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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2026

Wenn die Liebe sich verirrt

Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?
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An diesen Roman bin ich mit einer gewissen Erwartung herangegangen, denn ich hatte eine Geschichte erwartet, die trotz einer Offenbarung einen Neuanfang mit all seinen Facetten bereithält. Eine Geschichte ...

An diesen Roman bin ich mit einer gewissen Erwartung herangegangen, denn ich hatte eine Geschichte erwartet, die trotz einer Offenbarung einen Neuanfang mit all seinen Facetten bereithält. Eine Geschichte mit einem Aufwachen aus alten Routinen, aber auch eine Geschichte mit positiven Erkenntnissen und Erlebnissen, die mit viel Charme und ein wenig Witz überzeugt.
Auch das Cover schnürte die Erwartungen an eine Geschichte hoch, die mit Selbstbewusstsein und Lebensfreude überzeugt.
Doch leider entwickelte sich die Geschichte komplett anders.

Die Autorin erzählt die Geschichte aus der Sicht von Erika und gibt dadurch einen sehr ausführlichen Einblick in die Gefühlswelt und ihr Leben, welches sich von jetzt auf gleich ändert, durch das Geständnis ihres Ehemanns.
Ihre Emotionen wurden dadurch sehr realistisch und nachvollziehbar an den Leser getragen- ihre Gedankengänge waren nachvollziehbar, zumindest am Anfang. Die Verzweiflung und das Ausmaß über den Verrat ihres Ehemanns waren sehr realistisch dargestellt. Erika glich innerlich einem Tornado und zeitgleich befand sie sich in einer wilden Fahrt in einem Karussell, welches die gesamte Zeit rasant im Kreis fährt.
Während ich darauf wartete, dass sie aus diesen wilden Ritt aussteigt , blieb sie jedoch sitzen.
Die Gedankengänge drehten sich weiterhin im Kreis und es ging aus meiner Sicht gar nicht voran.
Ebenso endete das Buch völlig anders als gedacht und lässt mich irritiert zurück.

Normalerweise, wenn Bücher aus Sicht des Hauptcharakter geschrieben sind, kann ich mich perfekt in diese hineinversetzen, doch Erika blieb mir dennoch total fremd. Vielleicht lag es daran, dass ich anders entschieden hätte?

Was mir hingegen sehr gut gefallen hat, war den Mut und die Offenheit der Autorin einem so intimen Thema die Hauptrolle zu geben und dieses auch offen anzusprechen, denn die Liebe und die Sexualität spielen auch im Alter eine große Rolle. Ebenso, wie man damit umgeht, wenn man älter wird und wenn sich nach so vielen Jahren die Beziehung verändert, wenn sich die Routine und der Alltag einfach einschleichen.
Wie geht man selber damit um, wenn der Partner eine Affäre beichtet, das einstige Leben wie ein Kartenhaus zusammenfällt und man auf einmal da steht und die Vergangenheit reflektieren muss, um in die Zukunft schauen zu können?
Dem allen hat die Autorin viel Raum gegeben.

Auch wenn das aus meiner Sicht nicht optimal umgesetzt worden ist, hat sich das Buch dennoch leicht lesen lassen.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.10.2025

Eine schöne weihnachtliche Stimmung

Weihnachten in Applemore
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Wer gerne einen leichten Roman liest, den man entspannt lesen und genießen kann, der ist bei dem Buch Weihnachten in Applemore richtig.

Hierbei handelt es sich um Band 4 aus der Reihe Das Erbe von Applemore ...

Wer gerne einen leichten Roman liest, den man entspannt lesen und genießen kann, der ist bei dem Buch Weihnachten in Applemore richtig.

Hierbei handelt es sich um Band 4 aus der Reihe Das Erbe von Applemore von Rachel Lucas. Die Bücher sind jeweils pro Band abgeschlossen und können auch ohne Vorkenntntisse gut gelesen werden. Ich habe alle vorigen Bände gelesen und war natürlich auf die weihnachtliche Fortsetzung sehr gespannt gewesen.

Das Cover ist wieder wundervoll gestaltet und zog sofort meine Aufmerksamkeit auf sich. Es passt auch hervorragend zu den Vorgängerbüchern und lässt leicht erkennen, dass es sich um eine Reihe handelt.

