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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.08.2025

Der Schreibstil war leider nicht mein Fall

Hunt on Dark Waters
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"Mich in Bowen zu verlieben bedeutet, dass […] alles sehr viel schwerer sein wird. Es ist ein törichtes Unterfangen, ein Spiel, bei dem ich nur verlieren kann. Vielleicht habe ich bereits verloren."

Enemies ...

"Mich in Bowen zu verlieben bedeutet, dass […] alles sehr viel schwerer sein wird. Es ist ein törichtes Unterfangen, ein Spiel, bei dem ich nur verlieren kann. Vielleicht habe ich bereits verloren."

Enemies to Lovers auf hoher See? Say no more! Mehr brauchte ich vorab nicht zu wissen - ich war absolut hooked und wollte die Story um Evelyn & Bowen, aus deren beider Perspektive erzählt wird, unbedingt lesen.

On paper hatte das fantastische Abenteuer unheimlich viel Potential. I mean … Piraten, Magie, der unendliche Ozean einer mystischen Zwischenwelt … das nenne ich mal einen höchst außergewöhnlichen Mix!

Aber: Leider ist der Funke bei mir nicht übergesprungen, was ich unfassbar schade fand. - Der Schreibstil war einfach nicht mein Geschmack. Speziell die Wortwahl in manchen Dialogen (oder Spice-Szenen) fühlte sich für mich eher grob als sinnlich an. Und: Es tut mir von Herzen leid … aber die gegenderte Sprache las sich zum Teil einfach anstrengend. - Ist wichtig und richtig, I know - also steinigt mich bitte nicht, aber Fakt ist: für meinen persönlichen Lesegeschmack liest sich das schlichtweg nicht schön.

Ich konnte zu keiner der Figuren eine wirkliche Herzensnähe aufbauen, was mich letztlich immer wieder aus der Geschichte herausgerissen hat, leider. Das erhofft-feurige Prickeln, die Chemistry zwischen den beiden Hauptprotas las sich blass, überhaupt blieben beide farblose Charaktere für mich.

Was ich hingegen gerne mochte:

♡ die kreative Grundidee

♡ den stark ausgeprägten Diversitäts-Aspekt in der Handlung (nicht: Sprache)

♡ Evelyns Erinnerungen an ihre Oma "Bunny"

Bitte beachtet die Triggerwarnung.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Für Fans von modernen, expliziten Romantasy-Werken mit düster-magischem Setting wird dieser Reihenstart gewiss ein unterhaltsamer Read sein. Für mich persönlich war es leider nicht das richtige Buch - manchmal passen Leser:in und Geschichte einfach nicht zusammen. Und auch das darf okay sein.

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Veröffentlicht am 02.05.2025

Tolle Idee, Umsetzung eher nicht gelungen

Die wilden Robbins (Band 1)
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Sommerrode ist ein schickes Fleckes, in dem auf Sauberkeit und Ordnung geachtet wird … Hübsche Häuschen, kein Vorgarten ohne gestutzte Grashalme, Nachbarn die darauf bedacht sind, dass Hundehinterlassenschaften ...

Sommerrode ist ein schickes Fleckes, in dem auf Sauberkeit und Ordnung geachtet wird … Hübsche Häuschen, kein Vorgarten ohne gestutzte Grashalme, Nachbarn die darauf bedacht sind, dass Hundehinterlassenschaften korrekt entsorgt werden. Für mich als Mama klingt das zugegebenermaßen recht einladend - à la "Ach, das ist aber ein schöner Ort zum Aufwachsen - so idyllisch, so gepflegt … toll!" Aus Kindersicht bedeutet Sommerrode nur eins: Langeweile!

Kein Wunder, dass die Freundesgruppe, die sich 'die wilden Robbins' nennt (orientiert an Robin Hood, das doppelte 'b' blieb aufgrund eines Schreibfehlers) selbst für Action sorgt und sich ein eigenes Spielreich erschaffen will: ein cooles Baumhaus. Wer das weniger cool findet, ist die rivalisierende Kiddie-Gang ('die Ritter auf Rädern'). Und überhaupt scheint die eigentliche Rolle des Feindes in diesem wirklich niedlich illustrierten Werk nur einem zuzukommen: den Erwachsenen, gegen die es sich zu verbünden gilt.

Was mir gefallen hat:

♡ die peppig-süßen Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Iris Hardt, die der Geschichte zumindest optisch jene Leichtigkeit verleihen, welche mir inhaltlich abging,

♡ die Grundidee: zwei verfeindete/zerstrittene Kindergruppen schließen sich zusammen, um ein gemeinsames Ziel voranzutreiben,

♡ die Einbindung des Themas Naturschutz,

♡ die fürs Vorlesen sehr angenehme Schriftgröße.

