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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2025

Interessante Grundidee mit guten Ansätzen aber zu vielen Wiederholungen und einer ordentlichen Überlänge

Every (deutsche Ausgabe)
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„Every“ ist die Fortsetzung von Dave Eggers Erfolgsbuch „The Circle“. Voraussetzung ist der erste Teil jedoch nicht um diesen zweiten zu lesen.

Der Konzern Every hat, nach der Übernahme des Onlineriesen ...

„Every“ ist die Fortsetzung von Dave Eggers Erfolgsbuch „The Circle“. Voraussetzung ist der erste Teil jedoch nicht um diesen zweiten zu lesen.

Der Konzern Every hat, nach der Übernahme des Onlineriesen „Dschungel“, die wirtschaftliche Großmacht der Zukunft erreicht. Egal was du brauchst, du bestellst dort. Egal welche App du benutzt, sie kommt von Every. So ist niemand mehr davon gefeilt mit diesem Konzern in Kontakt zu kommen, denn auch jede Straße, jeder Laden, überall sind Kameras.

So nimmt sich Delaney vor, in ihrem persönlichen Rachefeldzug, Every zu stürzen. Eine Kindheit zerstört durch die Technik, ihre Eltern welche ihre Existenzgrundlage aufgeben mussten, die Pfeiler für ihre Wut. Zusammen mit ihrem WG-Mitbewohner Wes möchte sie das Unternehmen Stück für Stück zerstören. So gelingt es ihr, nach mehreren Vorstellungsgesprächen einen Job zu erhalten. Verschiedene Bereiche bringen sie ihrem Plan immer näher.

Der Roman erinnert sehr an „The Store“ von Rob Hart, wo ebenfalls eine weibliche Protagonistin das „Amazon“ des Buches stürzen will. Die Umsetzung von Eggers ist aber anders. Delaney bleibt sehr grau und oberflächig, es finden Gespräche statt, aber wir erfahren wenig von ihren Gefühlen. Umso mehr lesen wir von den Versuchen und Ideen wie sie gegen Every arbeiten will und erleben auch die Resultate davon. Dies führte unter anderem dazu, dass ich nur eine mittelmäßige Bewertung geben konnte. Die Ideen sind gut, die Umsetzung von Delaney sind aber nicht so wie man es erwartet und zudem sind es zu langen Passagen wie App xy auf die Leute wirkt. Was geändert wird, wie es weiter geführt wird zu folgenden Ergebnissen führt. Und dies immer und immer wieder. Hinzu kommen Wiederholungen im Buch im Bereich der besonderen Kleidung vor Ort, Mitarbeiter welche immer mehr an dem Stress leiden und gefühlt alle paar Seiten zur Erinnerung präsentiert werden.

Fazit:

Alles in allem ist es eine tolle Idee, aber nur eine mittelmäßige Umsetzung mit zu vielen Längen und Wiederholungen, so wie zu grauen Charakteren. Am meisten bewegt hat mich der Hund Hurricane.

Das Buch kann man lesen, denn es hat eine unglaublich realistische Idee wo es in der Zukunft hingehen kann, aber man darf kein Meisterwerk erwarten.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Ganz nett für zwischendurch aber kein Welthit

Blessed & Broken. Die Kraft des Klangs
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Livia, ein Mädchen in unserer Welt, aber schon eine Frau in ihrer, lebt mit ihrer leiblichen Schwester, ihrem Vater, ihrer Stiefmutter und dem Halbbruder in einem kleinen Haus mit nur einem großen Raum. ...

Livia, ein Mädchen in unserer Welt, aber schon eine Frau in ihrer, lebt mit ihrer leiblichen Schwester, ihrem Vater, ihrer Stiefmutter und dem Halbbruder in einem kleinen Haus mit nur einem großen Raum. Geld, Privatsphäre, Luxus, all dies hat die Familie nicht. Täglich muss Livia mit ihrer Familie dafür sorgen das Brot gebacken und verkauft wird um zu überleben.

Doch sie träumt von mehr. Von einem Leben im Palast bei den Priesterinnen. Denn sie besitzt die Segnung mit ihrer Stimme Klänge zu erschaffen, welche Materie beeinflussen kann. Doch sie ist ungeübt und unausgebildet. Der Verlust ihrer Mutter vor langer Zeit lässt ihren Vater dies verbieten.

Doch sie macht es, wenn keiner zusieht und dann wird ihr Leben innerhalb kurzer Zeit auf den Kopf gestellt als sich herausstellt das Rina schwanger ist und sie schnellstens Geld brauchen. Also geht sie mit dem General Cristan einen Packt ein um ihre Schwester, sich und ihr Königreich Palente zu retten.

