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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Langatmig

Wir fangen gerade erst an
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Märtha,Snille,Anna-Greta,Stina und Kratze leben im Seniorenheim "Diamant" und sind ganz und gar nicht zufrieden.Der Direktor und seine Pflegefachfrau sparen wo sie nur können.Keinen Kuchen mehr zum Kaffee, ...

Märtha,Snille,Anna-Greta,Stina und Kratze leben im Seniorenheim "Diamant" und sind ganz und gar nicht zufrieden.Der Direktor und seine Pflegefachfrau sparen wo sie nur können.Keinen Kuchen mehr zum Kaffee, nur noch zwei Mahlzeiten pro Tag und der Gang an die frische Luft wird auch gestrichen! Als die Seniorengang einen Film über ein Gefängnis sieht, realisieren sie, dass man im dort noch besser aufgehoben ist, als im Seniorenheim Diamant. Sie büxen aus und entwickeln einen verwegenen Plan!Erst rauben sie den Safe eines Hotels aus, dann stehlen sie wertvolle Bilder in einem Museum. Werden sie geschnappt und können sie den Rest ihres Lebens in Ruhe und Frieden im Gefängnis verbringen?

Ich liebe Geschichten über Rentner, die noch so allerhand mit ihrem Leben anstellen.Zudem wurde das Buch als lustig angepriesen. Das Cover ist zudem ein echter Hingucker.
Und so habe ich dieses Buch besorgt und mich darauf gefreut.Was folgte war die grosse Ernüchterung.Lustig war es kein einziges Mal! Wenn es wenigstens so geschrieben wäre, dass man mit den alten Leutchen mitfühlen könnte. Doch die Handlung plätschert dahin, die Figuren sind unnahbar und kein bisschen lustig...sondern leider nur klischeebeladen und naiv.
Die Story hatte nicht nur Längen...sondern ist auch sehr konstruiert.Habe mich durch geschleppt ,weil ich immer auf den grossen Durchbruch in der Handlung gewartet habe...doch der ist leider ausgeblieben.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Hat mich enttäuscht

Und ein ganzes Jahr
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Willem kan den Tag in Paris und Allyson nicht vergessen und macht sich auf die Suche nach ihr. Dabei geht er auch nach Indien und trifft sich mit seiner Mutter Yael, mit der er praktisch keinen Kontakt ...

Willem kan den Tag in Paris und Allyson nicht vergessen und macht sich auf die Suche nach ihr. Dabei geht er auch nach Indien und trifft sich mit seiner Mutter Yael, mit der er praktisch keinen Kontakt mehr hat. Was hat er erlebt während diese ihn ebenfalls verzweifelt gesucht hat?

Dieses Buch ist nicht etwa, wie viele Leser denken, die Fortsetzung von "nur ein Tag"...sondern die Geschichte aus der Sicht von Willem.Wobei auch das meiner Meinung nicht ganz richtig ist. Genauer wäre: Willems Leben aus seiner Sicht während Allyson ihn sucht.Denn die Suche nach " Lulu " ist das Thema ganz am Anfang des Buches .Und dieser Teil liess sich auch am flüssigsten lesen.Was danach kam ,kann ich eigentlich nur als plätschernde Handlung betiteln. Willem ist zu Besuch bei seiner Mutter, die Beziehung mit ihr wird gestreift, doch leider nichts was wirklich in die Tiefe geht.Hier hatte ich das Gefühl,dass die Autorin Seiten füllen musste um ein ordentlich dickes Buch hinzukriegen.
Was ich an dem ersten Teil noch sehr geschätzt habe:eine romantische Liebesgeschichte bei der man sich fragt, ob die beiden zusammen kommen werden,ist hier in diesem Buch leider nicht mal mehr vorhanden.
Enttäuschend!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Laue Geschichte!

Remember Mia
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Estelle ist verzweifelt. Ihre 7 Monate alte Tochter Mia ist über Nacht aus der Wohnung verschwunden. Es hat weder einen Einbruch gegeben, noch hat Estelle etwas bemerkt. Ihr Mann Jack,der beruflich einige ...

