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Veröffentlicht am 22.02.2023

Faszinierender Fantasyroman

Rainbow Fire
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„Rainbowfire“ von Marion Andel erzählt die mitreißende Geschichte von Fayne, die von dem geheimnisvollen Elfen Leroy in eine wundersame Welt entführt wird die ihre Rettung braucht. Ein faszinierender Fantasyroman ...

„Rainbowfire“ von Marion Andel erzählt die mitreißende Geschichte von Fayne, die von dem geheimnisvollen Elfen Leroy in eine wundersame Welt entführt wird die ihre Rettung braucht. Ein faszinierender Fantasyroman voller schöperischer Welten und Geheimnissen!

Handlung: Fayne lebt ein normales Leben in London bis plötzlich ihre Welt auf den Kopf gestellt wird und der attraktive aber seltsame Junge Leroy sie in das Elfenreich Rivinia entführt. Fayne erfährt, dass sie die Auserwählte Retterin ist, denn Rivinia schwebt in Gefahr. Als kurz nach ihrer Ankunft ihre Geschwister entführt werden von dem mysteriösen Widersacher der das Elfenreich bedroht, muss Fayne sich auf eine gefährliche Reise machen. Gar nicht mal so leicht für sie ,diese zu meistern wenn Entführer, ihre neuen Kräfte und zwei attraktive Königssöhne wie Leroy und sein Bruder Zay sich ihr in den Weg stellen.

Es wurde eine neue und faszinierende Welt aus dem bekannten Material der Elfen geschaffen und vor allem die Idee mit den Sicheln in den Augen hat mir gefallen, was im Buch wie auch auf dem Cover perfekt umgesetzt wurde. Diese haben einen Zusammenhang und eine Bedeutung mit den jeweiligen Kräften, welche die Elfen beherrschen. Ich habe gerne von den Beschreibungen der Natur und den Bewohnern in Rivinia gelesen und die Schöpferkraft der Autorin bewundert.

Anfangs habe ich mich etwas schwer getan mit dem Schreibstil, da die Beschreibungen zunächst holprig waren und seltsam auf mich wirkten. Die Dialoge waren nicht immer rund und wirkten stockend. Während des Verlauf der Geschichte ließ sich beobachten, dass der Schreibstil immer flüssiger wurde und zu ende habe ich mich völlig von der Geschichte mitreißen lassen und bin locker flockig voran gekommen. Besonders ab Faynes Reise in die Elfenwelt wurde es spannend und fließender zu lesen.
Die Protagonistin Fayne erlebt einige Schicksalsschläge. Ihre Fähigkeiten und ihr Durchhaltevermögen werden oft auf die Probe gestellt. Ihre Gedanken und Schmerzen waren für mich nachvollziehbar und schlüssig. Die Autorin hat diese immer authentisch und realistisch hervorgehoben, sodass ich immer mit Fayne mitgelitten und mitgefiebert habe.

Man merkt gegen Ende, welche Entwicklung Fayne gemacht hat. Zu Anfang zeigten sich bei ihr typische Reaktionen und Fragen zu ihrem neuen Leben, die sowohl humorvoll wie auch verständlich waren. Sie durchläuft eine große Wandlung und beweist Tapferkeit und Mut.

Ebenso waren die anderen Charaktere einzigartig. Die Beschreibungen des bösen Charakters im Buch wurden gut beschrieben und man konnte die Boshaftigkeit nahezu fühlen.

Bei den letzten Kapiteln war ich gefesselt und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Szenen waren bewegend und dramatisch. Ich habe Faynes Trauer und Verzweiflung nachempfinden können.
Insgesamt ein packender Fantasyroman mit kreativen und ideenreichen Erzählungen über die Elfenwelt. An einigen Stellen wurde dem Leser die Spannung genommen, da Anfangs oft schon Hinweise auf Intrigen gegeben wurden, die noch überraschender gekommen wären, wenn es diese Hinweise nicht gegeben hätte. Das hätte das Buch noch packender gemacht. Des Weiteren hätte ich mir bei einigen Themen wie in der Liebe mehr Tiefe gewünscht.

Ich empfehle jedem dieses Buch der sich spannende und aufregende Lesestunden in einer unbekannten neuen Welt wünscht und kann dieses Buch allen Fantasy Liebhabern nur ans Herz legen. Ich habe mich sehr gerne in Rivinia aufgehalten und Fayne Reise begleitet!

