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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2025

innige Verbundenheit

Pearly Everlasting
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Ich finde die Geschichte von Pearly und Bruno wunderschön, gerade weil Pearly eine so außergewöhnliche Kindheit und Jugendzeit hatte und mit Bruno aufwachsen durfte. Auch wenn es für mich unvorstellbar ...

Ich finde die Geschichte von Pearly und Bruno wunderschön, gerade weil Pearly eine so außergewöhnliche Kindheit und Jugendzeit hatte und mit Bruno aufwachsen durfte. Auch wenn es für mich unvorstellbar ist, so hat dieser Gedanke dennoch etwas Magisches und Romantisches, neben der harten Realität. In der Natur, abgeschottet von vielen negativen Einflüssen und unter einfachen Verhältnissen kann Pearly naturverbunden aufwachsen und sich zu einem liebenswerten Menschen entwickeln. Bis zu einem Tag, an dem Bruno schreckliches vorgeworfen wird und sich ihre Wege trennen. Wie kann Pearly das verkraften und was kann sie tun, um ihn zu retten? Pearlys Gefühlswelt wird sehr ausführlich und emotional beschrieben, sodass sie uns als Leser*innen mit auf ihre Reise nimmt, wunderschön zu lesen.

Veröffentlicht am 22.04.2025

optimistisch und hoffnungsvoll

Der Bright-Side-Running-Club
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Das Cover wirkt so frisch und fröhlich, dabei ist der Hintergrund eine ernste Thematik. Keira ist eine starke Persönlichkeit und lässt sich auch von ihrer Diagnose nicht unterkriegen. Ich bewundere sie, ...

Das Cover wirkt so frisch und fröhlich, dabei ist der Hintergrund eine ernste Thematik. Keira ist eine starke Persönlichkeit und lässt sich auch von ihrer Diagnose nicht unterkriegen. Ich bewundere sie, wie sie es schafft, zu kämpfen und gleichzeitig auch noch viele weitere Menschen zu motivieren. Es werden unschöne Themen ehrlich angesprochen, aber diese Phasen wechseln sich wiederum mit positiven, optimistischen Szenen ab, die Mut machen. Generell ist die Stimmung eher optimistisch, hoffnungsvoll, auch humorvoll, das finde ich sehr gut gelungen.

Veröffentlicht am 01.04.2025

authentisch und unperfekt perfekt

Der Wolf im dunklen Wald
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Der Kriminalroman ist ruhig, erzählend, aber dennoch spannend, indem sich die Spannung unterschwellig langsam aufbaut. Besonders gut gefällt mir, dass einerseits der Ermittlungsfall komplex ist, nicht ...

Der Kriminalroman ist ruhig, erzählend, aber dennoch spannend, indem sich die Spannung unterschwellig langsam aufbaut. Besonders gut gefällt mir, dass einerseits der Ermittlungsfall komplex ist, nicht so schnell zu durchschauen und zum Miträtseln einladend und auf der anderen Seite bleibt auch noch der nötige Raum für die persönlichen, familiären Angelegenheiten von Carla. Als Charakter finde ich Carla sehr sympathisch, sie kennt ihre Stärken und Schwächen und weiß, dass sie nicht fehlerfrei ist. Mal gelingt ihr der Spagat zwischen Beruf und Familie besser, meist aber nicht so gut, denn die Erlebnisse aus der Vergangenheit sind noch immer traumatisierend und beschäftigen sie weiterhin stark. Ihre Tochter Lana hat ihr Temperament geerbt, daher ist es nicht immer leicht, die richtige Balance zu finden, vor allem in Zeiten, wenn alle gestresst sind und zeitgleich zur Mordserie auch noch Lanas 18. Geburtstag ansteht. Auch die Sorgen und Gedanken, die sich Lana macht, haben Platz. Somit finde ich den Kriminalroman authentisch und unperfekt perfekt und würde gerne mehr von der Autorin lesen.