Estelle ist verzweifelt. Ihre 7 Monate alte Tochter Mia ist über Nacht aus der Wohnung verschwunden. Es hat weder einen Einbruch gegeben, noch hat Estelle etwas bemerkt. Ihr Mann Jack,der beruflich einige Zeit weg war, gibt ihr die Schuld am Verschwinden von Mia.Er hatte schon lange das Gefühl, dass Estelle mit ihrer Mutterrolle total überfordert war...dazu war Mia noch ein Schreibaby.
Er steckt Estelle in eine psychiatrische Klinik, um über das Geschehene Klarheit zu bekommen.

Das Thema von dieser Geschichte hat mich sofort angesprochen. Ich habe Spannung erwartet und eine Mutter, die für die Wahrheit kämpft.
Was ich bekommen habe ist eine Mutter, die in der ersten Hälfte weinerlich und vor sich hin brabbelnd immer wieder betont, wie schlecht sie sich fühlt. Das Buch ist in Ich Perspektive aus der Sicht von Estelle geschrieben und alles dreht sich um ihre Psychosen, ihren Gedächnisverlust und ihr Leben. Die ersten 120 Seiten von Spannung keine Spur,die Geschichte liest sich eher wie ein medizinischer Führer über Amnesie und Psychosen. Langatmige Gefühlsausbrüche und wenig Handlung herrschen in diesem Teil vor.
Ab der Hälfte wird das Ganze leider so vorhersehbar,dass ich mir den eigentlich hätte sparen können. Da ich trotzdem weiter gelesen habe, habe ich dann doch noch Estelle erlebt, wie sie ,welch Wunder, ihre Depressionen oder was auch immer ,abstreift und gekonnt auf die Suche nach ihrem Kind geht. Hier habe ich leider auch die Spannung vermisst, da die Identität des Täter /Entführers vorhersehbar ist.
Der Schreibstil ist im ersten Teil sehr hölzern, mit Gedankensprüngen, die ich nicht nachvollziehen konnte.
Zudem waren mir die Figuren nicht sympathisch. Estelle, die von der weinerlichen ,überforderten Mutter plötzlich zu einer Art Privatdetektivin mutiert ...ob das authentisch ist?
Und dann Jack, Estelles Mann und Mias Vater :Hölzern ,überheblich und arrogant!
Schade, habe einen Thriller erwartet und eine etwas laue Geschichte gelesen.

Veröffentlicht am 13.12.2023

Der Autor hat gepatzt!

Underground Railroad
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Cora wird als Kind einer Sklavin geboren und lebt auf der Baumwollplantage von Terence und James Randall. Ihr Leben ist geprägt von Entbehrung, Schikanen und harter Arbeit.

Sie schliesst sich Caesar an, ...

Cora wird als Kind einer Sklavin geboren und lebt auf der Baumwollplantage von Terence und James Randall. Ihr Leben ist geprägt von Entbehrung, Schikanen und harter Arbeit.

Sie schliesst sich Caesar an, der die Flucht von der Plantage plant. In letzter Minute entschliesst sich auch ihre Freundin Lovey mit ihnen zu gehen. Immer mit dem Ziel und Blick auf die Freiheit kämpfen sie sich durch, um dann zu entdecken, dass auch die Freiheit nicht unbedingt so ist, wie erhofft und erträumt.




Sklaverei und der Verkauf von Menschen ist eine dunkle Seite, die jedem ein Begriff ist. Ich habe mich auf ein Buch eingestellt, das schonungslos und brutal ist. Ist es auch, grundsätzlich. Der Autor schreibt jedoch in so einem emotionslosen und unnahbaren Schreibstil, dass ich so ganz und gar nicht mitfühlen konnte. Nehmen wir zum Beispiel die Erlebnisse Coras auf der Baumwollplantage. Diese Erlebnisse wurden mehr oder weniger wirr heruntergeleiert.

Die direkte Rede wird sehr rar eingesetzt, Gefühle werden oberflächlich gehalten und erstaunlicherweise hat mich weder Cora noch ihre Mitgefangenen berührt. Erstaunlicherweise, weil ich ja das Leiden vieler Menschen in den Baumwollplantagen grundsätzlich nachvollziehen kann. Der Schreibstil hat jedoch so vieles verdrängt, ja gar verharmlost, dass ich emotionslos blieb. Bei so einer Geschichte will und brauche ich jedoch Emotionen! Damit empfand ich die Geschichte als so langweilig, dass ich ab der Mitte nur noch grob überlesen habe.