Ich vergebe 4 Sterne!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2025

Magischer Start mit Luft nach oben

Supernatural Academy: Year One (Supernatural Academy 1)
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"Supernatural Academy: Year One“ ist der erste Teil einer Trilogie, in der Magiewirkende, Gestaltwandler, Vampire und Fays eine Schule besuchen, um dort mehr über ihre Kräfte und Geschichte zu lernen. ...

"Supernatural Academy: Year One“ ist der erste Teil einer Trilogie, in der Magiewirkende, Gestaltwandler, Vampire und Fays eine Schule besuchen, um dort mehr über ihre Kräfte und Geschichte zu lernen. Ich habe lange keinen Urban Fantasy Roman, geschweige denn eine Academy-Reihe gelesen – und diese konnte mich, abgesehen von einigen Schwächen, positiv überraschen.

Handlung:
Maddison zieht seit dem Tod ihrer drogenabhängigen Mutter von Ort zu Ort. An ihrem 22. Geburtstag taucht plötzlich Ilia auf, eine mysteriöse Frau, die ihr erklärt, dass sie ein übernatürliches Wesen ist. An der Supernatural Academy lernt Maddison nicht nur alles über Magie, die verschiedenen Supes und Kampftechniken, sondern auch die „Atlantischen Fünf“ kennen – eine Gruppe von Jungs, die an der Schule sehr bewundert wird und einige Geheimnisse birgt. Besonders Asher Locke, der mächtigste und geheimnisvollste unter ihnen, scheint sich für Maddison und ihre Kräfte zu interessieren.

Meinung:
Ich bin gut in das Buch eingestiegen – die Handlung beginnt direkt spannend. Zusammen mit Maddison lernt man die Welt der Supernaturals und den Alltag an der Academy kennen. Gerade bei solchen Büchern finde ich es schwierig, die Reaktionen der Protagonist:innen auf die magische Welt glaubwürdig darzustellen. Die Autorin hat das hier aber gut gelöst: Maddisons anfänglicher Unglaube und ihre Neugier sind nachvollziehbar. Es wird deutlich, wie sehr sich diese neue Welt von ihrem alten Leben unterscheidet.

Gerade in der ersten Hälfte fliegt man nur so durch die Seiten. Ich konnte mich gut mit Maddison identifizieren, da ihre Gedanken und Gefühle anschaulich beschrieben werden. Man fiebert mit, wenn sie neue Dinge lernt oder Herausforderungen an der Academy meistert. Auch die Begegnungen mit den Atlantischen Fünf sind spannend, wobei natürlich auch das klassische Gegenstück nicht fehlt: eine arrogante Mädchengruppe, die Maddisons Kontakt zu den Jungs nicht gutheißt. Diese Rollen und Dialoge wirkten auf mich allerdings stellenweise zu klischeehaft und überzeichnet.

Besonders gut gefallen hat mir, wie viel man über die Welt der Supes erfährt – über ihre Bräuche, Magie und den Alltag. Auch die Verbindung zu Atlantis, das viele Mythen umgibt, fand ich sehr spannend. Sowohl Maddison als auch die Jungs scheinen mit Atlantis und dessen Vorfahren in Verbindung zu stehen – das bringt zusätzliche Tiefe in die Geschichte.

In der Mitte flacht die Handlung für mich etwas ab. Viele wichtige und potenziell spannende Szenen werden zu schnell abgehandelt. Plötzlich gibt es Zeitsprünge, die den Lesefluss stören. Auch die Beziehung zwischen Asher und Maddison entwickelt sich mir zu schnell. Zwar ist zwischen den beiden spürbare Anziehung vorhanden, und die Autorin schafft es, ein Knistern zu erzeugen – doch es fehlt an tiefen Gesprächen. Meist geht es nur um äußere Anziehung, was schade ist, da hier viel Potenzial verschenkt wird.

Auch bei Maddison und ihren Freundinnen hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Zwar gibt es witzige Dialoge und die drei wachsen zusammen, aber auch hier fehlen Gespräche über persönliche Themen oder Interessen. Häufig liegt der Fokus eher auf Outfits und Make-up als auf echter Charakterentwicklung. Ich habe nichts dagegen, wenn Frauen sich sexy fühlen und anziehen, was sie wollen – aber oft hatte ich das Gefühl, dass Maddi und Ilia sehr stark dem männlichen Blick entsprechen wollten.