Ich bin auch leicht und gut in die Geschichte gestartet, die sich leicht lesen lässt. Durch die Lockerheit der Charaktere fühlt man sich auch augenblicklich wohl in Applemore. Das weihnachtliche Setting ist sehr gemütlich gestaltet und sorgte ebenso für eine warme Stimmung. Wie immer ist viel los in Applemore und das Leben hält die eine und andere Überraschung bereit, für die bereits vertrauten Charaktere. Als positiv ist die Art der Familienmitglieder, Freunde, Anwohner, die sich, wie auch in den Vorgängerbüchern, immer gegenseitig unterstützen, sich helfen und einfach füreinander und miteinander da sind. Beim Lesen der Szenen scheinte die Sonne ganz hell.

Und dennoch konnte mich das Buch leider nicht so wirklich abholen. . Die Geschichte ist zwar nett zu lesen, aber deren Handlungen sind doch allesamt sehr vorhersehbar und die erhofften Wendungen blieben leider aus. Ebenso fehlte mir zwischen Polly und Harry ein wenig die Tiefe und gleichzeitig auch das Feuer, weswegen die Bilder dadurch sehr an Farbe verloren.

Aber, auch wenn mich das Buch nicht 100 % überzeugt hat und nicht das beste Buch aus der Reihe ist, lese ich diese gerne und es ist dennoch lesenswert, schon alleine wegen der schönen und warmen weihnachtlichen Stimmung im vertrauten Applemore.

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Die Stille der Worte

Spät am Tag
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Auf dieses Buch war ich schon sehr gespannt gewesen, da mir die Leseprobe auf Anhieb echt gut gefallen hatte.
Ein stiller Roman, der die Kraft und die Schönheit der Natur nur so versprüht mit einem Schuss ...

Auf dieses Buch war ich schon sehr gespannt gewesen, da mir die Leseprobe auf Anhieb echt gut gefallen hatte.
Ein stiller Roman, der die Kraft und die Schönheit der Natur nur so versprüht mit einem Schuss Poetik.
Ein Roman, der auf vergangene Momente rückblickt und dadurch auch einen Hauch von Melanchonie wie einen zarten Nebelschleier verteilt.
Es ist ein Roman, der über die Vergänglichkeit des Lebens spricht und aufzeigt, wie sehr man doch die kleinen Momente des Lebens genießen und auch beachten sollte, da unsere Zeit begrenzt ist.
Worte, die mich an manchen Stellen doch sehr zum nachdenken angeregt haben, denn die Stille der Worte stecken voller Tiefe.

Und obwohl die Sprache des Buches fast wie eine Melodie aus Worten klingt, so konnte mich die Handlung nicht zu 100 % mitreißen, denn ich musste mich unheimlich auf das Lesen konzentrieren, da die vielen Zeitsprünge sehr verwirrend waren, ja schon sprunghaft.
Und während die Umgebung und die Natur in warmen bunten Farben sofort vor Augen entstanden, so blieben Joanne und Mikeal hingegen leider so ziemlich blass, was natürlich meinen Lesefluss etwas beeinflusst hat.

Ein Roman, der mich leider nicht wie erhofft, voll und ganz abholen konnte und dennoch durch seine Stille zum nachdenken anregt.


Fazit:

3 Sterne

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Rasante Geschichte, die leider mit angezogener Bremse durchs Ziel fährt

Die Inselschwimmerin
3

Auf dieses Buch wurde ich durch eine Leseprobe aufmerksam und ehe ich mich versah, war ich so tief in der Geschichte abgetaucht, dass es ein Muss war, dieses Buch zu lesen.

Der Schreibstil der Autorin ...

Auf dieses Buch wurde ich durch eine Leseprobe aufmerksam und ehe ich mich versah, war ich so tief in der Geschichte abgetaucht, dass es ein Muss war, dieses Buch zu lesen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, trotz der anfangs vielen Zeit- und Erzählsträngen. Blitzschnell fügen sich dazu die Bilder vor Augen ein und die Geschichte nimmt so richtig an Fahrt auf.
Dazu tragen auch die gut beschriebenen Charaktere bei.
Ob es um Evie geht, die der Leser bei ihrer Rückkehr auf ihre Heimatinsel begleitet, oder um deren Inselbewohner, die sofort greifbar wurden, mit all ihren Facetten.
Doch nicht alle waren mir sympathisch und fielen durch ein nettes Verhalten auf, auch das hat die Autorin perfekt durch Worte zum Ausdruck gebracht.

