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Veröffentlicht am 23.04.2025

Schade

Dem Kroisleitner sein Vater
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Der 104 Jahre alte „Dorfkönig“ Kroisleitner wird mit aufgeschürften Knien und blauer Zunge auf dem Berg tot aufgefunden. Sein eigener Sohn verhält sich eigenartig und auch eine alte Nachbarin kommt ins ...

Der 104 Jahre alte „Dorfkönig“ Kroisleitner wird mit aufgeschürften Knien und blauer Zunge auf dem Berg tot aufgefunden. Sein eigener Sohn verhält sich eigenartig und auch eine alte Nachbarin kommt ins Gefängnis. Doch komische Dinge passieren weiterhin im Ort....

Anfangs fand ich das Buch richtig gut. Einige witzige Einfälle und Anspielungen, viel Lokalkolorit und ein großes Spielen mit diversen Klischees machte das Buch zu einem Lesevergnügen über ca. 2/3 hinweg. Auch wenn es bis dahin um eine Menge Nebenhandlungen ging und nicht wirklich viel Spannung vorkam. Das störte mich nicht. Ja, wenn dann nicht zum Ende hin und vor allem in der Auflösung des Falles nicht viel zu viel Chaos, Unglaubwürdiges und Übertriebenes passiert wäre. Zumal die eigentliche Aufklärung dann auch recht schnell abgehandelt wurde. Das Buch ist ein bisschen Krimi, ein bisschen Heimatschnulze, ein bisschen Geschichte, ein bisschen Comic, ein bisschen Gesellschaftskritik – eben von allem nur ein bisschen, aber nichts richtiges. Schade, hier wurde für mich das viele Positive regelrecht kaputt gemacht und großes Potential verschenkt.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Nicht schlecht

Lost in Fuseta
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Kommissar Lost aus Deutschland kommt durch ein europäisches Polizeiaustauschprogramm nach Portugal in den kleinen Ort Fuseta. Bei seinen neuen Kollegen ist er anfangs mehr als unbeliebt, weil sie mit seinen ...

Kommissar Lost aus Deutschland kommt durch ein europäisches Polizeiaustauschprogramm nach Portugal in den kleinen Ort Fuseta. Bei seinen neuen Kollegen ist er anfangs mehr als unbeliebt, weil sie mit seinen Eigenheiten nicht klar kommen. Und als er einem Kollegen absichtlich in den Fuß schießt, ist er quasi schon auf der Heimreise ...

Mich lässt das Buch geteilt zurück. Zum einem ist es wirklich sehr gut lesbar, witzig und spielt auch noch in einer Gegend, über die eher selten geschrieben wird. Das Leben in Portugal war für mich interessant beschrieben, die Eigenheiten gut herausgestellt. Oft hatte es mehr als nur ein wenig Urlaubsfeeling.
Auch die Ermittlungen selbst waren spannend, teils überraschend und nachvollziehbar. Die "Portugiesen" im Team mit ihren speziellen Eigenheiten waren sympathisch.
Warum trotzdem nur 3 Punkte? Auch Kommissar Lost war eigentlich sympathisch. Eine Hauptfigur mit Asperger ist auf jeden Fall neu und man lernt eine Menge darüber. Für mich war nur nicht glaubwürdig, dass ein Kommissar mit Asperger und den in diesem speziellen Fall benannten Symptomen der Nichterkennbarkeit von Menschen/Gesichtern und der Nichterkennbarkeit von "menschlichen Regungen" beim Gegenüber als Kommissar arbeitet, der Verhöre durchführt und eine Waffe trägt und einsetzt.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Untypisch

It's Market Day
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Das Buch ist eine besondere Mischung. Kein richtiges Reisebuch, kein richtiges Kochbuch, keine richtige Sammlung von Biografien … von jedem ein wenig. Die Mischung ist interessant, doch auch ein wenig ...

Das Buch ist eine besondere Mischung. Kein richtiges Reisebuch, kein richtiges Kochbuch, keine richtige Sammlung von Biografien … von jedem ein wenig. Die Mischung ist interessant, doch auch ein wenig schwierig.