Doch leider gab es auch mehrere Elemente, die mir in diesem frech-kreativen Kinderabenteuer sauer aufgestoßen sind und dafür gesorgt haben, dass das Buch mich letztlich nicht überzeugen konnte:

❏ der Erzählton wirkte zu verkrampft "cool" und war dadurch weder realistisch noch lustig

❏ zwischen vermeintlich clever-ulkigen Plänen und Kinderstreichen, die oft nicht harmlos blieben, ging der liebevolle Kern der Geschichte für mich unter - das Herunterspielen von gefährlichem Verhalten ist aus Mama-Sicht ein absolutes No-Go für mich,

❏ die Wiederholung von körperbezogenen Kommentaren irritierte mich sehr - ich empfand es als grenzwertig, permanent zu betonen, wie "dünn" alles an Bretti war - "sogar seine Haare" (- in Zeiten von Mobbing Kindern solche Vorlagen zu vermitteln, selbst wenn es hier vielleicht harmlos gemeint gewesen ist, geht einfach gar nicht),

❏ das Ende hatte einen schalen Beigeschmack, da es zu keiner wirklichen Versöhnung zwischen den Kindern kommt.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Jede Menge unkontrolliertes kindliches Chaos und eine zwar gut gemeinte Rebellion, aber viel zu wenig Feingefühl. Für uns war es leider nix - schade.

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Veröffentlicht am 11.05.2024

Kreative Idee - Umsetzung hat Luft nach oben

The Cloisters
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Dieses Buch klang unfassbar toll! Erst kürzlich habe ich das Themengebiet Tarot für mich entdeckt - und da mich zudem in letzter Zeit einige Dark-Academia-Romane restlos begeistert hatten (allen voran ...

Dieses Buch klang unfassbar toll! Erst kürzlich habe ich das Themengebiet Tarot für mich entdeckt - und da mich zudem in letzter Zeit einige Dark-Academia-Romane restlos begeistert hatten (allen voran die Starling-Nights-Dilogie von Merit Niemeitz), musste dieses Werk einfach bei mir einziehen!

Ich halte es kurz. - Volle Punktzahl für:

❏ den vor mystischem Flair triefenden, rundum atmosphärischen Schreibstil,

❏ die kreative Storyidee,

❏ die optisch ansprechende Gestaltung von Cover und Innencover

❏ sowie den umfangreichen Anhang (Erklärung der einzelnen Tarotkarten).

Was leider mir weniger gut gefallen hat:

Die weibliche Hauptfigur. Ich fand Ann recht unnahbar, irgendwie unsympathisch … auch wenn ihrer Figur in puncto Ausarbeitung ausreichend Tiefe verliehen worden ist. Zumindest war sie erträglicher als die ach-so-geheimnisvolle Rachel, was allerdings keine große Herausforderung darstellt.

Die Spannung, die ich mir aufgrund des vielversprechenden Klappentextes erhofft hatte, stellte sich leider nicht ein; erst kurz vor knapp gab es ein, zwei interessante Enthüllungen.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Zwar ist es nicht das erwartete Highlight geworden, doch nichtsdestotrotz ließen mich die bildreichen Beschreibungen und das außergewöhnliche Setting nicht unbeeindruckt. Idee: top; inhaltliche Umsetzung: okay-ish. Von mir gibt es eine Empfehlung für Fans von Dark-Academia-Vibes.

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Veröffentlicht am 06.03.2024

Viele aktuelle Themen, aber die eigentliche Romance erreichte mich nicht

Wild Dreams – Jetzt und für immer
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"Liebe. Das war definitiv kein triviales Wort. Mein Kopf sagte mir, dass wir uns dafür noch zu wenig kannten. Meine Vernunft riet mir, alle Komplikationen zu berücksichtigen. Aber mein Herz, das sprach ...

"Liebe. Das war definitiv kein triviales Wort. Mein Kopf sagte mir, dass wir uns dafür noch zu wenig kannten. Meine Vernunft riet mir, alle Komplikationen zu berücksichtigen. Aber mein Herz, das sprach eine ganz andere Sprache."



Warum ich dieses Buch lesen und lieben wollte?



❏ New York vs. L.A. (- beide Settings mag ich unheimlich gerne!),

❏ interessant angelegte Hauptfiguren - ein heißer Latino, der obendrein auch noch kochen kann, und eine Power-Frau, die sich in der männerdominierten Finanzbranche eisern durchkämpft,

❏ … und natürlich hatte auch das mit glitzernden Goldelementen verzierte Cover meine Neugier geweckt. (Da ahnte ich noch nichts vom traumhaft schönen Innencover, das sämtliche Pinterest-Boards verblassen lässt - just wow!)



Aber … seufz! Leider konnte mich der Read, den ich über lange Passagen als recht ereignisarm empfunden habe, nicht überzeugen. Dabei wollte ich die Story so gerne mögen, wirklich!



