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Veröffentlicht am 06.06.2025

Zwölf Stufen

Assassins Anonymous
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Mark will den nächsten Schritt wagen. Er ist auf Stufe acht und um Stufe neun zu erreichen, muss er echte Begegnungen erreichen und eingestehen, was er getan hat. Die Treffen, bei denen der Arbeitsname ...

Mark will den nächsten Schritt wagen. Er ist auf Stufe acht und um Stufe neun zu erreichen, muss er echte Begegnungen erreichen und eingestehen, was er getan hat. Die Treffen, bei denen der Arbeitsname nie genannt wird, sind Mark eine.große Hilfe. Eines Tages jedoch wird er angegriffen und verletzt und alle Erinnerungen sind ihm wieder gegenwärtig. Ganz aus dem Kopf gehen sie ihm sowieso nie. Und dann explodiert auch noch seine Wohnung. Zum Glück kann Mark seine Katze P. Kitty retten. Seine Haut muss allerdings Astrid retten, die ihm mit medizinischen Belangen schon häufiger geholfen hat.

Dies ist der erste Band einer Reihe um den ehemaligen Auftragskiller Mark, der gemeinsam mit anderen an einen Programm zur Entwöhnung teilnimmt. Nach fast einem Jahr, ohne dass er einen Auftrag angenommen hat, merkt er, es ist Zeit für den nächsten Schritt. So einfach ist das alles jedoch nicht, besonders nach dem Überfall. Natürlich könnte er jederzeit wieder anfangen auf eine Art, aber Mark versucht standhaft zu bleiben. Irgendwie scheint ihm das Schicksal jedoch Steine in den Weg zu legen. Am Leben bleiben will er schließlich auch. Also muss er herausfinden, wer ihm an den Kragen will und warum. Glücklicherweise bleibt Astrid an seiner Seite.

Das auffällige rote Cover springt einem sofort ins Auge und beim Lesen des Klappentextes reizt die witzige Idee um die anonyme Selbsthilfeorganisation für ehemalige Auftragskiller zum Rein- und Weiterlesen. Die Art wie die Geschichte strukturiert ist, wirkt sehr gelungen und abwechslungsreich. Allerdings gibt es auch einige brutale Szenen, vielleicht etwas viele. Im großen und ganzen ist die Story allerdings spannend und wird irgendwann ganz anders als man gemeint hätte. Kleine Längen wechseln sich mit rasant schnellen Szenen, in denen man weiß wie einem geschieht. In diesem Thriller findet eine Selbsthilfegruppe zusammen, bei der man schon neugierig sein kann, wie ihre Rehabilitation verläuft.

Veröffentlicht am 28.05.2025

Paradies

The Island - Auf der Flucht
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Lola arbeitet im Management eines vornehmen Hotel in Hongkong. Mit ihrem Kollegen Moxham versteht sie sich gut bis dieser plötzlich in die Karibik verschwindet. Erst danach merkt Lola, was er hinterlassen ...

Lola arbeitet im Management eines vornehmen Hotel in Hongkong. Mit ihrem Kollegen Moxham versteht sie sich gut bis dieser plötzlich in die Karibik verschwindet. Erst danach merkt Lola, was er hinterlassen hat. Und nach einem unangenehmen Ereignis folgt sie ihm auf die karibische Insel. Lola muss auch an ihre Schwester denken. Auf dieser paradiesischen Insel sollte alles top sein. Allerdings wird Moxham schon kurz nach ihrer Ankunft tot aufgefunden. Dass das ein Unfall sein soll wie behauptet wird, kann Lola nicht glauben. Neben ihrer Betreuung der anspruchsvollen Gäste fängt Lola an, Nachforschungen anzustellen.

Auf einer sonnigen Insel in der Karibik sollte ein paradiesischer Frieden herrschen. Doch hinter den Kulissen brodelt es. Moxham erweist sich nicht als der gute Freund. Er hat ein paar Eigenschaften, die alles andere als menschenfreundlich sind. Wahrscheinlich sind ihm diese nun auf die Füße gefallen. Lola will wissen, was passiert ist. Weder unter den Gästen noch im Person ist alles so wie es zunächst den Anschein erweckt hat. Kann sie überhaupt jemandem vertrauen?Jedoch muss Lola auch für ihre Schwester und ihre Nichte sorgen, die in London leben. Für sich selbst braucht sie nicht viel. Den gewissen Luxus bietet das Resort.

