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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.09.2025

Für unterhaltsame Lesestunden

Erebos 3
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Es ist wieder da... und wie habe ich mich darauf gefreut 😍
Wie erwartet ist Erebos in einem flüssigen, gut lesbaren Stil verfasst, der mich ohne Mühe durch die Handlung trug.
Im Zentrum steht wiederholt ...

Es ist wieder da... und wie habe ich mich darauf gefreut 😍
Wie erwartet ist Erebos in einem flüssigen, gut lesbaren Stil verfasst, der mich ohne Mühe durch die Handlung trug.
Im Zentrum steht wiederholt Nick, der älter, reifer und von den Ereignissen der Vorgänger geprägt erscheint. Ihm zur Seite stehen einige Nebencharaktere, die ich diesmal aber leider etwas zu blass fand. Dadurch konnte ich nur bedingt eine Verbindung aufbauen, was der Lesefreude allerdings nur bedingt abträglich war, zumal die Figuren im Verlauf der Geschichte wider Erwarten doch noch etwas zulegten.
Gut fand ich, dass die Themenfelder Daten, Überwachung und digitale Kontrolle noch etwas mehr Raum einnahmen, als es in den Vorgängerbüchern der Fall war. Zumindest war das mein Eindruck und ich fand es sehr zeitgemäß.
Die Spannung innerhalb des Romans fand ich gut, allerdings hatte die Geschichte auch ihre Längen. Für mich kann ich nur vermuten das es daran lag, dass ein wirklicher Überraschungseffekt fehlte. Der hintere, finale Teil konnte es allerdings wieder rausreißen, was letztlich ein positives Gesamtbild hinterlies. Hier passierte noch eine ganze Menge, alles fügte sich zusammen, wurde nach und nach gelöst und auch wenn ich manchmal die Stirn runzeln musste, weil ich das eine oder andere als nicht ganz schlüssig empfand. Trotzdem packte mich das Ende sehr.
Jetzt bin ich gespannt, ob es vielleicht noch einen vierten Teil gibt. Ganz geschlossen war das Ende für mein Empfinden nicht.
Jugendlichen LeserInnen empfehle ich das Buch auf jeden Fall, man sollte allerdings mit Band eins beginnen. Die älteren LeserInnen, wie auch ich eine bin, könnten eventuell enttäuscht werden. Was mich anbelangt, so habe ich von Nick und Erebos vielleicht etwas viel erwartet. Nichtsdestotrotz hat mir das Buch unterhaltsame Lesestunden beschert.

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Veröffentlicht am 01.07.2025

Guter Auftakt der neuen Thrillerreihe von Max Seeck

Blindspiel
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Das Blindspiel ist eine Form des Schachs und genau darum geht es in diesem Thriller. Perfider Weise wird hier allerdings mit Menschen gespielt und Profiler/Galerist Milo soll der Polizei helfen den nächsten ...

Das Blindspiel ist eine Form des Schachs und genau darum geht es in diesem Thriller. Perfider Weise wird hier allerdings mit Menschen gespielt und Profiler/Galerist Milo soll der Polizei helfen den nächsten Mord zu verhindern und den Täter zu fassen.
Milo und sein Privatleben sind schon so eine Sache für sich. Er und seine Frau haben es nicht einfach miteinander, was im Verlauf der Geschichte immer wieder thematisiert wird. Auch Milos Vergangenheit und das Verhältnis zu seinen Eltern und dem Stiefvater werden in Rückblenden hin und wieder dargestellt. Manches ist für den vorliegen Fall relevant, anderes ist rein privat.
Nicht nur bei ihm sondern auch bei den anderen Protagonisten 'menschelt' es schon sehr und nicht alles bringt die Geschichte voran. Das muss man mögen. Mich hat es nicht so sehr gestört, weil die Figuren dadurch authentisch, wie aus dem wahren Leben gegriffen wirkten. Niemand ist perfekt.
Auffallend fand ich allerdings, dass die weiblichen Figuren eher stark hervorstachen, während die Männer mehr mit sich und ihren Unzulänglichkeiten/Komplexen zu kämpfen hatten. Liest man nicht oft.