Die Autorin hat zahlreiche aktuelle Themen in die Handlung eingeflochten - Feminismus, Karrierefokus, bewusste Ablehnung des Kinderwunsches, Diskriminierung, gleichgeschlechtliche Liebe … Doch die eigentliche Romance blieb für mich auf der Strecke, die Emotionen erreichten mich nicht, der Tiefgang fehlte mir.



Um mit einem positiven Punkt abzuschließen: Auch wenn zu Violett und Jax, aus deren beider Perspektive erzählt wird, bis zuletzt eine gewisse Distanz bestehen blieb, fand ich die Nebencharaktere (speziell Gigi) dafür sehr sympathisch.



𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Manchmal soll es wohl einfach nicht sein, es war schlichtweg nicht mein Buch. Ich könnte mir trotzdem vorstellen, dass Fans von Contemporary-Romanen, die nicht zwingend eine emotionale Love Story voraussetzen, Gefallen an der Geschichte finden könnten.

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Veröffentlicht am 26.09.2023

Mystisch, aber voller Traumata - Triggerwarnung nötig

Die Unbändigen
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Diese Rezension fällt mir wirklich schwer. Zwar konnte das Buch mich inhaltlich nicht überzeugen, dennoch war die Story-Idee kreativ und die stilistische Ausführung gelungen, insbesondere im Hinblick auf ...

Diese Rezension fällt mir wirklich schwer. Zwar konnte das Buch mich inhaltlich nicht überzeugen, dennoch war die Story-Idee kreativ und die stilistische Ausführung gelungen, insbesondere im Hinblick auf die Tatsache, dass es sich um einen Debütroman handelt.



Covergestaltung: Top! Ich liebe die Farben und das märchenhaft-mystische Flair, das perfekt zur düsteren und mit kleinen Fantasy-Elementen angereicherten Handlung passt.



Was die drei Handlungsstränge betrifft: Mir war schon klar, dass es zur Zeit der Hexenverfolgungen gewiss etwas rauer zugegangen sein wird - in puncto Altha hatte ich mich also auf schwere Kost eingestellt … Gewalt, Brutalität, womöglich sogar Folter. Aber meine Güte! Auch Violets und Kates Handlungsstränge lasen sich im Grunde wie ein seitenlanges Misshandlungsprotokoll - körperliche und seelische Grausamkeiten nonstop (Schläge, Vergewaltigung, Psycho-Spielchen, etc.), wobei stets Männer jeglichen Alters die Rolle des Bösewichts einnehmen.



Ein weiteres Element, für welches das Werk in meinen Augen definitiv eine explizite Triggerwarnung gebraucht hätte (da es in allen drei Handlungssträngen vorkommt), ist das Thema Schwangerschaft bzw. gewollte und unfreiwillige Schwangerschaftsabbrüche. Als Mutter, die selbst mehrere Kinder verloren hat und noch Jahre später mit diesem Verlust zu kämpfen hat - sofern man sich je ganz davon erholen kann -, möchte ich so etwas schlichtweg nicht lesen. Punkt. Ich hätte, sofern es eine Triggerwarnung gegeben hätte, niemals zu diesem Buch gegriffen.



Im Vergleich dazu las sich die intensiv ausgeprägte, spooky anmutende Naturverbundenheit aller Frauen schon regelrecht angenehm. Ihr solltet allerdings keine Abneigung gegen Insekten und vor allem nicht gegen Vögel haben - diese tauchen immer wieder auf … und haben in einer Schlüsselszene in Kates Strang einen richtig heftigen Auftritt. (Ich sage nur: Hitchcock-Vibes.)



Irgendwie hatte ich mir mehr Magie erwartet, diese wurde allenfalls angedeutet.



Die familiäre Bindung der drei Frauen, deren Geschichten sich erst gegen Ende zu einem großen Ganzen zusammenfügen, hätte sich in meinen Augen ideal als Hauptthema geeignet. Ihren individuellen Befreiungskampf gegen die sie unterdrückenden Männer hätte man ja trotzdem in der Story hervorheben können, nur eben nicht dermaßen negativ behaftet. Aufgrund der ganzen Traumata konnte ich mich jedenfalls kaum auf die Figuren selbst einlassen.



Die junge Autorin hat ganz klar Talent, so trieben beispielsweise die kurzen Kapitel und stetig wechselnden Perspektiven die Spannung unaufhaltsam voran und die Verknüpfung der Frauenschicksale war ungemein stimmig und gut durchdacht. Schade, dass die Storyline so dark war.



𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

Wem könnte dieses Buch gefallen: Wenn ihr vor düsteren Geschichten nicht zurückschreckt und nicht an Ornitophobie leidet, why not?

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