Das auffällige und farbenfrohe Cover zieht die Blicke an und auch der Klappentext macht neugierig. Es ist also ein Leichtes zuzugreifen und sich in den Roman zu vertiefen. In ihm wird ein ganz anderer auf auf ein luxuriöses Hotelresort geworfen. Natürlich bekommen die reichen und verwöhnten Gäste jeden Wunsch erfüllt. Doch hinter den Kulissen werden Intrigen gesponnen und man merkt, dass der schöne Schein trügt. Dabei kommt Lola von einer erstaunlichen Geschichte in die andere. Ob das tatsächlich übertrieben ist oder ob es lediglich übertrieben wirkt, mag dahingestellt sein. Beim lesen denkt man schon hin und wieder, weniger wäre mehr gewesen. Und die Hintertriebenheit wäre nicht so allumfassend, dass einzelne Hintergründe nicht mehr klar werden. Doch ingesamt hat man einen spannenden und flott zu lesenden Thriller in einem tollen Urlaubssetting. Der Schluss wirkt dabei etwas offen, so dass man vielleicht wieder auf die Insel zurückkehren kann.

Veröffentlicht am 09.05.2025

Winston

Was am Ufer lauert
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Erst vor einigen Wochen hatte die Polizeireporterin Gianna Pitti über einen Todesfall zu berichten. Davon will sie sich noch erholen. Als ihr Vater, der wieder aufgetaucht ist, sie jedoch bittet für ihn ...

Erst vor einigen Wochen hatte die Polizeireporterin Gianna Pitti über einen Todesfall zu berichten. Davon will sie sich noch erholen. Als ihr Vater, der wieder aufgetaucht ist, sie jedoch bittet für ihn an den See zu fahren, um einen Informanten zu treffen, willigt sie ein. Da wird einfach etwas übergeben und gut ist es. So gut ist es allerdings nicht, denn der Informant erscheint nicht. Jedenfalls nicht, bis Gianna etwas im Wasser schwimmen sieht, was sich als tote Frau entpuppt, die eine leere CD-Hülle bei sich hat. Mit der Erholung ist es für Gianna vorbei, wieder gibt es einen rätselhaften Todesfall.

In diesem zweiten Band um Gianna Pitt sortieren sie und ihr Umfeld sich neu. Mit der Rückkehr ihres Vaters Arnaldo hatte sie nicht mehr gerechnet und irgendwie müssen sie erstmal wieder zueinanderfinden. Arnaldo muss verstehen, dass seine ehemalige Frau jemand anderen gefunden hat. Die Chefredakteurin Elvira versucht alles, ihre traditionelle Zeitung am Leben zu erhalten. Und der Marchese Francesco kann einiges zur Lösung des Geheimnisses um Winston Churchill, der wohl mit den Urgroßeltern bekannt war, beitragen. Wieso die die ermordete Frau allerdings dem Tode geweiht war, ist nicht so leicht herauszufinden.

Wie spannend, denkt man, Winston Churchill am Gardasee. Um solch einen Aufenthalt kann sich eine packende Story entwickeln. Schnell mal geschaut, ob ein Körnchen Wahrheit zu finden ist. Die Geschichte ist auch interessant, nur verliert sie sich etwas zwischen den persönlichen Belangen der Pittis. Das Durchsortieren der Familie und die Schwierigkeiten mit der Zeitung erscheinen wichtiger als das worüber die Informantin ihre Kunde bringen wollte. Immerhin wird zumindest ein Teil des Rätsels gelöst. Auch die Pittis scheinen zur Ruhe zu kommen. So kann man dissen Band zufrieden schließen und hoffen, dass es im nächsten Band etwas mehr Konzentration auf die Krimihandlung gibt. Immerhin sind besonders Gianna und der Marchese sympathisch und man könnte meinen, dass in den Archiven noch weitere Geschichten zu entdecken sind. Wie man an dem Cover unschwer erkennen kann, lädt auch der Gardasee zu weiteren literarischen Besuchen ein.

Veröffentlicht am 07.05.2025

Die große Aufgabe

Das Lied der Krähen (2 MP3-CDs)
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Seit Kaz Brekker mitansehen musste, wie sein Bruder starb, ist er nicht mehr der Selbe. Sein Wunsch nach Rache wird allerdings nicht so schnell in Erfüllung gehen. Inzwischen hat er sich einen Namen gemacht ...

Seit Kaz Brekker mitansehen musste, wie sein Bruder starb, ist er nicht mehr der Selbe. Sein Wunsch nach Rache wird allerdings nicht so schnell in Erfüllung gehen. Inzwischen hat er sich einen Namen gemacht als Adjutant eines Bandenchefs in der Hafenstadt Ketterdam. Bald bietet sich Kaz die Möglichkeit an viel Geld zu kommen, wenn er eine schwierige Aufgabe erfüllt. Er soll einen Magier aus einem abgeschotteten Gefängnis befreien. Das kann er allerdings nicht alleine bewältigen und er sucht sich eine Mannschaft zusammen, die aus ähnlich qualifizierten jungen Menschen besteht wie er selbst.

