Profilbild von CynthiaM94

CynthiaM94

Lesejury Star
offline

CynthiaM94 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit CynthiaM94 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.06.2025

klassischer Thriller

Jigsaw Man - Im Zeichen des Killers
0

„Jigsaw Man- Im Zeichen des Killers“ ist genau die Art von blutigem Thriller, dir ich früher total gern gelesen: temporeich, brutal, kurzweilig. Obwohl es Teil einer Reihe ist muss man weder den Band davor ...

„Jigsaw Man- Im Zeichen des Killers“ ist genau die Art von blutigem Thriller, dir ich früher total gern gelesen: temporeich, brutal, kurzweilig. Obwohl es Teil einer Reihe ist muss man weder den Band davor gelesen haben, da alles ausreichend aufgegriffen wird, noch habe ich nach Beendigung des Buche das dringende Bedürfnis einen Folgeband zu lesen, da der Fall uns sich zum größten Teil abgeschlossen ist.

Der Fall war auch total solide, es gibt quasi nonstop neue Opfer, dir brutal abgeschlachtet werden und es beginnt eine atemlose Jagd nach dem Täter. Warum bin ich also nicht angefixt genug um weiterlesen zu wollen? Weil das ganze ziemlich oberflächlich ist. Ein Buch im Stile beliebter Crime-Formate wie Criminal Minds oder CSI: kurzweilig, aber schnell erzählt mit wenig Tiefe oder Charakterentwicklung. Schnell gelesen und schnell vergessen.

Für mich war sowas früher perfekte Urlaubslektüre, irgendwas für zwischendurch, was man auch gut mal weglegen konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.05.2025

trügerischer Schein

Snowglobe
0

Ich mag ja diese Art dystopischer Romane und vor allem die Klimathematik dahinter ist ja auch nicht ganz abwegig, sodass ich solche Szenarien immer super spannend finde. Konzentrisch ist es eine interessante ...

Ich mag ja diese Art dystopischer Romane und vor allem die Klimathematik dahinter ist ja auch nicht ganz abwegig, sodass ich solche Szenarien immer super spannend finde. Konzentrisch ist es eine interessante Mischung aus Reality behind the scenes und Suspense. Fand ich eigentlich ganz cool gemacht. Ich fand das Buch auch an sich unterhaltsam, aber so ganz überzeugt hat es als Gesamtkonstrukt dann eben nicht.

Das Worldbuilding ist eher simpel gehalten, reicht aber aus um Atmosphäre zu erzeugen. Die unwägbaren Lebensbedingungen außerhalb der Kuppel und die Snowglobe als Ort fadenscheiniger Hoffnung, das streben nach einem Platz innerhalb dieser Reihen. Ich fands spannend, dass das Leben innerhalb der Kuppel als Reality Show nach außen gestreamt wurde, daraus ergeben sich aber auch Fragen, die ich nicht immer so 100% schlüssig aufgearbeitet fand. Das ganze Konstrukt ist ein bisschen wackelig.

Chobahm wirkt häufiger wie ein Schaf, das sich willig zur Schlachtbank führen lässt und dafür auch noch dankbar ist. Zu groß sind die scheinbaren Verlockungen. Erst eggen Ende findet da eine spürbare Charakterentwicklung statt. Viele der Interaktionen wirken gestelzt, wobei nicht ganz klar ist ob es daran liegt, dass alles fake ist oder die Figuren einfach hölzern konstruiert sind- ich konnte es zumindest nicht sagen. Im letzten Drittel wird es dann thematisch nochmal ganz wild, hier wollte die Geschichte für meinen Geschmack einfach zu viel und gleitet ins Abstruse ab. Das fand ich einfach nicht mehr glaubwürdig.