Den Plot fand ich sehr gut. Es ging sehr spannend los, alles wirke aber noch etwas kryptisch. Doch die Geschichte entwickelte sich recht zügig, so dass ich erste Spekulationen anstellen konnte.
Durchgehend spannend war ca. das letzte Drittel. Hier konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Es gipfelte in einem würdigen Finale und leistete gute Aufarbeitung/Klärung der noch offenen Fragen.

Ein spannender, sehr gelungener Auftakt der neuen Thrillerreihe von Max Seeck, mit einem nicht vorhersehbaren Finale.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 10.06.2025

Spannender Auftakt

Blood of Hercules
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Was mich an diesem Buch ansprach, war die Mischung aus Mythologie und Fantasy, aber eins vorweg: Die Mythologie kam etwas kurz, fand ich persönlich aber nicht tragisch, weil das Gesamtpaket stimmte.
Das ...

Was mich an diesem Buch ansprach, war die Mischung aus Mythologie und Fantasy, aber eins vorweg: Die Mythologie kam etwas kurz, fand ich persönlich aber nicht tragisch, weil das Gesamtpaket stimmte.
Das erschaffene Setting beinhaltet diverse Szenen, die manchmal nicht leicht zu verdauen sind. Die Welt ist geprägt von Düsternis, Brutalität, Gewalt, Verrat und anderen Abscheulichkeiten, mal ganz abgesehen von der allgegenwärtigen Misogynie.
Trotzdem übte dieser Roman eine immense Sogwirkung auf mich aus.
Alexis' Geschichte ist schockierend, bewegend und spannend zugleich. Sie wird in einem patriachalen System bei Pflegeeltern groß und ist im Verlauf der Geschichte nahezu die einzige Frau unter vielen Männern. Dies betrifft vor allem die Zeit auf der Academy, die den Hauptteil der Geschichte ausmacht. Sie muss sich behaupten und meistert das trotz ihrer Einschränkungen weitgehend sehr gut.
Ihr zur Seite steht die Schlange Nyx, deren teilweise zynischen Humor ich sehr erfrischend fand.
Daneben gibt es Figuren die ihr beistehen und natürlich auch Gegenspieler.... sonst wäre es ja langweilig.
Was ich etwas schade fand war, dass manche Charaktere etwas blass blieben und häufig wenig Entwicklung zu erkennen war. Wünschenswert wäre, dass dazu im Folgeband noch mehr passiert.
Nichtsdestotrotz hat mich dieser Fantasy-Roman, gepaart mit (etwas) griechischer Mythologie sehr gefesselt. Nun bin ich gespannt auf den zweiten Teil, denn ich will unbedingt wissen wie es weiter geht!
Ich empfehle es LeseInnen, die auf einen guten Teil Dark-Romance stehen und auf Tropes wie

moralygrey

reverseharem

darkacademia

touchheranddie

villaingetsthegirl

whodidthistoyou

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Veröffentlicht am 28.04.2025

Spannend

ENEMY – Stunde der Wahrheit
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Der Autor greift in diesem Thriller mit dem Klimawandel auf ein daueraktuelles Thema zurück. Dieses bildet allerdings nur den Rahmen, denn ich würde die Geschichte als sehr fesselnd und spannend beschreiben, ...