Dieser erste Teil einer Fantasy-Abenteuer Duologie erzählt von Kaz Brekker und seiner Gruppe. Sie sind zu sechst und sie alle haben ihre eigenen Ziele. Sie haben auch ihre eigene Vergangenheit. Kaz verlor seinen Bruder, Inej verlor ihre Unschuld, Nina verlor ihren Glauben und so hat jeder der sechs Krähen seine Geschichte. Zusammen sind sie stärker als alleine und sie alle haben ein Ziel. Wie schon zu ahnen, ist die Aufgabe alles andere als einfach zu bewältigen. Das merken sie schon bevor sie richtig losgelegt haben. Doch Schwierigkeiten sind dazu da, überwunden zu werden.

Lebhaft und schön vorgelesen von Frank Stieren bietet dieses Hörbuch gute Unterhaltung. Vielleicht eher für Jugendliche gedacht hört man auch als Erwachsener gerne zu. Schaffen sie es oder schaffen sie es nicht? Da es noch einen zweiten Band gibt, kann man sich da wirklich nicht sicher sein. Und dementsprechend spannend sind einige Passagen. Manchmal wird es richtig brenzlig. Besonders interessant wird es auch, wenn es um die Vergangenheit der Protagonisten geht. Sie hatten es wirklich nicht immer leicht und gewisse Eigenheiten werden dadurch verständlich. Zwar gibt es kleine Momente, in denen das Gesprochene an einem vorbeirauscht, aber grundsätzlich verfolgt man die Handlung gespannt und so manches mal denkt man, dass man damit dann doch nicht gerechnet hat.

Veröffentlicht am 03.05.2025

Geschafft

Nebelstunde
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Die Polizistin Hanna Duncker denkt, sie hat es geschafft. Ihr Vater wird rehabilitiert und der gesuchte Mörder sitzt auf der Anklagebank. Sie ist allerdings überrascht, wie schwer es ihr fällt, dem Prozess ...

Die Polizistin Hanna Duncker denkt, sie hat es geschafft. Ihr Vater wird rehabilitiert und der gesuchte Mörder sitzt auf der Anklagebank. Sie ist allerdings überrascht, wie schwer es ihr fällt, dem Prozess beizuwohnen. Da findet Hannas ehemalige Nachbarin Ingrid einen Bekannten tot in seiner Wohnung. Hanna und ihr Kollege Erik beginnen mit den Ermittlungen. Zunächst sieht alles nach einem Selbstmord aus, denn der ältere Herr hatte vor kurzem eine niederschmetternde Diagnose erhalten. Doch bald mehren sich Hinweise, dass wohl doch fremde Hände im Spiel waren. Es stellt sich ebenfalls heraus, dass der Verstorbene nicht so beliebt war wie zuerst gedacht. Als Hanna auch noch eine bedrohliche Nachricht erhält, gerät sie in Zweifel.

Mit ihrem vierten Fall hofft Hanna Duncker, dass ein Prozess die Schatten der Vergangenheit in ihrer Familie aufhellen wird. Doch ihr Wunsch geht zunächst nicht in Erfüllung. Eher sorgt sie sich um Ingrid, die mit dem Toten gut befreundet war. Die Untersuchung von Vidars Tod ist alles andere als einfach. Es scheint, der Verstorbene hatte mit vielen Menschen Stress zumindest in letzter Zeit. Kleinteilig und akribisch müssen Befragungen durchgeführt werden, die nicht immer zu einem Ergebnis führen. Und dann gibt es da noch diese neue Krankheit, die das Leben Vieler zum Stillstand bringt.

Bei Hanna Duncker. Handelt es sich um eine sehr sympathische Ermittlerin, die sich ihrer Vergangenheit stellt und versucht, die Wahrheit herauszufinden. So wie im Privaten fühlt sie sich im Beruflichen auch der Wahrheit verpflichtet. Sie ist nicht zufrieden ehe sie den Dingen nicht auf den Grund gegangen ist. Dadurch entwickelt sich der Fall zwar sehr langsam, aber auch sehr schlüssig. Gerade zu Beginn wünscht man sich etwas mehr Tempo, während es zum Ende hin so spannend wird, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Wie selbstverständlich wird auch die Pandemie in die Handlung integriert, was zur Authentizität der Handlung beiträgt. Ein wenig Straffung hätte vielleicht gut getan, aber insgesamt packt dieser Krimi mit seiner gut durchdachten Story.