Zum einem macht es großen Spaß, die verschiedenen Märkte per Text und Bild nachzuverfolgen. Man spürt förmlich die Liebe des Autors zu den Märkten, man kann sie nachvollziehen und hat selbst eigene Bilder und Gerüche im Kopf. Es verleitet dazu, diese Märkte auch besuchen zu wollen. Die schönen Fotos werden abgerundet durch Texte über die Besonderheiten der Märkte, der Länder und der Menschen. Allerdings empfand ich die Texte manchmal als ein wenig steif, wenn es um die Fakten ging – und als ein wenig zu sehr werbend bei den anderen Sachen. In diesen Teilen war es eine Mischung aus Sach- und Reisebuch.

Schwieriger waren für mich dann doch die Rezepte. Landesspezifisch – ja, aber teilweise schwierig im Nachmachen (jedenfalls für mich). Ich scheiterte zum Teil schon an den Zutaten. Und auch teilweise an den Erklärungen. Und damit sind wir wieder bei meinen Eingangsworten: es ist von allem ein bißchen und damit fehlen für mich aber auch einige Teile in der Tiefe. Als Kochbuch würde ich es nicht empfehlen, ansonsten war es aber gut.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Schwierig

Das Einstein Enigma
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Ich empfand das Buch als schwierig - beim Lesen und bei der Beurteilung. Es ist zweigeteilt. Da ist zum einen die Geschichte um den Wissenschaftler, der ungewollt zum Spion wird und gleichzeitig unglaubliche ...

Ich empfand das Buch als schwierig - beim Lesen und bei der Beurteilung. Es ist zweigeteilt. Da ist zum einen die Geschichte um den Wissenschaftler, der ungewollt zum Spion wird und gleichzeitig unglaubliche Abenteuer überlebt, die Frau seines Lebens findet und in letzter Minute am Sterbebett des Vaters die Lösung erhält. Das ist ganz flüssig geschrieben und in großen Teilen gut lesbar. Da ist aber auch gleichzeitig der große wissenschaftliche Teil. Der verlangt mehr als nur einfaches Wissen ab und ich fühlte mich recht schnell völlig überfordert. Das hatte aber zur Folge, dass ich bald die Lust am Lesen verlor und mich in diesen Teilen stark langweilte. Viele Schlussfolgerungen empfand ich als zu hoch und nicht nachvollziehbar. Diese Mischung aus Abenteuer mit hoher Wissenschaft hat letztendlich nicht mehr mein Interesse wecken können, die angezeigte Fortsetzung werde ich wohl nicht mehr lesen.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Enttäuscht ratlos

Slawa und seine Frauen
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Das Buch lässt mich etwas enttäuscht und teilweise ratlos zurück. Der Titel und der Untertitel lassen etwas anderes erwarten: nämlich eine Art überraschende Biografie über das wahre Leben des Großvaters ...

Das Buch lässt mich etwas enttäuscht und teilweise ratlos zurück. Der Titel und der Untertitel lassen etwas anderes erwarten: nämlich eine Art überraschende Biografie über das wahre Leben des Großvaters des Autors. Dieser begleitet seine Mutter in die Ukraine und nach Israel, als diese sich auf Spurensuche nach ihrem Vater begiebt. Der Autor wirkt anfangs mäßig interessiert und will eigentlich nur ein Buch darüber schreiben.
Anfangs liest sich das Buch richtig gut. Die Unterschiede der beiden Familien mit ostdeutsch-kommunistischen Wurzeln, die sich nach der Wende neu einrichten muss, sowie der jüdisch-sowjetischen, deren Heimatland jetzt die Ukraine ist, sind sehr groß. Der Autor berichtet witzig bis bissig ironisch darüber, ohne für eine Seite Partei zu ergreifen und die andere zu verurteilen.
Leider verliert sich das im Laufe des Buches. Das Leben des Vaters/Großvaters wird eher im Schnelldurchlauf abgehandelt. Für mich war er nie eine reale Person, er kam mir immer unpersönlich vor. Die Ausflüge zu den in Israel lebenden Familienmitgliedern waren eher langweilig. Und so frage ich mich jetzt, etwas der Autor eigentlich aussagen wollte, falls es nicht nur um die rein persönliche Familienzusammenführung ging.

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