Ich muss sagen, es gab innerhalb der Geschichte einige interessante Figuren, für mich viel interessanter als Chobahm und Haeri, auf die aber gar nicht weiter eingegangen wurde. Das ende fand ich tatsächlich ziemlich enttäuschend.
Mein Fazit: Idee gut, Konzept ein bisschen unausgefeilt und von der Charakterentwicklung her, wäre auf jeden fall mehr möglich gewesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.05.2025

Sehr cute, sehr chaotische Romance

Love will happen
0

Ich fand ja schon Band 1 einfach absolut hinreißend, weil wie zuckersüß (wenn auch auf sehr klischeehafte Weise) will eine amerikanische Kleinstadt bitte sein?! Und auf Hudson wird man natürlich schon ...

Ich fand ja schon Band 1 einfach absolut hinreißend, weil wie zuckersüß (wenn auch auf sehr klischeehafte Weise) will eine amerikanische Kleinstadt bitte sein?! Und auf Hudson wird man natürlich schon im ersten Band neugierig und ich freu mich so, dass er nun der Protagonist für dieses Buch ist. Ich fand diese Geschichte ein bisschen chaotischer als Band 1, auch Hudson ein ziemlicher Jerk sein kann, aber unterm Strich wieder ganz süß.

Ich mochte wieder das super schöne Setting mit den vielen beschriebenen Outdoor-Aktivitäten. Da bekommt man richtig Lust auch einen Abstecher nach Berryfield zu machen. Und die Clique rund um die Brüder ist einfach auch jedes Mal ein absolutes Highlight. Nova ist vielleicht eine Protagonistin, die so ihre eigenen Päckchen und Unsicherheiten mitbringt und dadurch nicht das klassische Sonny Girl ist, aber sie ist mir super schnell ans Herz gewachsen. Sie ist mutig, verwegen und eine absolut chaotische Idiotin. Und das macht die Kombi mit Hudson so hinreißend perfekt. Es macht einfach Spaß diese Interaktionen zu verfolgen.

Es ist einfach eine locker leichte, unterhaltsame Geschichte mit Wohlfühl-Atmosphäre. So ein richtiges „schön für die Seele“- Buch. Der Drama-Faktor ist nicht allzu hoch und Spice hält sich auch in Grenzen. Könnte ein bisschen mehr Tiefe haben, die Themen dazu werden ja angeschnitten. Aber gut, ist halt in erster Linie Schmacht-Lektüre. Ein wunderbares Buch um sich im beschaulichen Berryfield fallen zu lassen. Habs wieder sehr genossen und freue mich jetzt sehr auf die Geschichte es ältesten Bruders.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2025

eher dezenter Grusel

Der Knochenwald
0

Christina Henry ist für mich eine dieser Autorinnen, bei denen mich eigentlich alle Bücher erstmal grundsätzlich ansprechen und ich denke die meisten ihrer Bücher habe ich inzwischen gelesen. Ich mag besonders ...

Christina Henry ist für mich eine dieser Autorinnen, bei denen mich eigentlich alle Bücher erstmal grundsätzlich ansprechen und ich denke die meisten ihrer Bücher habe ich inzwischen gelesen. Ich mag besonders gern die düsteren Märchen-Adaptionen. Diese Geschichte hier ist davon losgelöst, zumindest habe ich keine Parallele zu irgendeinem Märchen finden können. Es ist also eher eine Gruselgeschichte/ein Spannungsroman.

Die Geschichte ist vom Erzählstil her ein bisschen konfus und sprunghaft. Bei Martha vereinen sich alte Erinnerungen mit einer Art Kopfstimme, mit der sie in ständigem Austausch Zwiegespräche führt. Das fand ich vor allem anfangs sehr gewöhnungsbedürftig und wusste nicht so recht, wie ich Martha dadurch einschätzen soll. Vor allem gegen Ende entwickelte sich das aber für mich zu einem meiner liebsten Stilelemente in diesem Buch.

