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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2025

und von hier aus weiter

Von hier aus weiter
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Der Roman vermittelt eine besondere Stimmung, die zu Beginn ziemlich kühl und hoffnungslos erscheint, dann aber durch eine Brise Humor immer lebendiger und lebensbejahender wird. Marlene wird nach dreißig ...

Der Roman vermittelt eine besondere Stimmung, die zu Beginn ziemlich kühl und hoffnungslos erscheint, dann aber durch eine Brise Humor immer lebendiger und lebensbejahender wird. Marlene wird nach dreißig Ehejahren Witwe, das wirft sie komplett aus dem Konzept, aber nicht nur die Tatsache, dass ihr Ehemann tot ist, sondern auch, dass er Suizid begangen hat und sie in gewisser Weise belogen oder betrogen hat. Marlenes Emotionen sind intensiv und greifbar, sie ist so wütend, dass sie zuerst keine Trauer zulassen kann. Zum Glück hat sie umsichtige, zuvorkommende Menschen in ihrem Umfeld, die zu sehr guten Freunden werden. Mit der Zeit öffnet sich Marlene immer mehr und es tut ihr sichtbar gut. Es ist eine Freude, ihre persönliche Entwicklung beim Lesen mitzuverfolgen. Der Schluss hat mir besonders gut gefallen, mehr möchte ich an dieser Stelle aber auch nicht verraten, der Brief hat es in sich.

Veröffentlicht am 24.04.2025

innige Verbundenheit

Pearly Everlasting
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Ich finde die Geschichte von Pearly und Bruno wunderschön, gerade weil Pearly eine so außergewöhnliche Kindheit und Jugendzeit hatte und mit Bruno aufwachsen durfte. Auch wenn es für mich unvorstellbar ...

Ich finde die Geschichte von Pearly und Bruno wunderschön, gerade weil Pearly eine so außergewöhnliche Kindheit und Jugendzeit hatte und mit Bruno aufwachsen durfte. Auch wenn es für mich unvorstellbar ist, so hat dieser Gedanke dennoch etwas Magisches und Romantisches, neben der harten Realität. In der Natur, abgeschottet von vielen negativen Einflüssen und unter einfachen Verhältnissen kann Pearly naturverbunden aufwachsen und sich zu einem liebenswerten Menschen entwickeln. Bis zu einem Tag, an dem Bruno schreckliches vorgeworfen wird und sich ihre Wege trennen. Wie kann Pearly das verkraften und was kann sie tun, um ihn zu retten? Pearlys Gefühlswelt wird sehr ausführlich und emotional beschrieben, sodass sie uns als Leser*innen mit auf ihre Reise nimmt, wunderschön zu lesen.

Veröffentlicht am 22.04.2025

optimistisch und hoffnungsvoll

Der Bright-Side-Running-Club
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Das Cover wirkt so frisch und fröhlich, dabei ist der Hintergrund eine ernste Thematik. Keira ist eine starke Persönlichkeit und lässt sich auch von ihrer Diagnose nicht unterkriegen. Ich bewundere sie, ...

Das Cover wirkt so frisch und fröhlich, dabei ist der Hintergrund eine ernste Thematik. Keira ist eine starke Persönlichkeit und lässt sich auch von ihrer Diagnose nicht unterkriegen. Ich bewundere sie, wie sie es schafft, zu kämpfen und gleichzeitig auch noch viele weitere Menschen zu motivieren. Es werden unschöne Themen ehrlich angesprochen, aber diese Phasen wechseln sich wiederum mit positiven, optimistischen Szenen ab, die Mut machen. Generell ist die Stimmung eher optimistisch, hoffnungsvoll, auch humorvoll, das finde ich sehr gut gelungen.

Veröffentlicht am 01.04.2025

authentisch und unperfekt perfekt

Der Wolf im dunklen Wald
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Der Kriminalroman ist ruhig, erzählend, aber dennoch spannend, indem sich die Spannung unterschwellig langsam aufbaut. Besonders gut gefällt mir, dass einerseits der Ermittlungsfall komplex ist, nicht ...

Der Kriminalroman ist ruhig, erzählend, aber dennoch spannend, indem sich die Spannung unterschwellig langsam aufbaut. Besonders gut gefällt mir, dass einerseits der Ermittlungsfall komplex ist, nicht so schnell zu durchschauen und zum Miträtseln einladend und auf der anderen Seite bleibt auch noch der nötige Raum für die persönlichen, familiären Angelegenheiten von Carla. Als Charakter finde ich Carla sehr sympathisch, sie kennt ihre Stärken und Schwächen und weiß, dass sie nicht fehlerfrei ist. Mal gelingt ihr der Spagat zwischen Beruf und Familie besser, meist aber nicht so gut, denn die Erlebnisse aus der Vergangenheit sind noch immer traumatisierend und beschäftigen sie weiterhin stark. Ihre Tochter Lana hat ihr Temperament geerbt, daher ist es nicht immer leicht, die richtige Balance zu finden, vor allem in Zeiten, wenn alle gestresst sind und zeitgleich zur Mordserie auch noch Lanas 18. Geburtstag ansteht. Auch die Sorgen und Gedanken, die sich Lana macht, haben Platz. Somit finde ich den Kriminalroman authentisch und unperfekt perfekt und würde gerne mehr von der Autorin lesen.

Veröffentlicht am 14.03.2025

Veränderung zulassen

Vier Wochen
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Die Novelle bietet ein ungewöhnliches Leseerlebnis, indem es bildhafte Beschreibungen von Alltagssituationen einer Familie mit zwei Teenagern schildert. Dier Erzählperspektive ist aus Sicht der Mutter ...

Die Novelle bietet ein ungewöhnliches Leseerlebnis, indem es bildhafte Beschreibungen von Alltagssituationen einer Familie mit zwei Teenagern schildert. Dier Erzählperspektive ist aus Sicht der Mutter und so authentisch, dass man sich als Leser*in fast wie ein Teil der Familie fühlt und mit ihr die gemeinsamen vier Wochen in Italien hautnah miterleben kann. Die Gefühlslagen wechseln, Vorstellungen vom Leben der Jugendlichen und der Erwachsenen driften auseinander, Konflikte werden von allen Beteiligten anders wahrgenommen. Konsequenzen durchzusetzen, fällt schwer, Verantwortung zu übernehmen für das eigene Handeln ebenfalls und Loslassen und Vertrauen sind ebenfalls wichtige Themen. Und am Ende ist es an der Zeit, etwas zu verändern. Ein Wandel beginnt, der Aufbruch in eine neue Lebensspanne. Vielleicht hat alles so kommen müssen?