Geheimnisvolles Manor
Moonlit ThornsNach dem Tod ihres Vaters kehrt Annabelle nach hause zurück. Ihr Studium sollte eigentlich zu einem anderen Ergebnis führen, doch ihr Vater ist plötzlich verstorben, ihre Mutter in eine Depression gefallen ...
Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Annabelle nach hause zurück. Ihr Studium sollte eigentlich zu einem anderen Ergebnis führen, doch ihr Vater ist plötzlich verstorben, ihre Mutter in eine Depression gefallen und ihr Bruder versucht das Schiff am schwimmen zu halten. Und Dann erfährt Annabelle auch noch, dass ihr Vater hoch verschuldet war. Gläubiger ist Asher Voss von dem geheimnisvollen Landsitz Midnight Manor. Wenn Annabelle ein Jahr lang als Ashers Assistentin arbeitet, werden die Schulden getilgt. Was genau Annabelle tun soll, weiß sie zunächst nicht. Dass sie aber erstmal auf der untersten Stufe der Leiter steht, wird ihr schnell klar.
Bei diesem Band handelt sich um den ersten Band einer Reihe um die Voss Brüder von Midnight Manor. Den Anfang macht Asher, der es nie verwunden hat, dass seine Mutter gestorben ist als er noch sehr jung war. Annavelle gerät also erstmal auf einen geheimnisvollen Landsitz und ihre Arbeitsbedingungen sind nicht die besten. Nur am Samstag Abend darf sie das Gelände verlassen und ihre Familie zu besuchen. Da sie manchmal nicht weiß, wie sie mit ihrer depressiven Mutter umgehen soll, ist sie garnicht so unglücklich. Und die schwarzen Limousinen, die Samstags zum Grundstück kommen, machen sie ziemlich neugierig. Zunächst muss sie sich aber um das herablassende Verhalten ihres Chefs ärgern.
Ein wenig nachempfunden ist dieser Roman dem Märchen „Die Schöne und das Biest“. Kein Wunder also, wenn es sich um ein Lieblingsmärchen handelt, dass man hier gerne zugreift. Vielleicht hätte man sich das Buch jedoch etwas genauer ansehen sollen, denn von einer Fantasy Komponente oder etwas zauberhaften ist nicht viel zu bemerken. Das Schöne und Märchenhafte wird schon etwas vermisst. Und auch etliche Triggerwarnungen sollte man durchaus ernst nehmen. Wenn man sie erst am Schluss liest, wird man vorher nicht nur freudige Überraschungen erlebt haben. Hat man sich allerdings etwas von dem vorher gesagten befreit, bekommt man eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, die durchaus prickelnd ist. Um dem gefühlsmäßigen Überschwang folgen zu können, bedarf es vielleicht einer gewissen Jugendlichkeit. Die Umschlaggestaltung ist sehr gelungen, der Rosenbusch lässt einen dann doch in märchenhafte Welten entschweben.