Einige Entführungs- oder Kampfszenen haben mich verwirrt, weil ich mir das Setting oder die Abläufe nur schwer vorstellen konnte. Es ging alles sehr schnell, und dann folgte oft direkt ein Zeitsprung. Teilweise wirkte es, als hätte die Autorin an bestimmten Stellen keine Lust mehr gehabt, weiterzuschreiben.

Trotzdem mochte ich das Buch insgesamt sehr. Die erste Hälfte hat mich mitgerissen, gegen Ende haben einige Punkte mich gestört Das Ende macht dennoch Lust auf mehr – ebenso wie das tolle Cover für den 2. Band.

Fazit:
Eine Reihe mit viel Potenzial, einer spannenden Fantasiewelt und großartigen Charakteren. An einigen Stellen fehlt es jedoch an Tiefe, manches wirkt überspitzt oder nicht altersgerecht. Ich vergebe 3,5 Sterne – und runde auf 4 auf.

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Veröffentlicht am 09.04.2025

Rezension: Elfenkrone – Band 1 der Elfensaga-Trilogie

Elfenkrone
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Elfenkrone ist der erste Teil der Elfensaga-Trilogie und stand schon lange auf meiner Leseliste. Durch die einzigartige Welt zieht Holly Black einen sofort in ihren Bann, und man verliert sich komplett ...

Elfenkrone ist der erste Teil der Elfensaga-Trilogie und stand schon lange auf meiner Leseliste. Durch die einzigartige Welt zieht Holly Black einen sofort in ihren Bann, und man verliert sich komplett im sagenumwobenen Elfenreich.

Jude und ihre beiden Schwestern werden im Alter von sieben Jahren an den Hof des Elfenreichs verschleppt – ausgerechnet von dem Mörder ihrer Eltern: Madoc, der einen hohen Rang im Elfenreich bekleidet. Mit den Jahren verschwimmen die Erinnerungen an die Welt der Sterblichen, und Jude beginnt, ihren Ziehvater zu lieben. Sie wächst wohlhabend und beschützt auf und wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich dazuzugehören. Doch sie und ihre Zwillingsschwester Taryn sind Sterbliche – und damit im Elfenreich Wesen zweiter Klasse. Zwischen bildschönen Elfen, furchterregenden Kreaturen, Kobolden, Hexen und Nixen stehen sie ganz unten in der Hierarchie. Das bekommen sie besonders von den gleichaltrigen Elfen an ihrer Schule zu spüren – allen voran von Cardan, dem grausamen und schönen jüngsten Sohn des Elfenkönigs. Nur ihre ältere Schwester Vivi, Madocs rechtmäßige Tochter, besitzt echte Elfenmagie. Jude hingegen setzt alles daran, sich einen hohen Platz bei Hofe zu erkämpfen – auch wenn Cardan ihr dabei immer wieder in die Quere kommt.

Ich habe mir das Buch aufgrund des Hypes gekauft, da ich ein großer Fan von Fantasy und Elfen bin. Der lockere Schreibstil macht den Einstieg in die Geschichte sehr leicht. Besonders gefallen hat mir, dass das Buch mit Rückblicken beginnt: Man erfährt, wie Jude und ihre Schwestern ins Elfenreich verschleppt wurden und wie sie bei Madoc aufwachsen. Ihre Kindheit und das Leben im Elfenreich werden nachvollziehbar geschildert, ebenso wie die dortigen Gepflogenheiten.

Die Autorin legt großen Wert darauf, Kleider, Speisen und den Alltag zu beschreiben. Einerseits erhält man so einen tiefen Einblick in das Leben der Schwestern, andererseits hätte ich mir an manchen Stellen mehr Szenen zur politischen Lage des Elfenreichs oder spannungsvollere Auseinandersetzungen zwischen Cardan und Jude gewünscht – statt all der detaillierten Beschreibungen darüber, was Jude zum Mittag isst. Zur Hälfte des Buches hatte ich das Gefühl, Holly Blacks Lieblingsthema seien exotische Gerichte. Anfangs fand ich diese Alltagseinblicke interessant, da solche Szenen in Fantasyromanen oft fehlen – etwa zu Hygiene, Routinen oder Essgewohnheiten. Doch irgendwann störten die Wiederholungen meinen Lesefluss.

