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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2025

Was für ein Albtraum!

Code Kill – Ein tödliches Spiel
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„Code Kill“ von Hendrik Klein ist nach „PAY“ mein zweites Buch des Autors. War „PAY“ schon sehr gut, ist „Code Kill“ noch besser, spannender als der Vorgänger. Ein Thriller, der an den frühen Fitzek erinnert ...


„Code Kill“ von Hendrik Klein ist nach „

PAY“ mein zweites Buch des Autors. War „

PAY“ schon sehr gut, ist „Code Kill“ noch besser, spannender als der Vorgänger. Ein Thriller, der an den frühen Fitzek erinnert oder an Arno Strobels „Offline“ und „Die App“. Worum geht es?
Maximilian Ryf, genannt Max, ist Manager des neuen Hotels Seewind Manor, das auf einer kleinen Insel vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns liegt. Ein Haus mit einem Smart Home-System, alles ganz einfach per Fingerabdruck und Sprache steuerbar. Und dazu absolut sicher. Oder etwa nicht?
Zur Eröffnung wurden fünf Gäste geladen. Seltsame Dinge geschehen. Als eine Mitarbeiterin brutal ermordet in ihrem Zimmer aufgefunden wird, bricht Panik aus. Wer ist der/ die Nächste?
Hendrik Klein beherrscht das Spiel mit der Angst. Ein einsames Hotel auf einer Insel ohne Verbindung zur Außenwelt, ein schwerer Sturm, das hat ein bisschen was von einem Locked Room Mystery. Der Täter oder die Täterin muss sich unter den Anwesenden befinden, denen eine Flucht unmöglich ist.
„Code Kill“ ist kein normaler Thriller, eher ein Horrorfilm, ein Killerspiel mit einem Setting, das nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern für die Handlung zwingend erforderlich ist.
Ab und zu sind Kapitel mit der Überschrift (Früher) sowie Abschnitte in Kursivschrift eingestreut, eine Stimme aus dem Off. Sie verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen.
Hendrik Klein erzählt seine Geschichte in perfektem Tempo und mit stetig steigender Spannung bis zum überraschenden Ende. Was ist Realität und was ist Fiktion? Die Grenzen verschwimmen.
Mit „Code Kill“ präsentiert sich der Autor als Meister der Irrungen und Wendungen. Und glaubt man, es sei keine Steigerung mehr möglich, dann setzt er noch einen drauf. Und noch einen. Und noch einen…

Fazit: Spannend, wendungsreich und nie vorhersehbar. Eine Auflösung, die alles in den Schatten stellt. Gruselig!

Veröffentlicht am 27.03.2025

Es geht weiter!

Winter's Game
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„Das letzte Grab“ und „Das falsche Opfer“ von Lukas Erler hatte ich begeistert verschlungen, nun folgt der dritte Fall für die toughe Rechtsanwältin Carla Winter aus Frankfurt am Main, „Winter’s Game“, ...


„Das letzte Grab“ und „Das falsche Opfer“ von Lukas Erler hatte ich begeistert verschlungen, nun folgt der dritte Fall für die toughe Rechtsanwältin Carla Winter aus Frankfurt am Main, „Winter’s Game“, nicht minder spannend. Worum geht es?
Carla wird in der Tiefgarage ihrer Kanzlei überfallen. In letzter Sekunde wird sie von einem Fremden gerettet. Doch schon kurz darauf wird sie Opfer eines weiteren Anschlags. Auf offener Straße wird ihr Auto gerammt und sie selbst schwer verletzt. Ihr Helfer stirbt.
Es muss sich um verschiedene Täter handeln. Der eine will Informationen, der andere will Carla tot sehen. Nur wer? Und warum? Als wäre das nicht schon genug, erhält Carla auch noch makabre Drohungen von einem Stalker, der versucht, sie einzuschüchtern…
„Winter‘s Game“ ist spannend und unterhaltsam. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Es geht um Menschenhandel, illegale Adoptionsgeschäfte und Rache. Und dann ist da auch noch ihr Exmann Felix, scheinbar unkaputtbar.
Ab und zu finden sich Bezüge zu den Vorgängern, erscheinen alte Bekannte und Feinde. Ich könnte mir vorstellen, dass Neueinsteiger, die die ersten beiden Bände nicht kennen, Verständnisprobleme haben. Gerne werde ich auch die Fortsetzung lesen, so es denn eine geben wird.

Fazit: Fall Nr. 3 für Carla Winter. Superspannend!

Veröffentlicht am 18.03.2025

Der Abschied

Teure Täuschung
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Ich danke Eva Ehley für zwölf spannende Sylt-Krimis um das Ermittlertrio Blanck, Kreuzer und Winterberg sowie Fred und seine Staatsanwältin. Ich hatte sie alle begeistert verschlungen und auch „Teure ...