Veröffentlicht am 14.03.2025

Veränderung zulassen

Vier Wochen
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Die Novelle bietet ein ungewöhnliches Leseerlebnis, indem es bildhafte Beschreibungen von Alltagssituationen einer Familie mit zwei Teenagern schildert. Dier Erzählperspektive ist aus Sicht der Mutter ...

Die Novelle bietet ein ungewöhnliches Leseerlebnis, indem es bildhafte Beschreibungen von Alltagssituationen einer Familie mit zwei Teenagern schildert. Dier Erzählperspektive ist aus Sicht der Mutter und so authentisch, dass man sich als Leser*in fast wie ein Teil der Familie fühlt und mit ihr die gemeinsamen vier Wochen in Italien hautnah miterleben kann. Die Gefühlslagen wechseln, Vorstellungen vom Leben der Jugendlichen und der Erwachsenen driften auseinander, Konflikte werden von allen Beteiligten anders wahrgenommen. Konsequenzen durchzusetzen, fällt schwer, Verantwortung zu übernehmen für das eigene Handeln ebenfalls und Loslassen und Vertrauen sind ebenfalls wichtige Themen. Und am Ende ist es an der Zeit, etwas zu verändern. Ein Wandel beginnt, der Aufbruch in eine neue Lebensspanne. Vielleicht hat alles so kommen müssen?

Veröffentlicht am 13.03.2025

alte Geheimnisse - neue Geheimnisse

Stromlinien
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Zu Beginn taucht man als Leserin in die Natur und Landschaftsgegebenheiten ein, darauf muss man sich zuerst einlassen können. Ich bin eher neugierig und bestrebt, schnell an neue Informationen zu kommen ...

Zu Beginn taucht man als Leserin in die Natur und Landschaftsgegebenheiten ein, darauf muss man sich zuerst einlassen können. Ich bin eher neugierig und bestrebt, schnell an neue Informationen zu kommen oder möchte wissen, wie die Geschichte weitergeht. Doch hier wurde ich ausgebremst und habe die Bilder, die dadurch entstanden sind, aber nach kurzer Zeit doch sehr schön gefunden und mich auch auf eine Entschleunigung der Geschichte einlassen können. Wenn man im Nachhinein das Nachwort der Autorin liest, versteht man auch ihren Bezug zu den Erzählungen und zur Natur, das finde ich sehr gelungen. Ich finde es immer interessant, wie Autorinnen gerade auf dieses eine Thema stoßen, das sich für ein Buch lohnt und hier wurde dies sehr ausführlich und für mich nachvollziehbar erklärt.
Inhaltlich werden die Lebensgeschichten einer nicht ganz gewöhnlichen Familie über mehrere Generationen beschrieben. Gewisse Themenbereiche und Probleme treten scheinbar gehäuft auf, wie Gefängnisaufenthalte oder die Frage nach Schuld und Vergebung oder auch die Häufung von Zwillingen. Spannend finde ich vor allem die jugendlichen Sichtweisen von Enna und Luca, kombiniert mit Oma Ehme und Großtante Greetje, eine gelungene Ergänzung. Auch das Leben in der Abgeschiedenheit inmitten der Natur an der Elbe und zugleich die Nutzung neuer Medien finde ich spannend.
Am Ende werden alle Handlungsstränge miteinander in Verbindung gebracht und die Fragen aus der Vergangenheit werden aufgeklärt. Die aktuellen Ereignisse werden zwar auch aufgelöst, allerdings kam mir dies am Ende etwas zu kurz und knapp, vor allem in Relation zu den vorangegangenen, doch sehr ausführlichen Schilderungen. Hier hätte ich mir noch weitere Sichtweisen von Jale oder Alea gewünscht, sie kommen für mich etwas zu kurz. Häufig wird über Jale aus Sicht von Enna oder aus der Perspektive ihrer Schulkolleg*innen von ihr gesprochen, aber was sie selbst denkt und warum sie wie handelt, ist am Ende etwas knapp gehalten. Trotzdem hat mich die Familiengeschichte sehr berührt und ich hätte sehr gerne noch weitergelesen, wie die Zukunft sich entwickeln wird. Alte Geheimnisse werden geklärt, aber neue sind wieder entstanden.