Die Geschichte baut von Anfang an einen Sog auf , den man sich schlecht entziehen konnte.
Die Rückblicke in die Vergangenheit geben nach und nach, Stück für Stück die Sicht frei auf das große Geheimnis von Evie, warum sie vor Jahren so überstürzt die Insel verlassen hat und seitdem gemieden hat, frei. Das sorgte für Spannung und fesselnde Unterhaltung. Sämtliche Emotionen kamen hier sehr gut zum tragen und das Kopfkino lief in voller Fahrt zur Höchstleistung an. Ich war so gebannt in der Lektüre vertieft, die mich alles um mich herum hat vergessen lassen.

Doch, wie es auch im Leben zu unverhofften Situationen kommen kann, wo die Stimmung sich von jetzt auf gleich ändern kann, so habe ich dieses auch beim Lesen dieses Buch erlebt, die es mir sehr erschwerten, eine faire Bewertung für das Buch abzugeben.

Während ich total begeistert und vollkommen in der Geschichte abgetaucht war, ging das Licht ab Seite 285 aus. Die Geschichte verlor rasant an Fahrt. Evie bekam ich gar nicht mehr zu greifen und das Geschehen, welches sich bis zum Ende des Buches abspielte, war überzogen und ja, es wirkte leider gar nicht mehr überzeugend.
Es schien fast so, als wenn jemand anderes das Ruder übernommen hatte und das Buch zu Ende geschrieben hat, denn der Hauptfokus lag dann bei den Nebencharakteren der Geschichte. Das hat mich sehr enttäuscht, da die Geschichte bis dato absolut fesselnd geschrieben war.

Auch wenn die Autorin viele Themen in den Buch miteinandervereint hatte wie Trauer, Hass, Eifersucht, Erpressung, Alzheimererkrankung, Krebserkrankung , Neuanfang, Gewalt in einer Beziehung und noch vieles mehr, so war das Gleichgewicht einfach nicht in Balance, was sicherlich an der Vielzahl der Themen lag.

Ebenso ist der Buchtitel für mich persönlich leider nicht optimal gut gewählt.
Sicherlich bekommen die Kaltwasserschwimmerinnen eine Rolle, aber eine ganz kleine und deswegen fand ich den Titel ganz und gar nicht zutreffend.

Fazit:

3 Sterne für einen Roman, der rasant durch eine fesselnde Geschichte führt und dann plötzlich mit angezogener Bremse durchs Ziel fährt

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Veröffentlicht am 24.04.2025

Ein leichter Sommerroman

Der Sonne entgegen
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Dieses wunderschön gestaltete Cover fällt sofort auf und strahlt eine Leichtigkeit aus, der man sich nicht entziehen kann. Zudem bringt es die beiden Protagonisten und ihren Geschichte perfekt zum Ausdruck.

Der ...

Dieses wunderschön gestaltete Cover fällt sofort auf und strahlt eine Leichtigkeit aus, der man sich nicht entziehen kann. Zudem bringt es die beiden Protagonisten und ihren Geschichte perfekt zum Ausdruck.

Der Roman hat mich von der ersten Seite an sofort an die Hand genommen und mich in das Leben von Romy und Valentin entführt. Abwechselnd taucht der Leser in die Welt der beiden ein und dadurch wurden beide total greif- und fühlbar, was mir sehr gut gefallen hat.
Die verschiedenen Emotionen kamen dadurch auch sehr gut zum tragen.
Besonders das leidenschaftliche Prickeln der beiden und die neu entstehende Nähe kam hier sehr gut zum tragen.
Die anderen Charaktere blieben für mich persönlich allerdings ein wenig zu farblos.

Die Umgebung hat die Autorin wieder sehr gut beschrieben, dass man als Leser selbst das Gefühl bekam, in Italien vor Ort zu sein.

Und auch wenn ich durch die beiden sehr sympathischen Hauptcharaktere in meinem Kopf das reinste Kopfkino stattfand und ich die Geschichte auch gerne gelesen habe, gibt es ein Aber.
Während mich der Anfang so mitgerissen hat und mich auch mit einer Leichtigkeit verzaubert hat, so blieb dieses Gefühl leider nicht dauerhaft. Denn der Aufbau und Ausgang der Geschichte war ab einen gewissen Punkt, für mich leider sehr vorhersehbar und hat mir dadurch diese prickelnde Spannung genommen, was ich sehr schade fand.

Dennoch ein guter Roman, der nach Urlaub und einem kleinen Abenteuer duftet


Fazit:

3 Sterne für einen leichten sommerlichen Roman

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