Der Schreibstil ist insgesamt sehr einfach gehalten – für meinen Geschmack manchmal zu schlicht für ein Fantasybuch. Man merkt aber, wie viel Fantasie und Kreativität in der Welt stecken: wundersame Wesen und Kreaturen, Bräuche und Sitten, von denen ich zuvor noch nie gehört hatte. Menschen können z. B. im Gegensatz zu Elfen lügen, aber nicht aufhören zu tanzen, wenn sie einmal begonnen haben. Sie können sich mit Kränzen vor Magie schützen, müssen sich aber vor giftigen Früchten hüten.

Gelegentlich irritierten mich beiläufige Beschreibungen, wenn Jude plötzlich erwähnt, dass eine Kreatur umgekehrte Füße hat, einen Pferdekörper oder Hörner trägt. Daran musste ich mich erst gewöhnen.

Im Elfenreich gibt es den Milchwald, in dem Wurzelmänner schlafen, gefährliche Flüsse, in denen Nixen auf Sterbliche lauern, den Turm des Vergessens mit seinen Kerkern oder die Tiefsee, in der die Königin der Tiefsee lebt. Diese außergewöhnlichen Orte fand ich faszinierend, und es machte Spaß, in diese Welt einzutauchen.

Doch immer wieder wird Jude daran erinnert, dass sie als Sterbliche nie wirklich dazugehört – obwohl sie eine Meisterin im Schwertkampf ist, dank des jahrelangen Trainings durch Madoc. Ihre Verbissenheit und ihr Ehrgeiz werden immer wieder deutlich, und gegen Ende des Buches habe ich sie wirklich bewundert.

Die Geschichte entwickelt sich spannend und flüssig – vor allem durch die Konflikte zwischen Jude und ihren Schwestern, zwischen ihr und den Elfen, und zwischen ihr und Madoc. Die Emotionen waren für mich immer spürbar und nachvollziehbar.

Allerdings fiel es mir manchmal schwer, Jude richtig einzuschätzen. Zu Beginn wirkt sie mit ihren 17 Jahren recht unschuldig, und manche ihrer modernen Ausdrücke („wow“ etc.) passten für mich nicht in das Setting des Elfenreichs, das eher mittelalterlich wirkt. Vermutlich ist das ein bewusster Stilbruch, da neben dem Elfenreich auch die moderne Menschenwelt existiert – trotzdem hat mich die wechselhafte Sprache zwischen umgangssprachlich-modern und altertümlich etwas verwirrt.

Dieses Stilmittel fiel mir auch bei Cardan und seinem Gefolge auf. Der Hass zwischen ihm und Jude wird intensiv dargestellt, ihre Schlagabtäusche sind spannend zu lesen. Es ist deutlich, wie sehr sie sich gegenseitig verabscheuen – doch gegen Ende ändert sich die Dynamik. Ich hätte mir gewünscht, dass dieser Umschwung mit noch mehr Spannung und innerer Tiefe bei Jude dargestellt worden wäre. Zwar gibt es viele Streitigkeiten, aber es fehlten mir teilweise die Einblicke in Judes Innenleben und ihre emotionale Entwicklung in diesen Momenten.

Gegen Ende spitzt sich die politische Situation im Elfenreich merklich zu – mit Intrigen, Machtspielen und überraschenden Wendungen. Dabei war es jedoch manchmal schwer, den Überblick zu behalten. Dennoch steigert sich die Spannung kontinuierlich, sodass man kaum aufhören kann zu lesen.

Ich habe mich gerne in die fantasievolle Welt von Holly Black entführen lassen. Einige Aspekte – wie der moderne Sprachstil oder die irritierenden Kreaturbeschreibungen – haben mich jedoch gestört. Auch Judes Entwicklung von einer jugendlichen Sterblichen zur skrupellosen Spielerin in einem gefährlichen Machtspiel kommt überraschend schnell. Gleichzeitig ist ihre Entwicklung konsequent erzählt, denn sie wurde von einem Vater geprägt, der Töten als selbstverständlich ansieht – und sie in einer Welt großgezogen hat, die mit der unseren kaum vergleichbar ist.

Holly Black gelingt es, Jude immer wieder mit ihrer Außenseiterrolle zu konfrontieren. Ihr Zorn, ihre Verzweiflung und ihr Ehrgeiz werden glaubhaft und greifbar erzählt. Man fühlt mit ihr, und ihre Entwicklung ist spannend zu verfolgen. Zahlreiche Plottwists sorgen für Spannung, der Spannungsbogen baut sich stetig auf.