Das Grundgerüst der Geschichte rund um die toxische, missbräuchliche Beziehung zwischen William und Martha fand ich erstmal solide. Erschreckend aber nahbar erzählt aus der Sicht von Martha, die mehr ein Schatten ihrer Selbst ist und oft auf unbeholfene Art kindlich und naiv wirkt. Ihre weltfremde Lebensweise und Marthas fremdbestimmte Art sind mir dabei schon auch unter die Haut gegangen.

Also es dann an das Thema Monster im Wald/ Kryptiden ging wurde es ziemlich ominös, einfach weil es wenig greifbar war und sich die Ereignisse relativ schnell überschlugen. So richtig klar und schlüssig fand ich das nicht unbedingt, aber es sorgt zumindest für Tempo und Stimmung innerhalb der Geschichte.

Insgesamt fand ich die Story ein bisschen flach und die Charaktere eher mittelmäßig. Allein Martha sticht deutlich heraus und legt vor allem eine starke Entwicklung hin. Es gibt ein paar kleinere Horror-Element, ansonsten ist die Handlung im großen und ganzen aber eher unspektakulär und lebte für mich allein von Martha langsam erwachenden Erinnerungen und ihrem persönlichen Befreiungsschlag. Als Horror/Spannungsroman hats mich jetzt nicht so umgehauen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2025

Hat Potential

»Wenn Ende gut, dann alles«
0

Ich bin ja großer Fan der Kluftinger-Reihe und bin mit einer entsprechenden Erwartungshaltung an dieses Buch herangegangen. Es gab Höhen und Tiefen, da bin ich ganz ehrlich. Für einen Auftaktband fand ...

Ich bin ja großer Fan der Kluftinger-Reihe und bin mit einer entsprechenden Erwartungshaltung an dieses Buch herangegangen. Es gab Höhen und Tiefen, da bin ich ganz ehrlich. Für einen Auftaktband fand ichs ok, es gibt auf jeden Fall Potential für Entwicklung im weiteren Verlauf der Reihe. Ein bisschen muss man vielleicht aufpassen, dass der charmante Witz, der hier durch Sprachbarrieren erzeugt wird und die überzogenen Charaktere, nicht ins lächerliche abdriften.


Man merkt halt schon, dass Volker Klüpfel einfach schreiben kann und dabei auch einen bestimmten Stil hat, den man auch aus der Kluftiger-Reihe kennt, vor allem was das Spielen mit Klischees und den etwas derberen Humor angeht. Der Roman ist insgesamt rund und funktioniert sowohl jetzt als Einzelband, als auch als Auftakt für eine Reihe, die ja wohl bereits in Planung ist.


Ich mag wie hier übertrieben und damit auch ein Stück weit polarisiert wird. Die Figuren haben Ecken und Kanten, man kann sich wunderbar an ihnen aufreiben und geht mit einer ganzen Bandbreite an Emotionen in die Geschichte. Vor allem Svetlana und die Nebencharaktere wie Kleinschmidt und Gerlinde fand ich einfach den absoluten Knüller. Tommi hat Potential, noch mag ich ihn nicht, aber ich sehe, wo das alles hinführen könnte. Auf jeden Fall ist das Duo aus dem gefühlt lebensunfähigen Möchtegern-Autor und der resoluten Putzfrau sehr unterhaltsam.


Teilweise wars ein bisschen drüber und dürfte dann gerne auch mal weniger sein, das wirkte zwischenzeitlich ein bisschen zu gewollt witzig. Könnte mir eine Prise mehr Spannung und ein bisschen weniger Witz gut vorstellen, aber jetzt nachdem die wichtigsten Figuren ja eingeführt sind, würde ein zweiter Band sich auch knackiger losgehen. Denn Spannung wurde hier wirklich eher langsam aufgebaut und generell fand ich den Fall nicht so ganz überzeugend, auch wenn es sich im letzten Drittel angenehm entwickelt. Würde daher einen zweiten Band auch auf jeden Fall lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere