu unterstützen. Doch der vermeintliche Junge stellt sich als erwachsener Mann heraus, der aufgrund eines Anschlages sein Kurzzeitgedächtnis verloren hat und damit als externer Polizeiberater nicht mehr arbeiten könnte...

Das Buch hat für mich Licht und Schatten. Einerseits ist es wirklich gut lesbar. Kurze Kapitel, die sich schnell weglesen, gute Beschreibungen der Personen, Orte und Handlungen. Die Hauptfiguren sind sympathisch. Der Fall selbst ist nicht übermäßig spannend, aber auch nicht uninteressant. Was leider gar nicht funktioniert für mich ist Verena. Eigentlich Literaturwissenschaftlerin mutiert sie in wenigen Stunden und Tagen zu Superdetektivin, die auch noch ganz locker grausame Tatortfotos, Angriffe in Nazikneipen, Obduktionen und Ermittlungen völlig problemlos und ohne größere Nebenwirkungen wegsteckt. Das ist für mich nicht glaubwürdig. Auch Carls Gedächtnisverlust mit der immerwährenden Kompensation war für mich schwer nachvollziehbar, aber hier verstehe ich zu wenig von der Materie und erlaube mir da kein Urteil. Aber ich wusste schon zur Hälfte des Buches, wer der Täter ist. Daher mein Fazit: gut lesbarer, aber eher durchschnittlicher Krimi.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Durchwachsen

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?
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Nic kommt nach 10 Jahren wieder in ihren kleinen Heimatort zurück, um zusammen mit ihrem Bruder das Heimathaus für einen Verkauf vorzubereiten, da der Vater dement in einem Pflegeheim ist. Nur wenige Tage ...

Nic kommt nach 10 Jahren wieder in ihren kleinen Heimatort zurück, um zusammen mit ihrem Bruder das Heimathaus für einen Verkauf vorzubereiten, da der Vater dement in einem Pflegeheim ist. Nur wenige Tage ist Nic da, da verschwindet eine junge Frau spurlos. Und alles erinnert an die Zeit vor 10 Jahren, als Nics Freundin ebenso spurlos verschwand. Und scheinbar hängt beides zusammen ...


Mich hat das Buch nicht wirklich überzeugt. Die Geschichte wird rückwärts erzählt. Für mich erst mal ein interessanter Ansatz. Doch obwohl nicht wirklich schlecht geschrieben, habe ich mich etwas durchgequält. Mir fehlte über weite Strecken die Spannung. Alles wird ausgebreitet, nicht sehr viel passierte, obwohl auch immer wieder mal ein neuer Verdächtiger präsentiert wird. Erst die letzten 100 Seiten gingen für mich schneller, wobei ich nicht sicher bin, ob es nicht einfach daran lag, dass endlich ein Ende in Sicht war. Am Ende gibt es noch einige Überraschungen, doch insgesamt hat sich für mich das Buch nicht über den Durchschnitt hinausgehoben. Schade, da wäre mehr drin gewesen.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Teils Teils

Wolfswut
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Lottes Vater stirbt an Krebs und beim Sichten des Nachlasses findet sie Fässer mit Leichenteilen. Doch ihr Vater war ein allseits anerkannter Mensch und das passt nicht zusammen. Die Ermittler kommen schnell ...

Lottes Vater stirbt an Krebs und beim Sichten des Nachlasses findet sie Fässer mit Leichenteilen. Doch ihr Vater war ein allseits anerkannter Mensch und das passt nicht zusammen. Die Ermittler kommen schnell hinter das jahrelange Doppelleben. Die Ermittlungen werden eingestellt, bis erneut ein Mord in ähnlicher Form geschieht...