Elfenkrone war für mich sehr unterhaltsam – auch wenn ich den riesigen Hype um das Buch nicht vollständig nachvollziehen kann. Trotzdem: Es hat mich gefesselt, und ich bin gespannt auf Band 2.

Holly Black entwirft eine fantastische Elfenwelt mit viel Kreativität und einer Protagonistin, die eine glaubhafte und mitreißende Entwicklung durchläuft. Ich vergebe 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 30.06.2023

Authentisch und realitätsnah

Bauchschmerzen im Kopf
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„Bauchschmerzen im Kopf“ ist ein Jugendroman, der realistisch und authentisch die ersten Probleme und Erfahrungen im Jugendalter thematisiert.

Handlung: Weniger Schulstress, Feiern gehen, dazugehören ...

„Bauchschmerzen im Kopf“ ist ein Jugendroman, der realistisch und authentisch die ersten Probleme und Erfahrungen im Jugendalter thematisiert.

Handlung: Weniger Schulstress, Feiern gehen, dazugehören und endlich ohne Angst in die angesagteste Bar der Stadt gehen. Diese Wünsche hegt die siebzehnjährige Mathilda, die zwar ihre zwei besten Freunde Henri und Carla zur Seite hat, jedoch ihrem Schwarm Kai gefallen möchte. Eines Abends wagt sie endlich den großen Schritt und mischt sich unter die Partygäste einer Feier von der beliebtesten Clique ihrer Schule. Prompt beginnt das Gefühlschaos und Mathilda bekommt ausgerechnet Aufmerksamkeit von ihrem Schwarm Kai. Mathilda bemerkt, dass desto näher sie Kai kommt, so mehr entfernt sie sich von Carla. Und was ist mit ihrem besten Freund Henri los?

Meinung: Ich habe dieses Buch innerhalb drei Tage verschlungen und das Gefühlschaos von Mathilda angeregt verfolgt. Der Einstieg in das Buch fiel mir leicht und der Schreibstil war angenehm und flüssig zu lesen. Manche Sätze vermitteln an einigen Stellen den Anschein, als wolle die Autorin möglichst viel Vielfalt an Verben haben, die mit einigen Sätzen dann nicht ganz für mich zusammengepasst haben. Des Weiteren waren einige Verben dann wiederum zu oft vorhanden oder waren mir zu „abstrakt“. Dem Wort „schmunzeln“ bin ich beispielsweise auf allen zwei Seiten begegnet.

Beim Lesen habe ich mich oft in meine eigene Jugendzeit versetzt gefühlt und konnte viele Gedanken und Situationen nachvollziehen. Die Situation und Dialoge sind realitätsnah, was das Buch authentisch macht, da viele im Buch erzählte Dinge im echten Leben passieren.

Man ist angeregt gewesen weiterzulesen, wobei einige Szenen eher so erscheinen als funktionieren sie als Lückenfüller, da sie kurzweilig gewesen sind und unrelevant für den weiteren Verlauf.

Die Dialoge ließen sich flüssig lesen. Ich mochte die Schlagabtausche und Witze zwischen Mathilda und Henri. Die Autorin hat sich in dem Roman Zeit gelassen besondere Momente zwischen beiden zu schaffen und man erkennt was für eine besondere Freundschaft Matilda und Henri verbindet. Mathildas Gedanken an ihre gemeinsame Zeit in der Grundschule geben immer wieder neue Einblicke und festigt die Verbundenheit als Leser zu den beiden. Henri war mir sympathisch und er ist immer für Mathilda da gewesen.

Zu Beginn des Romans lernt man Mathildas beste Freundin Carla kennen, mit der sie die ersten Pläne zum Feiern gehen schmiedet. Zu Beginn steht sie Mathilda als gute Freundin zur Seite und hat immer einen Rat. Ein bisschen schade fand ich, dass Mathilda zu Beginn Carlas Handlungen hinterfragt, wie zum Beispiel, dass sie sich schicker macht als sonst, wobei sich Mathilda selbst eher an die coole Clique anpasst. Sie ist oft hellhörig geworden, wenn Carla ihr von Interaktionen mit der „Coolen Clique“ erzählt hat. Ich hatte eher das Gefühl, dass Mathilda ihrer Freundin zu dem Zeitpunkt nichts wirklich gönnt und selbst davon profitieren möchte. Daher hätte ich mir etwas mehr Empathie von Mathilda gegenüber Carla gewünscht wie auch gegenüber Henri.

