Zwischen Wahn und Wirklichkeit
Locked in
Ich danke Henri Faber für vier packende Thriller. Auch „Locked in“ habe ich mit großer Freude gelesen. Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit. Worum geht es?
Ein mysteriöser Prolog, der uns ...
Ich danke Henri Faber für vier packende Thriller. Auch „Locked in“ habe ich mit großer Freude gelesen. Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit. Worum geht es?
Ein mysteriöser Prolog, der uns später noch einmal begegnet. Dann sind wir auch schlauer.
Danach lernen wir den Heidelberger Kommissar Paul Maertens und seine Kollegin Stefanie kennen. Sie ermitteln in drei Entführungsfällen: Ein Opfer wird tot aufgefunden, ein weiteres ist vermutlich tot. Als sie den Täter endlich stellen, fällt der durch einen Schuss ins Koma.
Maertens versucht alles, um das dritte Opfer lebend zu finden. Dazu benötigt er die Hilfe des Neurowissenschaftlers Professor Doktor Theo Linde, der ein Verfahren entwickelt hat, um in den Kopf eines Menschen einzudringen.
„Locked in“ ist spannend und unterhaltsam. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Eine irre, wirre Geschichte. Nichts ist, wie es scheint. Niemand ist, wer er zu sein scheint. Interessante und unerwartete Wendungen runden diese unglaubliche Geschichte ab.
Immer wieder sind Kapitel mit dem Titel „Im Verlies“ eingestreut. Sie verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen. Wenn man denkt, der Roman sei zu Ende, beginnt die Handlung scheinbar neu und stellt alles Bisherige in Frage - bis zum etwas zu rührselig geratenen Ende.
Fazit: Der letzte Henri Faber. Schade, ich werde ihn vermissen.