Die Underground Railroad, die dem Buch den Titel gibt, war mir natürlich ein Begriff. Dieses Schleusennetzwerk, das die Flucht vieler Sklaven aus den Südstaaten der USA arrangierte, war ein wichtiges Mittel zu deren Befreiung zwischen 1810 und 1850. Der erste Fahrstuhl in den USA wurde aber erst 1857 in
Betrieb genommen. Da die Protagonisten mehrmals einen Fahrstuhl benutzen, hat der Autor hier eindeutig gepatzt. Dazu kommen an den Haaren herbeigezogene Dinge wie Seite 71: "Natürlich hatte er (Caesar) eine Landkarte im Kopf und konnte die Sterne ebenso lesen, wie Buchstaben. Ich präzisiere: Caesar wurde auf der Baumwollplantage geboren und hatte keinerlei Gelegenheit sich das Land anzusehen und sicher auch nicht, sich Landkarten der Umgebung einzuprägen.

Kaum zu glauben, dass "Underground Railroad" mit dem Pulitzer - Preis ausgezeichnet wurde. Allerdings bestätigen sich hier meine bisherigen Erfahrungen, dass mir ein Buch, das so ein hoch monetärer Preis zugestanden bekommt, mich eigentlich nie anspricht.

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Veröffentlicht am 28.06.2021

Schade um die Lesezeit!

Venezianische Liebe
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Maria wird von ihrer Tochter Amelie gebeten ihre Hochzeit vorzubereiten. Diese soll in Venedig stattfinden und so fliegt Maria von Hamburg nach Italien. Kaum angekommen, traut Maria ihren Augen nicht. ...

Maria wird von ihrer Tochter Amelie gebeten ihre Hochzeit vorzubereiten. Diese soll in Venedig stattfinden und so fliegt Maria von Hamburg nach Italien. Kaum angekommen, traut Maria ihren Augen nicht. Sie hört zufällig vor einem Café, wie ein Geiger das Lied „ Venezianische Liebe „ spielt. Dieser Mann mit seiner Geige erinnert sie an Leander Emerick. Der Musiker ist jedoch seit Jahren tot, umgekommen im Tsunami am 26. Dezember 2005 in Khao Lak. Maria ist mit der Wittwe von Leander Emerick befreundet, die ebenfalls an der Hochzeit teilnehmen wird. Zudem taucht auch noch Amelies Vater, eher als gedacht, in Venedig auf und die Gefühle für ihn, entflammen wieder bei Maria.





Was habe ich mich durch dieses Buch gequält. Schon der Start ist mir nicht leichtgefallen, denn die Autorin verzichtet auf eine sorgfältige Einführung der Figuren. Nach und nach werden diese in die Geschichte geworfen und man muss sich als Leser den Zusammenhang und die Beziehungen zusammenrätseln. Oft beginnen Kapitel mit einer Aufzählung zu einer neuen Figur und so erfährt man zwar Namen, Beruf und private Details. Jedoch das Verhältnis oder die Beziehung zu den Figuren, die man schon kennengelernt hat, fehlt oft. Dadurch wird die Handlung holperig und wirr. Die zahlreichen Wiederholungen wurden mehr und mehr langweilig und ich war oft davor, das Buch in eine Ecke zu pfeffern.



Als Reiseführer wäre das Buch zu gebrauchen, denn Gisa Pauly wirft nur so um sich mit Plätzen, Strassen und Brunnen in Venedig. Doch dann bitte mit einem Strassenverzeichnis. So war es einfach zu viel des Guten, denn eine ausschweifende Aufzählung von oben genannten Orten, macht einfach keinen Sinn für Leser, die die Oertlichkeiten nicht kennen. Was wohl Voraussetzung ist, damit man „Venezianische Liebe“ lesen kann, ohne sich zu langweilen.



Maria hetzt durch Venedig und dabei habe ich gefühlt 100 mal gedacht, weshalb sie so hektisch durch die Geschichte wirbelt? Sehr oft konnte ich ihr Gehetzte und all den Stress nicht nachvollziehen. Für all ihr Gerenne trug sie nie was anderes als High Heels, was immer und immer wieder erwähnt wurde.



Schade für die Lesezeit, die man mit diesem Buch vergeudet. Ich gestehe, die letzten 100 Seiten habe ich nur noch überflogen und so fällt für mich „Venezianische Liebe“ unter die Rubrik „muss nicht sein“.

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