Mathildas Gefühlschaos wurde im Buch anschaulich dargestellt und sie gibt einem als Leser immer Einblicke in ihr innerstes. Sie schildert anschaulich ihre Gedanken wie sie auf die anderen wirken könnte und überdenkt jede ihrer Handlungen. Im Laufe der Zeit empfand ich dies als etwas nervig, wobei ich es dennoch nachvollziehen konnte in dem Alter.

Ich fand es zu Anfang gut, wie die Autorin besonders diesen Gruppenzwang hervorhebt und die vielen Gedanken, die sich Mathilda um ihr Aussehen und ihr Auftreten macht. Man kennt das selbst in seiner Jugendzeit, wenn man eben noch nicht oft weg war und Tage davor das Outfit plant sowie alles analysiert. Immer wieder fragt sich Mathilda, was die anderen über sie denken, und wird durch Kommentare von den anderen bloßgestellt. Ich hätte mir zu Ende noch gewünscht, dass Doreen noch ein Fazit bezüglich Gruppenzwang zieht und Mathilda erkennt, dass wahre Freunde viel wichtiger sind, als zu einer Clique dazuzugehören, die über das Aussehen und das Verhalten von anderen urteilt. Vor allem da Mathilda eher erst Anerkennung durch ihr Bündnis mit Kai erfährt.
Mathildas Annäherungen mit Kai waren spannend zu verfolgen und die Szenen zwischen den beiden sind prickelnd und gefühlvoll beschrieben. Es kommt ebenso zu einigen Wendungen, bei denen ich Mathildas Reaktionen gut verstehen konnte.
Bei den Partys der „Coolen Clique“ bei der sich Mathilda und Carla integrieren, passiert immer wieder etwas Neues, was einen zum Weiterlesen anregt, und ich habe die Geschehen gespannt verfolgt. Einige Aussagen und Handlungen der „Coolen Clique“ erschienen mir aber doch etwas realitätsfern und übertrieben.

Das Buch versprüht schöne Herbst Vibes, welche jetzt schon die Vorfreude auf den Herbst in mir geweckt haben, wie Kakao zu trinken, Kürbis schnitzen und Waldspaziergänge.

Den Schreibprozess von „Bauchschmerzen im Kopf“ habe ich bei Doreen Wilde mitverfolgen können und man merkt auf jeden Fall wie viel Kreativität und Liebe sie in ihr erstes Buch mit einfließen lassen hat. Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und ich habe Mathilda gerne auf ihrem Weg begleitet. Es gibt dennoch einige Dinge, die sich noch besser hätten umsetzen lassen können. Ich vergebe 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 28.05.2023

Was verbirgt die Akademie?

Stealing Infinity
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„Stealing Infinity“ ist ein faszinierender Fantasyroman, der von einem taffen und schlagfertigen Protagonisten handelt, die mit einer völlig neuen Welt konfrontiert wird und vor die Entscheidung gestellt ...

„Stealing Infinity“ ist ein faszinierender Fantasyroman, der von einem taffen und schlagfertigen Protagonisten handelt, die mit einer völlig neuen Welt konfrontiert wird und vor die Entscheidung gestellt wird, wem sie vertrauen kann und wem nicht.

Handlung: Als Natasha von der beliebten Elodie in einen merkwürdigen Club geschleift wird, verändert sich ihre Welt dramatisch. Nicht nur wird sie von der Schule geworfen, sondern bekommt das Angebot auf die gray wolf Akademie zu wechseln. Dort scheint es nicht mit rechten dingen zuzugehen. Natasha ist gezwungen ihr ganzes Leben hinter sich zu lassen und ein neues zu beginnen, umgeben von Luxus und Mysterien. Dabei spielt die Zeit eine wichtige Rolle. Doch was verbergen ihre Mitschüler vor ihr und kann sie dem attraktiven Jungen Braxton Vertrauen? Schon bald muss Natasha feststellen, dass der Leiter der Schule Arthur Blackstone ganz besondere Anforderungen an sie hat.

Meinung: Ich bin bei den ersten Kapiteln skeptisch in die Handlung gestarten, konnte mich aber bis zum Ende schließlich völlig vom Buch mitreißen lassen und habe es in einem Rutsch durchgelesen.
Ich war bei dem schönen Cover direkt verzaubert und es passt perfekt zur Handlung. Des Weiteren ist auch die Innengestaltung detailgetreu. Durch den angenehmen Schreibstil der Autorin fliegt man nur so über die Seiten und die Worte werden fließend miteinander verknüpft. Alyson Noel ist begabt Natashas Gefühle zum Ausdruck zu bringen und ich habe mich ihr das ganze Buch über so nah gefühlt und konnte sie verstehen.