Eine Lovestory mit wenig Love bis zu einem festen Zeitpunkt, vielen Klischees und einer interessanten Gabe welche Livia zugeschrieben bekommen hat. Man kennt aus vielen Büchern, viele Kräfte und Gaben welche Menschen erlangen haben. Die ihre ist neu und Anfangs schwer zu verstehen, da es etwas ist, was man nicht sieht. Die Autorin arbeitet aber dran, dass man es nach und nach bildlich vor Augen hat.

Die Charaktere sind für mich teilweise schwer zu greifen gewesen und vor allem auch sehr unsympathisch gewesen. So ist Livia mit ihren etwa 16-18 Jahren noch recht jung und naiv, aber fühlt sich als Frau und will so behandelt werden. Doch ihre Blauäugigkeit und ihre teilweise kindisch, zickige Verhaltensweisen machten es mir schwer sie zu mögen. So hasst sie Cristan am Anfang förmlich und dann schlagartig ändert sich dieses. Man gibt ihr den kleinen Finger und oftmals will sie die ganze Hand und versteht dann nicht warum man ihre diese nicht geben will. So ist auch ihr überaus schnelles erlernen der Fähigkeiten nicht gut ausgearbeitet und unglaubwürdig gewesen.

Cristan empfangen in unserer Leserunde viele als unsympathisch da er sie von Anfang an als Waffe bezeichnet und nur zu ihrem Zweck. Er hielt sie auf sicherem Abstand ihren beiden Willen und das hat mir persönlich eine ehrlichere Seite gezeigt als ihre, die oftmals weniger nachzuvollziehen war. Aber auch Cristan ist in Sachen Gefühle und Entscheidungen nicht immer sinnvoll gehandelt.

Die Story selbst beginnt stark, schwächt dann total ab und zieht sich hin und lässt einen glauben es muss noch zwei weitere Bände geben um dieser Geschichte Herr zu werden um dann auf einmal voll in das Gaspedal zu steigen, da es gefühlt für die Autorin zu eng wird sich an vorgegebene Seiten halten zu können.

Das Buch ist alles in allem nicht schlecht, aber bei weitem kein Highlight. Wer Lust auf ein paar gemütliche Stunden mit einfach gehaltenen und leider sehr Klischee behafteten Charakteren aber einer mal ganz anderen Fähigkeit verbringen möchte, ist hier auf jeden Fall richtig.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Anfängerdebüt mit leichter Story

The Bite: Jägerin der Nacht
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„Wattpad“ ist die weltweit größte Social Reading-Plattform für Autoren und ihre Leser. Mit "The Bite: Jägerin der Nacht" hat Wattpad@Piper das Buch der Autorin ins deutsche Bücherregal geholt. Ich bin ...

„Wattpad“ ist die weltweit größte Social Reading-Plattform für Autoren und ihre Leser. Mit "The Bite: Jägerin der Nacht" hat Wattpad@Piper das Buch der Autorin ins deutsche Bücherregal geholt. Ich bin netgalley.de und dem Verlag dankbar für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, kann jedoch nicht nachvollziehen, warum es dieses Buch geworden ist.

Kurzfassung: Junge Frau flüchtet vor gewalttätigen Ehemann. Auf der Flucht gerät sie in das Territorium von Werwölfen und Vampiren. Dort wird sie verletzt und hat nun ihre erste Verwandlung zum Werwolf vor sich. Sie lebt nun mit dem Wolf Levi und dem Vampir Derek zusammen. Beide sind älter als sie aussehen und versuchen ihr zu helfen den schweren Weg zu bewältigen.

Ich würde gerne sagen das Buch hat etwas Neues und außerordentliches, ist aber leider nur unterer Durchschnitt. Die Geschichte ist nicht neu, die Charaktere recht langweilig, die Dialoge langweilig.

Das Buch liest sich sehr schnell und flüssig, wenn stellenweise auch etwas zu einfach. Gefühlt hätte eine 13-Jährige das Buch schreiben können. Wer ne schnelle Lektüre sucht mit wenig Handlung und Spannung und das unbeholfene und unerfahrene Schreiben überlesen kann, kann es sich in drei bis vier Stunden durchlesen.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Kleine Hilfestellung im Alltag

Lichtblick. Texte für mittelgute Tage
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Ein Buch, welches man in die Hand nimmt, wenn einem der Lichtblick im Alltag fehlt. So würde ich dieses beschreiben. Ein bisschen Trost, eine helfende Hand und so manche Passage wo ein Engel einem beisteht ...

Ein Buch, welches man in die Hand nimmt, wenn einem der Lichtblick im Alltag fehlt. So würde ich dieses beschreiben. Ein bisschen Trost, eine helfende Hand und so manche Passage wo ein Engel einem beisteht oder die Kraft, welche Gott einen geben kann.

