Berührende Familiengeschichte
Die andern sind das weite MeerDie Familiengeschichte wird im Wechsel aus der Perspektive des Vaters und der drei Kinder erzählt. Vater Hans leidet zunehmend unter Demenz. Er fühlt sich aber noch ganz fit und seine Kinder wollen nicht ...
Die Familiengeschichte wird im Wechsel aus der Perspektive des Vaters und der drei Kinder erzählt. Vater Hans leidet zunehmend unter Demenz. Er fühlt sich aber noch ganz fit und seine Kinder wollen nicht sehen, dass er mehr Unterstützung bräuchte, weil sie zu sehr mit ihrem eigenen Leben und Problemen beschäftigt sind. Durch die unterschiedlichen Perspektiven bekommt man einen guten Einblick in das Leben und die Gefühlswelt der einzelnen Personen. Alle haben ihr Päckchen zu tragen, suchen sich aber in der Familie keine Unterstützung sondern versuchen, allein zurecht zu kommen. Erst im Laufe des Buches verstehen sie, wie wichtig und hilfreich Zusammenhalt sein kann. Diese Entwicklung ist sehr rührend zu lesen. Vorher gab es immer wieder Stellen, an denen ich die jeweilige Person gern aufgefordert hätte, genauer hinzugucken.
Die Autorin hat einen schönen Schreibstil und schildert ihre Charaktere lebensnah und realistische Situationen. Mich hat das Buch berührt und nochmal in Erinnerung gerufen, dass man genauer hinsehen und mehr zusammenhalten sollte. Es ist keine Schwäche, Fehler einzugestehen und sich helfen zu lassen. Ein Neuanfang kann gelingen.