Natascha ist schlagfertig und schaut immer nach vorne. Während ihrer Zeit an der Academy muss sie sich immer wieder neu beweisen und ich habe ihren Ehrgeiz bewundert. Ich konnte ihre Gefühle gut nachvollziehen. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und in der Handlung kommt schließlich in Bruchstücken ihre besondere Gabe zum Vorschein. Zwar will sie sich an der Akademie beweisen, ist jedoch unsicher, ob sie den Menschen dort trauen kann. Dieser Prozess war spannend zu verfolgen und es war realistisch wie die Autorin ihre Ängste und Trauer bezüglich ihrer Vergangenheit immer wieder hervorholt. Das machte sie für mich noch authentischer, weil sie nicht einfach so ihr altes Leben hinter sich lassen kann.

Die gray wolf Akademie ist eine Welt voller Reichtum und Luxus. Vom eigenen Nachtclub bis hin zu prunkvollen Sälen hat die gray wolf Akademie alles zu bieten. Nur nicht die Freiheit. Natascha ist hin und her gerissen einen Platz in ihrem neuen Zuhause einzunehmen und kein Außenseiter zu sein und andererseits sich selbst treu zu bleiben und nicht an einer Gesellschaft teilzunehmen die blind einem Mann folgen und gehorchen. Die düstere und mystische Stimmung unterstreicht das „Dark Academia“ Genre und man fragt sich was die Akademie noch verbirgt. Bezüglich der Schule hat mich gestört hat, dass die Autorin keinerlei Unterricht oder Schulalltag in dem Buch mit eingebunden hat, was gerade das Spannende gewesen wäre.

Alyson Noel hat eine unermüdliche Fantasie und mir sind im Buch einige Elemente begegnet, die neu für mich waren. Unter anderem zitieren die Protagonisten immer wieder Dichter, Denker und Künstler. Es werden Gemälde oder Kunstwerke genannt, die eine große Bedeutung haben, was sowohl interessant im Buch war als auch manchmal verwirrend. Des Weiteren wird Zeitreisen als Wissenschaft dargestellt und nicht als Magie. Alchemie, Astronomie und Tarot nehmen ebenso eine wichtige Rolle ein. Es war manchmal eine Herausforderung die vielen Begriffe und Bedeutung der Tarot Karten oder Gemälde zu verstehen und die jeweiligen Verbindungen zu sehen.

Mir haben die Dialoge und Schlagabtausch zwischen Natasha und den anderen Protagonisten gefallen. Man spürt die wandelnde Atmosphäre bei den Dialogen mit den verschiedenen Charakteren sofort und dadurch hatte man viel Abwechslung. Ich habe sowohl gespannt die Gespräche zwischen Natasha und Arthur Blackstone verfolgt als auch die Konflikte zwischen ihr und Elodie, oder das Knistern zwischen ihr und Braxton gespürt.

Insgesamt fand ich das Buch unterhaltsam und packend. Das Buch hätte mehr Potenzial gehabt, wenn die Autorin sich mehr auf den Unterricht konzentriert hätte. Dort hätte man mehr Raum für Konflikte schaffen können, vor allem zwischen Natasha und den anderen Schülern. Der Leistungsdruck wäre des Weiteren noch mehr zum Vorschein gekommen und dafür hätte man auch einige Szenen mit den Outfits und dem Abendessen weglassen können, die immer sehr ausführlich beschreiben wurden, obwohl dieser dauernden Erwähnung von Designer Klamotten total unrelevant ist für das Buch. Oft war nicht so viel Abwechslung an Schauplätzen dabei. Mehr Unterricht Szenen und mehr Aufklärung bezüglich des Zeitreisen wäre nötig gewesen, um das Buch für mich perfekt zu machen.

Fazit: Insgesamt ein packender Fantasyroman voller Fantasien und Mysterien! Die Gray Wolf Academy hat noch einige Geheimnisse offen, hinter die ich kommen möchte. Ich hoffe, dass der zweite Teil womöglich die paar Kritikpunkte die ich bei „Stealing Infinity“ hatte wieder wettmacht.

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