Das Buch hat ein ansprechendes Cover und wer kennt nicht diese mittelguten Tage, die manchmal sogar zu noch schlechteren Tagen werden können. So hat die Autorin Die Buchstaben A-Z genommen und in kleinen Gedichten, Erzählungen und manchmal nur mit wenigen Worten einen Weg gesucht, wie jeder für sich Stärke und Mut an solchen Tagen sammeln kann.

Die Postkarten regen an, mal wieder diese anstatt einer WA zu versenden. Einen Menschen positiv zu überraschen. Die Inhalte, haben mich nicht alle gleich gut angesprochen. So mancher braucht die Akzeptanz und den Glauben an Gott oder Engeln. Manche sind neutral und könnten jeden ansprechen.

Alles in allem ist es ein schön gestaltetes, abwechslungsreiches Buch, welches zum verschenken anregt.

Der einzige Kritikpunkt den ich, wie so manche schon anbringen muss, ist der heftige Geruch. Das Buch liegt seit einer Woche offen hier und es riecht wirklich stark chemisch, so das ich nach wenigen Seiten immer aufhören musste zu lesen.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Starke Frauen in einer mittelmäßigen Geschichte

Der seltsame Fall der Alchemisten-Tochter
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Wenn Sherlock Holmes und Watson auf Dr. Jekyll und Hyde trifft. Dann kommt noch eine Erschaffung von Frankenstein hinzu. In „Der seltsame Fall der Alchemisten-Tochter" steht Mary im Vordergrund. Die junge ...

Wenn Sherlock Holmes und Watson auf Dr. Jekyll und Hyde trifft. Dann kommt noch eine Erschaffung von Frankenstein hinzu. In „Der seltsame Fall der Alchemisten-Tochter" steht Mary im Vordergrund. Die junge Frau betrauert den Verlust ihrer Mutter, welche schon seit längerer Zeit nicht mehr physisch gesund ist und nun ohne Eltern dasteht. Denn ihr Vater ist vor Jahren verschwunden und gilt als Tod.

Grund dafür soll sein Assistent Hyde sein. Auf seinem Kopf ist ein Kopfgeld ausgeschrieben, welches die junge Mary gut gebrauchen kann. Auf der Suche nach Hyde findet sie seine Tochter Diana. Diese ist in einem Waisenhaus groß geworden und eine richtige Göre und keine Lady.

Gemeinsam mit Sherlock Holmes und seinem Assistenten Watson findet Mary noch weitere Frauen, welche Opfer einer Geheimgesellschaft sind, wo es um Experimente an Menschen geht. Von Versuchen der Chemie, über Biologie bis hin zur komplett körperlichen Veränderung. Gemeinsam wollen die jungen Frauen diese Gesellschaft zu Grunde bringen. Doch der Weg dahin wird lang sein und erstmal ist Mary mit ihrem Problem im Vordergrund.

Sie ist auch diejenige, welche die Geschichte erzählt. Es gibt zu jeder der weiblichen Hauptpersonen ein eigenes Kapitel, wo diese ihre Erfahrungen wiedergeben. Von den Experimenten, wie ihr Leben vorher gewesen ist. Wer oder was sie waren.

Darüber hinaus haben alle in Kursivschrift ihre Einschübe in die Geschichte von Mary, welche Sie aufschreibt und die Kommentare wie Randnotizen sein sollen. Oftmals mit viel Humor und zum Lachen, die Kabbeleien der Frauen sind oftmals im Vordergrund. Aber leider hat es mich oftmals aus dem Lesefluss gerissen. Nur einmal habe ich richtig lachen müssen, denn es war mein absoluter Lieblingsspruch der so schön schwarz und passend auf dem Punkt war.

Die Geschichte nimmt sich Zeit alle Charakter vorzustellen und den Geschehnissen Platz zu geben. Die Anspielungen an die Bücher woher die Charaktere stammen sind auch im Umschlag vorne und hinten zu finden, so dass man auch ohne Vorerfahrung versteht wer welche Person sein soll.

Leider hat es mir nicht so besonders gut gefallen. Der Einstieg war super, die Charaktere vielseitig, die Wiedererkennung aus anderen Romanen gefiel mir gut. Darüber hinaus hat es sich aber mit über 400 Seiten sehr gezogen und kam für mich auch nicht richtig in Fahrt.

Mary als Hauptperson war mir zu blass, der Rest gab mir schonmal hier und da das Gefühl nicht präsent oder wichtig genug zu sein. Der Humor, gerade der schwarze, hätte stärker sein dürfen. Am meisten sprach und stach heraus am Ende Diana. Gerade ihre rotzfreche Art die den Haufen aufrüttelte war aber nicht gerade sympathisch für den Leser.

Alles in allem ist es eine interessante Geschichte, welche mich aber nicht stark genug begeistern konnte.