Der Autor greift in diesem Thriller mit dem Klimawandel auf ein daueraktuelles Thema zurück. Dieses bildet allerdings nur den Rahmen, denn ich würde die Geschichte als sehr fesselnd und spannend beschreiben, aber nicht als Politthriller sehen.
Im Naturschutzgebiet „Schwarzes Moor“ ist der Abbau eines Kohlevorkommens geplant und hier treffen die beiden Hauptcharaktere mit ihren unterschiedlichen Interessen aufeinander.
Anouk Grunwaldt ist Umweltaktivistin. Sie ist jung, durchsetzungsstark und kämpft mit Leidenschaft gegen die Interessen eines Stromkonzerns. Ihr Gegenpart ist Utz Mildenberger, der Chef dieses Energiekonzernz. Was ich von ihm halten sollte, wusste ich offen gestanden bis zum Schluss nicht so richtig. Für mich war er eine Art gespaltener Persönlichkeit, was das ganze aber nicht uninteressant machte.
Auf einen der beiden ist ein Auftragskiller angesetzt und hier kommt dann auch die Polizei in Form von Ermittlerin Karla Beneventi (BKA) ins Spiel. Sie muss innerhalb kürzester Zeit herausfinden wer es ist und wann/wo die Tat stattfinden soll.

Ich fand den Plot sehr abwechslungsreich, spannend und fesselnd, teils mit überraschenden Wendungen.
Die Erzählstränge wechseln zwischen den einzelnen Akteuren (Anouk, Utz, Karla, Auftragskiller) hin und her und die unterschiedlichen, teils brisanten Themen, wie z.B. Umweltaktivismus, Politik, Macht, organisiertes Verbrechen und Moral bringen zusätzlichen drive in die Geschichte.
Auch die Charaktere konnten begeistern. Gut gezeichnet, mit Ecken und Kanten, nicht immer geradeaus, sondern auch mal überraschend und in einer Vielfalt die seinesgleichen sucht, wenn man Haupt- und Nebencharaktere zusammen nimmt.

Mir hat dieser Thriller gut gefallen und daher empfehle ich ihn gerne weiter!

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Veröffentlicht am 28.04.2025

Authentisch

Das Herz kennt keine Demenz
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Ich kenne den Autor schon von Tiktok und mag seine slapstickartigen Beiträge sehr gerne.
In diesem Buch erzählt er von seinem Werdegang, bei dem er erst orientierungslos ist, dann als Alltagsbetreuer ...

Ich kenne den Autor schon von Tiktok und mag seine slapstickartigen Beiträge sehr gerne.
In diesem Buch erzählt er von seinem Werdegang, bei dem er erst orientierungslos ist, dann als Alltagsbetreuer anfängt, um letztendlich Pflegekraft zu werden. Er beschreibt viele Alltagssituationen aus seinem Berufsleben und alles klingt ehrlich und nachvollziehbar. "Frau Tippelkamp", die ich auch schon von Tiktok kannte, ist dabei die Hauptperson in den Geschichten, wobei er ganz klar herausstellt dass hiermit niemand bestimmtes gemeint ist. Es ist einfach ein Name für viele Personen. Sie gibt ebenfalls einiges aus ihrem inneren Erleben Preis und auch hier muss ich sagen, dass ich es gut dargestellt fand.
Die auch vorkommenden, negativen Seiten der Demenz bzw. Pflegeproblemen im allgemeinen blendet Jim Ayag dabei vielfach aus und auch viel Hintergrundwissen zu diesen Themen gibt es in dem Buch nicht. Ich glaube aber, dass dies auch nicht Sinn und Zweck des Buches ist.
Es ist eher eine Lektüre für Laien, pflegende Angehörige oder Berufsanfänger und auf jeden Fall ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit im Umgang mit Senioren. Schon beim lesen des Buchttikels dachte ich mir:
"Ein wenig mehr Humor und Respekt täte uns allen mal wieder gut, nicht nur beim Thema Demenz."

Abschließend bietet das Buch noch einen Ausblick auf das Thema Pflege in der Zukunft. In der Coronapandemie gefeiert, danach mehr oder weniger vergessen... so fühlen sich viele, das kenne ich auch. Aber es wird sich etwas ändern müssen, um ein würdevolles Altern für alle zu ermöglichen. Darauf hofft Jim und nicht zuletzt auch ich. Doch trotz allen Widrigkeiten behalten wir unseren Humor, den Respekt und das Durchhaltevermögen.

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