Ewig Leben?
Thanatopia
„Hologrammatica“ und „Qube“ hatten mich begeistert und auch der dritte Band aus der Welt der Hologrammatica, „Thanatopia“, überzeugt mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung. Worum geht es?
Wir ...
„Hologrammatica“ und „Qube“ hatten mich begeistert und auch der dritte Band aus der Welt der Hologrammatica, „Thanatopia“, überzeugt mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung. Worum geht es?
Wir schreiben das Jahr 2095, vier Jahre nach Qube: Der Wiener Kommissar Wenzel Landauer ermittelt im Fall zweier toter Frauen. Beide könnten Zwillinge sein, sie gleichen sich wie ein Ei dem anderen.
Landauer und seine Kollegin Tish Turquois stoßen bei ihren Recherchen auf junge Menschen, die die Schwelle des Todes, die „thin black line“, überschreiten, um herauszufinden, was sie nach dem Tod erwartet.
Die sogenannten Deather oder Thanatonauten benutzen dafür Gefäße, illegale Klone, die nach dem Gebrauch entsorgt werden. Im Mittelpunkt stehen Stasja Tschernow und Vince van Goth.
Ein weiterer Handlungsstrang erzählt von der Physikerin Sahana Kapoor, die in London einen Kongress besucht. Doch es ist nicht das, was sie erwartet hatte.
Die Story wird aus wechselnden Perspektiven erzählt, unterbrochen von Einschüben eines Gesprächs, bei dem lange nicht klar ist, wer die Personen sind.
Schauplätze sind unter anderem Wien, Griechenland und London. Wir treffen alte Bekannte: Galahad Singh und Francesco Bittner, die in den vorigen Teilen tragende Rollen hatten. Auch die KI, die sich „Nemo“ nennt, ist wieder mit von der Partie. Selbst die französische Programmiererin Juliette Perrotte wird erwähnt.
Tom Hillenbrand beschreibt die Welt im Jahr 2095 detailliert, mit allen technischen Errungenschaften. Das ist clever gemacht. Seine Fantasie kennt hier keine Grenzen.
Neben der Aufklärung der Todesfälle in Wien nimmt der philosophische Aspekt einen großen Raum ein: Die Frage, was nach dem Tod kommt, ob ein Leben danach möglich bzw. gewünscht ist.
Fazit: Genialer SciFi-Thriller. Spannend und philosophisch.