Das Buch ist nach wahren Begebenheiten geschrieben. Furchtbar genug, was solche Menschen tun. Doch leider hat der Autor für mich noch einen draufgesattelt und zu viel gewollt. Der Anfang des Buches ist richtig gut. Das Ermittlerteam überzeugt und ist richtig sympathisch. Auch das Ende ist klasse und birgt einige Überraschungen. Wenn da nicht der Mittelteil wäre. Zum einen sehr langatmig und damit langweilig werdend. Zum anderen wieder mal eine selbst ziemlich durchgeknallte Ermittlern. Gibt es in der Thrillerliteratur keine normalen Ermittler mehr? Ihr Partner Max ist es doch. Dann wurde jede einzelne Tat und die Grausamkeiten bis ins kleinste Detail dokumentiert, und zwar mehrfach. Durch die Ermittler, durch das Tagebuch, durch die Beschreibung der Filme. Irgendwann stumpfte man als Leser ab. Eine Straffung hätte dem Buch hier gut getan.
Mein Fazit: das Buch ist lesbar und in Teilen richtig gut. Aber insgesamt ist es dann Durchschnitt.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Mehr erwartet

Flusslinien
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Margrit ist 102 und lebt in einer Seniorenresidenz. Fast täglich lässt sie sich von Arthur zum römischen Garten fahren. Die Gestalterin dieses Gartens war eine Freundin ihrer Mutter. Oft wird sie von Luzie, ...

Margrit ist 102 und lebt in einer Seniorenresidenz. Fast täglich lässt sie sich von Arthur zum römischen Garten fahren. Die Gestalterin dieses Gartens war eine Freundin ihrer Mutter. Oft wird sie von Luzie, ihrer Enkelin, besucht. Dieser versucht gerade, sich aus einem Trauma zu befreien.

Ich hatte gerade am Anfang riesige Schwierigkeiten mit diesem Buch. Ich hatte einfach mehr bzw. etwas anderes erwartet. Aber die Geschichten sind alle sehr abgehackt und wirken durcheinander. Erst nach und nach verbinden sie sich zu einer Art Fortsetzung und diese Teile lassen sich dann sehr gut lesen, während bei anderen für mich Verwirrung und teilweise oft auch Langeweile aufkommen. Außerdem hatte ich mehr über Else, die die Gestalterin dieses römischen Gartens und über diesen selbst, erwartet. Alles in allem war für mich das Buch kein Lesevergnügen und ich würde daher auch keine Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Licht und Schatten

Der Wolf im dunklen Wald
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Im Wendland gibt es eine große Jagd. Die örtliche Familie lädt alles dazu ein, was Rang und Namen hat oder mit ihr verbunden ist. Doch am nächsten Tag wird im Wald ein toter Mann aufgefunden. Carla beginnt ...

Im Wendland gibt es eine große Jagd. Die örtliche Familie lädt alles dazu ein, was Rang und Namen hat oder mit ihr verbunden ist. Doch am nächsten Tag wird im Wald ein toter Mann aufgefunden. Carla beginnt wieder zu ermitteln - auf ihre eigene, sehr unkonventionelle Weise. Und es wird nicht der einzige Mord bleiben

Das Buch ist der zweite Teil um die Reihe der Ermittlungen im Wendland. Es beginnt rasant und die Autorin schreibt wirklich sehr gut. So kommt am Anfang auch viel Spannung auf. Doch im Laufe des Buches war ich eigentlich mehr und mehr genervt. Zum einen, weil unheimlich viel Privates hineinspielte- fast mehr als den Ermittlungen. Zum anderen, weil ich immer mehr daran zweifelte, dass so eine Kommissarin in dem Zustand überhaupt auf Dauer ermitteln darf, auch wenn die Vorgeschichte sehr tragisch ist. Aber es gab so viel kaputte Figuren, dass es für mich einfach überhand nahm und nicht mehr glaubwürdig wirkte. Das Ende wiederum birgt eine mehr als überraschende Lösung und war gut durchdacht.

Alles in allem ist das Buch für mich dann leider eher Mittelmaß und konnte nicht restlos überzeugen

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