Ich danke Eva Ehley für zwölf spannende Sylt-Krimis um das Ermittlertrio Blanck, Kreuzer und Winterberg sowie Fred und seine Staatsanwältin. Ich hatte sie alle begeistert verschlungen und auch „Teure Täuschung“ hat mich nicht enttäuscht. Worum geht es?
Eine Frau verschwindet, eine wird tot aufgefunden. Handelt es sich um ein und dieselbe? Bastian kann seine Exfrau nicht erreichen und die sterblichen Überreste der Wasserleiche sind schwer entstellt. Tod durch Ertrinken, ein Suizid oder ein Tötungsdelikt bzw. ein Unfall außerhalb des Wassers? Das ist die Frage.
Die Kommissare ermitteln in der Sylter High Society. Auch Journalist Fred Hübner und Staatsanwältin Elsbeth von Bispingen sind wieder mit von der Partie.
„Teure Täuschung“ ist spannend und unterhaltsam. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Bis zum emotionalen Schluss. Es geht um Erpressung, enttäuschte Liebe und Rache. Nichts ist, wie es scheint. Niemand ist, wer er zu sein scheint.
Blanck, Kreuzer, Winterberg & Co, eine sympathische Truppe, die mir in 15 Jahren ans Herz gewachsen ist. Ich werde sie vermissen. Mit dem Ausblick aus dem Abspann hätte es doch locker weitergehen können. Schade…

Fazit: Band 12 und krönender Abschluss der besten Sylt-Krimi-Reihe ever.

Veröffentlicht am 05.03.2025

Ewig Leben?

Thanatopia
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„Hologrammatica“ und „Qube“ hatten mich begeistert und auch der dritte Band aus der Welt der Hologrammatica, „Thanatopia“, überzeugt mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung. Worum geht es?
Wir ...


„Hologrammatica“ und „Qube“ hatten mich begeistert und auch der dritte Band aus der Welt der Hologrammatica, „Thanatopia“, überzeugt mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung. Worum geht es?
Wir schreiben das Jahr 2095, vier Jahre nach Qube: Der Wiener Kommissar Wenzel Landauer ermittelt im Fall zweier toter Frauen. Beide könnten Zwillinge sein, sie gleichen sich wie ein Ei dem anderen.
Landauer und seine Kollegin Tish Turquois stoßen bei ihren Recherchen auf junge Menschen, die die Schwelle des Todes, die „thin black line“, überschreiten, um herauszufinden, was sie nach dem Tod erwartet.
Die sogenannten Deather oder Thanatonauten benutzen dafür Gefäße, illegale Klone, die nach dem Gebrauch entsorgt werden. Im Mittelpunkt stehen Stasja Tschernow und Vince van Goth.
Ein weiterer Handlungsstrang erzählt von der Physikerin Sahana Kapoor, die in London einen Kongress besucht. Doch es ist nicht das, was sie erwartet hatte.
Die Story wird aus wechselnden Perspektiven erzählt, unterbrochen von Einschüben eines Gesprächs, bei dem lange nicht klar ist, wer die Personen sind.
Schauplätze sind unter anderem Wien, Griechenland und London. Wir treffen alte Bekannte: Galahad Singh und Francesco Bittner, die in den vorigen Teilen tragende Rollen hatten. Auch die KI, die sich „Nemo“ nennt, ist wieder mit von der Partie. Selbst die französische Programmiererin Juliette Perrotte wird erwähnt.
Tom Hillenbrand beschreibt die Welt im Jahr 2095 detailliert, mit allen technischen Errungenschaften. Das ist clever gemacht. Seine Fantasie kennt hier keine Grenzen.
Neben der Aufklärung der Todesfälle in Wien nimmt der philosophische Aspekt einen großen Raum ein: Die Frage, was nach dem Tod kommt, ob ein Leben danach möglich bzw. gewünscht ist.

Fazit: Genialer SciFi-Thriller. Spannend und philosophisch.

Veröffentlicht am 13.02.2025

Terroralarm

Echokammer
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Ingar Johnsrud kannte ich bisher nicht. Aber „Echokammer“ hat mich sofort gefesselt. Denn ich liebe Politthriller und Verschwörungstheorien.
Während die Wahl des norwegischen Parlaments immer näher rückt, ...


Ingar Johnsrud kannte ich bisher nicht. Aber „Echokammer“ hat mich sofort gefesselt. Denn ich liebe Politthriller und Verschwörungstheorien.
Während die Wahl des norwegischen Parlaments immer näher rückt, herrscht bei der Terrorabwehr höchste Alarmbereitschaft: Es gibt Hinweise auf einen bevorstehenden Anschlag. Im Verdacht stehen rechtsnationale Extremisten, die im Besitz einer großen Menge Rizin sind.
Wird es den Ermittlern Liselott Benjamin und Martin Tong gelingen, den Anschlag zu verhindern? Perfide ist, der Angriff kommt in Wellen. Unterdessen geht der Wahlkampf in die heiße Phase. Christina Nielsen, die stellvertretende Vorsitzende der Arbeiterpartei, sieht sich auf der Zielgeraden zur Machtübernahme.
Mittendrin: Jens Meidell, ihr juristischer Berater. Wie weit ist er bereit zu gehen: um der Partei zurück an die Macht zu verhelfen? Um die Demokratie vor rechten Umsturzplänen zu retten? Und vor allem: um seine eigene dunkle Seite zu verbergen?
„Echokammer“ ist spannend und unterhaltsam, herausfordernd und anspruchsvoll. Es geht um Macht und Intrigen. Wer wird verlieren, wer wird gewinnen? Und um welchen Preis?
Die Figurenzeichnung ist gut gelungen. Immer neue Wendungen fordern die beiden Helden heraus, bis zum bitteren Ende. „Echokammer“ ist der Auftakt einer Thriller-Trilogie und ich bin sicher, dass ich Band 2 auch lesen werde.

Fazit: Brandaktueller Politthriller, der soziale Medien, Terrorismus und politische Ränkespiele thematisiert. Spannend!